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Bremsflüssigkeitswechsel mit BKV: An wieviel Nippel drehen?

Erstellt von Nordisch, 23.03.2015, 22:36 Uhr · 24 Antworten · 3.595 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Bremsflüssigkeitswechsel mit BKV: An wieviel Nippel drehen?

    #1
    Moin!

    R1200GS Bj. 2004 mit BKV.

    Lt. meiner alten Rep-Rom soll man bei den Steuerkreisen "(...) beim Bremsflüssigkeitswechsel im Rahmen der Wartung (...) nur über die Steuerkreisentlüfter die Flüssigkeit gewechselt werden. Eine Entlüftung des Integralkreises und des Dosierzylinders ist nur notwendig, wenn der Bremskreis geöffnet wurde."

    Folglich soll man wohl nur eine Entlüfterschraube pro Steuerkreis öffnen.

    Nun gibt es ja das berühmte Video von "unseren" Nachbarn, dort wird gezeigt, dass für jeden Steuerkreis alle drei Entlüfterschrauben durchgespült werden (Steuerkreisentlüfter plus Integralkreises und Dosierzylinders).

    Meine Fragen dazu:
    1. Habe ich das richtig verstanden?
    2. Wie handhaben das die Selbstschrauber unter Euch?
    3. Steht das überhaupt noch so bei den neueren Rep-ROMs für die Modelle mit BKV?


    Danke und viele Grüße

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    #2
    Hi
    Wenn Du die Flüssigkeit komplett wechselst musst Du auch komplett entlüften. Dann wurde der Bremskreis ja geöffnet.
    Weshalb sollte bei neueren Rep-DVDs etwas anderes stehen? Die Technik ändert sich ja nicht solange Du nicht von I-ABSG1 (FTE) auf I-ABS G2 (CONTI/TEVES) umgebaut oder Dir ein neueres Fahrzeug zugelegt hast
    gerd

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    #3
    Moin Gerd,

    ... wieso nur habe ich mit Dir gerechnet?

    Deine Logik hatte ich auch, aber meine Version der Rep-ROM beschreibt es so, dass nur die eine Entlüfterschraube am Steuergerät zum Ablassen der Bremsflüssigkeit benutzt werden soll. Aber ggf. liegt es auch an der Version der Rep-ROM.

    Klar, im Endeffekt ist es egal, dass bisschen Mehrarbeit, wenn man sich schon daran traut, ist dann auch egal.

    Danke und viele Grüße.

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    #4
    Hi
    Ja, Abgelassen wird die Bremsflüssigkeit des Steuerkreises am Nippel des Modulators. Wo auch sonst? Das Zeug fliesst ja nicht bergauf.

    Die Arbeitskreise werden an den Sätteln abgelassen und an den Behältern des Modulators nachgefüllt, folglich entlüftet man sämtliche Wege "zwischendrin". Will man die Wege der Integralfunktion entlüften/Flüssigk. erneuern, muss man eben auch den "Integralüberleiter" entlüften.

    Es liest sich als wolltest Du nur die Steuerkreise bearbeiten. Das geschieht wie bei jedem anderen Bremssysstem auch. Oben einfüllen, unten entlüften. Nur ist "unten" in diesem Fall der Modulator und nicht ein Sattel.
    gerd

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    #5
    Moin!

    Nee, ich möchte schon die gesamte Bremsflüssigkeit austauschen. Nachdem ich ein Angebot für den Austausch gekommen habe, habe ich mich entschieden, es selber zu versuchen. Grundsätzlich weiß ich schon, was ich tue, habe es über 30 Jahre an allen meinen Motorrädern, mit oder ohne ABS, selber gemacht. Nur das alte I-ABS (FTE) ist nun mal etwas umständlicher, aber auch kein Hexenwerk.

    Jedenfalls versuche ich mich immer vorher "schlau" zu machen, und dabei ist eben die Frage aufgekommen, da es so (s. o.) in der Rep-ROM beschrieben war. Aber wie auch schon gesagt: Im Zweifel lieber durch alle Entlüfterschrauben durchspülen als halbe Sache machen. Dann wird es eben so gemacht, als wenn das Bremskreis geöffnet wurde, ist ja nicht verboten... ;-)

    Aber eine Überlegung würde ich dann doch noch mal gerne mit Deiner Meinung abgleichen:
    Das zurückstellen der Bremskolben und anschließendes Fixieren verstehe ich so, dass die Kolben komplett zurück gedrückt werden und dort fixiert werden. Damit wird sichergestellt, dass beim abschließenden maximalen Befüllen des Bremsflüssigkeitsbehälter am Modulator dieser nicht überläuft, wenn denn mal neue Bremsbeläge kommen. Das würde ja passieren, wenn ich mit abgenudelten Bremsbelägen auf MAX füllen würde und später für neue Beläge die Kolben tiefer eindrücken müsste.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Das BMW-Spezialwerkzeuges kann man doch auch z. B. mit Hardholz als Fixierstück ersetzen (siehe Internet), es muss nur die Kolben ganz eingedrückt (also in den Sattel rein) fixieren.

    Siehst Du das auch so?

    Viele Grüße.

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    #6
    Was hast du denn für ein Angebot bekommen? Bei uns nehmen die freien BMW-Schrauber für den Komplettwechsel ca. EUR 120,--. Das finde ich o.k. und wäre für mich kein Grund, selbst die Bremsflüssigkeit zu wechseln.

    CU
    Jonni

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    #7
    Hallo Jonni,

    ich will Deine Frage kurz beantworten, auch wenn sie eher in "Motorrad allgemein" rein gehört: 180,- EUR.

    Ansonsten hier bitte keine Diskussion über Sinn oder Unsinn des Selberschraubens, egal an was oder wen. Jeder hat so seine Gründe dafür oder dagegen. Wie gesagt, das gehört dann aber in "Motorrad allgemein" oder "Smalltalk" rein, meine ich jedenfalls.

    Viele Grüße.

  8. Registriert seit
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    #8
    Hi
    Die Spezialwerkzeuge (deren Gebrauch nicht unbedingt üblich ist aber immer abgerechnet wird) sind "Klötze" mit einer definierten Stärke die anstelle von Bremsklötzen + B-scheibe eingesetzt werden. Der Vorratsbehälter im Modulator hat einen sehr engen Toleranzbereich bei der Füllmenge.
    Über Sinn oder Unsinn des Selberschraubens will ich nicht diskutieren aber ich mach es gerne richtig wenn ich schraube und möchte deshalb wissen weshalb und wozu diverse "Spezialwerkzeuge" gut sind.
    gerd

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    #9
    Hallo Gerd,

    welche Stärke haben diese Adapterplatten ? Ich habe mir gedacht: Stärke Neuer Bremsscheibe zzgl. neuer Bremsklötze = Stärke Kunststoff/Holzplatte... Zusätzlich habe ich noch einen neuen Satz Bremsklötze liegen, die ich ansonsten nur für diese Arbeit eingelagert habe, die ich nie im Fahrbetrieb verwenden werde. (Bin auf einen Anbieter ebay Kleinanzeigen hereingefallen, der einen kompletten Satz TRW Sinter anbot, nur die hinteren erwiesen sich als Original/Sinter/TRW, die vorderen No-Name, organisch ohne jegliche Beschriftung... Plagiate ???) Der Verkäufer verkrümelte sich kommentarlos.

    Den Befülladapter/Flascheneinheit werde ich mir auch noch anfertigen (Kunstoff/Messing/O-Ring). Nachdem ich seit 2004 BKV an diversen Modellen gefahren bin (R1150R/R1150RT/R1200GS), auch in Werkstätten viel Zeitdruck-Pfusch erleben durfte, habe ich Schwierigkeiten Vertrauen für diese Auftragserteilung in Werkstätten aufzubauen.

    Der Austausch an meiner nackigen R1150RT kam mich 2010 gute 275€, zusätzlich wären runde 100€ für die De-/Montage der Verkleidung berechnet wurden. Für diesen Betrag habe ich die RT gerne selbst nackig gemacht, unter der Verkleidung in allen Ecken gereinigt, meinen Motorradanhänger bewegt.

    Für die eingesparte Summe habe ich lieber meine Frau zum Essen ausgeführt...

    Beste Grüße
    Frank

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    #10
    Hallo!

    Hier wird auf der letzten Seite beschrieben, wie die Adapterplatten "34 1 530" aussehen sollen, passt aber nicht zu unserer GS (lt. Rep-ROM). lt. der soll man nämlich die "Kolben der Bremssättel links und rechts mit Rücksetzvorrichtung (Nr. 34 1 531) und Fixierstück (Nr. 34 1 532) ganz zurückdrücken und festsetzen". Das liest sich für mich so, als wenn man die Rücksetzvorrichtung im Sattel lässt und mit den Fixierstück ergänzt. Daher nehme ich an, ist die Dicke nicht wirklich bestimmbar. Und deswegen habe ich oben im Beitrag 5 ja auch gefragt, ob die Sache als Ergebnis nicht das maximale Eindrücken der Kolben in den Sattel haben soll (das würde man ggf. sogar mit einfachen gegenläufigen Keilen schaffen...).

    Also ist es die Auswahl zwischen
    (a) Dicke = Stärke neuer Bremsscheibe zzgl. neuer Bremsklötze
    oder
    (b) einfach nur ganz reingedrückt.

    Ein Mysterium.... ;-)


    Allerdings würde ich beim Auffüllen des Vorratsbehälter im Modulator tatsächlich die Stärke = Neuteile annehmen, denn weiter rein in den Sattel geht es mit den Kolben kaum, auch wenn alles neu ist und nur etwas mehr gedrückt werden muss, wenn die neuen Sachen eingebaut werden (hoffentlich war das jetzt verständlich...)

    Viele Grüße.


 
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