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Wilbers 642 / 630 Drehrichtung Zugstufe? Härter/Weicher?

Erstellt von alex37, 19.09.2015, 18:18 Uhr · 7 Antworten · 1.009 Aufrufe

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    Standard Wilbers 642 / 630 Drehrichtung Zugstufe? Härter/Weicher?

    #1
    Ich gehör noch zur Generation, die weiss, dass Drehen nach Rechts (Uhrzeigersinn) den Wasserhahn schliesst und nach Links (Gegenuhrzeigersinn) den Wasserhahn öffnet.

    Bei der Zugstufeneinstellung bedeutet Drehen nach Rechts eine "härtere Dämpfung" und nach Links eine "weichere Dämpfung".

    Soweit, so klar.

    Wilbersfederbeine haben ein Drehrad am Fuss des Federbeins, mit dem man die Zugstufe einstellt.

    Erste Frage:
    Ist es richtig, dass man bei eingebautem Federbein bei diesem VON OBEN betrachtet nach Rechts drehend die Dämpfung härter einstellt?

    Zweite Frage:
    Beziehen sich bei den Ausführungen vorne die Begriffe "härtere Dämpfung"/"weichere Dämpfung" wirklich auf die Dämpfung selbst oder auf das "Fahrgefühl"? Mit anderen Worten:
    Heisst "härter" = härtere Dämpfung = weicheres Fahrgefühl, weil die Feder stärker gedämpft wird?
    Oder heisst "härter" = weichere Dämpfung = härteres Fahrgefühl, weil die Feder schwächer gedämpft wird?

    Ich hab's zwar ausprobiert, da aber an beiden Extremen des Einstellbereichs das Fahrgefühl härter wird, habe ich Zweifel.

    Danke für Euren Rat!

    Gruss
    alex37

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    #2
    hi alex,

    1.: nö, von unten betrachtet rechtsrum wird härter. ganz nach links ist ganz offen.

    2. druckstufendämpfing härter machts fahrgefühl härter, direkter, unkomfortabler wenn stöße (erhebungen) kommen.
    läßt sich beim 642er in 2 bereichen einstellen.


    zugstufe zu weich läßt insbes. das heck pumpen. bei zu hart kann das rad dellen (absenkungen) nicht meht folgen, du fliegst in diesem moment kurz, sprich, kein straßenkontakt mehr.

    alter grundsatz für die straße:
    so weich wie möglich, so hart wie nötig.

    und wenn du die einstellung5extreme nicht fühlst, stimmt was mit den wilbers oder deinem popometer nicht...

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    #3
    Hallo elfer-schwob

    Danke vielmals für Deine Antworten. Dachte schon, dass da was beo meinen Überlegungen nicht stimmt.

    Bin heute eine lange Tour bis Yverdon und zurück gefahren und das bei Traumwetter (leicht kühl und angenehme 16°) Jetzt war es beim Fahren deutlicher zu unterscheiden.

    Habe vorne eine 55er Federhärte. Hinten 150er.

    Mein Gewicht ist 84 kg d.h. ca. 94 kg mit Montur.

    Fahre vorne nun mit Zugstufe 0 (von unten betrachtet ganz nach links gedreht) und finde das noch immer etwas hart bei kurzen, schnellen Schlägen. Brauch dann wohl eine weichere Feder? 50er? Die Vorspannung vorne ist reichlich, so dass ich ca. 70 mm Negativfederweg habe. Soll ich den Federweg auf 60 mm reduzieren? Schluckt es kurze harte Schläge besser, weil der positive Federweg dann ca. 90 statt nur 80 mm hätte? (Gesamtfederweg vorne 150 mm)

    Hinten ist es passender. Muss da noch die Federvorspannung erhöhen, weil Hydraulik schon auf 6 von 9 ist...
    Druckstufe rot (kurze Schläge) 5 clicks nach rechts, blau (lange Wellen) 3 clicks nach rechts
    Zugstufe 3 clicks nach rechts von unten betrachtet, d.h. fast ganz offen.

    Hinten ist das, was man als "komfortabel mit hinteichend Straffheit" bezeichnen würde, perfekt erfüllt. Einzig auf sehr holprigen Abschnitten ist es dann nicht mehr so komfortabel, wie das Original, kann aber auch an der vorderen Feder liegen, die dann hüpft, vermutlich weil sie für mich zu hart ist.

    Vorne ist es mir eindeutig zu hart.
    Soll ich die Feder wechseln lassen (50er?) und wenn ja, wohin damit? Federbein direkt an Wilbers schicken? Oder an einen Stützpunkt? Oder wo kann ich mit dem Motorrad nach Terminvereinbarung vorfahren und gleich alles anpassen lassen? Gibt es solche Stützpunkte?

    Sorry wenn ich Dich/ Euch mit Fragen löchere, aber es ist definitiv nicht ganz einfach wenn man bisher noch nie so gut einstellbare Federbeine hatte...

    Gruss alex37

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    #4
    Zitat Zitat von alex37 Beitrag anzeigen


    Fahre vorne nun mit Zugstufe 0 (von unten betrachtet ganz nach links gedreht) und finde das noch immer etwas hart bei kurzen, schnellen Schlägen.
    Ist bei mir tendentiell genau so. Hab wegen Bruttogewicht Ü100 allerdings ne 63er Feder drin. Nicht zu vergessen ist aber die nicht einstellbare Druckstufe des Federbeins. Und wenn Du mit kurzen, schnellen Schlägen Fahrbahnerhebungen meinst, dann ist in erster Linie diese fürs Wohlbefinden zuständig.
    Brauch dann wohl eine weichere Feder? 50er?
    Sinnvolle Werte kann ich Dir mangels prakt. Erfahrung nicht sagen. Das müßten die von Wilbers beantworten können.
    Die Vorspannung vorne ist reichlich -?- , so dass ich ca. 70 mm Negativfederweg habe. Soll ich den Federweg auf 60 mm reduzieren? Schluckt es kurze harte Schläge besser, weil der positive Federweg dann ca. 90 statt nur 80 mm hätte? (Gesamtfederweg vorne 150 mm)
    So lange sich die Unebenheiten innerhalb des eingestellten Arbeitsbereichs der Federbeine befinden, bewirkt die Änderung der Vorspannung nix. Erst wenns Richtung "Anschlag" (negativ oder postiv) ginge, würde sich was ändern.

    Hinten ist es passender. Muss da noch die Federvorspannung erhöhen, weil Hydraulik schon auf 6 von 9 ist...
    Druckstufe rot (kurze Schläge) 5 clicks nach rechts, blau (lange Wellen) 3 clicks nach rechts
    Zugstufe 3 clicks nach rechts von unten betrachtet, d.h. fast ganz offen.

    Hinten ist das, was man als "komfortabel mit hinteichend Straffheit" bezeichnen würde, perfekt erfüllt. Einzig auf sehr holprigen Abschnitten ist es dann nicht mehr so komfortabel, wie das Original, kann aber auch an der vorderen Feder liegen, die dann hüpft, vermutlich weil sie für mich zu hart ist.

    Du hast hinten ein Federbein, das in drei (incl. Vorspannung 4) Parametern einstellbar ist.
    Um das für die Rennstrecke mit perfektem Belag exakt einzustellen, brauchts allein auf diesem Kurs schon einige Testrunden.
    Bis Du das Bein für öffentliche Straßenbeläge optimal eingestellt hast, wirst Du deutlich mehr Probeläufe brauchen, als nur eine WE-Ausfahrt. Möglichst auf immer gleicher Runde testen und immer nur einen einzigen Parameter ändern. Sonst weißt Du nicht, welche Änderung was bewirkt hat. Und letztendlich mußt Du für Dich dann eine streckenunabhängige Kompromisslösung finden. Die Grobeinstellungen für Straße oder Gelände oder Beladung wirst Du in der Praxis sicher noch nachreguliern. Aber Du drehst sicher nicht alle paar Kilometer wegen welchselnden Straßenverhältnissen an den Stellschrauben.


    Vorne ist es mir eindeutig zu hart.
    Soll ich die Feder wechseln lassen (50er?) und wenn ja, wohin damit? Federbein direkt an Wilbers schicken? Oder an einen Stützpunkt? Oder wo kann ich mit dem Motorrad nach Terminvereinbarung vorfahren und gleich alles anpassen lassen? Gibt es solche Stützpunkte?
    guxtu hier:
    http://www.wilbers-bmw-racing.de/pdf...ltweit-neu.pdf

    oder im dt. Grenzbereich hier:
    http://www.wilbers-bmw-racing.de/pdf...-liste-neu.pdf


    Sorry wenn ich Dich/ Euch mit Fragen löchere, aber es ist definitiv nicht ganz einfach wenn man bisher noch nie so gut einstellbare Federbeine hatte...

    Geh mit etwas Geduld an die Sache, dann kriegst Du das hin...
    Die blauen Kommentare sind von mir...

    Grüße vom elfer-schwob

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    #5
    Hi,

    ich habe seit einiger Zeit mit Wilber ebenfalls Stress. Bei Fachwerkstatt einbauen lassen, deutlich zu hart, hoppelt wie ein Karnickel übers Plaster. Nach Wilbers, einstellen lasse, keine nennenswerten Unterschied. Fahrwer offeno der geschlossene Zugstufe egal. Immer gleich. Jetzt ist sie auch noch fest und das Rad dreht sich nicht mehr.
    BMW- zieht sich davon nicht´s an. Händler (ganz neues Fahrgefühl, gleitet über Unebenheiten hinweg) keine Reaktion, das mit der anderen Feder schein der richtige Weg zu sein.

    LG

    Klaus

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    #6
    Zitat Zitat von klausimausi2 Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich habe seit einiger Zeit mit Wilber ebenfalls Stress. Bei Fachwerkstatt einbauen lassen, deutlich zu hart, hoppelt wie ein Karnickel übers Plaster. Nach Wilbers, einstellen lasse, keine nennenswerten Unterschied. Fahrwer offeno der geschlossene Zugstufe egal. Immer gleich. Jetzt ist sie auch noch fest und das Rad dreht sich nicht mehr.
    BMW- zieht sich davon nicht´s an. Händler (ganz neues Fahrgefühl, gleitet über Unebenheiten hinweg) keine Reaktion, das mit der anderen Feder schein der richtige Weg zu sein.

    LG

    Klaus
    Hallo Klaus
    Kann ich so nicht bestätigen, zumal ich meine Federbeine nicht bei Wilbers gekauft habe, sondern secondhand privat. Hat daher nichts mit dem von Dir behaupteten Service von Wilbers zu tun.
    Das hintere Federbein ist bei mir einwandfrei und passt! Dass es die tolle Präzision nur erreichen kann, wenn es etwas an Weichheit einbüsst, ist schlichte Physik und markenubabhängig der Fall. Das muss so sein! Willst Du weiter schaukeln, unpräzise und weich liegen, bleib bei den Originalen.
    Vorne passt bei mir die Feder noch nicht, aber die lässt sich ja tauschen für ca 120 €
    Gruss
    alex37

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    #7
    Zitat Zitat von alex37 Beitrag anzeigen
    Vorne passt bei mir die Feder noch nicht, aber die lässt sich ja tauschen für ca 120 €
    und wenn Du die tatsächlich zeitnah tauschen willst, nehm ich Dir Deine "alte" Feder ab.

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von elfer-schwob Beitrag anzeigen
    und wenn Du die tatsächlich zeitnah tauschen willst, nehm ich Dir Deine "alte" Feder ab.
    Würde mich melden. Muss mich erstmal erkundigen. Zeit, Betrag, Umbau des Federbeins. Usw.
    Gruss alex37


 

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