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Funktion Lambdasonde

Erstellt von Schönwetter_manni, 06.04.2013, 17:39 Uhr · 14 Antworten · 1.237 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Idee Funktion Lambdasonde

    #1
    Hallo alle zusammen.

    Ich habe mal eine Frage zur Funktion der Lambdasonde.
    Un zwar habe ich ein Gerät hinter den Temperatursensor geschlossen was dem Motor eine niedrigere Temperatur vorgaukelt und so das Gemisch anfettet.

    Nun möchte ich mal einen Prüfstandlauf mit- und ohne dieses Gerät machen und nun zu meiner Frage:

    Die Lambdasonde merkt ja das das Gemisch angefettet wird und dürfte dann das ganze wieder runterregeln.
    Merkt sich das Steuergerät diese Anfettung oder wird das jedes mal resettet und von der Lambdasonde beim Start des Motors neu ermittelt?

    Weil ich weiß jetzt nicht ob ich die Lambdasonde einfach so aushängen kann vorm Motorstart und die Einspritzung ist fetter oder ob ich erst eine Runde ohne dieses Gerät vor dem Temperatursensor fahren muss damit sich die Einspritzung wieder normalisiert.

    Danke im Voraus,

    Manni

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    #2
    Deine (die) Motorsteuerung, BMS-K, regelt bis zur Drosselklappenstellung 80% auf Lambda 1, (AFR 13,9), egal welche Ansauglufttemperatur vorherscht.
    Das alles wird ja durch die Öffnungszeiten der Einspritzventile geregelt.
    Dieses Widerstandstuning fettet nur über der DK Stellung von 80 % ungeregelt an. Es wird nichts gemerkt oder resettet, nur immer gemessen.

    selbst wenn du die Sonde absteckst, wird ein Ersatzwert gesetzt und geregelt.

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    #3
    Zitat Zitat von fralind Beitrag anzeigen
    Deine (die) Motorsteuerung, BMS-K, regelt bis zur Drosselklappenstellung 80% auf Lambda 1, (AFR 13,9), egal welche Ansauglufttemperatur vorherscht.
    Das alles wird ja durch die Öffnungszeiten der Einspritzventile geregelt.
    Dieses Widerstandstuning fettet nur über der DK Stellung von 80 % ungeregelt an. Es wird nichts gemerkt oder resettet, nur immer gemessen.

    selbst wenn du die Sonde absteckst, wird ein Ersatzwert gesetzt und geregelt.
    Heißt so viel wie es bringt erst was wenn ich den Gashahn so weit aufdrehe das die Drosselklappen über 80% offen stehen.
    Ergo muss ich die ganze Zeit am Hahn ruppen :P

  4. Registriert seit
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    #4
    Ich habe mal nachgeschaut, die Adaption läuft bei EU 3 Fahrzeugen bis einschliesslich 60% Drosselklappenstellung und über fast die gesamte Drehzahl bis Stellung 60% ( der Motor dreht ja auch mit dieser Dk Stellung bis Abriegeldrehzahl) zylinderselektiv.Die Motorsteuerung kann über die zwei seperaten Sonden und den Nockenwellensensor, der vorgibt wann welcher Zylinder in Zündot ist entsprechend über die Einspritzzeiten anpassen.


    Beispiel, Wert ist frei erfunden:
    Sondenspannung Mittelwert 500mV, Lambda = 1
    Sondenspannung zwischen 800mV und 900mV, Lambda = 0,85
    Sondenspannung zwischen 200mV und 300mV, Lambda = 1,035


    Ist in einem bestimmten Lastbereich der möglichen Regelung (0-60% Drosselkappenstellung) der Restsauerstoffgehalt im Abgas zu gering (zu fett, Spannung zwischen 800mV und 900mV, Lambda = 0,85), wird für diesen Bereich die Grundeinspritzmenge verringert (kürzere Öffnungszeit der Einspritzventile) und als Wert im Steuergerät abgespeichert. Die Sondenspannung pendelt dadurch wieder um den Mittelwert von 500mV, also Lambda = 1. Somit kann z. B. eine Störgröße wie leichte Motorölverbrennung, Falschluft an Anschlüssen oder Manschetten, falscher Kraftstoffdruck oder falsche Temperaturwerte innerhalb eines bestimmten Regelbereichs, bei korrigiert (adaptiert) werden. Gleichzeitig wird die Ansprechzeit der Lambdaregelung dadurch verkürzt.


    Ist nun der Restsauerstoff im Abgas zu groß (zu mager, Spannung zwischen 200mV und 300mV. Das Gemisch ist nun zu mager, Lambda = 1,035) findet nun im / durch das Steuergerät wiederum eine Verlängerung der Grundeinspritzmenge (längere Öffnungszeit der Einspritzventile) inkl. der Abspeicherung statt, bis das Gemisch wieder möglichst Lambda = 1 entspricht.


    Diese Regelung zwischen Anfetten und Abmagern erfolgt selbst und ständig, nach einer vom Hersteller vorgegebenen Taktung (Frequenz).

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    #5
    Also regelt die Lambdasonde doch ab 0% ??

    Mensch kann mal jemand auf meine Frage eingehen?

  6. Registriert seit
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    #6
    Bis 60% bedeutet, dass die Motorsteuerung von 0% bis 60% die Werte der Lambdasonde zur Regelung nutzt.
    (Ob die 60% stimmen weiß ich nicht, glaube ich fralind einfach mal.)

  7. Registriert seit
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    #7
    Also nutzt die Anfettung nur etwas im Drosselklappenbereich von 0-60% offener Stellung.


    Weitere Frage ist ja jetzt: Speichert das Steuergerät die letzten Einstellungen oder wird nach jedem Start von 0 angefangen?
    Also muss ich erst ne Runde ohne Anfettung fahren bevor ich die Sonde abklemme oder kann ich es auch gleich machen?

  8. Registriert seit
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    #8
    Hi,

    ich habe immer noch nicht verstanden, worauf Du hinaus willst. Die Lambdasonde misst den aktuellen Sauerstoffgehalt im Abgas und reguliert damit das Sprit-Luftgemisch. Das hat nur bedingt etwas mit der Temperatur zu tun.

    Wenn Du Dein Gemisch über eine manipulierte Temperatur anfettest, wird die Lambdasonde aufgrund von DK-Stellung und Sauerstoffgehalt des Abgases Dein Gemisch anpassen. Da das üblicherweise On-the-Fly passiert...

  9. Registriert seit
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    #9
    Ja mir geht es darum:
    Es wird ja gerade gegengeregelt.
    Wenn ich morgen früh vor dem losfahren die Lambdasonde aushänge -> bleibt die Einspritzung dann auf dem Stand vom letzten mal bevor ich den Motor ausgemacht habe oder bleibt es bei dem Standard welcher auf dem Steuergerät liegt.

  10. Registriert seit
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    #10
    Das Motorsteuergerät ist nicht "selbstlernend" (wie z.B. viele Automatikgetriebesteuerungen) sondern folgt einer bestimmten, nicht veränderbaren Einstellung, sprich es gibt nur einer Zündkurve, auch Mapping genannt.
    Mit dem Widerstandstuning gauckelst du dem Steuergerät eine niedrigere Ansauglufttemperatur vor, das bewirkt eine minimale Anfettung.
    Grund dafür ist, dass bei sinkender Außentemperatur mehr Sauerstoff in den Brennraum gelangt, somit auch mehr Benzin eingespritzt werden muss um Labbda =1 zu erzielen.
    Der Motor läuft dadurch etwas vibrationsärmer, die Brennraumkühlung ist marginal besser.
    Die Mehrleistung ist dabei so gering dass sie sich im Fahrbetrieb eigentlich nicht merklich auswirkt.

    Wenn du nun noch das Kabel der Sonde aussteckst kann der Lambda-Wert nicht mehr zur Berechnung herangezogen werden, dies bemerkt das Steuergerät und rechnet automatisch mit einem vorgegebenen Ersatzwert. Wie sich das allerdings auf die (Fahr)Leistung auswirkt kann ich nicht sagen, da ich es noch nie ausprobiert habe.


 
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