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Wettbewerb: skurrilste Erlebnisse gesucht...

Erstellt von autmundis, 19.05.2011, 11:44 Uhr · 33 Antworten · 4.282 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Reden hungarocamion...

    #11
    1983 im juli, mit dem schwarz-roten goldwing-eml gespann unterwegs von der zwockelgrenze zum balaton, mit dabei als schmiermaxe im beiwagen mein irish-wolfhound otto. vor mir her fährt ein trabbi-kombi aus schwerin, vollbesetzt, mit faltwohnwagenanhänger. die strasse wird etwas abschüssig, vor einer kurve leuchten die bremslichter der schweriner verzweifelt auf, fünf-sechsmal- dann fährt das ganze im eleganten bogen volle kanne ungebremst in ein maisfeld, wo es sich selbst "dis-integriert".
    ich hab meine goldwing mit warnblinkern vor der schneise der verwüstung abgestellt, und bin mit otto zur ersthilfe aufgebrochen.
    otto war etwas schneller als ich vor ort, und hat sofort einen topf mit hähnchenschenkeln "gerettet", welcher in dem durcheinander dastand, mitten zwischen der plasteteile und dem mais.
    aus dem wrack kletterten nacheinander 8 personen raus, 5 erwachsene und drei kinder, die oma im trainingsanzug zum schluss.
    sie tritt mit dem naggschen fuß gäschen de rennpappe, un greischt: "nu mussmer schon dreizn johr uff dääm scheißgoarrn waddn, ünn dann düühn do brämsn nüschde..."
    sie dreht sich um und sieht otto mit drei hähnchenschenkeln im maul, un greischt weidor:" ünn dann wern mer ooch noch von en üngehoior ausgeraubt..."

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    #12
    Ich schmeiß' mich weg ... echt genial.

    Leider bin ich ganz schlecht in skurrilen Geschichten, das liegt mir einfach nicht

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    #13
    Also ein richtig skuriles/unheimliches Erlebniss hatte ich letztes Jahr auf meiner Schottland Tour. Ich hab das schon einigen Freunden erzählt aber die haben mir glaub ich nicht wirklich geglaubt und mich ein bisschen für bescheuert gehalten aber ich SCHWÖRE es war so wie ich erzähle...

    Auf meiner SchottlandTour 2010 kam ich auch auf der Isle of Lewis an. Die Insel ist eh schon relativ einsam und ich wollte auch nur einen Tag da verbringen. Übernachtet habe ich in der Hafenstadt Stornoway auf einem CampingPlatz.

    Ich wollte auf jeden Fall die Nordspitze der Insel besuchen. "Butt of Lewis" heisst die Stelle und da befindet sich eigentlich nur ein relativ großer Leuchtturm. Da man von da einen tollen Ausblick über das Meer hat sind dort an der Steilküste relativ viele Menschen.
    Ich hab am Leuchtturm geparkt und mich umgesehen..einige Fotos gemacht..etwas getrunken..sowas halt.
    An der Stelle wo ich war es recht einsam...Da war nur ich und ein Päärchen (ich schätze mal so 35-40 Jahre alt) Beide saßen auf der Wiese und der Mann hat ein Bier getrunken. Viele andere Leute waren ca 100m entfernt entlang der Steilküste.
    Was mir da schon aufgefallen ist war das die Frau mich die ganze Zeit gemustert hat..irgendwie auf eine merkwürdige und eher unangenehme Art und Weise...
    Nach vielleicht 10 Minuten hatte ich dann auch keine Lust mehr und bin aufgestanden zum Mopped gegangen und mich schonmal fertiggemacht zum weiterfahren.
    Als ich dann auf dem Mopped saß und gerade den Starterknopf drücken wollte sah ich das die Frau aufgestanden ist und recht zügig zur mir kommt.
    "Hupps" dachte ich "was passiert denn jetzt?"....
    Dann stand die Frau direkt vor mir und schaute mich total durchdringend an (ich krieg ne Gänsehaut wenn ich dran zurückdenke) ... Ich krieg kein Wort raus.... Dann fasst die Frau mich ganz bestimmt und fest an meinen linken Ellenbogen an und sagt (AUF DEUTSCH!) mit einer total sanften Stimme : "Ich wünsche Ihnen eine gute Fahrt" ...
    Ich war total perplex murmelte was von "Danke schön"...Dann lies ich den Motor an und fuhr weg. Nach ca. einer halben Minuten sagte ich mir das das so nicht geht, ich muss wissen wer das ist.. woher wusste sie das ich Deutscher bin (mein Nummernschild konnte sie eigentlich nicht sehen von ihrer Position)...
    Also hab ich das Mopped gewendet und bin zurückgefahren.....
    und....an der Stelle war niemand mehr da...weder die Frau noch der Mann...
    ich war maximal 1 bis 2 Minuten weg und von da kommt man eigentlich nicht weg.. Man ist an der Nordspitze einer Insel.. Es geht nur auf einer Straße nach Süden....
    Und die waren weg.. Hab ich nie wieder gesehen.....Wie kann man so schnell verschwinden?
    Und nein..ich war nicht betrunken und neige nicht zu Halluzinationen...Außerdem bin ich kein Esoteriker.....

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    Reden

    #14
    vieleicht sind die in den leuchtturm rein gegangen, zum ......???

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    #15
    sorry, zum " ploppen" der bierflaschen natürlich, nicht dass du denkst...

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    #16
    na dann will ich auch mal.

    ein toller sommertag 1989, erste ganztages in den harz tour mit kumpel schmiddi ( xt 500 , die zerschraubte ) meinereiner mit sr500 ( die zuverlässige taube ).

    am einem pausenort mit 2 mopeds einen pkw-parkplatz "blockiert" zumindest nach meinung von einer "pkw-familie". obwohl etliche andere p-plätze frei waren , somit etwas schelchtes charma zwischen der familie
    ( speziell der muter ) und uns.

    trotzdem fand der nachwuchs ( körpergrösse +- 1 meter ) unsere mopeds recht interessant , vater zu mutter "ruf die kinder da weg, nicht das die motorräder umfallen" sie "ist doch egal, scheiss rocker"

    ich zu schmiddi "eh die mopdes von den zwergen umgeworfen, verbrennen sich die sich die finger"

    mutter ( leicht panisch ) "kommt da sofort weg!"


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    Standard skurriles...

    #17
    wer sowas erleben will, braucht nur am wochenende 27.-29.5. nach otzberg ot ober klingen zu kommen, zum motorradtreffen. früher gabs dort noch güllepumpenweitwurf, oder gurkenbrühe-wettsaufen, aber in zeiten von aifohn und aipätt gibts dort immer mehr digge daume, es besteht also handlungsbedarf...
    skurril ists allemal dort,
    schon weil ICH dort hinkomme..., hahaha

  8. Registriert seit
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    Standard Geschichte mit Geschichte

    #18
    Mit dem Motorrad nach Drüben

    Als im November 1989 plötzlich die Mauer fiel, waren mein Kumpel Carsten und ich motorradfahrende Studenten in Friedberg/Hessen. Die ersten zwei Wochen beobachteten wir, wie nach anfänglichem Durcheinander immer mehr Reiseverkehr zwischen Hessen und Thüringen aufkam. Die Situation war aber immer noch nicht klar, wie mit Motorrädern umgegangen werden sollte. Ende November fassten wir uns an einem warmen Herbsttag ein Herz. Mit der offiziellen Begründung, im Osten Fachbücher kaufen zu wollen, die wir fürs Studium bräuchten, setzten wir uns auf unsere Maschinen und fuhren über Schlüchtern nach Fladungen. Ich auf meiner CX 500 mit Pichler-Vollverkleidung und Carsten auf seiner 750er Katana. An der Grenze angekommen, fanden wir einen provisorischen Übergang bei Melpers, wo im Minenstreifen einfach ein paar Betonplatten verlegt waren und an einem transportablen Wachhäuschen 2 DDR-Grenzsoldaten darauf achteten, dass wir Wessies auch immer noch schön unseren Zwangsumtausch durchführten. Als wir mit den Motorrädern auftauchten, blickten wir in verwunderte Gesichter. Offizielle Regelung für den Grenzübertritt mit Motorrädern? Wir hatten keine Ahnung. Die Grenzer auch nicht. Kurzes Palaver und die Fragen, was der Grund unserer Reise sei und wie lange wir in der DDR bleiben wollten. Wahrheitsgemäß kamen unsere Antworten: Nur eine Tagesreise nach Erfurt zum Bücher kaufen und wieder nach Hause. Also haben wir jeder 25 Mark West gegen Mark Ost getauscht und sind dann einfach durchgefahren. Auf den ersten Kilometern hatten wir das Gefühl, einen anderen Kosmos zu befahren. Jedes Auto sah anders aus, als wir es gewohnt waren. Die Straßen gepflastert und die engen Baumalleen gaben ein anderes Fahrgefühl. Gehwege mit Bordsteinkanten gab es nicht. Die Dorfstraße holperte zwischen den Gärten durch, nur abgegrenzt von einfachen Holzzäunen, zwischen denen und dem Straßenbelag ein schmaler Sandstreifen von Fußgängerverkehr ahnen ließ. Carsten fuhr voraus, die Katana mit der brüllenden 4in1-Anlage zwischen den Schlaglöchern durchmanövrierend. Und weil der Auspuff ohne Innenleben so einen Höllenkrach machte, hielt ich ein paar Meter Abstand. Zuerst konzentrierte ich mich auch auf die Straße und die buckelig gepflasterte Fahrbahn. Nachdem ich mehr und mehr Vertrauen in die weich eingestellten Konis fasste, sah ich mich um und nahm die Umgebung auf. 2 Frauen mit großen Kinderwagen standen am Straßenrand. 4 Kinder in jedem Wagen und während ich in meiner westlichen Unbekümmertheit nachdachte, ob hier Mehrlingsgeburten ein Normalfall sind, stellte ich fest, dass die Damen erschrocken hinter Carsten hersahen. Die nächsten Leute an der Straße sprangen ebenfalls zurück, als Carsten an der Kreuzung einen Gang runter schaltete und Gas gab. Neue Erfahrungen. Nicht nur wir waren auf dem Mars. Die Einheimischen betrachteten uns auch als die Außerirdischen. Während Carsten mit seinem brettharten Fahrwerk kämpfte, fuhr meine Sänfte gemütlich hinterher und beobachtete die Menschen am Straßenrand. Nicht lange, denn zwischen Meiningen und Zella Mehlis mußte Carsten auf Reserve umschalten. Über Tankstellen hatten wir uns bisher keine Gedanken gemacht. Jetzt standen wir am Ortseingang von Schwarza und diskutierten darüber, dass wir seit dem Grenzübergang noch keine Tanke wahrgenommen hatten. Ratlosigkeit. In Schwarza stand dann eine einzelne Tanksäule an der Straße. Dahinter ein Bauernhaus und ein offenes Scheunentor. In der Scheune wurde gearbeitet. Also angehalten und mal nachgefragt. Während wir in der Scheune mit einem Mechaniker diskutierten, der bei unserem Eintritt unter einem Traktor hervor gekrochen war, sammelten sich draußen um unsere Moppeds die ersten Arbeiter. Wir fragten, wegen dem Sprit und ob man uns weiter helfen könnte. Antwort: „Nu joo, Zweedagtööl ist een Brobleem.“ An der Säule draußen war nur Diesel für die Schlepper zu tanken, man hätte aber Normalbenzin in Kanistern, aber nur für 4-Takter und nicht für Motorräder. Unverständige Antwort von uns, dass die Moppeds doch 4-Takter sind und wir ganz normales Benzin ohne Öl bräuchten. Gelächter von draußen. Inzwischen standen gut 8-10 Mann um die Maschinen und einer fragte nach der Motorleistung. Ich zeigte auf die CX und leierte runter: 2 Zylinder V-Motor, 500 Kubik und 50 PS. Wieder Gelächter. „50PS für ein Motorrad, die spinnen, die Wessis!“ Einer kniete vor der Güllepumpe und sah unter der Gabel in die Verkleidung. „Was ist dass denn, ein Wasserkühler?“ „Jau, der Motor ist wassergekühlt.“ Wieder kollektives Gelächter. Neben der CX mit der Vollverkleidung und großen Krauser-Koffern inklusive Topcase stand die Katana geduckt auf dem Seitenständer. Einer drehte sich jetzt zu ihr um grinste breit und meinte „dat wird ja immer besser, die Kleene da hat sogar 4 Zylinder. „Jau, aber dafür keine Wasserkühlung“ kam die verschnupfte Antwort von Carsten. Klein wollte er gegenüber der Güllepumpe doch gar nicht hören. “Und wat hatt die Kleene so an Leistung?“ „82 PS.“ Jetzt war Carsten wieder oben auf. Ungläubige Gesichter und dann wieder „Die spinnen die Wessis“ Ich hatte inzwischen bei dem Werkstattmeister 20 Liter Sprit aus Kanister gekauft und während wir ohne Tankrüssel mit möglichst wenig Geklecker den Saft in die Fässer füllten, wurde Carsten wegen der Bemerkungen über seine „Kleene“ immer stinkiger. Schließlich war die Katana Bj.82 sein ganzer Stolz. Nach dem Tanken stieg er Wortlos auf, stülpte den Helm über und ließ den Motor im Stand grummeln während ich mich reisefertig machte. Als ich den Daumen hob krachte bei der Kanata der erste Gang rein. Carsten rollte auf die Straße und schwenke Richtung Zella-Melis. Ich stand noch zwischen den Traktoristen, da riss Carsten das Kabel auf und die Katana brüllte mit durchdrehendem Hinterrad Richtung Ebertshausen. Erstaunte Gesichter und ich mußte mit der Hupe den Weg frei machen, damit ich auch auf die Straße konnte. Lachend rief ich im Vorbeifahren noch “Wir spinnen, wir Wessis“, dann bog ich auch nach links und fuhr Carsten hinterher. Bei unserer Pause in Oberhof haben wir beide dann köstlich gelacht, als ich Carsten von den verblüfften Gesichtern erzählte. Unsere Bücher haben wir nachmittags in Erfurt gekauft. Nachdem ca. 10kg Papier in jedem Koffer verstaut waren, sind wir noch hinter dem Dom eine echte Thüringer Grillwurst essen gegangen und dann auf die Transitautobahn Richtung Eisenach.
    Heute, 20 Jahre nach der Fahrt, treffen wir uns ab und zu immer noch. Um alte Zeiten hochleben zu lassen, eine Runde Benzin zu quatschen oder einfach nur über spinnende Wessis zu lachen.

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    #19
    Zitat Zitat von autmundis Beitrag anzeigen
    vieleicht sind die in den leuchtturm rein gegangen, zum ......???

    !
    wäre ja durchaus möglich!!
    Grüsse

  10. Registriert seit
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    Lächeln balaton 1983...

    #20
    in siofok am plattensee traf ich mich mit meinem bruder und seinen kumpels vom mc deutschland, die waren auf einer andere route angereist, und wir hatten uns für nachmittags um 3 am marktplatz verabredet.
    als ich mit meinem goldwing-eml gespann dort eintraf waren die mopeds vom mc deutschland von einer wilden horde "ossis" belagert. es waren ja auch einige leckerbissen dabei, einige harleys, hondas, 2 stück 1000er cbx, einige kawas, und ein trike. als ich ankam, lag ein mann im trainingsanzug direkt unter peters CBX und zählte ab: eense, zweie, dreie, viere, fümfe, sechse...uiuiui, nu bäunse schön dor elkaweemödörn in de mödörrädor nei, die spinnen die wessis...
    ein anderer fragte peter: was vabrauchn des modorrad wennsde gonstand fuffzsch fährst?
    es war das aufeinanderprallen zweier systeme, und wie bei jedem zusammenprall gabs berührungspunkte.....
    die meisten waren schön, nur wenige ärgerlich, man fand schnell einen nenner. so wie heute noch, mopedfahrer in ost und west haben eigentlich schnell die mauer überwunden.


 
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