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Wettbewerb: skurrilste Erlebnisse gesucht...

Erstellt von autmundis, 19.05.2011, 11:44 Uhr · 33 Antworten · 4.287 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Reden Wettbewerb: skurrilste Erlebnisse gesucht...

    #1
    Hallo liebe Q-Treiber...
    Nachdem sich der "Vierzeiler"-Wettbewerb zu einem sehr aktiven Fred gemausert hat, möchte ich hier einen weiteren Wettbewerb ausloben:

    Gesucht wird die skurrilste Geschichte, die jemand mit seinem Töff erlebt hat, egal ob auf einer Weltreise, in der Werkstatt, oder bei ner Kaffeefahrt umme Ecke...
    Alle Motorradmarken sind erlaubt, egal ob Changchang, MZ,
    KAWA, HALLA, YAHAMA, URAL, BSA, BMW, Hauptsache interessant und kurzweilig.
    Bedingung:
    es muss ein Moped involviert sein-
    keine Beleidigungen-
    keine Plagiate-
    ich hab gehört der VonGuttenberg wär auch Mopedfahrer...

    Es gibt einen Hauptgewinn:

    zwischen Weihnachten und Neujahr wird in unserem historischen holzbefeuerten Backofen Brot und Neujahrsbretzeln gebacken.
    Hauptgewinn ist entweder eine Teilnahme am Backen selbst, oder ein Brot /eine Bretzel, per Post zugeschickt.

    Infos zum Backofen : www.ouwe-ou.de

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Nun,
    so skurill ist es nicht aber ich eröffne mal mit einer kleinen Anekdote die mir immer wieder mal durch den Kopf schwirrt:

    1995, gerade den Mopedlappen nachträglich gemacht und das erste eigene Möpi stand seit einigen Wochen vor der Tür.

    Yamaha XTZ 660 in schwarz/lila

    Mein ganzer Stolz. Von einem "Sohn" gekauft. H&B-Aluboxen, LaserProduro, WhitePower vorne/hinten.......alles da um die Welt zu erkunden.

    Ich eier also so durch die Gegend und in einer kleinen Senke geht die Karre plötzlich aus. Wie weit ich mit einem Tank komme, wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
    Wsa ich auch nicht wirklich wusste war, das auf dem Sprithahn ein klitzekleiner Pfeil ist, der die Reservestellung anzeigt. Ich war mir zwar sicher das ich geschaut habe.........heute bin ich es mir nicht mehr .

    Eine rettende Tanke war zwar in greifbarer Nähe, aber wie erwhähnt, ich stand in einer Senke. Hau Ruck...Hau Ruck...Hau Ruck...

    Und die Moral von der Geschichte => Learning by doing

    Gruß

    Uli

    P.S. die Geschichte fand ich lustiger als der Platten im tiefsten Lappland und das ausgerissene Kreutgelenk am 2V .

  3. Registriert seit
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    Standard ofenkitt und hanf

    #3
    während meines 2-jährigen china-aufenthaltes wollte ich den chinesischen moped-führerschein machen, und hab dazu die hilfe eines jungen chinesischen "inschinörs" in anspruch genommen...
    er hatte erst 2wochen zuvor selbst seine führerscheinprüfung abgelegt, war also noch fit...
    folgendes prozedere:
    der fahrschulprüfer (ein uniformierter polizeifahrschullehrer, mit rundumverspiegelter sonnenbrille und zeigestock) warf mir ein chinesisches fragenheft vor die nase zum "auswändiglernen", und wollte mich später abfragen, und eine fahrprüfung abnehmen.
    der erste teil, die mündliche prüfung, war leicht:
    er zeigte auf eine abbildung, fragte etwas chinesisches, der "inschinör" übersetzte...: "sie müssen auf jede frage eine rasche antwort parat haben, ich übersetzte dann die "richtige" antwort, also bitte JETZT antworten:
    ich: "festgemauert in der erden steht die form aus lehm gebrannt..."
    er "übersetzte" sogleich die "richtige" antwort... und so fort...
    nach etwa 5 minuten hatte ich den mündlichen teil der prüfung bestanden...
    Danach wurde es interessant:
    die "Fahrprüfung" mit einem Changchang-gespann (750er Zündapp nachbau):
    Der fahrlehrer hat mir ( 10 jahre bmw und goldwing gespann erfahrung) das gespannfahren in china beigebracht...8er fahren, bremsen etc.dauerte wieder ca. 5 minuten..., dann hatte ich den lappen!!!
    danach durfte ich mit dem fahrlehrer und seinem polizeigespann die nanjing lou - eine der shanghaier prachtstrassen- hinunterdonnern, natürlich standesgemäß mit rotlicht (entspricht unserem blaulicht), und dem Seitenwagen in der Luft! Das Ende kam schnell: beide Zündkerzen verabschiedeten sich samt gewinde nach oben, und mit einem rachitischen Röcheln erstarb der Boxer
    Was tun???
    In der nanjing lou befanden sich einige eisenwarenläden, und ich konnte etwas ofenkitt und hanf organisieren, und ein parfüm vom fliegenden händler an der ecke. damit haben wir das verbliebene gewindefragment gereinigt, die kerzen mit hanf, ofenkitt und schmackes wieder reingedreht, und schwups - die mühle lief wieder. sie hat allerdings noch zirka eine halbe stunde nach lagerfeld gestunken...

  4. Registriert seit
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    Standard ofenkitt...

    #4
    natürlich startet meine anekdote ausser kongruenz...
    ich möchte den hauptgewinn doch gerne an jemand anders übergeben...

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    An so Geschichten komm man natürlich nicht "so eben". Brülllllllllll

    Gruß

    Uli

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    weniger Skurril, als deppert....

    Mit der Gilera RC600, volles Gepäck. Soll heissen: 2x Krauserkoffer, Gepäcksack quer drüber, Zelt oben drauf, auf dem Soziusplatz noch eine Gepäckrolle, Tankrucksack.
    Ort: Isle of Mull, seit Stunden nur Regen, gefühlte 0°C.

    Kurze Regenpause, endlich mal eine Rauchen. Angehalten, mit klammen fingern eine VanNelle gedreht, drei Blättchen dafür gebraucht und gemütlich geraucht.
    während des Rauchens kommt niemand vorbei, Gottverlassene Gegendf, irgendwo in der Pampa im Norden. Sichtweite ca. 20m, wie gesagt, kein Regen mehr, dafür jetzt Nebel.

    Zu Ende geraucht, Helm an, Handschuhe an, und dann mit gehobenem rechten Bein, die Lücke zwischen Tankrucksack und Gepäckrolle angepeilt, auf das Moped zugehüpft..... und mit der Hacke das Teil kopfüber in den Graben geschubst. Na klasse....

    Es schauten wirklich nur noch die Reifen aus dem hohen Gras im Graben. 20 minuten später stand das Teil endlich wieder auf den Rädern. Natürlich kam niemand zum helfen vorbei.

    Zu guter Letzt sprang der Motor nicht mehr an, weil die Schwimmernadel im Vergaser sich verklemmt hatte. Dauerte über eine Stunde, bis ich den Fehler endlich gefunden hatte.

    Mit dem Rauchen habe ich erst Jahre später aufgehört!

  7. Registriert seit
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    Standard skurril aber nicht lustig

    #7
    irgendwann vor 15 Jahren in Norditalien, schlechtes Wetter und eine namenlose kleine Straße nördlich Belluno.
    bei einer kurzen Rast (während Madame raucht, schau ich immer in die Karte) kommt ein ca 90jähriger Mann im Zeitlupentempo die Straße entlang.
    Er nickt, kommt näher und sagt in gutem Deutsch, mit Blick aufs Kennzeichen..."sie kommen aus Dachau?" ja stimmt, ich hatte mich innerlich schon auf das übliche KZ-Gesabbel eingestellt (wie ich das hasse......aber es wird weniger) aber es kam anders.
    Er erzählte er hätte einige Jahre im Ruhrpott gewohnt, nach dem Krieg (also doch!) .... er sah mich durchdringend an. Ein Gesicht müde, alt, extrem durchfurcht, denn er mußte weg aus Italien.
    Er hatte damals gegen Ende des Krieges zusammen mit SS-Einheiten die Wälder von Partisanen "befreit" und wenn er geblieben wäre, hätten sie ihn wohl gelyncht. Deshalb ging er nach D, blieb dort über 20 Jahre und ging dann erst zurück in die Heimat, als er sicher war.
    Ich war fasziniert, abgestoßen, alles zugleich. Er sprach so ruhig, leise, ein friedlicher alter Mann, so schien es.
    Um uns Nieselregen, dunkler Wald, kilometer von der nächsten Ortschaft weg. wir haben uns noch ne Weile über unsere Reise unterhalten, woher, wohin, dann verabschiedete er sich und ging langsam davon

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    Standard

    #8
    Wow, Tiger,

    da bekomme ich gerade etwas Gänsehaut.

    Weit weniger skurill sprach uns '89 in Schottland ein älterer Herr an:

    Er: BMW?

    Wir: Ja!

    Er: Hatte ich auch mal, gute Maschinen.

    Wir: Ja? Was für eine?

    Er: Weis nit genau, war in den 40igern, in Afrika.

    Gruß

    Uli

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    Standard Auf

    #9
    dem Weg nach Spanien, hinter Toulouse, irgendwo an den Anfängen der Pyrennäen. Eine kleine Tankstelle mit Service. Irgendwann so um 1984 rum.

    Wir (mein alter Kumpel Andreas mit ner XS 650) und ich mit ner R 90S müssen tanken.

    Beide des französischen nicht oder nur sehr rudimentär mächtig.

    Ich popele meinen Tankrucksack ab und nach hinten und grüße den inzwischen heranschlurfenden Tankwart freundlich mit : "Bongschuhr, Pleng sillwupläh !"
    Er füllt wortlos voll und ich schau dabei ohne was zu sagen zu.

    Kumpel Andreas hat in der Zwischenzeit ebenfalls den TR abgefummelt und hat ihn unterm Arm.
    Er sagt gar nix aber der Tanki geht zu ihm und füllt voll.

    Als der Tank voll ist, führt er den noch laufenden Tankrüssel einmal längs über die Yam und bedieselt das ganze Krad. Hängt den Tankrüssel in die Säule. Stellt sich stramm auf, hebt die Hand zum allseits bekannten und verachteten H**gruß und verschwindet wortlos in seinem Kassenhäuschen.

    Wir haben uns völlig geplättet angeschaut, die Summe abgezählt die auf den Säulen zu erkennen war und haben ihm das ins Häuschen geworfen.
    Moppett abgeputzt so gut es ging und sind völlig verdattert weitergefahren.

    Keiner hat auch nur ein Wort gesprochen. Eisiges Schweigen auf beiden Seiten (ich hätt schon gern gefragt was das soll, aber wie...?)

    Wenn wir ihm ja durch irgendwas Veranlassung gegeben hätten sowas zu tun... Aber so ?? Ich frag mich heut noch was den armen Kerl geritten hat.

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    Standard

    #10
    starker Tobak Dirk, zum Glück sterben diese Deppen aus.....


 
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