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Was ist unterm Chrom?

Erstellt von Hausmeister, 06.04.2016, 23:21 Uhr · 6 Antworten · 699 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Was ist unterm Chrom?

    #1
    Ich hab versaute Krümmer, das ist die verchromte Variante. Der Vorbesitzer hat die wahrscheinlich nie geputzt, und das Moped war in Malaga am Meer. Hab schon alle möglichen Putzmittel probiert, aber die Verchromung ist an vielen Stellen wohl weg, und es schaut nicht sehr nett aus (Ich sag mal pickelig).

    Die Frage ist, sind die Krümmer aus Edelstahl unter dem Chrom? Dann könnte man wahrscheinlich die Chromschicht irgendwie entfernen und die Teile polieren, wenn Sie dann später auch rotbraun werden, wenigstens gehen die Pickel weg...

    Was meint ihr?

    Grüße, Claus

  2. X-Moderator
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    Standard

    #2
    hatte mal das gleiche Problem bei einer 11er ... unter dem Chrom ist ne dünne Kupferschicht die dafür sorgt das die Chromschicht bei Wärmeausdehnung nicht reißt.
    Unter dem Kupfer ist ein Metall das aussieht wie VA ... leicht gelblich ... ist aber kein VA sondern ein Verbundwerkstoff der sehr gut mit Hitze klar kommt aber mit Säure niGs am Hut hat, falls du vorhaben solltest den Krümmer zu beizen ... es könnte dann sowas draus werden ...
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    kauf nen neuen Krümmer ... alles andere ist vertane Zeit

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Hi
    Der normale Aufbau ist Stahl, Kupfer, Nickel, Chrom,
    Relativ sinnlos ist es bei einem verchromten Krümmer NiRo als Basismaterial zu verwenden. Könnte aber dennoch sein, weil man dann einheitlich fertigt.
    Entchromen ist kein Problem, das macht jeder Galvanikbetrieb. Allerdings nur bei sonst pikobello sauberem Werkstück. Russ und Dreck würde alle Bäder versauen.
    gerd

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    Standard

    #4
    Zitat Zitat von Frosch'n Beitrag anzeigen
    hatte mal das gleiche Problem bei einer 11er ... unter dem Chrom ist ne dünne Kupferschicht die dafür sorgt das die Chromschicht bei Wärmeausdehnung nicht reißt.
    Unter dem Kupfer ist ein Metall das aussieht wie VA ... leicht gelblich ... ist aber kein VA sondern ein Verbundwerkstoff der sehr gut mit Hitze klar kommt aber mit Säure niGs am Hut hat, falls du vorhaben solltest den Krümmer zu beizen ... es könnte dann sowas draus werden ...
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    kauf nen neuen Krümmer ... alles andere ist vertane Zeit
    Ich weiß ja nicht wie Du da drauf kommst, dass das bei Dir ein "Verbundwerkstoff" ist, aber bei mir ist das ein recht gering legierter CrNi-Stahl. Die können von Haus aus keine Chloride ab und gammeln des halb auch wie Sau, wenn man diese Chloride nicht abwäscht (z. B. Streusalz).
    Ich würde mir aber auch nicht die Mühe machen den Chrom und die Bindeschicht herunter zu pulen, sondern versuchen bei ebay einen ordentlichen Gebrauchten zu bekommen.
    Andere Möglichkeit ist zu einem Galvanisierbetrieb in der Nähe zu gehen und zu fragen, ob eine Aufarbeitung möglich ist und was es kostet.

    Gruß,
    maxquer

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    Standard

    #5
    Besten Dank! Also nix mit beizen und polieren Werd mal fragen wo die Chopper-Jungs so Ihre Teile verchromen, ob man da noch was retten kann. "Neuer" Auspuff ist halt leider recht teuer (in der Bucht steht einer für 450), denn es ist eine TÜ (DOHC).

    Grüsse, Claus

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Vertue Dich nicht bei den Preisen. Neuverchromung, falls möglich,wird bei der Fläche auch nicht ganz günstig.

    Gruß,
    maxquer

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Nach dem Abbeizen der Galvanischen Schicht die im besten Fall aus einer Schicht Kupfer dann Nickel und anschließend Chrom besteht muss der Krümmer neu poliert werden. Nach dem Polieren kann die Schicht dann wieder neu aufgebaut werden. Die Prozedur ist halt schon recht aufwendig und macht das ganze nicht gerade billig. Die Unterschichten aus Nickel und Kupfer sind nötig wegen der chemischen Spannungsreihe sonst blättert der Chrom recht schnell ab. Bei meinem Oldtimer hab ich das polieren selbst gemacht und so die Kosten im Rahmen gehalten.
    Gruß Norbert


 

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