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Neu verchromen

Erstellt von AndreasXT600, 13.03.2011, 10:07 Uhr · 5 Antworten · 2.405 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Neu verchromen

    #1
    Hi,

    ich hab da noch ein paar Teile für versch. Yamahas liegen, die ich gerne neu verchromen lassen würde.

    Zwei Fragen:

    1. Alle Teile haben eine bestehende Chromschicht, mit teilweise jedoch Macken drin (Kratzer, ca. 1-2mm tief). Wie bereite ich die Teile zum verchromen vor, so dass ich danach eine glatte Oberfläche habe? Muss der alte Chrom runter?

    2.Wer kennt Adressen wo so etwas gut und günstig (falls es das gibt) gemacht wird?

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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von AndreasXT600 Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich hab da noch ein paar Teile für versch. Yamahas liegen, die ich gerne neu verchromen lassen würde.

    Zwei Fragen:

    1. Alle Teile haben eine bestehende Chromschicht, mit teilweise jedoch Macken drin (Kratzer, ca. 1-2mm tief). Wie bereite ich die Teile zum verchromen vor, so dass ich danach eine glatte Oberfläche habe? Muss der alte Chrom runter?

    2.Wer kennt Adressen wo so etwas gut und günstig (falls es das gibt) gemacht wird?
    Hi....der alte Chrom muss in jedem Fall runter ...ob manuell durch schleifen oder durch Säurebad beleibt dabei dir und deinem Geldbeutel überlassen...

    Wenn aber wirklich Kratzer von 1-2mm tiefe vorhanden sind wirst du um ein aufarbeiten mir Zink-Blei nicht herum kommen!! Ist ein altes verfahren aus dem Karosseriebau...
    Oder wenn ausreichend Material vorhanden ist muss das Teil solange geschliffen werden bis wieder eine vernünftige Oberflächen vorhanden ist!! Geht zwar auch mit Spachteln....aber dann wirst du es immer sehen...

    Egal wie...billig wird eine gute Arbeit nicht sein..wenn sie vom Fachmann ausgefürt wird!!!

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    #3
    Hi
    Alte Schichten müssen runter, egal wie.
    Der klassische Oufbau einer "Verchromung" ist: verkupfern, vernickeln, verchromen,
    Das Teil muss vor dem ganzen Galvanoprozess schon so aussehen wie Du es Dir nachher vorstellst. Ob spiegelblank oder sägerau ist Geschmacksache, aber ich denke Du willst "spiegelblank".
    Durch den Galvanoprozess wird keinerlei Macke "verdeckt". Ganz im Gegenteil: Jedes Kratzerchen, Lunkerchen etc. wird deutlicher hervortreten-

    Ob "Zink-Blei" (dachte es wäre Zinn-Blei?) dabei hilft wage ich zu bezweifeln weil sich das meines Wissens bei den galvanischen Prozessen in den Bädern löst. Es ist zwar die wesentlich fachmännischere Alternative zu Kunststoffspachtel wird aber i.d. R. nur lackiert.
    Bei allem was ich bisher sah wurde hartgelötet wenn Oberflächen ausgebessert wurden.
    Doch da kann ich mich vielleicht irren und Du solltest den Galvanikmann interviewen.
    gerd

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    #4
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Alte Schichten müssen runter, egal wie.
    Der klassische Oufbau einer "Verchromung" ist: verkupfern, vernickeln, verchromen,
    Das Teil muss vor dem ganzen Galvanoprozess schon so aussehen wie Du es Dir nachher vorstellst. Ob spiegelblank oder sägerau ist Geschmacksache, aber ich denke Du willst "spiegelblank".
    Durch den Galvanoprozess wird keinerlei Macke "verdeckt". Ganz im Gegenteil: Jedes Kratzerchen, Lunkerchen etc. wird deutlicher hervortreten-

    Ob "Zink-Blei" (dachte es wäre Zinn-Blei?) dabei hilft wage ich zu bezweifeln weil sich das meines Wissens bei den galvanischen Prozessen in den Bädern löst. Es ist zwar die wesentlich fachmännischere Alternative zu Kunststoffspachtel wird aber i.d. R. nur lackiert.
    Bei allem was ich bisher sah wurde hartgelötet wenn Oberflächen ausgebessert wurden.
    Doch da kann ich mich vielleicht irren und Du solltest den Galvanikmann interviewen.
    gerd

    Hi Gerd....muß dir recht geben....die mit Zinn-Blei bearbeiteten Oberflächen werden meistens Lackiert....Sorry...Ist auch schon einige Zeit her, das ich das gemacht habe....

    Wir habe früher auch Teile mit starken Macken hart-gelötet ....danach in mehreren schritten poliert... bis die Oberflächen wieder eben und Riefen frei waren...dann verkupfert, vernickelt, verchromet ....Das geht aber auch nur wenn noch genug Substanz vorhanden ist...sonst bekommt man unschöne Verfärbungen...

    Nur eins ist klar....zum billig Tarif wird man anständige Arbeit nicht bekommen.....


    Hier noch ein Tipp..... http://www.wallstreet-online.de/ratgeber/auto-und-motor/autos/selber-verchromen-damit-kann-man-viel-geld-sparen

    ............................. http://www.wlw.de/treffer/verchromen.html

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    #5

    hi,

    danke für all die antworten. Zumindest das letzte klingt mal interessant (nein, ich bin kein Sparfuchs )
    Nur, ich würd mal gerne wissen, wie das so einfach gehen soll??

    Am liebsten wärs mir, wenn ich den großteil der Arbeit selbst machen kann. Die Zeit dafür nehm ich mir...

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Hi
    Bisher habe ich allem misstraut was "ganz einfach" war. Von Chrom den mal im Prinzip "draufpinseln" kann hatte ich bisher nichts gehört.
    Ausserdem: Die Kosten beim Verchromen liegen bei der Vorbehandlung, also den Schleifen, fein schleifen, ganz fein schleifen (schei... da ist noch ein Lunker; noch mal anfangen), super fein schleifen und dann polieren, polieren, polieren (Mist das dauert ja ewig) und weiter polieren. Hättest Du eben doch noch "ganz superfein" schleifen sollen .
    "naja, kommt ja Chrom drauf" ist wirklich falsch. Mit Lack kann man ganz winzig feine Riefen zuschmieren und auch relativ grosse Macken noch auffüllen.
    Mit Chrom hebt man sie nur deutlich hervor.
    Angelehnt an den Schwabenspruch: "Wer zviel Geld hätt, kaaft a alt's
    Haus und baut's um" könnte man sagen "wer zu viel Kohle hat lässt alte Teile neu verchromen, wer zu viel Zeit hat, macht die Vorarbeiten selber" .
    Such' einen kleinen Galvanikbetrieb und frage ob die auch vorbereiten. Falls "ja" dann frag ob Du Deinen Kram mit seiner Poliermaschine bearbeiten darfst. Dann hast Du Tips und Trost ("dauert bei uns genauso lang").
    gerd


 

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