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unfall-schadenregelung nach gutachten

Erstellt von atreju, 15.02.2009, 19:48 Uhr · 18 Antworten · 1.693 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    ich habe bislang auch die Erfahrung gemacht, dass Gespräche mit dem Sachbearbeiter etwas brachten, den die V hat ja nichts davon, wenn sie obendrein noch einen Anwalt zahlen müssen und wegen 400 Euro werden sie die Geafhr evtl. umschiffen und nachlegen.

    Aber meine eigentliche Erfahrung ist, und das aus leider vielen Fällen, wo Leute mir einen Schaden verursachten, dass die Gutachten, nach denen ich immer abrechnete, 1:1 bezahlt wurden, wobei der letzte Fall sicher 10 Jahre oder mehr her ist und die Sitten bestimmt rauer geworden sind.

    Einen Versuch ist es sicher wert. Auch in 3 Fällen, in denen meine eigene V löhnen musste und einem, in dem meine Unfall V zu zahlen hatte, habe ich Gespräche geführt und deutliche Ergebnisse erzielt. Einen Anwalt habe ich noch nie bemüht. Es gab immer einen zweiten Scheck nd ich war zufrieden

  2. Registriert seit
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    #12
    Es ist mittlerweile gängige Praxis bei fast allen Versicherern, daß sie ein Gutachten eines Sachverständigen überprüfen lassen und dann entgegen der eindeutigen Rechtsprechung vor allem bei den Lohnkosten teils erhebliche Abzüge machen. Welche absurden Auswirkungen dies haben kann, wenn die Schadensachbearbeiter des Versicherers nach diesem Schema vorgehen, habe ich unlängst erlebt. Zunächst sollte der Schaden auf der Basis eines Kostenvoranschlages abgerechnet werden. Der Versicherer bestand auf einem Gutachten und schickte seinen eigenen Sachverständigen zwecks Erstellung des Gutachtens. Dann landete dieses Gutachten des Haussachverständigen des Versicherers auf dem Tisch des Sachbearbeiters, welcher (treu seinem vorgegebenen Schema folgend) dieses Gutachten prüfen lies mit dem Ergebnis (wen wundert es), daß der Schaden nochmals nach unten "korrigiert" wurde.

    Der hier schon mehrfach angeklungene Rat, einen Anwalt mit der Schadenregulierung zu beauftragen ist gar nicht so verkehrt, muß man sich doch immer vor Augen halten, daß die Sachbearbeiter bei den Versicherern in aller erster Linie die Interessen des Versicherers und nicht etwa des Geschädigten vertreten.

  3. Registriert seit
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    #13
    und der dickste Hammer ist der, das die Versicherungen den Werkstätten den Stundensatz mehr oder weniger vorschreiben.
    Als Selbständiger nicht mal mehr kostendeckend zu arbeiten weil der errechnete Stundenlohn von den Versicherungen gedrückt wird, halte ich für eine Unverschämtheit sondersgleichen.
    Woher ich das weiss, ein guter Freund von mir ist selbständiger Karosseriebauer und er hat mir die Zahlen schwarz auf weiss vorgelegt!

    Dann kommt noch das die Versicherungen selbst Werkstätten unter Vertrag haben, dann müssen zusätzlich noch auf Firmenkosten ein oder zwei Mietwagen zur Verfügung stehen, mit der Werkstattausrüstung geht es dann grad so weiter. Erfüllt die Werkstatt diese Auflagen nicht, bekommt sie von der Versicherung keinen Vertrag und somit keine Arbeit!

    Ein Teufelskreis!

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von atreju Beitrag anzeigen
    hat jemand mit sowas erfahrung?

    der fall: mein geparktes auto wurde von einem schulbus geschrammt. da es sich nur um einen geringfügigen blechschaden handelt, wollte ich das von meinem kfz-meister-nachbarn machen lassen und nicht von vw.
    Und welchen Vorteil soll das für dich haben?

    Lass das Auto in der Fachwerkstatt fachgerecht reparieren und du hast keinerlei Kosten zu erwarten. Ausserdem erhältst du noch Nutzungsausfall für die Zeit, in der dein Fahrzeug dir nicht zur Verfügung steht.

    Mir scheint es aber eher so zu sein, dass du ein zusätzliches "Geschäft" machen möchtest, also mehr kassieren als die Reparatur tatsächlich kostet...

    Gruß
    Manfred

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    #15
    @manfred: ja und? zum beispiel wurde die vordere schürze (plastik) geschrammt. ich habe anspruch auf eine neue, weil sie ja vorher in ordnung war (auto ist 2,5 jahre alt). wenn ich nun sage, ich will zwar den blechschaden beseitigen lassen, kann aber mit ein paar schrammen im plastik leben, weil ich mit den geld dringenderes anzufangen weiß, ist das ja wohl ganz allein MEINE sache und hat nichts mit der zahlungspflicht der versicherung zu tun. das ist auch kein verwerfliches "geschäft" - ich hatte keinerlei einfluss auf den unfall, ich saß nämlich zuhause am küchentisch, als er passierte, und jetzt ist MEIN auto kaputt.

    dass sich diese "kleine" lösung nun offenbar nicht rechnet, steht auf einem anderen blatt.

    @phil: natürlich bleibe ich auf den anwaltskosten sitzen, wenn das vorgehen der versicherung rechtens ist (und das war meine ausgangsfrage) - wer soll die denn sonst zahlen? von dem geld mach ich dann lieber einen schönen mopped-urlaub.

    @all: ich werde das auto jetzt hochoffiziell mit allem schnipp und schnapp von vw reparieren lassen, und damit ist für mich die diskussion hier zu ende.

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von atreju Beitrag anzeigen
    @phil: natürlich bleibe ich auf den anwaltskosten sitzen, wenn das vorgehen der versicherung rechtens ist (und das war meine ausgangsfrage) - wer soll die denn sonst zahlen? von dem geld mach ich dann lieber einen schönen mopped-urlaub.
    wuzz? ob das vorgehen der versicherung rechtens ist oder nicht, steht nicht
    zur diskussion. dir wurde ein schaden zugefuegt, diesen muss der versicherer
    nun aus der welt schaffen, du hast ein gutachten eingereicht, das streichen
    die nun zusammen, spaetestens!!! jetzt ist der anwalt deine anlaufstelle.

    es ist dein gutes recht nach gutachten abzurechnen und soviel du reparieren
    willst auch zu reparieren, den rest schieb in die tasche, das ist dein recht und
    so macht man es im allgemeinen auch.

    da dir ein schaden zugefuegt wurde, hast du zu jeder zeit das recht dich
    anwaltlich vertreten zu lassen und zwar zu lasten des schaedigers repsektive
    dessen versicherung.

    aber geh zu vw, lass da reparieren ... die versicherung wird anstandslos der
    werkstatt bis zu 130% des gutachtens ueberweisen. ist so.

  7. Registriert seit
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    Standard Abrechnung nach Gutachten

    #17
    Hallo,

    willst du nach Gutachten abrechnen kannst du das natürlich machen. Die Abrechnung erfolgt ohne Mehrwertsteuer (Abzuf 19 Prozent), ohne die meistens enthaltene Lackverbringung (Fahrt zwischen Werkstatt und Lackiererei)´und eventuell enthaltene Materialaufschlägen (Aufschlag einer Werkstatt für die Lagerhaltung auf den vom Hersteller oder Importeur angegebenen empfohlenen Verkaufspreis). Alle von der Versicherung vorgenommenen Abzüge müssen transparent und nachvollziehbar sein. Der Abzug der Mehrwertsteuer begründet sich von selbst. Der ABzug der Lackverbringung begründet sich aus der Verfügbarkeit von Werkstätten mit eigener Lackiererei, aus diesem Grund muss die Lackverbringung zur Regulierung tatsächlich anfallen. Der Abzug der Materialaufschläge begründet sich auf der Verfügbarkeit von Werkstätten ohne Aufschäge auf die Verkaufspreise.

    Dann kann die Versicherung dir noch andere Reparaturwerkstätten mit günstigeren VR-Sätzen nennen und hiernach abrechnen.

    Pauschal gehaltene Abzüge ohne inhaltlichen Grund sind nicht hinnehmbar und eigentlich auch nicht gängige Praxis.

    Gruß
    Hotzenplotz

  8. Registriert seit
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    Böse

    #18
    Zitat Zitat von hotzenplotz Beitrag anzeigen
    Hallo,

    willst du nach Gutachten abrechnen kannst du das natürlich machen. Die Abrechnung erfolgt ohne Mehrwertsteuer (Abzuf 19 Prozent), ohne die meistens enthaltene Lackverbringung (Fahrt zwischen Werkstatt und Lackiererei)´und eventuell enthaltene Materialaufschlägen (Aufschlag einer Werkstatt für die Lagerhaltung auf den vom Hersteller oder Importeur angegebenen empfohlenen Verkaufspreis). Alle von der Versicherung vorgenommenen Abzüge müssen transparent und nachvollziehbar sein. Der Abzug der Mehrwertsteuer begründet sich von selbst. Der ABzug der Lackverbringung begründet sich aus der Verfügbarkeit von Werkstätten mit eigener Lackiererei, aus diesem Grund muss die Lackverbringung zur Regulierung tatsächlich anfallen. Der Abzug der Materialaufschläge begründet sich auf der Verfügbarkeit von Werkstätten ohne Aufschäge auf die Verkaufspreise.

    Dann kann die Versicherung dir noch andere Reparaturwerkstätten mit günstigeren VR-Sätzen nennen und hiernach abrechnen.

    Pauschal gehaltene Abzüge ohne inhaltlichen Grund sind nicht hinnehmbar und eigentlich auch nicht gängige Praxis.

    Gruß
    Hotzenplotz
    Bei welchem Versicherer arbeitest Du ?? Den gleichen Unsinn habe ich tagtäglich auf dem Schreibtisch mit dem Briefkopf verschiedener Versicherer. Es gibt zahlreiche Urteile diverser Gerichte, die bestätigen, daß auch bei fiktiver Abrechnung nach Gutachten sowohl die Verbringungskosten, als auch die UPE-Aufschläge zu zahlen sind. Im übrigen muß sich der Geschädigte nicht auf die Preise freier Werkstätten verweisen lassen, zumal diese "Referenzwerkstätten" meistens noch vertraglich mit dem Versicherer verbunden sind und von daher verpflichtet, besonders "günstig" zu kalkulieren. Einzig mit dem Abzug der Mehrwertsteuer hast Du recht, den dies ergibt sich aus dem Gesetz ( § 249 Bürgerliches Gesetzbuch).

    Nicht daß ich hier mißverstanden werde: Bin bestimmt nicht auf Mandantenfang, habe glücklicherweise sehr gut zu tun. Aber wenn hier im Forum solche "Weisheiten" verbreitet werden, platzt mir echt der Kragen, denn Unwissenheit über die eigenen Rechte im Schadenfall macht den Versicheren das Spiel sehr leicht. Deswegen nochmals mein Rat: Geht im Schadenfall zum Anwalt, zumal beim unverschuldeten Unfall die Kosten des Anwalts vom gegnerischen Versicherer zu tragen sind. Im übrigen empfehle ich den Abschluß einer Verkehrsrechtsschutzversicherung, die meistens schon für wenig Geld zu haben ist, sich aber im Streitfall mehr als bezahlt macht.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #19
    @Hotzenplotz
    Du schreibst
    Zitat Zitat von hotzenplotz Beitrag anzeigen
    ...
    Alle von der Versicherung vorgenommenen Abzüge müssen transparent und nachvollziehbar sein.
    Das erwarte ich auch. Aber dann schreibst du
    Zitat Zitat von hotzenplotz Beitrag anzeigen
    ...
    Der ABzug der Lackverbringung begründet sich aus der Verfügbarkeit von Werkstätten mit eigener Lackiererei, aus diesem Grund muss die Lackverbringung zur Regulierung tatsächlich anfallen. Der Abzug der Materialaufschläge begründet sich auf der Verfügbarkeit von Werkstätten ohne Aufschäge auf die Verkaufspreise.
    ...
    und das ist für mich als "Normalintelligenter" leider unverständlich und somit nicht nachvollziehbar.
    Mist: hatte mein Zwillingsbruder doch Recht. Der sagte immer "Du bist ja blöd"


 
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