Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 24

Batterieladegerät

Erstellt von GS-Angie, 11.08.2009, 19:28 Uhr · 23 Antworten · 5.823 Aufrufe

  1. Registriert seit
    09.07.2008
    Beiträge
    5.056

    Standard Batterieladegerät

    #1
    Hallo an die Technikfreaks,
    ich habe ca. 2006 für meine 1150er GS ein original BMW-Batterieladegerät mit Stecker gekauft.
    230 V 50/60 Hz Ladespannung 13,8-14,2V Ladestrom max. 600mA (wenn wichtig könnte ich noch weitere Daten liefern)

    In der Beschreibung steht nun:......Damit schwerwiegende Schäden an der Batterie vermieden werden, muss das Ladegerät spätestens nach 5 Tagen abgeklemmt werden. Okay, habe ich auch bis jetzt immer gemacht (und mich dabei geärgert, dass das Ding nicht von selbst abschaltet, wie die billigen Akkujogger von xy.

    Nun sagte mir aber jemand, die Steckdosen der 1200er GSen "schalten" von selbst ab, wenn die Batterie voll ist, und man könnte das Teil ruhig dranlassen, es könnte nichts passieren.

    Stimmt das?????

  2. hbokel Gast

    Standard

    #2
    Zitat Zitat von GS-Angie Beitrag anzeigen
    ich habe ca. 2006 für meine 1150er GS ein original BMW-Batterieladegerät mit Stecker gekauft.
    ...
    die Steckdosen der 1200er GSen "schalten" von selbst ab
    Hallo Angie,

    das Abschalten könnte anders gemeint sein als es Dir lieb ist. Wenn die Serviceinformation von BMW zutrifft, können ältere Ladegeräte von der 1200 GS zerstört werden. Guckst Du hier: http://www.job-express.de/Batterieladegeraete.pdf

    • Teil Nr. 71607676472: ACHTUNG Beim Ladeversuch über die Bordsteckdose der R 1200 GS zerstört sich das Ladegerät!!!

    Nach Deiner Beschreibung hast Du ein noch älteres Ladegerät, das ebenfalls nicht für die 1200 GS geeignet ist:

    • Max. Ladestrom 600mA: dient nur zur Ladung und nicht zum Frischhalten der Batterie. Ladegerät max. 5 Tage an der Bordsteckdose angeklemmt lassen! Nicht ZFE tauglich!

    (ZFE = Zentrale Fahrzeug Elektronik = "Bordcomputer")

    Also lieber in ein modernes Ladegerät investieren, das sich mit der ZFE verträgt und außerdem bei Erreichen der Sollspannung abschaltet. Es muss nicht unbedingt ein überteuertes Ladegerät von BMW sein.

    Gruß
    Heinz

  3. Registriert seit
    09.07.2008
    Beiträge
    5.056

    Standard

    #3
    Also ich habe das als zweites abgebildete Gerät Nr. 71 60 2 337 156

    Und warum sollen diese Dinger nicht für ein Mopped mit Bordcomputer geeignet sein?
    Naja, solange nur das Ladegerät und nicht die Batterie, oder schlimmer noch die Elektronik des Motos zerstört wird, wäre ja auch noch okay. Dann könnte ich immer noch ein neues kaufen.
    Auch habe ich ja über den letzten Winter die GSen damit geladen, unwissentlich, dass es vllt. gar nciht geht. Also noch sind alle Teile heile.

    Also soll ich es weiter 2-3 Tage anschließen???!!!! Und alle 4 Wochen dran denken

  4. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #4
    Hallo,

    wenigstens gibt es seitens Hersteller präzise Hinweise zur Verwendung der
    historischen Werksladegeräte.
    Sie erzeugen jedoch gleichzeitig eine gewisse Verwirrung bei einigen nicht
    so technisch orientierten Anwendern.
    Potentiell führt das über die Entwicklungszeit nicht konstante Handling des Ladevorgangs
    über die werksoriginale Boardsteckdose auch zu unbeabsichtigten Schäden.

    Meine Empfehlung hierzu wäre, und so habe ich es seit nunmehr 5 Jahren selbst praktiziert, die Ladung über eine direkt mit der Batterie verbundene Steckdose zu bewerkstelligen.
    Darüberhinaus finde ich sind die üblichen im freien Zubehör erhältlichen
    Markengeräte zudem vielseitiger und so meine Erfahrung auch zuverlässiger.
    Oft wurde im Zusammenhang mit dem Einsatz der BMW-Geräte im ZFE-Verbund mit Problemen berichtet. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel...


    Gruss aus Köln





    .

  5. hbokel Gast

    Standard

    #5
    Zitat Zitat von GS-Angie Beitrag anzeigen
    warum sollen diese Dinger nicht für ein Mopped mit Bordcomputer geeignet sein?
    Leider nennt BMW in der Service Information Nr. 52/2004 keine Gründe, also bleiben nur Vermutungen.

    2004 war die Steuerung der ZFE noch so ausgelegt, dass die Bordsteckdose abgeschaltet wurde, wenn die Zündung ausgeschaltet war. Nur wenn das Ladegerät über das Ladekabel ein bestimmtes Signal sendete, wurde die Bordsteckdose wieder eingeschaltet. Ältere Ladegeräte konnten kein "Aufwecksignal" senden und waren deshalb für die 1200GS ungeeignet.

    Inzwischen hat BMW die Steuerung der ZFE geändert, so dass die Bordsteckdose eingeschaltet wird, sobald eine Ladespannung an der Bordsteckdose anliegt (bei meiner GS erfolgte das Firmware-Update 2008).

    Allerdings darf man weiterhin kein Ladegerät ohne Endabschaltung zur permanenten Erhaltungsladung verwenden. Wenn die Batterie voll geladen ist, fließt bei diesen Geräten weiterhin Ladestrom, und dann wird das Wasser in der Batterie zu Knallgas elektrolysiert. Das klingt nicht nur gefährlich, sondern ist es auch.

    Zitat Zitat von GS-Angie Beitrag anzeigen
    solange nur das Ladegerät und nicht die Batterie, oder schlimmer noch die Elektronik des Motos zerstört wird, wäre ja auch noch okay.
    Nach einer monatelangen Dauerladung ist im günstigsten Fall nur der Säurestand in der Batterie abgesunken. Im ungünstgsten Fall kann die Batterie explodieren.

    Zitat Zitat von GS-Angie Beitrag anzeigen
    Also soll ich es weiter 2-3 Tage anschließen???!!!! Und alle 4 Wochen dran denken
    Das wäre eine Lösung - falls die GS die neue ZFE-Version hat. Sonst wird das angeschlossene Ladegerät einfach ignoriert. Nach langer Standzeit ist die Batterie dann trotz Ladegerät einfach platt.

    Gruß
    Heinz

  6. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard

    #6
    Hi
    In erster Linie liegt es an der Ladespannung der Ladegeräte. Das sind oft 14,x V. Damit wird die Batterie etwas schneller und auch etwas "voller" geladen. "Voller" ist natürlich Blödsinn. Sie hat dann eine gewisse Überladung die sie auch einige (geringe) Zeit halten kann. Bereits wenn sie ihre physikalische End-Ladespannung erreicht hat (ca 13,7 V; temperaturabhängig), ist sie voll. Wird mit nur 13,7 Volt geladen, dauert das zum Schluss (ab ~85% von "voll") natürlich "ewig" bis sie -aufgrund der geringen Spannungsdifferenz- "ganz" voll ist.
    Also lädt man mit 14,x Volt.
    Regelt sich das Gerät nicht selber, dann versucht es ab "voll" (13,7V) das Wasser in der Batterie zu Knallgas zu zerlegen. Durch den, wie auch immer, festgelegten Elektrolyten moderner Batterien wird das Gas am Blubbern und schnellen Entweichen gehindert, langweilt sich und rekombiniert zu Wasser (deshalb braucht man bei "Gel-Batterien" kein Wasser nachfüllen).
    Diese einfache Tatsache betrifft alle Batterien und auch die 1200.
    Ob die Zentralelektrik weiterhin so doof ist und nicht zwischen laden und entladen unterscheiden kann weiss ich nicht (krankhaft programmiert), aber ein Ladegerät lässt sich schliesslich auch direkt an der Batterie anschliessen.
    Wählt man Ladegerät bzw. Ladespannung vernünftig, dann kann man das auch "jahrelang" dranlassen.
    http://www.powerboxer.de/Batterie-mi...top-laden.html
    zeigt wie man mit dem Netzteil eines Laptops (gibt's ab 10 EUR) und einer Schaltung für ca 5 EUR so ein Ding selber bauen kann.
    gerd

  7. hbokel Gast

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Durch den, wie auch immer, festgelegten Elektrolyten moderner Batterien wird das Gas am Blubbern und schnellen Entweichen gehindert, langweilt sich und rekombiniert zu Wasser
    Hallo Gerd,

    falls Du "Katalysator" statt "Elektrolyt" gemeint hast, würde ich endlich verstehen, wie wartungsfreie Batterien funktionieren. Der Katalysator in der Batterie verwandelt jegliches Knallgas, das beim Über-Laden entseht, sofort wieder in Wasser zurück. Vermutlich erkennt man solche Batterien am fehlenen Entlüftungsschlauch?

    Dann wäre nur noch zu klären, wie lange der Katalysator in der Batterie durchhält. Der Abgaskatalysator wird bekanntlich durch bleihaltigen Sprit vergiftet. Und in Motorradbatterien ist reichlich Blei vorhanden...

    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Wählt man Ladegerät bzw. Ladespannung vernünftig, dann kann man das auch "jahrelang" dranlassen.
    Alles klar: Ladegeräte, die grundsätzlich übermäßiges Laden vermeiden, lassen erst gar kein Knallgas entstehen. Da kann nichts passieren, selbst wenn der Katalysator der wartungsfreien Batterie kaputt wäre.

    Gruß
    Heinz

  8. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard

    #8
    Hi
    Ein Katalysator in der Batterie. Mal was Neues. Ich meine das schon so wie ich es geschrieben habe. Es stammt nicht mal von mir, sondern aus den Datenblättern von Fiamm und Panasonic. Ein Katalysator ist ein Stoff der andere Stoffe dazu bringt miteinander zu reagieren die das ohne ihn nicht tun würden UND ohne sich selbst zu verbrauchen.
    H und O würden ohnehin miteinander reagieren wenn sie sich nicht so schnell im wahrsten Sinne des Wortes in Luft "auflösen" würden. Der eingedickte Elektrolyt verhindert das "schnelle Blubbern" und so tun sie das was sie ohnehin gern tun: Sie verbinden sich miteinander. In einer Batterie gibt es keinen Kat.

    Überdies gehst Du davon aus, dass ein Kat immer aus dem selben Zeug besteht (im Abgasfall Pt). Auch das ist ein Irrtum. Der Begriff Kat ist nicht auf denjenigen Typen im Ausfuff beschränkt sondern ein in der Chemie allgemeiner Begriff.
    Aber weil in Batterien eh' keiner vorhanden ist, ist das egal.
    >>>>>>>
    Ladegeräte, die grundsätzlich übermäßiges Laden vermeiden, lassen erst gar kein Knallgas entstehen
    >>>>>>>
    Stimmt exakt, allerdings ist z.B. die Lichtmaschine ein Ladegerät die sich absolut nicht an diese Massgabe hält. Auch elektronische Regler halten nuir die Spannung konstant (~14V), kümmern sich aber absolut nicht um den Ladezustand der Batterie
    gerd

  9. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Stimmt exakt, allerdings ist z.B. die Lichtmaschine ein Ladegerät die sich absolut nicht an diese Massgabe hält. Auch elektronische Regler halten nuir die Spannung konstant (~14V), kümmern sich aber absolut nicht um den Ladezustand der Batterie
    gerd

    .

    Interessanter Gesichtspunkt, denn ein im Stand betriebenes Computerladegerät mit entsprechendem Ladekennfeld kann ungestört von Spannungsinstabilitäten verursacht durch Laständerungen der Stromverbraucher im Boardnetz bei steigender Ladespannung den Ladestrom sukzessive reduzieren, so dass
    ein Überladen respektive schädliches Gasen von vornherein unterbunden werden kann.
    Erfahrungsgemäss würde während des Fahrbetriebs der Generator auch mit
    Konstantspannungspegeln deutlich unter 14 Volt die Batterie vollbekommen
    vorausgesetzt diese Phase wird ausreichend lange aufrechterhalten.
    Das Problem ist ja dass irgendwann alles reaktive Material des Akkus in die
    maximal mögliche Kapazität umgebaut ist. Bei weiter anliegender hoher Spannung würde danach der Gasungsprozess unter Abbau des Wasseranteils einsetzen.
    Auch moderne AGM Akkus können diesen Prozess konstruktiv bedingt durch eine gewisse Rekombinationsfähigkeit nur in Grenzen abschwächen.
    Deswegen vermute ich dass der relativ hohe Ladespannungspegel der GS unter anderem ein wesentlicher Grund für die häufig berichteten frühen Ausfälle der Akkus ist.


    Gruss aus Köln




    .

  10. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard

    #10
    Hi
    Der Ladespannungspegel ist bei allen Kraftfahrzeugen in dieser Grössenordnung. Mein Golf "hat" 14,4 V und die Batterie ist von 2001
    Meine These ist ohnehin: Wenn Ladegeräte eingesetzt werden wird ein riesiger Hype um schonend und blabla betrieben. Die LiMa die da dauernd spielt nimmt keinerlei Rücksicht und lädt die Batterie wesentlich häufiger.
    Um eine Batterie über den Winter "bei Laune" zu halten würde ein Ladegerät mit 13,5 V vollkommen ausreichen. Zeit ist ja genügend vorhanden, wenn das Ding dauernd dranhängt ist der Ladestrom praktisch Null, daher auch die benötigte Leistung in dieser Grössenordnung und das Ding regelt sich selber.
    Hat die Batterie 13,5 erreicht (da gast sie noch nicht) fliesst kein Strom mehr und gut is'. Ob man da mit 13,8 V noch "eine Handvoll" Energie mehr reinbekäme ist doch vollkommen egal.
    gerd


 
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Batterieladegerät von BMW
    Von markus128 im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 04.02.2014, 01:22
  2. Batterieladegerät
    Von haju im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 21.12.2011, 19:47
  3. Batterieladegerät Can Bus
    Von Uwe62 im Forum Zubehör
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 02.11.2011, 15:00
  4. BMW Batterieladegerät !
    Von juri63 im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 28.04.2010, 23:57
  5. Batterieladegerät
    Von Schubi im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.02.2005, 17:03