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Serviceintervall nach Zeit?

Erstellt von mex242, 13.08.2015, 10:55 Uhr · 9 Antworten · 895 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Serviceintervall nach Zeit?

    #1
    Hallo zusammen!

    Ich bin eben erst neuer GS-Besitzer, bin zuvor nur Japaner - Supersportler - gefahren.
    Habe mir jetzt eine 1200er GS 2008 MÜ gegönnt.
    Das Motorrad hat 56.000 km runter. Bei 50 tausend hat der Vorbesitzer brav planmässig das Service machen lassen, allerdings war das im März 2013.
    Ich hatte mal gehört, dass man das Öl alle 1 bis max. 2 Jahre wechseln soll.
    Hab gestern den Freundlichen gefragt, der meinte seine Werkstatt ist derzeit übervoll, er hätte keinen Termin frei und ich kann ohne weiteres die 4.000 km so fahren.
    was meint ihr? Sämtliche Öle wirklich nur nach km und nicht nach Zeit wechseln?
    Ist das echt OK so?

    Danke für jede Antwort!

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Aus der Gewährleistung ist das Moped lange raus, auf Kulanz (sofern einmal etwas sein sollte) brauchst du ohnehin nicht hoffen weil die jährlichen Services nicht eingehalten wurden.
    Somit kannst du die 4000 km locker noch voll machen, es spielt nämlich keine Rolle ob du die Wartung jetzt oder später durchführen lässt.
    X km oder jährlich, so schreibt es BMW vor! Service 1x komplett ausgelassen - so hat ein Besitzer im Regelfall sämtliches Entgegenkommen seitens BMW verspielt.

  3. Registriert seit
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    #3
    Im Wartungsplan steht bezüglich der zeitabhängigen Wartungen dies:

    Ölwechsel jedes Jahr oder alle 10.000km
    Ölwechsel im Winkelgetriebe alle zwei Jahre oder alle 20.000km
    Getriebeöl alle zwei Jahre oder alle 40.000km
    Riemen für den Generator alle sechs Jahre oder alle 40.000km
    Bremsflüssigkeit vorne, hinten alle 2 Jahre

    Alle anderen Posten sind kilometerabhängig

  4. X-Moderator
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    #4
    Die 4000km kannst Du sicherlich ohne schlechtes Gewissen durchfahren....
    Mit dem Service nicht immer so ernst nehmen, Kulanz gibt es eh nicht mehr.

    Gruß Andreas

  5. Registriert seit
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    #5
    Dem Öl tut die Zeit normal nichts ab - da sind die km und vorallem das Fahrprofil entscheidend.

    Für den Ölfilter jedoch ist die Zeit entscheidend. Meist kommen ja Zellulose-Filter zum Einsatz. Die altern über die Zeit, nicht über die km (da setzten sie sich höchstens irgendwann zu). Heißt im schlimmsten Fall löst sich irgendwann der Filter auf.
    Aus meiner Sicht hat es daher durchaus seine Berechtigung nach km UND Zeit zu wechseln.

    ....Zeit ist z.B. auch bei anderen Sachen entscheidend -> Bremsflüssigkeit z.B.

  6. Registriert seit
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    #6
    Hi,

    m.M. nach ist die geringe Ölmenge im Winkelantrieb hier grenzwertig.
    Bei meinen GS (1150 & 1200) wechsele ich die Öle mind. einmal im Jahr, auf die 220 ccm kommts eh nicht mehr drauf an.
    So kann ich mich auch immer auf den technischen Zustand im Winkelgetriebe vergewissern (Farbe, Abrieb usw.)

    Aber es wird alles oftmals heißer gegessen als es wirklich ist, wir haben heute ja Hochleistungsöle, insofern, fahre ruhig das alles, schau hal dass genügend von der Suppe in den 3 Kreisen vorhanden ist.

    Viel Spass und gute Fahrt

    Andi

  7. Registriert seit
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    #7
    aufgelöste Filter hab ich in 30 Jahren noch keinen einzigen gesehen..
    Das Filterpapier mancher Hersteller wird hart, oder bei auslassen der Filterpatrone drückt der Öldruck den verschlossenen Filter (Papier) zusammen, aber das geschieht vl in 10 Jahren ohne Filterwechsel.

    Problemlos 4000 km zu fahren, nur wenn du noch 3 Fragst, und eigentlich einen Wechsel machen willst, mach ihn und du bist beruhigt. ist ja nur 30,- teuer wenn du das selbst machst, und lernst die neue Kiste kennen. ( Schauglas nur halb voll machen) 3 Liter..
    Die 12 er bekommen nur 180 ccm nicht 220!

  8. Registriert seit
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    #8
    Danke, danke für Eure Antworten!
    Mir ist schon klar, dass 3 Schrauber meistens 4 Meinungen haben, aber im Grunde weiss ich jetzt von Euch das, was ich mir selbst auch schon gedacht habe ... nämlich, dass ich die 4.000 km noch fahren kann und werde ohne, dass ich mir Sorgen machen muss und dann über den Winter kann ich schön und in Ruhe den kompletten großen Service machen.

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von teileklaus Beitrag anzeigen
    aufgelöste Filter hab ich in 30 Jahren noch keinen einzigen gesehen..
    ...ich schon. (Aber am Auto nicht am Motorrad). Ist oft aber auch mit Schlechtsprit verbunden, also in Mitteleuropa vielleicht nicht ganz so kritisch.
    Aber gibts definitv.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hi
    Es gibt noch weitere zeit-/km abhängige Wartungstätigkeiten wie z.B. Poly.V-Riemen und auch rein zeitabhängige z.B. Bremsflüssigkeit.
    Bei den Ölen kann man locker überziehen (auch auf das Doppelte) sofern der Pegel passt.
    Der Bremsflüssigkeit werden einige Dinge angedichtet wie "durch den Gummischlauch diffundiert Wasser". Das stimmt physikalisch sicher, doch technisch ist es heutzutage der gleiche Unsinn wie eine Mehrleistung durch andere Kerzen. Ja, auch das stimmt aber die Werte bewegen sich im Streubereich der Messung.
    Weshalb sollte sich Wasser durch 4 mm Schlauchwandung quälen wenn es am Dichtspalt des Sattels in direktem Kontakt ist? Natürlich ist da eine Lippendichtung drin aber die ist nur dicht wenn sie geschmiert wird weil sie sich sonst sehr schnell abrubbeln würde. Mit was wird sie geschmiert? Mit Bremsflüssigkeit, was Anderes ist ja nicht da!
    Allerdings werden unbewegte Elastomere wie Dichtungen und Riemen hart (u.U. kleben sie an den Wänden) und es gibt Standschäden.

    Nochmal: Bei einem bewegten Mopped ist es in gaaaanz weiten Grenzen vollkommen egal wann das Öl gewechselt wird. Motoren lassen sich anderweitig weitaus schneller ruinieren.
    Wenn man aus irgendeinem Grund auf mögliche Kulanz spekuliert und daher lieber zu früh Kohle ausgibt, dann geht das natürlich nicht.
    Den Ölwechsel kann man übrigens auch selber machen oder bei einer beliebigen Werkstatt machen lassen. Unbeschadet jeglicher Gewährleistung seitens BMW. Erstens ist das gesetzlich geregelt und zweitens kann kein "Sachverständiger" meckern solange man einen Nachweis über die verwendete Ölspezifikation führen kann. Beim Ölwechsel Sachkunde zu verlangen ist ein Witz und punktet höchstens wenn das Schraubengewinde ausgerissen ist und man das BMW anlasten möchte.
    Bei Kulanzdenken . .
    Kulanz gibt es nach meiner Erfahrung dann, wenn ein Anwalt die Leistung auch kostenlos einfordern könnte (z.B. "Radstern" der 1200); auf Deutsch: schlechtes Gewissen.
    Oder die Werkstatt sagt zu sich selber "der Kunde trägt regelmässig, bei jedem Scheiss, so viel Kohle zu uns, dass wir jetzt mal zu Selbstkosten arbeiten können".
    gerd


 

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