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Weihnachtsgeschichte

Erstellt von Lucy, 25.12.2008, 12:37 Uhr · 3 Antworten · 741 Aufrufe

  1. Registriert seit
    05.08.2006
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    343

    Standard Weihnachtsgeschichte

    #1
    Hallo zusammen.
    Hier noch etwas zum schmunzeln....


    Ich war einmal ein stolzer Biker!
    Ich war männlich, verwegen, ich war frei und hatte lange Haare.
    Meine Frau lernte mich kennen, nicht umgekehrt. Sie stellte mir förmlich
    nach. Egal wo ich hinkam, sie war schon da. Es ist nun zwölf Jahre her.
    Damals war ich eingefleischter Motorradfahrer, trug nur schwarze
    Sweat-Shirts, ausgefranste Jeans und Bikerstiefel, und ich trug lange Haare.
    Selbstverständlich hatte ich auch ein Outfit für besondere Anlässe. Dann
    trug ich ein schwarzes Sweat-Shirt, ausgefranste Jeans und weiße Turnschuhe.
    Hausarbeit war ein Übel, dem ich wann immer es möglich war aus dem Weg ging.
    Aber ich mochte mich und mein Leben. So also lernte sie mich kennen.
    "Du bist mein Traummann. Du bist so männlich, so verwegen und so frei." Mit
    der Freiheit war es alsbald vorbei, da wir beschlossen zu heiraten. Warum
    auch nicht, ich war männlich verwegen, fast frei und ich hatte lange Haare.
    Allerdings nur bis zur Hochzeit. Kurz vorher hörte ich sie sagen: " Du
    könntest wenigstens zum Frisör gehen, schließlich kommen meine Eltern zur
    Trauung." Stunden, - nein Tage später und endlose Tränen weiter gab ich nach
    und liess mir eine modische Kurzhaarfrisur verpassen, denn schließlich
    liebte ich sie, und was soll`s, ich war männlich, verwegen, fast frei und es
    zog auf meinem Kopf. Und ich war soooo lieb.
    "Schatz ich liebe Dich so wie Du bist" hauchte sie. Das Leben war in Ordnung
    obwohl es auf dem Kopf etwas kühl war. Es folgten Wochen friedlichen
    Zusammenseins bis meine Frau eines Tages mit einer großen Tüte unterm Arm
    vor mir stand. Sie holte ein Hemd, einen Pullunder ( Bei dem Wort läuft es
    mir schon eiskalt den Rücken runter ) und eine neue Hose hervor und sagte:"
    Probier das bitte mal an." Tage, Wochen, nein Monate und endlose
    Papiertaschentücher weiter gab ich nach, und trug Hemden, Pullunder (
    Ärrrgh) und Stoffhosen. Es folgten schwarze Schuhe Sakkos, Krawatten und
    Designermäntel. Aber ich war männlich, verwegen, totchic und es zog auf
    meinem Kopf. Dann folgte der größte Kampf. Der Kampf ums Motorrad.
    Allerdings dauerte er nicht sehr lange, denn im schwarzen Anzug der ständig
    kneift und zwickt lässt es sich nicht sehr gut kämpfen. Außerdem drückten
    die Lackschuhe was mich auch mürbe machte. Aber was soll`s, ich war
    männlich, spießig, fast frei, ich fuhr einen Kombi, und es zog auf meinem
    Kopf.
    Mit den Jahren folgten viele Kämpfe, die ich allesamt in einem Meer von
    Tränen verlor. Ich spülte, bügelte, kaufte ein, lernte Deutsche Schlager
    auswendig, trank lieblichen Rotwein und ging Sonntags spazieren. Was soll`s
    dachte ich, ich war ein Weichei, gefangen, fühlte mich scheisse und es zog
    auf dem Kopf. Eines schönen Tages stand meine Frau mit gepackten Koffern vor
    mir und sagte:" Ich verlasse Dich." Völlig erstaunt fragte ich sie nach dem
    Grund. "Ich liebe Dich nicht mehr, denn Du hast Dich so verändert. Du bist
    nicht mehr der Mann den ich mal kennen gelernt habe." Vor kurzem traf ich
    sie wieder. Ihr "Neuer" ist ein langhaariger Biker mit zerrissenen Jeans und
    Tätowierungen der mich mitleidig ansah.
    Ich glaube ich werde Ihm eine Mütze schicken.

    Also!! Aufpassen auf den Kopfschmuck



  2. Registriert seit
    11.09.2008
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    4.128

    Reden Abba nich mit mir....

    #2
    High!
    Schöne Geschichte,klappt auch bei den meisten schw...gesteuerten!-Habe zwar auch etwas Haare gelassen(..testosteronbedingt..),abba sonst:
    Lieber 2 Moppeds als ´ne Dose, Klamotten sind wie immer und auch sonst bin ich genauso oft unterwegs wie früher...,wenn nur die Maloche nich wär!-Freizeit ist durch nix zu ersetzen, außer durch mehr....!
    ...meine Frau is noch bei mir!

  3. Registriert seit
    27.07.2007
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    412

    Lächeln Tolles Märchen

    #3
    Wenigsten hat die Geschichte ein Happyend. Er kann alles nachholen - bis auf die Haarpracht

  4. Registriert seit
    22.07.2007
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    162

    Standard

    #4