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Gekröpftes Werkzeug

Erstellt von BergischJung, 11.04.2015, 14:58 Uhr · 8 Antworten · 1.132 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Gekröpftes Werkzeug

    #1
    Hi,
    was ist eigentlich "gekröpftes" Werkzeug und warum sollte es bei manchen Schrauben nicht verwendet werden?
    Gruss
    Rainer

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hallo
    weil das Werkzeug die ganzen Schrauben in seinem Kropf verschwinden lässt. :-]

    Das Werkzeug ist sio gebogen, dass man die Schrauben erreichen kann, das ist alles.
    gruss

  3. X-Moderator
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    #3
    die Form nennt man gekröpft


  4. Registriert seit
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    #4
    Bei Verwendung fasst man den Schlüssel so, das zusätzlich zum Drehmoment ein "verkanten" durch den "Höhenunterschied" kommt.
    Zusätzlich haben die verkröpften Ringschlüssel innen 12kant, wodurch er nie Vollflächig an der Schraube anliegt.
    Ist der Schraubenkopf klein und das Drehmoment groß, so kann der Schlüssel abrutschen und dabei den Schraubenkopf verformen.
    War das halbwegs verständlich

  5. Registriert seit
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    #5
    Hi
    [/QUOTE]
    Zitat Zitat von pietch1 Beitrag anzeigen
    Bei Verwendung fasst man den Schlüssel so, das zusätzlich zum Drehmoment ein "verkanten" durch den "Höhenunterschied" kommt.
    Das liegt aber am Schrauber und nicht an Werkzeug
    Zitat Zitat von pietch1 Beitrag anzeigen
    Zusätzlich haben die verkröpften Ringschlüssel innen 12kant, wodurch er nie Vollflächig an der Schraube anliegt.
    Ist der Schraubenkopf klein und das Drehmoment groß, so kann der Schlüssel abrutschen und dabei den Schraubenkopf verformen.
    12-kte gibt es nicht nur an gekröpftem Werkzeug sondern auch an vielen vollkommen geraden Ringschlüsseln.
    Der Vorteil liegt darin, dass man 12-kte in doppelt so vielen Positionen ansetzen kann wenn z.B. der mögliche Drehwinkel eingeschränkt ist und man mit dem "Rest" des Schlüssels nicht "frei" drehen kann.
    Den Nachteil hast Du erwähnt. Das 12-kt lässt sich auch wesentlich leichter herstellen. Leider ist das oft ein "Argument" bei billigen Schlüsseln. Zum "nicht so guten Material" (nutzt sich leicht ab bleibt nicht lang masshaltig, gibt schnell nach) kommt dann u.U. eine grosse Fertigungstoleranz. Angesetzt an einem nicht taufrischen Schraubensechskant ergibt sich da ein "Schraubenrundkant" und am Schlüssel ein 12-nicht-mehr-kant.
    Will man einen 6-kt im Pressverfahren herstellen muss man "arg lausiges" Material verwenden, bei 12-kt nur "einfaches". Bei wertigen Schmiedeteilen ist es erst mal egal ob man ein 6-Kt oder ein 12-kt herstellt. Dem Gesenk macht das relativ geringfügige "Mehr" an Energie nichts aus wenn es ein glühendes Teil formt.
    Aufmerksame Azubis bekommen bei ihrer Ausbildung mit weshalb man nicht überall mit 12-kten rangehen sollte.
    gerd

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Das liegt aber am Schrauber und nicht an Werkzeug

    Du bist mit Sicherheit der bessere Schrauber, trotzdem widerspreche ich dir hier.
    Einen verkröpften Ringschlüssel bediene ich mit einer Hand, aufgrund des Höhenunterschiedes kommen mehreren Kräfte auf die Schrauben, nicht nur der Drehmoment.
    Vereinfachte Darstellung: Ratsch, lange Verlängerung und Nuss mit Einhandbedienung.



    12-kte gibt es nicht nur an gekröpftem Werkzeug sondern auch an vielen vollkommen geraden Ringschlüsseln.
    Der Vorteil liegt darin, dass man 12-kte in doppelt so vielen Positionen ansetzen kann wenn z.B. der mögliche Drehwinkel eingeschränkt ist und man mit dem "Rest" des Schlüssels nicht "frei" drehen kann.
    Den Nachteil hast Du erwähnt. Das 12-kt lässt sich auch wesentlich leichter herstellen. Leider ist das oft ein "Argument" bei billigen Schlüsseln. Zum "nicht so guten Material" (nutzt sich leicht ab bleibt nicht lang masshaltig, gibt schnell nach) kommt dann u.U. eine grosse Fertigungstoleranz. Angesetzt an einem nicht taufrischen Schraubensechskant ergibt sich da ein "Schraubenrundkant" und am Schlüssel ein 12-nicht-mehr-kant.
    Will man einen 6-kt im Pressverfahren herstellen muss man "arg lausiges" Material verwenden, bei 12-kt nur "einfaches". Bei wertigen Schmiedeteilen ist es erst mal egal ob man ein 6-Kt oder ein 12-kt herstellt. Dem Gesenk macht das relativ geringfügige "Mehr" an Energie nichts aus wenn es ein glühendes Teil formt.
    Aufmerksame Azubis bekommen bei ihrer Ausbildung mit weshalb man nicht überall mit 12-kten rangehen sollte.
    gerd[/QUOTE]

    Hier volle Zustimmung. Wollte nicht auf die Vor.- oder Nachteile eingehen, sondern nur Feststellen, dass das "Wegkippen" mit 12-kt stärker ist. (Kenne eigentlich keine verkröpften Rs. mit 6-kt)

    In der Stunde hatte ich Mittagspause

  7. Registriert seit
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    #7
    Naja, aber an die meisten Schrauben komm' ich mit dem "gekröpften" besser dran. Und wenn ich jetzt wegen der politischen Korrektheit auch noch einen Satz "gerader" Schlüssel mitschleppen soll. So Beruflich. . .

  8. Registriert seit
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    #8
    Danke an die Schrauberprofis!
    Ich fasse mal zusammen:
    - Gekröpfte Schlüssel sind gebogen um an schwierige Stellen besser heran zu kommen.
    - Gefahr: die Mutter kann rund werden, wenn die Kraft "abgewinkelt" übertragen wird.
    - Und wie immer im leben: Wer billig kauft, kauft 2 x; (oder macht seine Mutter rundr )!
    Gruß
    Rainer

  9. Registriert seit
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    #9
    Hi
    Tendenziell wiederspreche ich nicht, dass man mit den Dingern Schrauben schneller vergammelt bekommt als mit geradem Werkzeug.
    Wo ich wiederspreche ist die Aussage, dass das quasi zwangsweise so ist. Halte/führe ich den Schlüssel korrekt, so ist die am Schraubenkopf angreifende Kraft nicht anders als bei einem geraden Schlüssel.
    gerd


 

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