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Unglaublicher Pfusch beim Jahresservice (Bremsen)

Erstellt von Big Shadow, 20.07.2013, 17:17 Uhr · 58 Antworten · 7.924 Aufrufe

  1. Registriert seit
    11.04.2009
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    95

    Frage Unglaublicher Pfusch beim Jahresservice (Bremsen)

    #1
    Hallo Leute,

    brauche mal Euren Rat für weitere Vorgehensweise !

    Letzte Woche in Italien auf dem Stilftser Joch bei 2200 m Höhe hat komplett die hintere Bremsanlage versagt.
    Bremswirkung NULL, sogar später trotz mehrmaligem pumpen auf ebener Seitenstraße bei 20 km/h keine Verzögerung.
    Als die Bremsanlage etwas abgekühlt war hat alles wieder funktioniert.
    Das deutet meiner Meinung nach auf einen zu niedrigen Siedepunkt hin.

    Und jetzt kommt der Hit:
    1 Woche vor dem Motorradurlaub wurde der komplette Kundendienst inkl. Bremsflüssigkeitswechsel in einer BMW Fachwerkstatt durchgeführt.
    Es wurde auch wie es BMW vorschreibt, auf dem Auftrag angekreuzt, in dem Scheckheft eingetragen und natürlich inkl. Material berechnet.
    Ich machte mir nun mal die Mühe die Bremsflüssigkeit zu testen.
    Testgerät schlug aus und teilte mir einen kritischen Wassergehalt in der Bremsflüssigkeit mit. (also veraltet)
    Empfehlung > die Bremsflüssigkeit bei nächster Gelegenheit wechseln.
    Da ich schon mal beim messen war, überprüfte ich auch die vordere Bremsanlage > Ergebnis das gleiche, Bremsflüssigkeit sofort wechseln.
    Wie gesagt, war ja der Bremsflüssigkeitswechsel erst 2 Wochen her !
    Gerät ist in Ordnung, beim testen einer neuen Bremsflüssigkeit (DOT4) zeigt das gerät keinen Wassergehalt an.
    Auch bei meiner 24 Jahre alten Chopper zeigt das Gerät einen sofortigen Bremsflüssigkeitswechsel an, aber da ist ja seit 3 Jahren kein Service gemacht worden.

    Ich finde das ganze echt traurig, da meinen anscheinend manche Mechaniker das ein Wechsel nicht notwendig ist, weil die 1100 GS sowieso erst vor einem Jahr bei Ihnen gewartet worden ist.
    Aber das bei einer Passabfahrt die Bremsen lebensnotwendig sind scheint niemanden zu interessieren.
    Wäre ich über die Kehre am Joch hinausgeschossen, hätte ich mal schön fliegen lernen müssen.
    200 Meter in die Tiefe sind da keine Seltenheit!
    Das andere Mal erwischt es einen nicht so geübten Fahrer.
    Ach ja, ich hatte bei diesem Vorfall natürlich 2 Zeugen und alle Unterlagen von der Werkstatt sind auch vorhanden.

    Mir geht es nun darum, das dies NUR mit einem kulanten nachträglichen Bremsflüssigkeitswechsel nicht getan ist.

    ODER WAS WÜRDET IHR AN MEINER STELLE NUN TUN ?

    Der nette Herr von der DEKRA kann das alles ja nachträglich nachweisen und versicherte mir schon im voraus, das bei einer fachlich gewechselten Bremsflüssigkeit, kein Ausfall der Bremsanlage vorkommen kann. (Siedepunkt >260 Grad)

    Und dieser Wechsel ist ja wie wir alle wissen nicht gerade billig.

    Danke für ein paar Rückmeldungen
    wäre echt Super

  2. Registriert seit
    14.07.2006
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    1.596

    Standard

    #2
    Hallo,
    genau deshalb mach ich alles selber.
    Da weiß ich wenigstens was fehlt.

    So ähnlich Scheißerfahrungen mit einer Werstatt hatte ich auch.

  3. Registriert seit
    22.06.2013
    Beiträge
    124

    Standard

    #3
    Hallo "großer Schatten",

    dass ist leider ein ganz übles Beispiel , dass ist keine Vergesslichkeit, dass ist eine fahrlässige Unterlassung.

    1. ich würde die Werkstatt damit direkt konfrontieren (mit mind. einem Zeugen) und deren Reaktion abwarten !
    2. egal wie deren Reaktion aussieht, würde ich selbstredend die Werkstatt wechseln !

    Alles Andere geht nur über Gutachter & Anwälte... da aber bekanntlich "Recht" und "Gerechtigkeit" nicht in einem Haus wohnen, wäre auch hier der "Ausgang" offen.

  4. Registriert seit
    30.04.2011
    Beiträge
    959

    Standard

    #4
    Servus Frank!

    Ich sehe das genauso wie Rainer.
    Habe mir vor 2 Jahren meine 1150er geholt, 1. Hand - volles Scheckheft.
    Das was gemacht wurde (alleine der Augenschein der Flüssigkeiten) war erbärmlich.

    Mein Tip:
    Wechsel die Werkstatt, geh zu einem freien Schrauber bei dem Du eine Empfehlung hast oder mach es selbst.
    Da weiß man was man hat.
    Und wenn Du Geld, Zeit und gute Nerven hast verklage den Laden.
    Sei froh dass nix passiert ist.

    Gute Fahrt.

    Andi

  5. Boogieman Gast

    Standard

    #5
    Hallo Großer Schatten,

    Gott sein Dank ist nichts passiert. Ist natürlich schon ein Hammer so etwas nicht auszuführen.

    Ich weiss zwar nicht, ob Du diesem Händler zum ersten Mal aufgesucht hast oder dort Stammkunde bist/warst. Ich würde, nachdem Du nach unserer Meinung gefragt hast, in einem solchen (krassen) Fall wie folgt vorgehen:

    Zuerst den Händler anrufen, den Sachverhalt schildern und auf einen kurzfristigen Werkstattermin bestehen. Bei diesem dann das Ganze sachlich besprechen und seine Reaktion abwarten und natürlich auf eine schnelle Behebung drängen. Bin kein Jurist denke aber, daß Du "lediglich" Anspruch auf einen nachträglichen Bremsflüssigkeitswechsel hast. Hier vorab mit Anwalt, Sachverständigen, Gericht usw. zu drohen halte ich eher für kontraproduktiv. Das kann man dann später immer noch.

    Gruß
    Boogieman

  6. Registriert seit
    10.07.2007
    Beiträge
    19.770

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von Boogieman Beitrag anzeigen
    ... Bin kein Jurist denke aber, daß Du "lediglich" Anspruch auf einen nachträglichen Bremsflüssigkeitswechsel hast. ...
    Denke ich auch.

    Die hintere Bremse überhitzt übrigens meist auch dann, wenn vorne zu wenig gebremst wird. Das ist keine Unterstellung sondern ein Denkanstoss.

  7. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.705

    Standard

    #7
    Hi
    Die hintere Bremse überhitzt sehr schnell. Den Ausfall bei der 1100 habe auch ich erlebt. Allerdings konnte ich meinem Mechaniker glauben, dass er alles korrekt gemacht hatte (weil ich mir selbst nicht misstraue :-)).
    gerd

  8. Movimento Gast

    Standard

    #8
    Das mit der Hinterradbremse kenn ich auch, war auf Korsika in der Restonica. Da waren wir aber schon zwei Wochen mit überladenem Mopped in einer Sauhitze unterwegs. Kann also - vermute ich mal - nach intensivem Gebrauch auch sonst passieren.

    Zum Thema nachlässige Werkstätten; Ja, das gibts und es nutzt nun keinem, wenn man stillschweigend darüber hinweg geht. Immer bedenken, dass es sich wohl nur um eine Person handelt, die da pfuscht. Kann sein, dass der Werkstattchef mehr als dankbar ist, wenn man die faulen Eier in seinem Betrieb ausfindig macht. Bin selber "Vorgesetzter" und kann aus Erfahrung sagen, dass "hinter dem Rücken" die übelsten Dinge laufen können.

    Vermutlich ist eine anständig vorgebrachte Reklamation genau "das" Kundenfeedback, worauf gewartet wird.

  9. Registriert seit
    01.01.2012
    Beiträge
    494

    Standard

    #9
    Hi ich schliesse mich dem Andi an mit Zusatz: mach noch einen auf Psycho....hier zumindest würde das viel helfen...da kann schonmal ein neuer Töff rausspringen ;-)

  10. Registriert seit
    26.09.2007
    Beiträge
    342

    Standard

    #10
    Hallo,

    leider ist das kein einzelfall, ist einem freund von mir auch so passiert.
    ich habe nun das problem, das die werkstatt meines vertrauens kein bmw händler mehr ist und im umkreis von 70 km nur dieser händler ist, wo hole ich mir nun meine neue ?
    ich habe mir schon überlegt, in den kaufvertrag zu schreiben, dass an meiner nur der meister schrauben darf, obs was nutzt ?


 
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