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Was leisten die neuen AGM-Batterien?

Erstellt von judex, 25.11.2014, 16:01 Uhr · 29 Antworten · 3.272 Aufrufe

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    #11
    Danke Mad,

    so eine Antwort, wie Deine Nr #10 auf meine Anfrage Nr #1 habe ich mir gewünscht, :-)

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    #12
    Zitat Zitat von Mad Mex Beitrag anzeigen
    Wenn es um Gewicht und frei wählbare Einbaulage geht, sind die LiFePO4-Batterien unschlagbar. Vor gut 2 Jahren kaufte ich meine erste von MBF-Racing für die 1200 RT, damals noch für ca 280 EUR. Die Batterie tut seitdem klaglos ihren Dienst, ist inzwischen in die 1150 GS gewechselt und wird nur bei Standzeiten >4 Wochen abgeklemmt (wenn ichs nicht vergesse).

    Die zweite kaufte ich Anfang diesen Jahres für die 1200 GS von BC für ca 180 EUR. Im Gegensatz zur MBF, die ein Akkupack für den Modellbau ist, hat man die BC schon in ein nettes Kunststoffgehäuse gepackt, eine Spannungskontrolle angebracht und sie schaut ganz wie eine moderne Batterie aus. Wenn man sie aber anhebt, denkt man zuerst, das schwarze Kästchen ist ja leer.

    Angesichts horrender Ersatzteilpreise hier in Mexiko, war für mich auch wichtig, dass mir Freunde die Batterien, da säurefrei und eben leicht, im Fluggepäck mitbringen konnten.

    Habe auch gerade mal nachgeschaut, die erwähnte BC kostet mittlerweile via Amazon noch ca 122 EUR und ist damit auch preislich interessant.
    danke, MM für diese interessante Bewertung der LifePo Batterien. Sobald meine originale den Löffel abgibt, kommt mir so eine rein

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    #13
    Im XT-Forum gibt es auch schon längere Texte zu den LiFePO4-Akkus und ihren Besonderheiten:

    Infos zu LiFePo4 Akkus - XT1200Z-Forum

    Grüße
    Steffen

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    #14
    Hi
    Was mich wundert ist die unsachgemässe Erklärung bei "was ist AGM....".
    Sowohl GEL wie auch AGM sind Techniken die Säure in der Batterie einzudicken. GEL macht es wie Alfred Nobel beim Nitroglyzerin das er zu Dynamit eindickt (mit Kieselgur) und AGM stopft so eine Art "Tempotaschentuch aus Glas" rein (AbsorberGlassMats) welches sich mit der Säure vollsaugt.
    Die Eigenschaften einer Säurebatterie bleiben erst mal unverändert bis auf ein paar Kleinigkeiten. Man kann mit etwas mehr Strom laden/entladen (reine Theorie, LiMa und Regler kümmern sich überhaupt nicht um den Strom) weil weniger Brösel aus den Platten gelöst werden (sowohl Gel wie auch AGM stützen mechanisch). Wahlweise kann man das mit etwas höherer Ladespannung tun weil eine höhere Spannung einen höheren Strom bewirkt. Auch reine Theorie weil die Bordspannung nun mal vom Regler abhängt und somit fix ist.
    Nachdem die Bordspannung aus physikalischer Sicht für einen Bleiakku ohnehin zu hoch ist (nimmt man bewusst in Kauf) ist auch das Theorie.
    Aber damit steht noch nicht fest was Polo da verscherbelt.
    gerd

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    #15
    Zitat Zitat von PitBremen Beitrag anzeigen
    Hallo,
    dank moderner Technik bedingt durch die Start/Stopp Geschichten sind moderne AGMs durchaus recht zyklenfest und hochstromfähig.
    Auch schneiden sie in des Tests bei Tiefenentladung deutlich besser ab als normale Nassbatterien.
    Gruß
    Pit
    Hallo Pit,

    ist alles relativ

    Der link von Nobbe in Beitrag 7 ist (abgesehen von der Werbung) recht aufschlussreich.

    Zyklenfest heisst, daß der Akku z.B. morgens in Dauerbetrieb geht, und abends mehr oder weniger entladen wieder geladen wird, z.B. Elektrorollstühle. Sowas macht keine Mopedbatterie länger als 3 Monate mit. Ich möchte bei den Mopeds auch nicht von zyklischer Anwendung sprechen, nur weil sich mal der Anlasser dreht und die Lima nachlädt.
    Hochstromfähig müssen die Mopedakkus sein wegen der Last des Anlassers. Verwende ich einen Standard Bleiakku, kann es aufgrund der hohen Ströme zu einem internen Kurzschluss kommen. Starterbatterien unterscheiden sich in der Leistung wohl auch durch die Ampere, die sie kurzfristig hergeben können (Kaltstartstrom???)

    Tiefentladung mögen sie wohl alle nicht. Wobei ich denke es schadet der Batterie nicht so sehr, wenn das Moped nicht sofort anspringt und man den Anlasser nutzt bis er zäh wird. Vorausgesetzt man macht das nicht jeden Tag und lässt die Batterie danach ungeladen stehen. Eine Blei Batterie nach 3 Monaten Standzeit bei 10-11V brauche ich nicht mehr ans Ladegerät hängen, die hat es hinter sich. Und da ist ein meiner Meinung nach egal, ob AGM oder Gel.

    AGM ist nicht schlecht, halte ich aber nicht für haltbarer als Gel. In der HP hatte ich AGMs, und die haben auch nicht länger als 2 Jahre gehalten. War bei einigen HP2s so, ich denke weil sie auch etwas knapp bemessen war und oft unter Stress stand.

    Über Nassbatterien brauchen wir im Moped wohl kaum noch sprechen, vielleicht ne Wartungsfreie im Roller.

    Meine jetzige LiFePo ist 1 1/2 Jahre im Einsatz, ist auf jeden Fall rüttelfest, und dreht den Anlasser wie am ersten Tag.

    Gruß
    André

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    #16
    Zitat Zitat von rossi508 Beitrag anzeigen
    Meine jetzige LiFePo ist 1 1/2 Jahre im Einsatz, ist auf jeden Fall rüttelfest, und dreht den Anlasser wie am ersten Tag.
    was für eine hast Du denn?

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    #17
    #6

    Lithium-Ionen Batterie YTZ12S YTZ14S BMW R 1200 HP2 Megamoto | eBay

    Hat zwar nominell nur 4,5 Ah, aber wie vorher in einem link schon mal erwähnt, wird bei der Blei Batterie nur ein Bruchteil der vorhandenen Kapazität genutzt. Bei der LiFePo kann man alles abrufen.

    Gruß
    André

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    #18
    Fahre seit 4 Jahren aus gewichtsgründen(-15 Kg) eine 20 AH Lithium-Ionen Batterie im Auto, die eine 72 Ah Bleibatterie ersetzt. Keine Probleme auch bei längeren Standzeiten. Seit 03/2014 ebenfalls eine Lithium-Ionen Batterie von Wunderlich in der F800. Ebenfalls keine Probleme. Davor mussten 2 Serienbatterien dran glauben, fast jedes Jahr eine.
    Blei-Akkus sind Stand der Technik aus dem vorigem Jahrhundert, kommen bei mir nicht mehr in die Fahrzeuge.

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    #19
    Hi
    Zitat Zitat von rossi508 Beitrag anzeigen
    Zyklenfest heisst, daß der Akku z.B. morgens in Dauerbetrieb geht, und abends mehr oder weniger entladen wieder geladen wird, z.B. Elektrorollstühle. Sowas macht keine Mopedbatterie länger als 3 Monate mit. Ich möchte bei den Mopeds auch nicht von zyklischer Anwendung sprechen, nur weil sich mal der Anlasser dreht und die Lima nachlädt.
    Das stimmt nicht.
    Zyklus heisst ganz allgemein, dass ein Akku dafür bestimmt ist regelmässig geladen und entladen zu werden.
    Dabei ist zu definieren wieviele Zyklen er bei technisch vollständiger Entladung aushält bis er technisch "verbraucht" ist.

    Was ist "technisch"? Technisch vollständig entladen heisst, dass der Akku nur noch "x" Volt "hat". Dabei ist "x" davon abhängig auf welche Norm sich der Hersteller bezieht. Normen gibt es leider reichlich und die Hersteller können (leider) für jede Angabe diejenige Norm verwenden die ihnen besser gefällt.
    Als Anhaltspunkt kann man sagen, dass "technisch leer" dann erreicht ist wenn eine Akkuzelle bei DOD ist (Akku: Kenn- und Leistungsdaten). Dabei wird der Akku noch einem bestimmten Verfahren innerhalb einer relativ kurzen Zeit entladen (sozusagen mit "bergab absolut Vollgas").
    "Technisch verbraucht" ist er wenn er sich nur noch auf 67% seiner Nenn-Kapazität laden lässt.
    Für diese Werte wird eine Zyklenzahl angegeben die sich erschreckend klein anhört.

    Würden die Rollis alle 3 Monate eine neue Batterie brauchen, so wären die Krankenkassen "hoch erfreut". Gott sei Dank ist die Entladung in der Praxis a) weniger heftig (also gemächlicher) und b) nicht immer bis DOD.
    Angenommen beim Messverfahren würde der Akku mit 100A entladen bis er bei DOD ist und er hielte dieses Verfahren 120 mal aus, dann ist er bei einer Entladung mit 50A wesentlich weniger gestresst und hält das wesentlich häufiger aus. Wesentlich häufiger bedeutet nicht nur doppelt so oft sondern evtl. viermal (alles tendenziell korrekte aber erfundene Angaben!).
    Wird er ausserdem nicht bis "technisch verbraucht" entladen so steigert sich die mögliche Zyklenzahl noch mal.
    Diese Steigerung der Zyklenzahl ist nicht linear aber um so grösser je geringer der Entnahmestrom und je weniger weit entladen wird.
    Das Extrem ist eine Batterie die nur für "den Fall der Fälle" in einem Stromkreis hängt und ihr Leben lang nur erhaltungsgeladen wird.

    Mit "zyklenfest" wird normalerweise eine Batterie bezeichnet die dafür optimiert ist einerseits hohe Ströme abzugeben und auch mit hohen Strömen geladen zu werden. Die typische Anwendung ist eine Starterbatterie. "Mal eben" braucht der Anlasser 140A, gleich anschliessend lädt die LiMa mit 30...40 A wieder nach. "Orgelt" der Anlasser dabei 5 Sekunden (das ist "ewig"), sind das aber gerade mal 0,2 Ah! Also zwar ein heftiger aber kurzer Strom bei relativ geringem Kapazitätsverbrauch.
    Wichtig dabei ist, dass die Elektroden stabil aufgebaut sind und sie nicht gleich zerbröseln (oft durch Antimonzusätze; http://www.powerboxer.de/elektrik/374-akku-ladeger). Dadurch werden die Platten (bei gleicher Kapazität) etwas grösser und natürlich teuerer. Der Rollstuhl kommt mit einer weniger aufwendigen Batterie aus (die nur teuerer ist weil sich der Begriff "Medizin" anwenden lässt :-().

    Einfaches Indiz:
    Je grösser die Kapazität einer Batterie desto länger hält sie. Die 13Ah Akkus der 1200 halten weniger lang als die 19Ah der 11x0 obwohl sie den gleichen Anlasser drehen müssen. Sie werden pro Anlassvorgang weiter entladen als die 19Ah-Version!
    Gottlob (für den Fahrzeughersteller) kann man das nur sehr schlecht vergleichen weil "1000" andere Faktoren mitspielen. Dabei in erster Linie die Gewohnheiten der Fahrer.
    gerd

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    #20
    darf ich mal zu LifePo Batterien OT fragen? Bei meiner Hyper habe ich eine 10 Ah Batterie verbaut ab Werk. Würde ich dann eine mit weniger Ah benötigen?


 
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