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Klemmschraube Gabel abgerissen

Erstellt von Torfschiffer, 05.03.2011, 11:05 Uhr · 38 Antworten · 5.061 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hallo,

    bevor Du die gesamte Gabel zerlegst, probiere folgendes:

    Schraube und Gewinde mit Rostlöser mehrmals fluten (Caramba, WD40 o.ä) und gut einwirken lassen.

    Bohre mittig in die schraube ein kleines Loch (ca. 3mm, 5 mm tief)
    Schleif einen alten Schraubendreher so an, daß er seitlich scharf und leicht konisch ist und treibe ihn mit ein paar Hammerschlägen in das gebohrte Loch.
    Versuche die Schraube auszudrehen.

    Viel Glück!

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    #12
    Hi
    Als Erstes wäre ja mal die Frage : Wo ist das Ding denn abgerissen?
    Direkt hinter dem Kopf? Irgendwo zwischendrin?

    In eine 6er Schraube ein 3-er Loch zu bohren ist eine here Idee, doch leider etwas schlecht zu bewerkstelligen. Das Teil befindet sich schliesslich nicht in einem Schraubstock auf einer Ständerbohrmaschine.

    Dass sich die Schraube beim Bohren rausdreht ist zwar nicht auszuschliessen, aber wäre sie dann abgerissen?
    Mit Caramba fluten ist selten eine schlechte Idee. Nur funktioniert von unten "fluten" aus Gründen der Schwerkraft recht schlecht. Von oben könnte es sein, dass der Ringspalt des Gewindes zugegammelt (und die Ursache des Übels) ist und die Brühe einfach am Klemmschlitz rausläuft.

    Theoretisch würde ich die Schraube vor einem Bohrversuch mal erhitzen.
    Praktisch ist das kompliziert weil man mit einem Heissluftfön nur das Gabelöl aufkocht. Nicht jeder hat eine nadelspitze Brennerflamme.

    Die Klemmschraube IST im Prinzip eine Sicherung. Durch das geringe Drehmoment auf die Schraube erzeugt man ein grosses Klemmmoment für die Achse.
    Was muss die Konstruktion schon grossartig halten?
    Die Achse kann nicht raus. Auf der einen Seite ist ein Bund, auf der anderen eine Bundschraube. Auch die braucht man nicht anknallen wie bekloppt. Sie hindert nur die Achse am Verrutschen. Aber an der Achse zieht ja keiner!
    Also hindern die Klemmschrauben die Gabelrohre daran sich zu verschieben. Das machen sie ohnehin ungern weil sie dabei ecken müssten. Und sie hindern die Achse daran sich zu drehen falls die Radlager total defekt sein sollten.
    In Summe haben die Schrauben also kaum etwas zu tun.
    Ich dreh' alle Schrauben leicht geölt rein um sie am Gammeln zu hindern. Kein Öl und keine Schraubensicherung wird -bei sachgemässer Anwendung- verhindern können, dass dieser Schraubenkopf unter Wasser steht und sich in der Senkung etwas Wasser "staut". Das verdunstet (und fördert dabei dasEntstehen von Fe2O3) und sickert ziemlich sicher auch am Kopf vorbei in die Schaftbohrung. Mit Schraubensicherung müsste ich das zeug auf's Gewinde tropfen, wäre dann aber nicht sicher ob dieses von unten und von oben "verkleistert" ist UND evtl auch mal wieder aufgeht (ohne die Schraube abzureissen oder das Gabelöl zu kochen).
    Wenn, dann würde ich nach der Montage etwas Sprühwachs in den Klemmschlitz und von der Gegenseite an das Schraubenende sprühen (wasserabweisend, dichtend, nicht drehmomentbeeinflussend).
    gerd

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    #13
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    ...
    Dass sich die Schraube beim Bohren rausdreht ist zwar nicht auszuschliessen, aber wäre sie dann abgerissen?
    ...
    meist auch direkt am übergang von gewinde zu schraubenschaft, denn das ist die stelle, die nach 20 mal lösen und anziehen weich wird wenn man das drehmoment öfter mal überschreitet.

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    #14
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    ja, das tun sie gern.

    und meist auch direkt am übergang von gewinde zu schraubenschaft....
    Genau da isse abgerissen ....

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    #15
    ähhh ...

    sorry, ich hatte das "beim Lösen" nicht beachtet ...


    damit ist ein ausdrehen des restes natürlich nicht mehr so einfach
    caramba und wärme wäre vielleicht eine gut hilfe.

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Als Erstes wäre ja mal die Frage : Wo ist das Ding denn abgerissen?
    Direkt hinter dem Kopf? Irgendwo zwischendrin?
    Upps, hab gestern wohl nicht so genau geguggd - war auch mit fluchen beschäftigt.

    Die Schraube ist mitten im Gewinde abgerissen:
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_5921.jpg   img_5922.jpg  

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    #17
    Hallo,
    bau den Gabelholm aus und bohre von der hinteren Seite die Schraube aus.
    Ich habe dieses mit einem 4mm Bohrer versucht und bin dann auf den Kerndurchmesser mit 6,4mm gegangen. Gewinde wurde dabei nur etwas "angekratzt". Die neue Schraube für kleines Geld habe ich dann gefettet eingesetzt.
    Viel Glück.
    Zeit: ca. 2h
    Kosten der Scharube: so um 0,35€

    Jörg

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    Daumen hoch Es kann...

    #18
    ...Vollzug gemeldet werden.

    Mit bestem Dank an WD40 (die Caramba-Büchse war latürnich alle), Metabo und Torx.

    Falls es interessiert, wie ich´s gemacht habe:

    Ich habe die Q auf die rechte Seite gelegt (Holzbohle und alte Wolldecke unter den Zylinder). Den Lenker ganz nach rechts eingeschlagen und mit Spanngurt fixiert.
    Das erste Mal geflucht, weil Benzin durch den Überlaufschlauch tropfte - riecht lecker inner Garage.
    Die Schraube von hinten mittig angekörnt, dann mittels Akku-Schrauber ein 4mm-Loch (ca. 10mm tief) gebohrt. Dann einen Torx (T25) eingeschlagen. Als der durchrutschte, (das 2. Mal geflucht) rutschte mir das erste Mal das Herz in die Hose, weil ich dacht ich hätte ihn abgerissen - zum Glück nicht. Also noch etwas tiefer gebohrt und erneut eingeschlagen. T27 hatte ich leider net und für T30 hätte ich das Loch größer bohren müssen, was ich vermeiden wollte um mein Gewinde nicht zu himmeln.
    Dann vorsichtig versucht zu schrauben .... und siehe da, die Made kam aus ihrem Gang. Mit dem Gefühl des sicheren Sieges schraubte ich dann so ca. 3-4 Gewindegänge heraus, dann ging nix mehr. Fest wie angeschweißt. Das 3. Mal geflucht!
    Nach langen Überlegungen und Versuchen mit längeren Hebeln, Heißluftfön, etc. - was alles nix brachte - drückte Kerstin mir ´n Akku-Schalgschrauber inne Hand. "Nimm doch den!" Erst gezögert, dann "was soll´s" gedacht - Sekt oder Selters! Und was soll ich sagen .... perfekt!!!! Der Rest der Schraube kam schön langssam aus dem Loch gekrochen. Beweis siehe Anlage!
    Der Sonntag ist gerettet!

    VIELEN DANK für die Tippgeber hier im Forum und an Larsi per Telefon! Ich weiss, warum ich dieses Forum so mag!!!
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_5924.jpg  

  9. Momber Gast

    Standard

    #19
    Glückwunsch!
    Bleibt zu klären, weswegen die Schraube überhaupt gebrochen ist.
    Aus dem Fred könnte man ja entnehmen, dass das öfter passiert...
    Sollte man die beiden Klemmschrauben vielleicht präventiv alle paar Jahre austauschen?

    Ich selbst hatte allerdings noch nie Probleme mit den Beiden. Werden immer mit Drehmomentschlüssel angezogen und gehen auch immer locker-flockig wieder raus (bis jetzt). Auch ohne Fett etc.
    Haben sich auch noch nie von selbst gelockert bei mir.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #20
    Hi,
    nicht austauschen, aber mind. einmal im Jahr öffnen und wieder anziehen, geht doch automatisch beim Reifenwechsel.
    Gruß


 
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