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ATMEL /ASIC Programmierung - Aktiv-Fahrwerk

Erstellt von ElchQ, 07.04.2015, 18:53 Uhr · 4 Antworten · 540 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard ATMEL /ASIC Programmierung - Aktiv-Fahrwerk

    #1
    Servus allerseits,

    während des Studiums hab ich mal vor laaanger Zeit mit ASICs rum hantiert.. ziemlich geile Technik Und dabei ist mir vorhin eine Idee gekommen:

    Ausgangs-Situation:
    WP EDS-Fahrwerk

    Dämpfer
    Zug.- und Druckstufe bzw. Dämpfer-Charakeristik werden über einen kleine Schrittmotor gesteuert. Dieser schiebt einen Kegel in den Dämpfer, der wiederrum eine Bolzen mehr oder weniger nach oben oder unten schiebt und damit die Dämpfercharakteristik von Sportlich über Normal auf Comfort stellt.

    Hydr. Federvorspannung:
    Dort bewegt ein Elektromotor über eine Spindel einen Hydraulik-Kolben der das Gegenstück am Dämpfer raus oder rein fährt. Der Weg wird über ein Schleifwiderstand an die Steuerelektronik übermittelt.

    Idee:
    Wenn man an die Dämpfer vorne und hinten noch einen Sensor anschliesst, der den Dämpfer-Weg und die Geschwindigkeit ermittelt (z.B. aus Fahrzeugen mit Xenon-Licht den Sensor) könnte man mit einer intelligenten Steuer-Elektronik ein aktives Fahrwerk bauen, dass in Abhängigkeit von Weg und Geschwindigkeit des Dämpfers die Dämpfercharakteristik ändert damit auf den Untergrund automatisch anpasst. Auch der Beladungszustand kann im Ruhezustand ermittelt werden und automatisch an die Beladung angepasst werden...

    Zugegeben viel Spinnerei, und ob man es braucht ist fraglich, aber reizen würde es mich schon sehr, sowas mal zu bauen! Dummerweise bin ich kein Atmel /ASICs-Freak, aber vlt. findet sich hier ja jemand?

    Gruss

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    Standard

    #2
    Von der elektrischen Seite: Möglich ist alles, jedoch wird das im Bereich ASIL-C bis ASIL-D liegen. ASICs sind nicht wirtschaftlich, Atmels funktionell nicht viel ausreichend (außer man setzt mehrere parallel ein). Notwendig dafür sind Automotiv-µController von einschlägigen Herstellern. Als Motoren sind BLDC "state of the art". Desweiteren: So viele Sensoren wie nötig, so wenige wie möglich, einige Daten wie Lage, Gasstellung, Geschwindigkeit,... kann man auch aus dem CAN-Bus lesen. Die Motorregelung und Positionsbestimmung sollte jedoch optimalerweise über FOC geschehen.
    Ohne Einhaltung des o. g. ASIL-Standards wird man auch keine Zulassung bekommen.
    Jemand mit viel Erfahrung in der Steuergeräteprogrammierung im Body- und Chassisbereich benötigt etwa 200 h - 400 h für die Software (quick and dirty) + ca 50 h - 100 h für die Platine. Dazu kommt x h für die Mechanik.
    Man kann so eine Regelung/Dämpfung mit dem entsprechenden Konzept so weit treiben, dass man keinerlei Schalglöcher mehr fühlt/spürt.

    Viele Grüße,
    no_name

  3. Registriert seit
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    #3
    Moin,
    als Regelungstechniker und mit fundierter Erfahrung aus der Fahrdynamikentwicklung von PKW wage ich zu behaupten, dass der Schwierigste Punkt wird, automatisch zu erkenn, wie die Untergrundbeschaffenheit ist. Neben den o.g. Funktionssicherheitsanforderungen natürlich.

    vg joa

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    OK... verstanden ziemlicher Mega-Aufwand Gibt es ein paar Verrückte?

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von schmijoa Beitrag anzeigen
    Moin,
    ...wage ich zu behaupten, dass der Schwierigste Punkt wird, automatisch zu erkenn, wie die Untergrundbeschaffenheit ist.
    Das dürfte es ziemlich genau treffen: Für eine "schlaglochgenaue" Regelung ist der mechanische Teil "Kegel in den Dämpfer schieben" viel zu langsam, eine Regelung, die aufgrund der Fahrwerksbewegungen ermittelt "bin gerade auf einer Buckelpiste" ist jetzt auch nicht kein Fortschritt gegenüber "Kopf einschalten und Knopf drücken".

    Mit Sensorik lässt sich zwar viel machen, Limits setzen aber sowohl die Mechanik wie die Anforderungen an Funktion, Redundanz und Ausfallsicherheit.


 

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