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ABS Steuergerät - wirklich immer defekt?

Erstellt von ziggy07, 22.09.2014, 23:10 Uhr · 17 Antworten · 6.037 Aufrufe

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    Standard ABS Steuergerät - wirklich immer defekt?

    #1
    Hallo zusammen,
    Ich möchte hier meine Erfahrungen mit dem ABS Steuergerät zum Besten geben und zu Schluß vielleicht eine Stellungnahme, ob ich vielleicht richtig liege oder komplett daneben.
    Letztes Jahr waren wir mit 4 Motorrädern in Norwegen und hatten viel Spaß, naja, bis auf den Martin, da meldete sich nämlich das ABS Steuergerät kurz vor Trondheim. Er, bzw wir natürlich auch, zum Freundlichen in Trondheim, Druck auf dem hinteren Bremskreis zu hoch, keine Bremswirkung hinten. Reparatur in Norwegen; unbezahlbar!!!!!!!!
    Da es sich beim Freundlichen aber um einen ausgewanderten Landsmann handelte, gab er uns folgenden Rat: er würde
    weiterfahren.............., ohne ABS.........
    Also beendeten wir regulär die Tour und Martin überwies halt in Deutschland die 4 in Worten vierstellige Summe an den Freundlichen vor Ort.......( dieses Jahr hat er übrigens wieder Probleme mit besagter Elektronik)
    Ich dankte Gott, das meine GS 1200 BJ. 2005 ganz offensichtlich gut gewartet war und regelmäßig beim Service war.
    Die GS ist seit zwei Jahren und ca 8.000 Km mein Eigen.
    Vorletzte Woche passierte es dann, ich mußte etwas zügig in die Eisen und siehe da; wildes Geblinke im FI Display.
    Angehalten, Zündung aus, Zündung ein.........Frieden!!!
    5 Tage, bei vielleicht auch nicht allzu häufigen Gebrauch meiner Q, und meistens Kurzstrecke hatte ich Ruhe, doch plötzlich fing die Lichtorgel wieder an, Warnleuchte dauerhaft, ABS 4 mal in der Sekunde..........Räder können blockieren!!!!
    Und das alles 2 Tage vor der jährlichen Moto-Tour mit Freunden - DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN !!!
    Also nichts wie hin zum Freundlichen - Fehlerspeicher auslesen -Druck auf hinterem Bremskreislauf zu hoch -
    neues Steuergerät mit Einbau so ca. 1.900 Euronen, für einen Ottonormalverdiener wie mich nicht gerade die
    Portokasse. "Gibt es denn keine andere Möglichkeit?" hörte ich es aus mir herausstammeln..
    "Man könnte den hinteren Bremskreislauf entlüften und die Bremsflüssigkeit austauschen: Chance 50 : 50"
    Mit 190 Euro war ich dabei; doch der Fehlercomputer war gnadenlos - Druck im hinteren Bremskreislauf zu hoch!!!
    Als ich dann das Motorrad wieder mitnehmen wollte, fühlte ich mich wie ein Bankräuber oder Ehebrecher oder..., naja auf jedenfall wie ein Lebensmüder. "So laß ich Sie nicht vom Hof fahren!!!"
    Erst nach einiger Überzeugungskraft " Dies ist mein Eigentum" und einer Unterschrift, in der ich bescheinigte ein Lebensmüder zu sein rückte der Freundliche mein teuer bezahltes Eigentum wieder raus.

    So richtig wohl war mir aber wirklich nicht, als ich mit der vollbepackten Q und einer Lichtorgel im Display am Morgen danach bei den Jungs auf den Hof fuhr. Der Spaßfaktor war in den einstelligen Promillebereich gesunken.
    Mit der Norwegentour von vor einem Jahr machte ich mir so gut es ging Mut und ich bildete mir auch ein, das ich zumindest etwas Bremswirkung auf der Hinterradbremse verspürte.
    Den ersten Stop legten wir nach ca 140 Kilometern im Sauerland ein, ausgiebiges Frühstück.
    Nach einer Stunde ging es weiter; komisch kein Warnlicht, kein leuchtendes ABS Signal. Anfänglich zaghaftes Bremsen wich zunehmend normalem Bremsverhalten....im Gegensatz zu Martin (Martin hat nämlich nach 3 Tagen die Tour wegen, na ihr wißt schon, abgebrochen) hatte ich den Rest der Tour Ruhe.
    Und nun meine These: War etwa, durch die Kurzstrecken der letzten Wochen nicht genug Saft auf den hydraulischen Bremsgeber(der war nämlich ganz schön Stille während der Lichtorgelzeit), sodass er nicht aufmachte und somit der Bremsdruck zu hoch war, oder war schlussendlich der Bremsflüssigkeitswechsel von vor zwei Tagen beim Freundlichen der Heilsbringer?
    Was meint ihr? Jedenfalls wäre ich jetzt einige tausend Euronen ärmer und hätte auf die tolle Elsaßtour verzichten müssen, hätte ich sofort der Reparatur eingewilligt.
    Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit dem ABS Steuergerät gemacht?

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    #2
    Nö.

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    #3
    Zitat Zitat von ziggy07 Beitrag anzeigen
    ...
    Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit dem ABS Steuergerät gemacht?
    Zum Glück bislang noch nicht (Bj. 06 mit BKV).
    Die BF wurde vom Vorbesitzer einmal in 2010 gewechselt.
    Den letzten Wechsel der BF habe ich dann vor einem Jahr erledigt.
    Die meisten Module halten ein Motorradleben lang!

  4. Registriert seit
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    #4
    Seit 2003 haben mein Bruder und ich ingesamt 8 BMW-Motorräder (von der XCountry bis zur aktuellen LC) mit ABS gefahren. Nicht einmal hat sich während der Fahrt bei einem unserer Motorräder die ABS-Leuchte gemeldet. Ob das daran liegt, dass alle Motorräder nach Serviceheft bei unserem Händler gewartet werden? Vermutlich. Nur 2 Mal war bei 2 Motorrädern das ABS auffällig. Meine erste 12er GS ist 2005 durch den damals von BMW angeordneten Bremstest gefallen, ohne dass dies jedoch beim Fahren zu merken war. Die bekam dann sofort ein neues ABS-Steuergerät. Vor 2 Jahren war noch einmal ein Fehler bei der 1150er Adv. meines Bruders in Software der ABS-Steuergeräts hinterlegt wirden, was ich mit dem GS-911 auslesen und löschen konnte. Als Fehler war angegeben, dass die Stromversorgung für das ABS einmalig nicht ausreichend war, was wohl daran lag, dass die Batterie der 1150er Adv. damals in den letzten Zügen lag. Ansonsten gab es - wie gesagt - kein Problem mit den ABS-Geräten der div. Hersteller (FTE, Conti, Bosch).

    Wartung bedeutet übrigens für uns, die Motorräder exakt nach BMW-Vorgabe zum Service zu bringen. Unabhängig von den gefahren km wiklich jedes Jahr zum Service und alle 2 Jahre neue Bremsflüssigkeit, auch unabhängig von den gefahren km.

    CU
    Jonni

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    #5
    Hi
    Zitat Zitat von Jonni Beitrag anzeigen
    Seit 2003 haben mein Bruder und ich ingesamt 8 BMW-Motorräder (von der XCountry bis zur aktuellen LC) mit ABS gefahren. Nicht einmal hat sich während der Fahrt bei einem unserer Motorräder die ABS-Leuchte gemeldet. Ob das daran liegt, dass alle Motorräder nach Serviceheft bei unserem Händler gewartet werden? Vermutlich.
    Vermutlich nicht.
    Meine Moppeds sehen wenn sie erst mal ausgeliefert sind nie mehr einen Händler und hatten auch nie ein ABS-Problem.
    Nachdem die Mehrzahl aller Moppeds auch keine Probleme damit haben, werden Ihr wohl welche aus der "Mehrzahl" haben.
    Geklagt wird ja nur von denen die ein Problem haben. Wenn ich die Zahl der User den Klagenden gegenüberstelle ist das statistisch wohl kaum OK, doch ergibt sich zumindest eine Grössenordnung. Demnach sind die Fehler statistisch uninteressant. Die Betroffenen sehen das naturgemäss anders und ich frage mich zumindest auch, wie häufig solche Fehler bei Autos sind. Da kenne ich nur einige wenige Fälle die im Verhältnis zur Menge der Auto gar nicht relevant sind.
    gerd

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    #6
    Regelmäßig (am besten alle 2 Jahre) die Flüssigkeit in beiden Kreisen wechseln (lassen) und noch regelmäßiger das ABS in den Regelbereich zwingen (vornehmlich auf abgesperrter oder kaum frequentierter offener Strecke). Mehr kann man nicht tun.
    Die meisten Ausfälle ereignen sich bei Fahrzeugen bei denen das ABS seltenst genutzt wird. m.E.n. ist das kein Zufall.

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    #7
    Hi,

    ich fahre (zum Glück) eine 2002er GS ohne BKV und kann nur folgendes Berichten:
    In unserer Moppedgruppe gibt es 2 BMWs mit BKV. Eine 12erGS von 2005 und eine 2004er R1100S.
    Beide hatten bereits Probleme damit.
    Bei der 12er GS relativ harmlos - der Bremslichtschalter am Fußhebel hatte gehangen und somit das ABS und den BKV außer Betrieb gesetzt. Wenn man erstmal weiss woran es liegt ists einfach aber wenn man mitten in den Alpen nur noch Restbremskraft hat und eigentlich schon spät dran ist für die Heimreise könnte man ....... - aber naja nach 30 min Recherche konnten wir es beheben.

    Der zweite Fall mit der R1100S ist schon deutlich hartnäckiger. Er hatte die Kiste gerade gebraucht gekauft, da ging das Elend nach 2 Monaten los - ABS blinken - Ausfall BKV - Restbremskraft
    Da die Maschine bis dahin Checkheft gepflegt war tauschte BMW den BKV auf Kulanz.
    3 Jahre später ging das ganze Elend dann von vorne los:
    ABS blinken - Ausfall BKV - Restbremskraft

    Mittlerweile ist nix mehr mit Kulanz - mehrere Tests wurden gemacht - wieder war der BKV defekt (Sensor im BKV Block)

    Nach Einigem Hin und Her wurde dann der BKV zu rhelectronics zur Reparatur geschickt - immer noch sauteuer, aber deutlich billiger als originial bei BMW....
    Aussage dort: Die im Originalteil verbauten Sensoren gehen oft kaputt - wir tauschen diese gegen Zuverlässigere aus. Heisst - wenn es stimmt (kann ich nicht prüfen) im Umkehrschluss BMW verbaut immer wieder den selben "Schrott" wohlwissend, dass dieser bald wieder Umsatz bringen könnte...

    Fazit: In unserer Moppedgruppe hatten 100% der "BKV - Fahrer" Probleme mit dem Teil und teils auch mit erheblichen Kosten.

    Gruß

    Jörg

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    #8
    Na ja, das ABS 2 war allerdings auch der Weisheit letzter Schluss. Reichlich Lesestoff über defekte ABS 2 Systeme gibt es im 1100er/850er und auch im 1150er Bereich. Zudem wird das I-ABS schon seit 8 Jahren nicht mehr verbaut. 2006 war das letzte Produktionsjahr für das ABS von FTE. Im 1200er Bereich gibts jetzt auch schon mehrere User, deren Conti-ABS sich verabschiedet hat. Man kann also mit jedem ABS-System ein Problem bekommen.

    CU
    Jonni

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    #9
    Zitat Zitat von Jonni Beitrag anzeigen
    Man kann also mit jedem ABS-System ein Problem bekommen.
    Außer bei dem ABS vom 650er 1-Zylinder, jedenfalls habe da noch nie etwas gelesen oder gehört.

    Wie sieht denn das bei den 800er 2-Zyl. aus ?

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    #10
    Hatte auch gerade ein ABS-Problem mit einer 1999er 1150 GS.

    Bei Wiederinbetriebnahme nach ca 3 Jahren Nicht-Nutzung versagte das ABS. Beim Wechsel der Bremsflüssigkeit kam aus dem Ventil des vorderen Kreises am ABS-Modul eine schöne, dunkelbraune Brühe. Beim Ventil der hinteren Bremse tat sich gar nichts.
    Also, wie irgendwo einmal gelesen, Hämmerchen und pumpen. Circa eine Viertelstunde war ich am Klopfen an die linke Seite der ABS-Einheit, bei gleichzeitgem Pumpen mit dem Fussbremshebel, in der Hoffnung, das Kölbchen wieder loszurütteln, als endlich auch die braune Suppe herauskam.
    Entlüften beendet, die Bremsen funktionierten einwandfrei, aber die ABS Warnlampe war weiterhin am Wechselblinken und das ABS regelte nicht.
    Erster Gedanke Fehlerspeicher. Da ich sowieso zur Werkstatt musste, suchte ich nicht heraus, über welche Pins sich der Fehlerspeicher behelfsmässig löschen lässt, sondern wir hängten den Computer dran, der auch die Fehlfunktion des ABS anzeigte und Rücksetzung forderte, um die Sensoren wieder zu aktiviern.
    Ein Knopfdruck und das ABS funktioniert wieder einwandfrei.

    Ich bin sicher, dass regelmässiger Bremsflüssigkeitswechsel (nicht übertreiben, einmal pro Jahr sollte genug sein :-) und Nutzung, Probleme mit dem ABS (egal welchen Typs) auf ein Minimum reduzieren.


 
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