Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 26 von 26

BMW1150 GS Bremssattel Torx Kopf rund gedreht

Erstellt von BK97, 28.03.2016, 13:13 Uhr · 25 Antworten · 2.378 Aufrufe

  1. Registriert seit
    07.02.2016
    Beiträge
    783

    Standard

    #21
    Vom Bohren merke ich bei Linksbohrern auch keinen Unterschied. Der einzige Vorteil ist, daß bei einem auszubohrenden Schraubenrest, in dem Moment, wo durch das Ausbohren weniger Spannung besteht, ein aber nur sehr leichtgängiger Schraubenrest, dann manchmal auf einem zu kommt.
    Die gephasten (geschlitzten) Ausdrehstiften gibt es normalerweise als Satz und der dazugehörige Bohrer, der oben in der Zentrierhülse steckt, hat genau den passenden Durchmesser zum Stift.
    Wenn ich beim Ausbohren wirklich im Gewinde war, starte ich keine Nachschneideversuche mehr, sondern setze gleich Timesert Buchsen. Das ist ein ganz anderes Ding als die Heli/Baer oder sonst was Coil Kringeldingern. Wer ab und zu in die Staaten kommt, kann die sich von dort, auch im Gegensatz zu den europäisch üblichen Würth Preisen, zu etwa dem halben/zweidrittel Preis mitbringen.

  2. Registriert seit
    10.07.2007
    Beiträge
    19.777

    Standard

    #22
    Zitat Zitat von Polozwei Beitrag anzeigen
    Also ich würde die Beläge ganz auseinander drücken und die Schraube mit einer guten Zange drehen, verstehe hier das Problem nicht.
    Stimmt.

    Wenn die Schraube festgegammelt ist, drehst du mit einer Zange genau gar nichts. Der Gewindekopf frisst sich im Sattel leider richtig fest, wenn er nicht öfter mal gedreht wird.

    So sieht die Schraube aus:


  3. Registriert seit
    13.07.2010
    Beiträge
    2.799

    Standard

    #23
    ich dachte immer, wenn wenig Fleisch da ist nehme ich Heli Coil und wenn viel dann Time Sert?
    Zu dem Zangentrick: sicher kann man es probieren mit einer guten Gripzange von Innen, aber wie Larsi's Bild zeigt, ist da ein Einschnitt/ Sollbruchstelle.. da ist ggf. weniger Kraft einzubringen als von außen. Hat aber den Vorteil, dass man ohne viel Gedöns mal probieren kann, ob sichs löst.
    Andererseits mit dem Bohren und Stift mit Hämmerchen reinklopfen löst sich ein festgegammeltes Gewinde vl schon leichter.
    Probieren.
    Wenn man aber aus der Mitte gebohrt hat, ist auch nicht einfach mit Time sert wieder ne Genau mittige Bohrung zu hinbekommen, da würde nur ne Bohrhilfe helfen, wenn man die aber hätte, wäre es ja mittig.
    Hätte hätte Bohrmanschette...

  4. Registriert seit
    30.10.2013
    Beiträge
    949

    Standard

    #24
    Zitat Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
    Vom Bohren merke ich bei Linksbohrern auch keinen Unterschied. Der einzige Vorteil ist, daß bei einem auszubohrenden Schraubenrest, in dem Moment, wo durch das Ausbohren weniger Spannung besteht, ein aber nur sehr leichtgängiger Schraubenrest, dann manchmal auf einem zu kommt.
    Die gephasten (geschlitzten) Ausdrehstiften gibt es normalerweise als Satz und der dazugehörige Bohrer, der oben in der Zentrierhülse steckt, hat genau den passenden Durchmesser zum Stift.
    Genau das ist es, was bei mir gut funktioniert hat. Ich würde noch die anfallende Wärme, die beim Bohrern entsteht auf der "Haben-Seite" ergänzen.
    Klar, wenn das Ding gnadenlos festgegammelt ist, wird der Schraubenrest nicht einfach "kommen". Aber ein Versuch ist es wert, bohren muss man sowieso und man hat eine gute Chance ohne Heli Coil und Konsorten davonzukommen...

  5. Registriert seit
    07.02.2016
    Beiträge
    783

    Standard

    #25
    Zitat Zitat von teileklaus Beitrag anzeigen
    ich dachte immer, wenn wenig Fleisch da ist nehme ich Heli Coil und wenn viel dann Time Sert?
    .....
    Wenn man aber aus der Mitte gebohrt hat, ist auch nicht einfach mit Time sert wieder ne Genau mittige Bohrung zu hinbekommen, da würde nur ne Bohrhilfe helfen, wenn man die aber hätte, wäre es ja mittig.
    Hätte hätte Bohrmanschette...
    Ich weiß jetzt nicht welches Gewinde dort bei der "Belaghalteschraube" verwendet wird und deshalb ist man bezogen auf die ursprüngliche Verwendung bei einem unüblichen Feingewinde wahrscheinlich erstmal froh, wenn man überhaupt was hat.

    Zum generellen Thema Gewindereparatur schauen wir uns einfach mal bei M8 vom Platzbedarf verschiedene Möglichkeiten in aufsteigender Reihenfolge an.
    - M9 gewindeschneiden und dann abgesetzten Stehbolzen von M9 auf M8
    - Timesert Buchse AD 9,4 und am Kegelbund der bis plan versenkt wird 10,3
    - Heli und vergleichbare *coils
    - normale Gewindebuchsen die etwa mit M10 gewindeschneiden und dann abgesetzten Stehbolzen von M10 auf M8 vergleichbar sind.

    Für total schiefgebohrte Geschichten muß man sich eigentlich keine Gedanken, um das zu nutzende Verfahren machen, sondern wie man am besten den schiefbohrenden Anwender auf die Auswechselbank schickt.
    Ich will hier keine Werbung für irgendein Produkt machen, die Vorteile der Timesert Geschichte sind halt, daß das Aussengewinde streng paralell zum Innengewinde läuft und zusätzlich ineinander versetzt ist, sodaß eine sehr sehr geringe Wandstärke entsteht. Der Handbohrer räumt eigentlich nur die Reste des alten Gewindes weg und dann ist ca 8,1 das Kernloch für das Buchsenaussengewinde. Mit dem Senker macht man Platz für den Kegelbund der Buchse und man kann normalerweise dort auch originale Dichtungen weiterverwenden. Die Dinger sind übrigens vor dem Einbau konisch und werden mit dem Eindreher gespreizt und erhalten erst damit ihre endgültige Form (angeblich sollen sie dann gasdicht sein).
    So typische Beispiele über die ich drangekommen bin sind die immer wieder überdrehten M5/6 von Motordeckeln, M7 von Nockenwellenböcken bei bestimmten japanischen Motorradmotoren oder es gibt zB bei Porsche in den Reparaturrichtlinien für Motorüberholungen, die Anweisung die Stehbolzengewinde im Block ab einer gewissen Laufleistung prophylaktisch mit TS Buchsen zu versorgen.

    Ich werde auch gerne ergänzt, korrigiert oder verbessert.

  6. Registriert seit
    31.12.2012
    Beiträge
    5.664

    Standard

    #26
    Ein grosses Danke für die vielen guten Tips in diesem Fred......

    Ich kann da nur folgendes hinzufügen, festgerostete, angefressene und festgebackenen u.s.w.,
    Schrauben/ Bolzen haben mir des öfteren die Zornesröte ins Gesicht getrieben, dann noch
    schnell schnell was retten wollen, und dann in einem elenden Murks endent, da gibt es
    schöneres .

    ......heute würde ich in diesem Fall die Zange ausbauen, auf die Seite Legen, das Bolzenloch
    auf der Torx Seite mit WD 40 füllen, und lange lange wirken lassen, dann die beschriebenen
    Methoden durchexerzieren.


 
Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Ähnliche Themen

  1. Heute ne Runde gedreht
    Von Bunny im Forum Smalltalk und Offtopic
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 25.11.2013, 22:19
  2. Heute erste Runde gedreht
    Von supermotorene im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 08.05.2007, 18:45
  3. Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 01.02.2006, 16:02
  4. 2.Treffen Kölner BMW-/ Boxer-/GS-Runde
    Von LeonX im Forum Treffen
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 19.12.2005, 20:33
  5. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 30.11.2005, 23:59