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Schrauben einfetten oder einkleben

Erstellt von Steuerspezi, 08.07.2012, 19:32 Uhr · 32 Antworten · 4.835 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Ich lerne immer gern dazu. In der Schule war ich im Physikunterricht meistens vor der Tür.
    In all den Jahren in denen ich mir mit Schrauben meinen Lebensunterhalt verdiene war (soweit ich mich erinnern kann ) noch nie eine Gewindereparatur notwendig bei der irgendein gearteter Schmierstoff beteiligt war. Immer nur bei "trockenen" Verschraubungen.

    Aber wie gesagt, ich lerne gerne dazu und werde mal ausprobieren ob geschmierte Verbindungen schneller ausreissen. (am Schraubstock, nicht am Moped !...lach... )

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    #22
    Dann teste mal am besten mit Alu-Schrauben, dann kommst du am schnellsten zum Ergebnis. Oder schau mal hier http://aa.bosch.de/aa-zuendkerzen/de/tips-practical.htm
    Der bekannte Automobilzulieferer schreibt dort zum Thema Zündkerzen-Einbau, dass bei gefetteten Gewinden das Drehmoment um 1/3 zu reduzieren ist.
    Ich selbst bin zwar Elektrotechniker, aber ich finde, es doch ganz einfach zu verstehen. Ziehst du eine trockene Schraube an, dann setzt sich das aufzubringende Drehmoment aus der Reibung und der Spannkraft des Gewindes zusammen. Reduzierst du die Reibung, dann erhöhst du bei gleichem Drehmoment die Spannkraft - ggf. bis zur Zerstörung der Schraubverbindung.

    Gruß

    Lutz

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    #23
    Gut erklärt!

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    #24
    Hi
    Deshalb gibt es ja bei Zündkerzen die Begründung: "Trocken einschrauben, das vernickelte Gewinde sorgt für die nötige "Schmierung" und die Temperaturbeständigkeit."
    Normalerweise werden Kerzen auch nicht mehr-/vielfach rein und rausgeschraubt und so taugt die Beschichtung.
    Bei den Bremssattelschrauben ist das z.B. anders und auch die Radschrauben sind nur beim ersten Eindrehen neu und beschichtet. Ich halte das wie Stollenschleifer . . .
    gerd

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    #25


    Du willst ERNSTHAFT behaupten, das Du Bremssattelschrauben usw. mit Schmierstoff beackerst, bevor Du diese anziehst.

    Das Durch die Schmiere nicht nur die Zugkräfte im Gefüge der Schraube anders sind als bei ungeschmiertem Gewinde ist ein Sache.

    Aber durch die Schmierung ist das auch eine Sache mit der Selbsthemmung der Schraube. dh. die lockert sich einfacher.

    Es gibt Schraubentrennmittel (z.B Klüber Ceramicpaste), Schraubensicherung (Loctite), Korrosionsschutz, den man auch für Schrauben nehmen kann (wichtig bei VA-Schrauben, denn VA auf VA frisst gerne) aber schmieren....garnimmernie schreibe ich meinen Mechatronikern eine Betriebsanweisung für die Montage von Apparaten, das sie Schrauben "schmieren" sollen mit irgendeinem öligen Zeugs.

    Genauso halte ich es bei meinen privaten Schraubereine, mein Fundus ist groß, aber öliges kommt mir nicht an die Schrauben.

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    #26
    Vielleicht hift der Anhang zu einer Versachlichung der Diskussion. Die Tabelle ist dem Roloff/Matek, 17. Auflage entnommen. Wie man sieht ist der Unterschied zwischen geölt und trocken maginal, proportional natürlich über das aufgebrachte Drehmoment auch die Zugkraft der Schraube Ich fette die Schrauben übrigens auch. Ich habe schon häufiger festgegammelte Schrauben ruiniert, als Gewinde beim Reindrehen.

    Gruß,
    maxquer
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    #27
    mit "schmieren" meinen der Gerd und ich ja auch kein Fett oder ähnliche Substanzen. Es gibt hochwirksame Schmierstoffe auf dem Markt die geeignet für solche Dinge sind. Im Prinzip ähnlich wie Kupferpaste nur eben viel viel dünner auszutragen. Da genügt ein Hauch davon und die Gewinde sind geschützt. Kostet halt nicht ganz billig das Zeug () aber es funktioniert.

    PS : Eine Schraubverbindung hat sich da noch nie gelöst

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    #28
    Zitat Zitat von Stollenschleifer Beitrag anzeigen
    mit "schmieren" meinen der Gerd und ich ja auch kein Fett oder ähnliche Substanzen. Es gibt hochwirksame Schmierstoffe auf dem Markt die geeignet für solche Dinge sind. Im Prinzip ähnlich wie Kupferpaste nur eben viel viel dünner auszutragen. Da genügt ein Hauch davon und die Gewinde sind geschützt. Kostet halt nicht ganz billig das Zeug () aber es funktioniert.

    PS : Eine Schraubverbindung hat sich da noch nie gelöst
    Grundsätzlich ist das doch alles die gleiche Grütze auf Mineralölbasis!
    Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass mir eine Schraube, mit dem entsprechenden Drehmoment angezogen, beim nächsten Mal lösen entgegengefallen kam.

    Gruß,
    maxquer

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    #29
    Hi
    Schmieren heisst "leicht mit Öl benetzt" und nicht "fetttriefend".
    Wenn Du Mechatronikern etwas Anderes beibringst ist das ja OK (habe ich als E-Mechaniker vor 40 Jahren auch gelernt).
    Allerdings hat man mir beigebracht zwischen Aussen- und Innenanwendungen zu unterscheiden und die blanken Stahlschrauben waren auch damals bereits "leicht geölt" in der Schachtel. Waren sie "verirgendwast" (cadmiert, das gab's noch; vernickelt; etc.) dann sah das anders aus.
    Also immer Anwendungsfall und Schraubenoberfläche beachten. Verzinkt ist die Schraube nur dann, wenn man sie das erste Mal eindreht, brüniert zählt nicht.
    Auch Rostpickel werden nicht als "Schraubensicherung" betrachtet.
    Eine geölte Schraube lockert sich auch nicht einfacher als eine ungeölte. Zumindest nicht dann, wenn man sie mit gleichem Drehmoment anzieht.
    Richtig ist, dass im Zweifelsfall die Materialpaarung bereits beim Anziehen aufgibt und z.B. die Stahlschraube das Al-Gewinde rausreisst (aber dann ist auch die Konstruktion zweifelhaft).
    Das allerdings passiert auch gerne beim Öffnen ungeschiert eingedrehter Schrauben oder dann wenn sie mit hochfester Schraubensicherung eingeklebt wurden und dann beim rausdrehen nicht erhitzt werden.
    Man kann die Dinger auch mit UHU-Plus einkleben. Der einzige Unterschied besteht darin, dass UHU ein 2-K-Klebstoff ist während Loctite 1-K-anäerob härtet. Lösen lassen sich beide bei mehr als 120 Grad.
    Die einzige lustige (Nicht)Verbindung die ich kenne, ist die Kombination von unbehandelten Titanschrauben mit ebensolchen Muttern. Das hält nicht!
    gerd

  10. Registriert seit
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    #30
    ...zuviele Inschenjöhre verderben die Stimmung...
    Die Einzelaussagen sind zwar meist zutreffend, die Schlußfolgerung hingegen oft abenteuerlich und wenig praxisorientiert - sorry!
    Immer nur Extrembeispiele zu zitieren hilft dem Themenstarter auch nicht weiter - nur dem eigenen Ego um am Ende wieder Recht zu haben.
    Ich würde leicht schmieren und kein Schraubensicherungsmittel verwenden.

    Schraubende Grüße
    Peter


 
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