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VW Vertragswerkstatt - Serviceproblem

Erstellt von wuchris, 13.11.2011, 11:37 Uhr · 20 Antworten · 1.888 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich hab ein kleines Problem:

    Das Auto einer Freundin, ein VW Polo III 6n2 Bj. 1999, wurde jahrelang bei einer VW Vertragswerkstatt gekundendienstet und ist demnach scheckheftgepflegt.
    Im Juli diesen Jahres stand der letzte Service an, welcher auch wieder bei der Vertragswerkstatt durchgeführt wurde.
    Nun stellte sich Anfang Oktober heraus, dass offenbar das Auto nicht mehr vernünftig bremst, worauf es wieder in die Vertragswerkstatt kam.
    (Seit dem Service Ende Juli sind knapp 3000km gefahren worden, im August wurde es nicht bewegt)

    Hier wurde folgendes festgestellt:
    -gesamter Abgastrang ab Krümmer im Eimer
    -Bremsbeläge vorne abgebremst
    -Bremsscheiben vorne komplett im Eimer (Bremsbeläge weg= Eisen auf Eisen)
    -Bremsanlage hinten: kaputt, klemmt, komplett zu ersetzen
    -Bremsschläuche hinten: porös
    Kosten: weit jenseits der 1000 Euro. Tendenz zu 1500 Euro

    Vergleichbare Autos werden auf mobile.de für rund 1500 Euro angeboten. Vom Händler. Scheckheftgepflegt.


    Jetzt zu meinem Eigentlichem Problem bzw. der eigentlichen Frage:

    MEINES ERACHTENS hat die Werkstatt gepfuscht, weil:
    1.: nach 3000km kann nicht die komplette Bremsanlage im Eimer sein. Die war schon kaputt, bzw. fast abgenutzt als das Fahrzeug Ende Juli beim Service war.
    2.: Sie haben es schlichtweg "übersehen", was extrem fahrlässig und vor allem gefährlich ist
    3.: wären die Schäden und Mängel (hauptsächlich die an der Bremsanlage) damals schon entdeckt worden, hätte sie sich den Kundendienst gespart, hätte sich damals schon ein neues Auto gekauft (was sie inzwischen hat) und wäre jetzt um einige Hunderter reicher.
    4.: von 3. abgesehen: hätten sie damals schon die fast abgebremsten Bremsbeläge ausgetauscht, wären jetzt die Scheiben nicht am Ende.

    Wie gehe ich jetzt an die ran?
    Wo steht eigentlich, was die Burschen beim ordnungsgemäßen Service erledigen MÜSSEN (überprüfung der Bremsen, kontrolle von diesem und jenem...) und welche Ansprüche der Kunde stellen kann?

    Ich meine: wer sein Auto zum jährlichen Service in eine Werkstatt/Vertragswerkstatt fährt, hat Anspruch darauf, dass das Fahrzeug hinsichtlich Verschleißteilen den nächsten Serviceintervall übersteht und nicht lächerliche 3000 km nach dem "Kundendienst" als wirtschaftlicher Totalschaden dasteht.

    Hat hier jemand Ahnung/Erfahrung?

    Danke schon mal und einen schönen Sonntag!
    Chris

    Moin,

    möglicherweise war der Abgasstrang im Juli noch nicht durchgerostet, Bremsen nur per Sichtkontrolle überprüft und Bremsleitung möglicherweise noch nicht beschädigt, also noch nicht feucht.

    Ich will die Werkstatt sicherlich nicht in Schutz nehmen, aber es ist möglich, dass alle Schäden grenzwertig waren und deshalb ( na ja, bis auf die Bremsklötze, da sieht man schon, wenn sie runter sind) auch nicht erkennbar.

    Aber wie gesagt, nur ne Hypothese ....


    Die Bremsscheiben wechselt VW übrigens in den meisten Fällen beim Kundendienst zusammen mit den Klötzen, daher auch die Apothekenpreise

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    #12
    Also beim Auspuff kann man sicher erkennen, daß er stark verrostet ist und demnächst durchgesrostet sein wird - da muß man nicht mal wirklich Fachmann sein,
    Beläge / Scheiben sind sowieso dann schon zu erkennen, da gibts kein dran rütteln.
    und bei
    -Bremsschläuche hinten: porös
    - das passiert auch nicht von heut auf morgen,
    Porös wäre sicher damals schon erkennbar gewesen - wenn man den gekuckt hätte
    der TE schreibt nichts von "Feucht", das wäre ja dann noch der viel größere "Hit" gewesen

    also mit denen freundlich sprechen - jeder macht mal Fehler - aber auch bestimmt - denn jeder muß für seinen Fehler auch geradestehen.

    Und wenn die die Bremse - scheinbar - gar nicht kontrollieren ...
    dann ist das kein Fachbetrieb ... oder er muß dafür (den Mangel, eben die "Nichtkontrolle") auch geradestehen,
    sonst kann er auch nicht die Verrechnungssätze aufrufen für einen Fachbetrieb, der er dann ja auch nicht ist, oder

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    #13
    Danke für die Antworten.

    Bin gespannt, wies weitergeht. Mal mit denen reden.

  4. Registriert seit
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    Standard Meine Erfahrung mit VW

    #14
    Mit denen Reden hat meistens keinen Zweck.
    Ich hatte bis vor 2 Monaten einen VW Sharan als Firmenwagen. Gottseidank war die Leasingzeit rum denn eine solche Montagsgurke hatte ich noch nie. Als ich den Wagen vor 3 Jahren bekommen habe, hatte ich nach nur 5km reklamiert, dass die Kiste nicht richtig läuft und der Vorgänger (gleiches Modell) besser war. Der hat nicht so geklappert wie der Neue und hing sauberer am Gas. Antwort der Werkstatt: Der ist noch nicht eingefahren. Also zurück auf die Strasse.
    Nach 10.000km die Bilanz:
    Höchstgeschwindigkeit wird nicht erreicht, auf der Autobahn haben mich vollbeladene Sprinter abgeledert, beim Ampelstart bin ich von Kleinwagen versägt worden und der Spritverbrauch lag bei 8-16l/100km Diesel. Der Vorgänger hatte einen Verbrauch von 6-10 bei gleicher Fahrweise.

    Antwort von VW aus Wolfburg: Alles vom Fahrer abhängig und wenn ich nicht Auto fahren könne, wäre der Hersteller wohl kaum dafür verantwortlich. Ich könnte ja versuchen, den Wagen auf gerichtlichem Weg zu wandeln, aber dann müsste ich mich mit der Rechtsabteilung auseinandersetzen.

    Bei VW sind grundsätzlich immer die Kunden schuld!

    Ich hab die Konsequenz gezogen und fahre nun einen Ford.
    Ich glaube, dass ist die einzige Sprache, die man bei VW versteht.

    Gruß
    Chris

  5. Registriert seit
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    #15
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    ...
    3.: wären die Schäden und Mängel (hauptsächlich die an der Bremsanlage) damals schon entdeckt worden, hätte sie sich den Kundendienst gespart, hätte sich damals schon ein neues Auto gekauft (was sie inzwischen hat) und wäre jetzt um einige Hunderter reicher.
    ...
    wohl kaum, denn die Schäden werden i.d.R. erst während des Kundendienstes entdeckt. Es gibt zwar Werkstätten, die vorab einen groben Check machen; heruntergebremste Beläge der hinteren Trommelbremse werden aber erst auf der Bühne bemerkt.

    Für den Rest gebe ich dir Recht; 3tkm nach einem Regelservice darf insbesondere eine Bremsanlage nicht in dem genannten Zustand sein.

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    #16
    Wobei man durchaus auch als Fahrer(in) merken kann, wenn Metall auf Metall bremst.

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    #17
    wow, sie sehen es ein.

    Inzwischen stellt es sich so heraus: es ist zwar aufgefallen, dem Kunden aber nicht weitergeben worden.
    Der Werkstattleiter meinte, er verstehe den Missmut. Ihm gänge es nicht anders.
    Desweiteren: die Chancen auf Rückzahlung des Kundendienstes stehen gut.
    Morgen dazu mehr.

    @ Der Steffen: selbstverständlich merkt man es, wenn man Eisen auf Eisen bremst. Ich merks, du merkst es, meine Freundin merkte es. Drum stand er dann ja wieder bei der Werkstatt.
    Ich behaupte aber, das ein drittel aller Fahrer/innen nicht in der Lage sind, derartige Mängel zu entdecken.
    Ein Kundendienst im Sinne des Serviceheftes des Herstellers bei einer Werkstatt (egal ob Vertrags- oder nicht Vertragswerkstatt) hat den Sinn, wieder ein Jahr oder halt die 10.000km (entsprechend des jew. Serviceintervalls) sorglos fahren zu können. Da lasse ich ein "hätte man ja selber merken können" in keinster Weise gelten

    PS: braucht jemand einen Polo mit all den Mängeln?

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    #18
    Ich verstehe Deinen Unmut aber ich befürchte, mit Deinem Anspruch auf ein Jahr sorglos fahren wirst du bei den meisten Herstellern keinen Zuspruch bekommen.

    Beispiel: Ich hatte vor meiner GS 2 Tiger 1050. Haltbarkeit Originalbremsbeläge vorn 9.000 km, hinten 7.000 km. Inspektionsintervall 10.000 km. Das kann also gar nicht klappen.

    Die können ja auch nicht wissen, was du mit dem Fahrzeug machst.

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    #19
    Zitat Zitat von Kamener Beitrag anzeigen
    Antwort von VW aus Wolfburg: Alles vom Fahrer abhängig und wenn ich nicht Auto fahren könne, wäre der Hersteller wohl kaum dafür verantwortlich. Ich könnte ja versuchen, den Wagen auf gerichtlichem Weg zu wandeln, aber dann müsste ich mich mit der Rechtsabteilung auseinandersetzen.

    Bei VW sind grundsätzlich immer die Kunden schuld!


    Gruß
    Chris

    ich sehe, Dir ging es gleich wie mir....

    kaputte Bremsscheibe rechts HINTEN!!

    mir hat man erklärt, ich bremse falsch

  10. Registriert seit
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    #20
    @ Apfelrudi

    Die Bremse hinten rechts muß bei VW ein besonderes Konstruktionsmerkmal haben. Mein Sharan hatte bei jeder 30tkm-Inspektion hinten rechts die Bremse kaputt. Jedesmal auf der Hinterachse neue Klötze bekommen und alle 60tkm sogar neue Scheiben. Auf meine Frage, warum dass so sei, wurde geantwortet, dass sich da wohl Dreck reingesetzt hätte weil ich wahrscheinlich soviel auf schmutzigen Straßen unterwegs sei. Mein Verdacht, dass das vielleicht die Bremszange irgendwo Übermaß hätte und deshalb klemmt und dass vielleicht auch der Grund für meinen Leistungsmangel und den Spritverbrauch sein könnte, wurde von VW als absurd bezeichnet. Deshalb gilt bei uns nun: Nie wieder VW!

    Gruß
    Chris


 
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