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Schrauber-Lehrgänge

Erstellt von DonAventura69, 06.01.2015, 09:12 Uhr · 63 Antworten · 5.099 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Jetzt schon von mangelndem Vertrauen zu sprechen, wäre mir ein bißchen zu früh - Ich bin gesundheitsbedingt erst 3 Mal gefahren...

    Mir stellt(e) sich nur die Frage, wie abseits der Zivilisation damit umgegangen wird - ich denke die Basics wie Reifen flicken sind auch mit "Werkzeug" aus einem siebenbürgischen Bauernhof machbar... Aber was hilft den Fernreisenden bei so Problemen wie meinem? Also ein plötzlicher Ausfall eines E-Bauteils? Wie kann man sich auf sowas vorbereiten, ohne ein Zweiradmechaniker-Studium mit der diagnostischen Ausstattung?

    Gruß
    Erhard

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    #12
    Zitat Zitat von DonAventura69 Beitrag anzeigen
    Aber was hilft den Fernreisenden bei so Problemen wie meinem? Also ein plötzlicher Ausfall eines E-Bauteils? Wie kann man sich auf sowas vorbereiten, ohne ein Zweiradmechaniker-Studium mit der diagnostischen Ausstattung?
    Gar nicht. Selbst bei Long Way Round mit zwei Begleitfahrzeugen und Serviceteam musste eine BMW heim geflogen werden, weil sie niemand reparieren konnte. Gleichzeitig können die Menschen in Dritteweltländern jedoch selbst LKW Getriebe mitten auf einer Kreuzung ausbauen und reparieren. Nicht umsonst sind alte Fahrzeuge in solchen Ländern begehrter und daher teurer als moderne mit viel Elektrik...

  3. Registriert seit
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    #13
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Wenn das die Hauptthemen bei diesen "Schrauberlehrgängen" sind, dann au Backe. Das Schrauben fängt danach doch erst an!

    Gruß,
    maxquer
    erwartest du wirklich, daß die sich eine Konkurrenz für die eigenen Werkstätten für die Regelwartung erziehen?
    die wollen dem geneigten BMW Fahrer (also wohl dem meist mit den 2 linken D.umen) ein bisschen daß Gefühl geben, daß er selbst was kann und die Bindung zur Werkstatt herstellen, damit er dann, "wenn er selbst keine Zeit hat" gerne selbige in Anspruch nimmt...

    und auch wenn dus wolltest, in einem halben Tag wird aus einem Buchhalter kein Schrauber, der Fernreisetauglich ist

  4. Registriert seit
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    #14
    Vielleicht dann doch besser mit 'nem Roller fahren? Da tut's nicht so weh, den irgendwo stehen lassen zu müssen joss bachhofer | Mit dem Roller nach Zentralasien und zurück. To Central Asia and back on a scooter

  5. Registriert seit
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    #15
    Hi
    Die Lehrgänge bei BMW sind eigentlich nur eine praktische Form der Bedienungsanleitung. Das heisst nicht, dass sie sinnlos sind, sondern lediglich, dass die passende Klientel dort sein muss. Hat jemand keine Ahnung fühlt er sich danach sicherer.

    Für den fortgeschrittenen Fall sind sowohl Buch wie auch CD oder MoMacTester sinnlos:
    Die Karre springt nicht an. Was sagt der Tester? Nix! Was sagt das Buch (CD)? Nix! Woran liegt es? Keine Ahnung, aber u.U an einem defekten Seitenstützenschalter. Und dazu muss man die Schaltungslogik (die weder auf CD noch im Buch ist) kennen. Nützt aber ohnehin ichts wenn man keine Ahnung von Elektrik hat.
    Was ist wenn plötzlich die rote Generatorlampe angeht? Da brauch' ich kein Buch! Entweder ist der Generator hops, das Verbindungskabel ab oder schlicht und ergreifend der Poly-V-Riemen verreckt (wäre zumindest mein erster Testpunkt). Ein defekter Riemen muss raus bevor er grösseren Schaden verursacht. Ansonsten alle Verbraucher aus (Lampe aus der Fassung nehmen!!) und so schnell wie es geht (!) irgendwo hin wo es Teile gibt. Die Kapazität der Batterie rechnet sich nach Minuten, nicht nach Km.
    Die Karre springt schon wieder nicht an, das MoDoTec sagt: Hallgeber OK. Ich glaub' das nicht und messe das Ding mit einem Vielfachmessinstrument. Und siehe da, es ist doch defekt! Was nützt mir diese Erkenntnis in der Walachei? Absolut nix!

    Fazit: Viele der sinnvollen Tests sind exakt so wie bei jedem Mopped. Springt nicht an: Kommt Sprit? Kommt Funke? Wenn beide ja, dann böses Foul (hatte ich schon; die Spritpumpe war defekt obwohl die Düsen sprühten! Letztes Zucken sozusagen). Was nützt diese Erkenntnis? Absolut nix! Die neue Pumpe gibt's auf der Hochalm genauso wenig wie den Hallgeber.

    Ganz trivial: Das Mopped fällt um und bei der Gelegenheit killt der Handprotektor die Kupplungsleitung (ansehen!!). Das Problem ist offensichtlich, doch was macht man auf der Hochalm?

    Fazit: Bücher und CDs helfen in der Praxis nicht viel weil ein Problem selten neben einer Werkstatt/Ersatzteilhandel auftritt.
    80% der Antworten und Notreparaturen sind genauso wie bei jedem anderen Motorrad.

    Deshalb bin ich ein Freund von "so einfach wie möglich". "Gas by wire" via Computer (Motorelektronik) weil man sonst bei Nässe die Leistung nicht beherrscht? Da empfehle ich ein Mopped mit weniger Leistung oder Übung des rechten Handgelenks um Gefühl zu bekommen! Einen Gaszug ersetze ich zur Not durch ein Stück Schnur. Was aber mache ich mit der Elektronik?
    Da rufe ich von einem Punkt der Assietta (an dem ich "kein Netz" signalisiert bekomme) den ADAC an der mich auf den ACI verweist. Die nette Dame in Bologna (die auch Deutsch spricht) fragt "Assietta?" und bedauert, dass der ACI nicht über Pannenhilfshelis verfügt.
    Da steh' ich also mit MoMacs, diagnostiziertem Hallgeberschaden, abgefallenen Poly-V-Riemen und "kein-gas-by-wire" und habe nichts davon. Der Fluch elektronisch hochgerüsteter Fahrzeuge!

    Also mache ich mir vorab Gedanken: Funktionieren die Bremsen wenn das ABS-Zeug (ABS-2; i-ABS G1; I-ABS-G2; etc.) ausfällt? Was mache ich wenn nicht?
    Was mache ich wenn der Anlasser nichts tut? Gucken ob alle Kabel (auch an der Batterie) fest verschraubt sind, und Spannung am Anlasser anliegt. Dann ein Stück Kabel und von Plus Batterie auf das Relais des Anlassers gebrückt. Tut sich da nix, ist der Anlasser verreckt (Steht in keinem Rep-Buch, zeigt kein Tester an, ist aber bei allen Fahrzeugen so).
    Was mache ich wenn öfter mal in Linkskurven der Motor ausgeht? Dann weiss ich (besser wäre das zumindest), dass da wahrscheinlich der Kabelbaum vom Zündschloss dort gebrochen ist wo er das erste Mal am Rahmen "angestrapst" ist. Steht in keinem Buch.
    Was mache ich bei einem inneren Getriebeschaden wen ich auf einer Piste der Sahara stehe? Erst Fluchen, dann Beten dass rechtzeitig einer vorbeikommt!

    Heisst in der Praxis: Ich überlege vor einer "Walacheitour" (das sind die wo der ADAC oder eines seiner Geschwister nicht hinfährt) was passieren könnte und was ich dann tun könnte.
    Und dann geschieht etwas woran ich nicht gedacht habe :-)
    Was also sollte man mitnehmen? Feste aber bequeme Schuhe! Mit Endurostiefeln laufen sich 10 km absolut Sch...., ich kenn' mich damit aus!
    gerd

  6. X-Moderator
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    #16
    Tatsächlich braucht man(n) überhaupt keine Tester.....
    Ich selber bin KFz.-Elektriker und Kfz.-Mechaniker der alten Schule. Heute ist dieser Beruf Mechatroniker.
    Die Mechanik wird beherrscht, Fehler liegen fast immer bei der Elektronik. Aber der Kunde will ja immer mehr von dieser Elektronik und denkt er braucht sie. Ich finde die Einspritzung als Elektronik sehr gut und auch haltbar, auf alles andere lässt es sich verzichten. Wenn man ein guter Schrauber ist und für Technik und Mechanik ein Gespür hat, lassen sich viele Defekte vermeiden.
    Ich fahre seit 2006 BMW und bin noch nie stehen geblieben wegen eines Defektes.

    Gruß Andreas

  7. Registriert seit
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    #17
    Bis auf die Batteriereichweite, kann ich nur zustimmen. Mit dem Gespann auf 11er S-Technik bin ich auf Island vom Hafen, den Berg hoch, bis zur nächsten Werkstatt im nächsten Ort gekommen. Auch nach dem Austausch gab es kein Problem.

    Fehlfunktionen wg. Dreck in der Rücklichtfassung, zeigt einem der Tester wohl auch nicht als Grund an. Oder wenn man bei einem Umfaller den Notaus zu heftig gedreht hat. Aber das lässt sich alles gut reparieren. Wobei es bei der Demontage des Notaus gut wäre, wenn da jemand seine schützenden Hände drüber hält. Da springen die Federn sonst in's Tal. . .

  8. Registriert seit
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    #18
    wie schon hier auch geschrieben, man sollte eine gute Vorbereitung und keinen Wartungsstau an der Maschine haben.
    Fällt irgendwas auf, den Grund suchen und beheben. Trotzdem habe ich für eine bis nach Slowenien Tour erstmalig eine ADAC Plus! Mitgliedschaft abgeschlossen letztes Jahr ( 2800 km, in der Gruppe) Hab viel gebetet dass ich das nicht brauche, bei 160 000 Gesamtlaufleistung.
    Gottseidank alles besstens gewesen.
    Komme heim und wasche nach einer Woche mal in der Mittagspause und in der Sonne den Urlaubsdreck runter.
    Abends starte ich dann und will 10 km Heimfahren! orgeln- ja. Springt nicht an.
    Sprit kommt an, Kerzenstecker und kerze raus, Zündfunke weg.
    Killschalter Seitenständerschalter Kupplungsschalter Fehlanzeige, zumal der Anlasser bei ausgeklapptem Seitenständerschalter ja garnicht leiert. Hab ich aber erst später überlegt. Also stehen lassen, sich abholen lassen und später danach schauen.
    Auch ein GS911 hätte mich da nicht wirklich gerettet, ich habe eins zuhause gehabt.
    In der Wallachei, wäre das nach der Jause im Slowenischen Pass passiert, hätte ich vermutlich kein Netz, keinen ADAC oder wie der sonst dort heißt auch nach 3 h Wartezeit erhoffen können, und hätte ich den zuhause dann herausgefundenen Hallgeber mitgenommen und eingebaut, wäre ich von dort auch vl erst am Abend weitergekommen.
    Wirklich maximal zuverlässige Technik ist die von vor Jahren wo man die Schwachstellen kennt und gezielt beseitigt.
    Für Elektrik Spinnereien hilft eigentlich nur ein guter Freund der Rentner ist und einen jederzeit abholen oder das passende ET zuschicken kann, wenn es mal weit weg geht.
    Nicht umsonst fahren die Weltenbummler mit einer Afrika Twin von Honda oder mit der alten Generation 4 V oder XT 500 wo es noch keine Steppermotoren Ringantenne und E Gas gibt. Dort kommt man mit einem Schächtelchen ET im Rucksack immer heim.
    Für den Normalgebrauch reicht hier der ADAC, oder ein solventes Bankkärtchen zur Heimreise oder Reparatur Vorort.
    Wenn man den KKR und Kraftstoffilter regelmäßig selbst wechselt und die Plastik Benzinschnellverschlüsse oder die Zündkerzenspule beim Abziehen nicht selbst dabei kaputtrepariert, hat man schon viel gewonnen an Betriebssicherheit.
    Die Restunsicherheiten bleiben halt.
    Ansonsten immer aufmerksam die Fehlerlösungen in BMW Foren lesen und merken, was alles auch sein kann als Ursache.
    Powerboxer Fehlerursachen ausdrucken und lesen hilft auch schon mal. Aber wer nimmt sich eine Benzinpumpe oder Zündspule mit?
    Prüflampe und Kabel zum Fremdstarten oder laden ist schon viel.

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    #19
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Heisst in der Praxis: Ich überlege vor einer "Walacheitour" (das sind die wo der ADAC oder eines seiner Geschwister nicht hinfährt) was passieren könnte und was ich dann tun könnte.
    Und dann geschieht etwas woran ich nicht gedacht habe :-)
    Was also sollte man mitnehmen? Feste aber bequeme Schuhe! Mit Endurostiefeln laufen sich 10 km absolut Sch...., ich kenn' mich damit aus!
    gerd
    ...und diejenigen, die halt kein Vertrauen in ihr HaiTech-Moped haben und schraubertechnisch talentfrei sind, müssen sich eben statt ner Walach-Ei-Tour mit ner Weich-Ei-Tour begnügen...kann aber auch Spaß machen!

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von elfer-schwob Beitrag anzeigen
    ...und diejenigen, die halt kein Vertrauen in ihr HaiTech-Moped haben und schraubertechnisch talentfrei sind, müssen sich eben statt ner Walach-Ei-Tour mit ner Weich-Ei-Tour begnügen...kann aber auch Spaß machen!
    na schon etwas, doch nicht ganz, sie müssen halt weg von aller "Vollkasko und Anwalts Liebling Mentalität" etwas mehr Vorsicht bei der Geländetour walten lassen, und etwas mehr Erfahrung mit Unwägsamkeiten mit nach Hause zu nehmen, bereit sein.
    Sicher hilft auch schon, zusammen mit Anderen zu fahren und im Schadensfall vl mit einem Abschleppseil auf den Berg hoch oder dank dem Soziusangebot des Partners sich gegenseitig helfen zu können. Man kann ja auch mal was erleben von dem man jahrelang zehrt.. ZB Bei der überraschenden Gastfreundschaft oder fremder Hilfe im Ausland, an die man nicht gedacht hätte. Nicht alles ist planbar.
    Aber macht nicht das gerade das interesannte Leben aus?
    Wanderschuhe oder bequeme kurze Hosen im Sommer sind auch mal nicht schlecht, zum Schieben..Wobei sich ein Boxer bauartbedingt sehr dem Schieben sträubt mit dem hinderlichen abstehenden Zylinder, da ist ne XT 500 dankbarer..da bin ich bei Gerd`s Schuhen.


 
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