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17"-Umbauten 11xx GS Wissensammlung

Erstellt von Gismo, 16.08.2010, 09:09 Uhr · 244 Antworten · 62.736 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Der Tüv hat sich in den letzten Jahren zertifizieren lassen. Dazu gehört eine komplette Dokumentation für alle nach der Zertifizierung vorgenommenen Abnahmen. Darum lassen sich anhand der Gutachtennummer jederzeit die prüfrelevanten Daten abfragen. Insofern sollte die Angabe der Gutachtennummer auch schon ausreichen. Zumindest innerhalb einer Tüv-Organisation. Ob die inzwischen auch untereinander schon soweit vernetzt sind weiß ich nicht. So zumindest hat mir der Prüfer vom Tüv Nord, der meinen Umbau geprüft hat, den enormen Aufwand und die damit verbundenen hohen Kosten erklärt. Also, theoretisch sollte eine Abnahme auch nur mit dem Schein möglich sein, denn da ist die Gutachtennummer in der Regel vermerkt. Aber Theorie und Praxis... Ich muß den Satz vermutlich nicht beenden, gell?

    LG, Gis

    P.S. Ich habe den Prüfer mit allen erdenklichen Unterlagen überhäuft. Darunter waren mehrere Kfz-Scheine mit solchen Eintragungen, mehrere Gutachten von Einzelabnahmen, ein Gutachten von AC-Schnitzer-Felgen wegen des ABS, Teilelisten von meinem Moped, Vergleichsteilelisten vom Spendermoped (die wichtigen Teilepositionen wurden bearbeitungsfreundlich vorher von mir getextmarkert), Reifenfreigaben fürs Spendermoped, usw. Insgesamt waren das an die 50 (!) DIN A4 Seiten, die er durchackern konnte. Alles sauber abgeheftet und sortiert. Die Abnahme war dann auch nur eine Formsache und das, trotzdem ich zusätzlich noch etliche weitere Positionen habe prüfen und eintragen lassen. Es kommt halt immer darauf an wie man mit seinem Ansinnen auftritt.

  2. Registriert seit
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    #12
    Hi
    Kann es sein, dass die von Deiner Beschreibung weiterführenden Links nicht mehr funktionieren?
    Bei mir kommt da die Meldung es würde die entsprechende Seite nicht mehr geben.
    gerd

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    #13
    Ja, ist so. Ich überarbeite das in Kürze.

    LG, Gis

    Nachtrag: Alle vorhandenen Verlinkungen funktionieren jetzt wieder. Die Verlinkung zu drei Gutachten mußte ich leider entfernen weil sie nicht mehr zur Verfügung stehen. Dafür stelle ich demnächst meins ein. Leider hab ich im Moment keinen Scanner zur Hand.

  4. Registriert seit
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    #14
    Hi
    Ich habe mal über den Passus
    <<<<<<<<<<<<<
    Nicht unbedingt erforderlicher Zusatz:
    1 untere Gabelbrücke (ET:31422314930) von R 850/1100R

    Anmerkung: Im Gegensatz zur originalen unteren Gabelbrücke ist das Gelenk nicht auf einer Erhöhung montiert, sondern in einer Senke. Dadurch wird zum Teil die Höhendifferenz zwischen Vorderrad und Hinterrad ausgeglichen.
    >>>>>>>>>>>>>>>>>
    nachgedacht und bin der Auffassung, dass das so leider nicht stimmen kann

    Konstruktion
    Der Längslenker hängt mit seinen hinteren Drehpunkten am „Rahmen“, das Federbein -ebenfalls geringfügig drehbar- mit seiner oberen Befestigung.
    Die Standrohre der Gabel sind ebenfalls (fast) frei schwenkbar am „Rahmen“ befestigt, in der Mitte ist es an den Tauchrohren mit der Gabelbrücke am Längslenker befestigt.
    Der Längslenker ist nicht längenveränderlich, wohl aber das Federbein. Die Position des Längslenkers ist also bestimmt durch das Federbein und die darauf „irgendwie“ einwirkenden Kräfte. Wirkt eine Kraft am Rad wird diese über die Gleitrohre, die Gabelbrücke und den Längslenker auf das Federbein übertragen.

    Anschaulich: Was passiert wenn man das Vorderrad ausbaut und keinen Hauptständer ausgeklappt hat?
    Die gesamte Maschine wird sich um die Achse des Hinterrades drehen und die Gabel irgendwann am Boden aufstehen (sofern nicht die Ölwanne zuerst „unten“ ist :-) ). Dabei wird die Gabel immer steiler nach unten zeigen, sprich der Lenkkopfwinkel wird sich verändern.
    Mit zunehmend steiler stehender Gabel wird das Fahrverhalten immer nervöser (beim Fahrrad ist das einer der Unterschiede zwischen einem Rennrad (steil) und einem Hollandrad).
    Montiert man vorne ein kleineres Rad, so wird die Gabel ebenfalls steiler stehen und folglich wird sich das Fahrverhalten ändern.

    Betrachtet man die unterschiedlichen Gabelbrücken und nimmt die Verbindungslinien der jeweilig linken und rechten Befestigungsschrauben als Referenz, so sieht man dass das Kugelgelenk bei der Brücke der „R“ weiter davon entfernt ist.
    Nachdem das Gelenk nach hinten zeigt, wird also die GS-Gabel mit der Brücke der „R“ weiter nach vorn gedrückt (Easy Rider-mässig :-)) .

    Demnach gleicht man den, durch das kleinere Vorderrad veränderten Lenkkopfwinkel, durch die Brücke der „R“ wieder an.


    Dass der, durch unterschiedliche Raddurchmesser verursachte, Höhenunterschied teilweise ausgeglichen wird ist ebenfalls nicht korrekt. Ganz im Gegenteil: Er wird vergrössert! Die Position des Längslenkers ist, wie oben beschrieben unverändert weil sie nichts mit der Gabel oder dem Rad zu tun hat sondern nur mit dem Federbein.
    Denkt man sich jetzt die beiden Brücken gleichzeitig montiert, so wird ein Abstand zwischen dem Gelenk der „R“ und dem der GS sein wobei dasjenige der GS höher liegt.
    Nachdem der Längslenker über der Brücke montiert wird muss er nach unten sacken wenn er in der „Senke“ der „R“-Brücke verschraubt wird.
    gerd

  5. Registriert seit
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    Standard Teilegutachten

    #15
    Hallo,
    es gibt vom TÜV Rheinland ein Teilegutachten für den Umbau auf 17".
    Gruß Guido.

  6. Registriert seit
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    #16
    Guido,

    kannst Du die Gutachtennummer angeben oder evtl. das Gutachten als PDF zur Verfügung stellen?

    LG, Gis

  7. Registriert seit
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    Standard Es geht auch ohne...

    #17
    ... Mustergutachten!?
    Irgendwelche Bescheinigungen, Vor-Gutachten oder andere Belege über die verbauten Teile hatte ich nicht.
    Der verbaute Rockster-Lenker hatte noch nicht einmal eine Nummer eingestanzt, der 1200GS Scheinwerfer in der 1100GS hatte den Prüfer gar nicht interessiert.
    Ich habe mir vom TÜV-Nord ein 'Gutachten nach § 21 STVZO...' ausstellen lassen; Kosten für Bescheinigung der Felgen, Reifen, Tachoantrieb und Lenker inkl. einer 10min. Probefahrt des Prüfers durchs Gewerbegebiet: € 65,90. Dann Eintrag in die Fahrzeugpapiere für € 11,70. Habe fertig.

    Gruß,
    Arne
    ____________

  8. Registriert seit
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    Standard

    #18
    Hi
    Teile mit Zulassung sind problemlos. Der Scheinwerfer einer GS an einer R wird nur auf den "Anbau" betrachtet. Schaut das vernünftig stabil aus und ist von evtl. selbst gedengelten Winkeln etc. eine Gefährdung zu erwarten oder nicht.
    Das funktioniert auch wenn man Rücklichter einer KAWA o.Ä. verwendet. Die haben Prüfnummern und gut is'.
    Der TÜVie prüft nach eigenem Ermessen innerhalb "gesetzlicher" Vorgaben. Wenn er "naja" denkt, kann er eben "nö, so nicht" oder "passt schon" sagen.
    Prinzipiell kann er erst mal eintragen was, und so schlampig geprüft wie er will.

    Sieht sich das dann irgendein anderer Sachkundiger an, kann es sein, dass dieser zum Schluss kommt "neee, so nicht. Entweder wurde nach der Abnahme noch "nachgebessert ", der Eintragende hatte Tomaten auf den Augen oder es waren ihm die Augen von einem Geldschein verdeckt".
    Dann ist der Eintrag gestrichen und der Ärger geht u.U. los.

    Hatten wir vor Jahren mal.
    Auf einem DeTomaso Pantera waren nachträglich hinten 13"(breite)Räder eingetragen. Der Besitzer hat auf 15" "aufgebessert". Irgendein kundiger Poli hat es gesehen und bemängelt. "Die 15" sind illegal und die 13" glaube ich auch nicht!".
    Ergo: Gutachten erstellen lassen das unter dem Strich aussagte: Die 13" hätten nicht eingetragen werden dürfen, die 15" brauchen daher gar nicht getrennt betrachtet werden.
    Der Besitzer bekam Ärger wegen der 15", ein Bekannter (Tuner) der den TÜVie kannte und das Ganze vermittelt hatte kam mit einem blauen Auge davon weil die Vermittlungsgebühr seeehr sozial war und der TÜVie brauchte einen neuen Job weil er nicht nur diesen einen Eintrag machte.
    Deshalb sind einige TÜVies überkorrekt, andere relativ grosszügig, und manche dumm. Letztere erkennt man an "Zusatzgebühren".

    Gleiches gilt für typgeprüfte Teile. Man kann z.B. eine Auspuffanlage "vorstellen" und Typprüfen lassen. Kann man einen passenden Betrieb nachweisen (z.B. zert. nach ISO 9000 ff) erhält man die Genehmigung die vorgestellte Auspuffanlage in Serie zu fertigen und mit Gutachten oder ABE (was man eben beantragt hatte) zu verbauen.
    Ob die in Folge gebauten Anlagen noch der Vorgestellten entsprechen ist erst mal egal.
    Fällt dann irgendeinem "Prüfer" auf, dass das Teil zu laut ist, kann man als Besitzer argumentieren "hat aber ABE". Nützt nix, zu laut ist zu laut, nachbessern! Wenn die Anlage noch in der Gewährleistung ist, tappt man zum Händler und sagt "Nachbessern oder Wandlung!".
    Wird die Prüfstatistik zu "rot", bekommt der Hersteller einen "netten" Hinweis und im theoretisch dümmsten Fall die Zulassung (für dieses Teil) entzogen. Das geht bei Teilen für fliegendes "Gerät" recht fix, bei Kfz eher theoretisch.
    gerd

  9. Registriert seit
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    309

    Standard

    #19
    Hallo,
    inzwischen sehe ich das Ganze auch etwas entspannter.
    Als Neuling in der Angelegenheit 'Eintragungen' war ich nach meinen ersten Recherchen etwas unentspannt bezüglich des Aufwandes und der zu erwartenden Kosten. In der Tat kommt es anscheinend auf den jeweiligen Prüfer, dessen Sachverstand und Augenmaß an...
    Eine andere Gabelbrücke habe ich übrigens mit den 17" Rädern auch nicht verbaut (original 1100GS) und das vordere Federbein der 1200GS ist auch gleich lang wie das der 11er. Habe mir trotzdem einen gebrauchten 12er Dämpfer eingebaut; die ersten Jahrgänge wurden noch von WP gebaut und wer so ein Teil für wenig Geld schießt kann hier einen guten Fang machen.
    So, das Thema ist für mich nun hoffentlich erstmal erledigt.

    Beste Grüße und gute Fahrt,

    Arne
    _______________

  10. Voggel Gast

    Standard

    #20
    Tach

    mal ne Frage hatt hier jemand auf 1100 RT Felgen von ner 99 er umgebaut , oder besser überhaupt auf RT Felgen ?!

    Klar Optisch der Kracher sind sie nicht mit dem 3 Speichendesign ...

    Gruss VOggel


 
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