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Verständnisfrage: Drehrichtung Kurbelwelle

Erstellt von 084ergolding, 18.01.2009, 15:54 Uhr · 9 Antworten · 3.272 Aufrufe

  1. 084ergolding Gast

    Standard Verständnisfrage: Drehrichtung Kurbelwelle

    #1
    Hallo zusammen,

    weil ich mir das Aggregat der Victoria KR3 angeschaut habe, mit dem längseingebauten Boxer-Motor (von BMW), haben sich für mich Fragen als Nicht-Techniker ergeben.



    Mit dem längseingebauten Boxer-Motor liegt die Kurbelwelle ja quer zur Fahrtrichtung.
    Jetzt kommt es doch dann auf die Drehrichtung der Kurbelwelle an ob man nach vorne oder nach hinten fahren würde. Und wie bestimmt sich sich die Drehrichtung der Kurbelwelle ? Das heisst, wie stellt man sicher dass die Kurbelwelle in eine bestimmte Richtung dreht.

    Ist das abhängig in welche Richtung der Anlasser ein Drehmoment abgibt? Schulterzucken.
    Wer kann mir das erklären ?

    Und wie wirkt sich die Drehrichtung der Kurbelwelle auf die Massenkräfte aus ?
    Würde es einen Unterschied machen ob eine Kurbelwelle sich rechts oder links dreht ?
    Schulterzucken.

    Vielleicht kann mir das jemand von Euch erklären.
    Sonntagnachmittagruss Jan

  2. Oldtimer Gast

    Standard

    #2
    Okay, ich bin kein Xperte, aber plausibel lässt sich einiges schon begründen:

    a) Die Karre hatte damals garantiert keinen elektrischen Anlasser, sondern einen Kickstarter.
    b) ensprechend der Drehrichtung des "Anlassers" dreht der Motor, usw. Genau so, wie bei Deiner Q.
    c) Massenkräfte. Da sich die Kurbelwelle längs zur Fahrtrichtung bewegt (Kreiselkräfte) müsste sich das Mopped ein wenig "stabiler" geradeaus bewegen. Im Ggs. zur Q, die sich, dank längsliegender Kurbelwelle neigen müsste. (Wie beim einmotorigen Propeller- Flugzeug auch) : actio = reactio.

  3. 084ergolding Gast

    Standard

    #3
    Oldtimer Danke ! Werd mich jetzt mal damit lesend beschäftigen.
    Gruss jan

  4. 084ergolding Gast

    Standard

    #4
    Auch interessant: "Quelle Motorrad online"

    http://www.motorradonline.de/test/kr...ine.236357.htm

  5. Registriert seit
    02.10.2007
    Beiträge
    10.725

    Standard

    #5
    Zitat Zitat von Oldtimer Beitrag anzeigen
    Okay, ich bin kein Xperte, aber plausibel lässt sich einiges schon begründen:

    a) Die Karre hatte damals garantiert keinen elektrischen Anlasser, sondern einen Kickstarter.

    Jau ! So isses !

    b) ensprechend der Drehrichtung des "Anlassers" dreht der Motor, usw. Genau so, wie bei Deiner Q.

    Ebenso !!

    c) Massenkräfte. Da sich die Kurbelwelle längs zur Fahrtrichtung bewegt (Kreiselkräfte) müsste sich das Mopped ein wenig "stabiler" geradeaus bewegen. Im Ggs. zur Q, die sich, dank längsliegender Kurbelwelle neigen müsste. (Wie beim einmotorigen Propeller- Flugzeug auch) : actio = reactio.
    Was sie ja auch (besonders gut bei den alten Gummikühen zu spüren !!) tut ..

  6. Oldtimer Gast

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Was sie ja auch (besonders gut bei den alten Gummikühen zu spüren !!) tut ..
    Und das, obwohl ich noch nie eine Kuh gezähmt habe. . . . . .

  7. Registriert seit
    09.07.2008
    Beiträge
    597

    Standard

    #7
    Hallo,
    Zitat Zitat von 084ergolding Beitrag anzeigen
    Und wie bestimmt sich sich die Drehrichtung der Kurbelwelle ? Das heisst, wie stellt man sicher dass die Kurbelwelle in eine bestimmte Richtung dreht.
    Ist das abhängig in welche Richtung der Anlasser ein Drehmoment abgibt?
    Richtig, der Anlasser oder Kickstarter gibt die Richtung vor.
    Konventionelle Benzin-Motoren (keine Direkteinspritzer) würden rückwärts auch nicht starten, weil kein Benzin in den Brennraum gelangt. Bei einem Lanz Bulldog (uralter, legendärer Trecker mit Zweitakt-Einspritzer-Selbstzünder) konnte es durchaus passieren, daß der Motor beim Andrehen von Hand wegen der Kompression zurückprallte und rückwärts drehte. Dann mußte man ihn stoppen und neu anschmeißen.
    Auch Bei Benzin-Direkteinspritzern geht das. Die könnten theoretisch rückwärts laufen. Und auch wenn der Anlasser eigentlich die Richtung vorgibt: Wenn man am Hang den Motor abwürgt oder rückwärts ausparkt und zu schnell in den ersten schaltet und dann im ersten Gang rückwärts rollt... Die Motorsteuerungssoftware muß ein Rückwärtsdrehen erkennen und ein Anlaufen des Motors verhindern.

    Gruß
    Martin

  8. Registriert seit
    02.10.2007
    Beiträge
    10.725

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von marss73 Beitrag anzeigen
    Hallo,


    Richtig, der Anlasser oder Kickstarter gibt die Richtung vor.
    Konventionelle Benzin-Motoren (keine Direkteinspritzer) würden rückwärts auch nicht starten, weil kein Benzin in den Brennraum gelangt. Bei einem Lanz Bulldog (uralter, legendärer Trecker mit Zweitakt-Einspritzer-Selbstzünder) konnte es durchaus passieren, daß der Motor beim Andrehen von Hand wegen der Kompression zurückprallte und rückwärts drehte. Dann mußte man ihn stoppen und neu anschmeißen.
    Auch Bei Benzin-Direkteinspritzern geht das. Die könnten theoretisch rückwärts laufen. Und auch wenn der Anlasser eigentlich die Richtung vorgibt: Wenn man am Hang den Motor abwürgt oder rückwärts ausparkt und zu schnell in den ersten schaltet und dann im ersten Gang rückwärts rollt... Die Motorsteuerungssoftware muß ein Rückwärtsdrehen erkennen und ein Anlaufen des Motors verhindern.

    Gruß
    Martin
    Das mit dem Trecker hab ich schon mal gesehen (bin eben ein alter Sack) Aber der Rest war mir nicht so klar.

    Thanx für die Aufklärung.
    Gruß
    Di@k

  9. Oldtimer Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Das mit dem Trecker hab ich schon mal gesehen (bin eben ein alter Sack)
    Nachdem es Bulldog-Treffen gibt, brauchst Du gar nicht mal sooo alt sein.

  10. Registriert seit
    25.06.2007
    Beiträge
    383

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Oldtimer Beitrag anzeigen
    c) Massenkräfte. Da sich die Kurbelwelle längs zur Fahrtrichtung bewegt (Kreiselkräfte) müsste sich das Mopped ein wenig "stabiler" geradeaus bewegen. Im Ggs. zur Q, die sich, dank längsliegender Kurbelwelle neigen müsste. (Wie beim einmotorigen Propeller- Flugzeug auch) : actio = reactio.
    Kann man auch noch bei aktuellen V2 Modellen mit großer Schwungmasse gut beobachten. Eine Buell am oberen Ende der Drehzahlskala in die Kurve zu werfen braucht deutlich mehr, als den leichten Schenkeldruck bei einer Q


 

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