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Schwarze Plastikteile verfärbt. Abhilfe?

Erstellt von bikeronfire, 19.05.2014, 13:42 Uhr · 18 Antworten · 2.485 Aufrufe

  1. Boogieman Gast

    Standard

    #11
    Zitat Zitat von kago Beitrag anzeigen
    äääääh,
    habe ich nicht aufgepasst? gekauft wie gesehen - Sachmängelhaftung?


    Gruß kai
    Hallo,

    ganz so einfach ist es allerdings auch wieder nicht, siehe

    Gebrauchtwagenkauf - Mängelhaftung und Gewährleistung

    Gruß
    Klaus

  2. Registriert seit
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    #12
    moin Boogieman,

    ich will nicht pingelig sein, in Deinem verlinkten Text steht das ja schon so drin. Zitat: "Unter einem Mangel versteht man die negative Abweichung der Sache von der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit."

    Mehr hierzu bei: Gebrauchtwagenkauf - Mängelhaftung und Gewährleistung
    Dem Ausgangsbeitrag von bikeronfire entnehme ich das der Mangel schon vor dem Kauf offensichtlich war, damit dürfte gekauft wie gesehen gelten.

    Bin mal gespannt, Gruß kai

  3. Boogieman Gast

    Standard

    #13
    Hallo Kai,

    da gebe ich Dir schon recht, wenn beim Kauf der Mangel bekannt war, dann ist da nichts mehr drinnen mit der Mängelhaftung. Ich habe den TE so verstanden, daß der Verkäufer die GS beim Aufbereiter hatte und beim Kauf alles ok war. Erst danach wären die Flecken auf den Plastikteilen sichtbar gewesen. Aber vielleicht habe ich das auch nur falsch interpretiert.

    Gruss
    Klaus

  4. Registriert seit
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    #14
    Hi
    Mach mal ein betroffenes Teil ab und sieh nach aus was es ist. Steht da (es MUSS etwas draufstehen!) z.B. PP30%GF, dann ist das Ding aus Polypropylen und zu 30% glasfasergefüllt, also mit Glasfasern verstärkt damit sie formstabiler sind.
    PP kann mit mineralischen Füllstoffen wie z. B. Talkum, Kreide oder Glasfasern gefüllt werden. Dadurch werden die mechanischen Eigenschaften (Steifigkeit, Gebrauchstemperaturen, etc.) verbessert.
    Sehr bekannt sind die Zylinderschützer aus schwarzem Kunststoff der R1150GS.
    In einem solchen Fall ist wahrscheinlich die hauchdünne Kunststoffschicht "über" den Fasern verwittert und man sieht die Faser. Das ist kein Mangel sondern Stand der Technik. Abhilfe schaft schlicht ein Lackierer. Alles andere "Drüberschmiere" hilft bestenfalls temporär.
    gerd

  5. Registriert seit
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    #15
    Hallo
    habe gestern meine GS vom Kundendienst abgeholt. Dort haben sie die Verkleidungsteile mit einem Mittel eingesprüht und behandelt.
    ich glaube Motul Shine oder so. Sieht derzeit jedenfalls richtig gut aus, Sattes schwarz , Punkte und Flecken sind erst mal weg.
    Mal sehen wie lange es anhält.
    Und die linke Griffheizung geht auch wieder :-)

  6. Registriert seit
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    #16
    Hi
    Ohne Quatsch: Versucht mal matte Kunststoffteile mit Salatöl zu behandeln. Danach sehen sie besser aus. Nimmt man kein helles Rapsöl sondern dunkleres Olivenöl wird der Effekt besser. Es funktioniert auch Altöl, doch das stinkt und ist nicht umweltkompatibel.
    Nach einiger Zeit ist das Zeug weg und es sieht aus wie vorher.
    Schlicht und ergreifend: An der verwitterten obersten Schicht wird das Licht nicht reflektiert sondern gestreut und so sieht es eben so aus wie's aussieht. Schmiert man die "Poren" zu, wird es besser reflektiert und es "strahlt" wieder.
    Ob man Salatöl oder sonstwas nimmt ist egal, Hauptsache transparent und "glatt".
    Die Haltbarkeit ist dadurch bestimmt wie gut das Zeugs am Kunststoff haftet. Mischt man noch etwas Farbe zu die durch das Öl am Kunststoff gehalten (angepappt) wird, ist der Effekt grösser.
    Salatöl mit etwas Druckertoner habe ich nicht getestet.
    Es funktioniert auch Altöl (am besten vom HAG), doch das stinkt und ist nicht umweltkompatibel.
    gerd

  7. Registriert seit
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    #17
    Hallo
    Tja der schöne Glanz hat sich nach 2 Wochen verflüchtigt. Die Flecken sind schon wieder sichtbar...
    Also von Öl öder Fett ( Tip aus Powerboxer) halte ich nichts, ich denke das wird den Kunststoff langfristig verspröden?.

  8. Registriert seit
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    #18
    Hi
    Kunststoff verwittert und versprödet am ehesten unter UV. Würde er derart arg verspöden wie Du annimmst, dürfte am /im Mopped kein im Öl liegendes Teil eingesetzt sein. Z.B. müssten die Gleitschienen der Steuerketten dauernd zerbröseln oder die Dose mit dem Fett müsste brechen.

    Was glaubst du ist in den "Spezialmitteln" drin?
    Alternativ kannst Du auch Wachs nehmen doch das musst Du entweder in einem Lösungsmitte(!)l verflüssigen oder erhitzen.

    Letztlich gibt es 4 Möglichkeiten:
    Die oberste, verwitterte Schicht des Kunststoffs wird entfernt und geglättet. Eine in der Praxis etwas blöde Idee.
    Die oberste Schicht wird chemisch "verflüssigt" und glatt poliert. Funktioniert bedingt.
    Die verwitterten Poren werden mit irgendetwas zugeschmiert und die Oberfläche dadurch geglättet. Zusätzlich kann im "Irgendetwas" ein bisschen Farbe enthalten sein, funktioniert dann aber nur bei gleichfarbigem Kunststoff.

    Um es leicht verteilen zu können muss die Substanz flüssig oder pastös sein, der Flüssiganteil kann/soll verdampfen/verdunsten.
    Jeder kann es ausprobieren:
    Es funktioniert praktisch alles Fettige (Butter, Niveacreme, Schuhcreme, Speiseöl) und auch alles Wachsähnliche (Stearin, Bienenwachs, Wachs für Bergschuhe, etc). Dabei ist eher das Aufbringen das Problem. In dem Zeug für Schuhe /Klamotten ist ein Lösungsmittel damit es weich bleibt. Bienenwachs lässt sich mit Wundbenzin lösen oder man kann's erwärmen, dünn aufpinseln und dann einmassieren/polieren. Stearin ist eher problematisch. Man könnte es mit dem Fön (ziemlich) erwärmen aber auch Kunststoff "mag" Wärme.
    Die Frage ist immer wie lange die "Aufbesserung" hält. Ist es leicht anzuwenden und nicht aggressiv, wird es schnell in der Wirkung nachlassen.

    Die vierte Möglichkeit ist lackieren. Das sparen sich die Hersteller weil schwarze Kunststoffteile nun mal bereits schwarz sind. Zumindest so lange wie die Gewährleistung greift oder man sich auf "Stand der Technik" berufen kann.
    gerd

  9. Registriert seit
    13.06.2013
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    Standard

    #19
    Hallo,
    wie Gerd schon schrieb:
    Eine dauerhafte Lösung deines Problems wirst du nur durch eine professionelle Lackierung
    der Kunststoffteile erzielen. Professionel ,weil diverse Kunststoffe nicht ohne weiteres lackiert werden können.
    Das weiter oben erwähnte >PP GF 30< ist ohne Vorbehandlung wie z.b Beflammung oder Ätzung nicht
    lackierbar. PC/ABS hingegen stellt in der Regel kein Problem dar. Hier also vorher genau nachsehen.
    Alle anderen Mittelchen wie Farbauffrischer oder Öle bzw. Wachse haben nur eine geringe Halbwertszeit.
    Gruß, Joachim


 
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