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Windschild kürzen

Erstellt von tobio89, 20.09.2013, 09:21 Uhr · 16 Antworten · 6.427 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Windschild kürzen

    #1
    Hallo zusammen,

    ich habe mir folgende Scheibe für mein Kälbchen geleistet: Wunderlich ERGO-Screen Iron Man

    Hauptsächlich wegen des Bügels zur Navi-Befestigung. Leider ist die Scheibe in Realität deutlich höher als auf dem Bild und die Optik des Kälbchens ist somit hin. Außerdem sorgen die Verwirbelungen der Scheibe dafür, dass bei etwa 80 km/h mein Visier von alleine runterklappt. Aus diesen Gründen würde ich das Windschild gerne kürzen (lassen). Vorher hatte ich das TT-Windschild drauf, welches von der Länge her gut war. Würde das neue Windschild also gerne ungefähr auf diese Länge kürzen (lassen). Habe allerdings nicht die leiseste Ahnung wie und womit man das machen sollte. Daher meine Fragen:
    - kann man das selber machen? (wenn ja, wie und womit am besten?, Material ist lt. Wunderlich Lexan)
    - Sollte ich das lieber von einem Fachmann erledigen lassen (wenn ja, bei wem? Werkstatt? jemand aus dem Forum hier?)


    Danke schonmal für eure kompetenten Ratschläge :-)


    Viele Grüße!

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Kann man selber machen, z. B mit einem Dremel + Trennscheibe o. ä.

    Am besten vorher anzeichnen bzw. mit Klebeband abkleben.

    Danach Kanten mit feinem Schmirgelleinen polieren (Achtung, nur die Kanten und Stirnflächen,) mit einer Polierscheibe auf der Bohrmaschine. Beim dünnen Scheiben müsste genau genommen noch ein Kantenschutzband drauf, das gibts auch in klar.

    Nun kommt der Haken: die Scheibe hat sicher eine ABE, in der auch die Abmaße drin stehen werden.

    Streng genommen entwertet das Abschneiden der Scheibe dieses ABE und die Scheibe ist dann so gut wie eine jedwede ungeprüfte.

    Zum TÜV würde ich daher damit nicht mehr fahren.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Hi
    Kürzen funktioniert z.B mit einer Stichsäge. Relativ feines Blatt, langsam laufen lassen. Am besten durch einen zweiten "Mann" den Schnitt mit Wasser kühlen lassen dann kann die Säge auch schneller laufen weil das Kunststoffzeug nicht heiss wird. LEXAN (von SABIC) ist, genauso wie MAKROLON (Bayer AG) ein Polycarbonat, also eher zäh als spröde (wie z.B. PMMA = Acrylglas = Plexiglas) und wird schnell zäh und klebt dann am Sägeblatt.
    Die Kanten kannst Du mir einer feile verrunden und mit Schmirgelleinen glätten. Zum Glänzen bringst Du die Kante wenn Du sie mit einer Flamme kurz anwärmst.

    Nachteil:
    Das geänderte Teil entspricht nicht mehr der geprüften Variante, verliert also sein Prüfzeichen. Ist das Prüfzeichen weiterhin sichtbar, so ist das streng genommen Urkundenfälschung.

    Ich habe zu langsam getippt :-)

    gerd

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    meine Befürchtung ist, dass durch die Rotation Hitze entsteht und dann die Scheibe schmilzt oder sich verfärbt. Das mit dem TÜV ist mir ehrlich gesagt wurscht, der hat sowieso noch nie auf die Scheibe draufgeguckt^^

    Was für Trennscheiben wären dann empfehlenswert?

    Hat jemand vielleicht Bilder von seiner selbst gekürzten Scheibe? Mich würde mal interessieren, wie so eine selbst gekürzte Scheibe aussieht.

    Meine andere Idee ist, dass ich einfach mal zu einem der zahlreichen örtlichen Autoglas-Spezialisten fahre. Meint Ihr die können auch sowas?

    Danke!

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Ich habe mir diese V-Stream von Louis gekauft:

    v-stream_r1150gs.jpg

    Da sie mir aber etwas zu hoch war, habe ich sie um ca. 6-7cm gekürzt.

    In den vergangenen 40 Jahren habe ich schon so manche Scheibe gekürzt, bzw. beschnitten.
    Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Stichsäge die schlechteste Lösung ist, da die
    Gefahr von Haarrissen relativ groß ist. Deshalb verwende ich nur mehr Trennscheiben. Normale
    Metalltrennscheiben (möglichst die dünnen 1mm-Scheiben mit kleiner Flex für grobe Schnitte,
    Dremel mit Diamanttrennscheibe für die feinen Arbeiten, wobei ich entstehende Wärme bevorzuge,
    da die Schnittkante zusätzlich schmilzt und eine Haarrissbildung zusätzlich verhindert. Ein Verziehen
    der Scheibe(-nkante) ist ausgeschlossen!!! Zu wenig Hitze!!!

    Die aktuelle Scheibe habe ich mit der Dremel gekürzt und anschließend mit Schleifklotz und immer
    feiner werdendem Schleifpapier geschliffen. Zum Schluss mit einem Gummischleifklotz (Baumarkt)
    seidenmatt "poliert". Somit ist ein Unterschied zur originalen Schnittkante so gut wie nicht mehr
    erkennbar.
    img_1829a.jpgimg_1830a.jpgimg_1831a.jpgimg_1833a.jpg

  6. Registriert seit
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    #6
    Wow, sieht echt super aus! Ich trau mich allerdings noch nicht so ganz daran. Die Gefahr, dass ich es verhunze ist mir zu groß... Daher habe ich ein paar Anfragen an lokale Acrylverarbeiter losgeschickt, ob die sowas machen.. mal sehen was kommt.

    Danke aber für die Tipps und Bilder!

  7. Registriert seit
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    #7
    ich würde es nie mit der Trennscheibe machen dass schmilzt wir machen dass bei den MRA Scheiben immer mit der Bandsäge funktioniert Top
    Gruße

  8. Registriert seit
    10.07.2007
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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von Nils1310 Beitrag anzeigen
    ich würde es nie mit der Trennscheibe machen dass schmilzt wir machen dass bei den MRA Scheiben immer mit der Bandsäge funktioniert Top
    Gruße
    Trennscheibe funktioniert aber auch prima.
    Ein Schnitt ein bis zwei Millimeter über der angezeichneten Linie und dann mit der Schleifscheibe den Rest angleichen.

  9. Registriert seit
    21.08.2010
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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Nils1310 Beitrag anzeigen
    ......das schmilzt.....
    Und was schmilzt, reisst nicht ein!
    Ich hab´s jetzt mal nachgerechnet: in 40 Jahren 27 Scheiben bearbeitet und NULL Ausschuss.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hallo,

    ich habe meine 1150er Scheibe mit der Laubsäge und einem groben Blatt gekürzt.
    Gehört allerdings etwas Übung dazu, damit das Blatt nicht zu warm wird.

    Gruß
    Christian


 
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