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100,4° Fahrenheit...10 Tage Umbrien im Juli

Erstellt von boro, 23.07.2012, 22:49 Uhr · 32 Antworten · 4.951 Aufrufe

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    Standard 100,4° Fahrenheit...10 Tage Umbrien im Juli

    #1
    Juli 2012 in Deutschland...der Herbst ist eingezogen. Es regnet, es windet, das Thermometer zeigt 14° Celsius. Da flüchten Alex und ich doch lieber nach Italien.



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    #2
    Es ist meine erste Reise mit der BMW R1220GS, die ich erst wenige Wochen davor gekauft habe. Das sind spannende Momente. Klappt das mit dem Gepäck? Wie fährt sich die Kiste im vollen Reiseornat? Geht was kaputt?
    Ja, so eine erste Reise ist der ultimative Test, ob man sich für das richtige Motorrad entschieden hat.


    Gepäckchaos am Tag vor der Abreise

    Ich freue mich irrsinnig drauf, dass es endlich mit Alex auf Reise geht. Alex ist mittlerweile ca. 40.000km schon hinter mir her gefahren. Da kennt man sich dann sehr gut.



    Den ersten Tag sind wir komplett über Landstraße gefahren. Ich habe Straßen ausgesucht, die Alex noch nicht befahren ist.



    Pause im Allgäu



    Faschinajoch





    Silvretta Hochalpenstraße



    Bielerhöhe


    Wir hatten viel Glück mit dem Wetter. Es war zwar bewölkt und auch etwas frisch aber es blieb trocken...bis zum Reschenpass.
    Dort hing ein Gewitter übern Pass. Die Blitze zischten über uns, es donnerte, der Regen kam sturzbachartig vom Himmel. Eine Stimmung wie beim Weltuntergang.

    Ich habe Angst bei einem Gewitter Motorrad zu fahren. Möchte nicht auf dem Eisenschwein vom Blitz getroffen werden. wie stellten uns kurz unter und warteten das Gröbste ab. Nach ca. 20min konnten wir es wagen weiter zu fahren. Es regnete zwar immer stark, aber die die Gewitterzelle war weiter gezogen.


    Nach dem Reschenpass in der Nähe von Mals war es wieder trocken.



    Vinschgau


    Das Wetter war dann sogar so gut, dass wir es wagten über den teilweise unasphaltierten Umbrail Pass zu fahren.





    Umbrailpass

    Wir sind dann das Stilserjoch noch runter bis nach Gomagoi.


    2013 wird es wohl Ernst mit der Maut am Stilfserjoch. Die Schilder stehen schon.

    Stilfserjoch

    Übernachtet haben wir in einem Gasthof. Da war ich schon öfters. Dort fühle ich mich sehr wohl.


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    Standard

    #3
    Der morgendliche Blick aus dem Fenster verspricht Kaiserwetter.

    Blick Richtung Stilferjoch


    Da gehts hoch

    Das Stilfserjoch wird vermutlich nie mein Lieblingspass. Aber der Blick ist schon klasse.




    Stilfserjoch Westrampe


    Weiter ging es über den Gaviapass.


    Dort war erstaunlich viel Verkehr. Auf der engen Straße wurde es dann auch öfters mal bisschen eng.
    Dafür war dann auf dem nächsten Pass -wie erwartet- wenig los. Es ging über den Vivione und am Lago di Iseo vorbei. Ich habe dort keine Bilder gemacht.
    Am Iseo war es unbeschreiblich heiß. Das Thermometer der BMW zeigt 36°C an und es war schwül. Uns lief beiden die Soße. Die Abgaswolken in den Tunnels machten auch nicht kühler.

    Man sah, wie sich ein Gewitter zusammen braute. Wir waren aber rechtzeitig aus den Bergen und fuhren auf der Autobahn durch die fahrerisch langweilige Po ebene zum ausgesuchten Campingplatz in Montecreto.
    http://www.parcodeicastagni.it/

    Dort schlugen Alex und ich für 3 Nächte unsere Zelte auf.

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    #4
    Zitat Zitat von boro
    fuhren auf der Autobahn durch die fahrerisch langweilige Po ebene zum ausgesuchten Campingplatz in Montecreto.
    http://www.parcodeicastagni.it/
    Auf dem Platz fühle ich mich sehr wohl obwohl das ein komischer Platz war.
    Er bestand hauptsächlich aus Charlets und ein paar Stellplätze für Wohnwägen und Wohnmobile. Für Zelter hatte es genau eine Ecke eingezwängt wischen 3 Charlets.
    An der Ecke lässt es sich aber gut verdienen. Dazu aber erst später.

    Was super an dem Platz waren, waren die sanitären Anlagen. Zu jeder Uhrzeit piccobello sauber und 1A in Schuss. Sowas finde ich unwahrscheinlich wichtig.
    Das Campen steigt und fällt bei mir mit dem Wetter und dem Zustand des Sanitär Tempels. Hier gab es in beiden Punkten nichts zu meckern.

    Am ersten Abend haben wir das angeschlossene Restaurant ausprobiert. Das war nicht schlecht, aber auch nicht so der Oberhammer. Die darauf kommenden Abende sind wir lieber die paar 100m zum nächsten Restaurant gelaufen. Da war es deutlich besser.
    Eigentlich dachte ich auch mal daran, dass wir abends Geld sparen und nur mal vespern. Aber bei einem Preis von 5€ für eine super leckere und große Pizza erübrigen sich solche Gedanken schnell. Da war unser Mittagessen mit Brot, Wurst und Käse aber teurer.



    So, soviel Text ließt sowieso niemand. Darum Bilder des Tages.









    Kirchenbilder dürfen nicht fehlen. 8-)











    Außer Elba und Sizilien kenne ich mittlerweile jede italienische Region. Das Grenzgebiet zwischen Toskana und Emilia Romagna ist meine bevorzugte Region in Italien. Jede andere Region wird mit dieser Referenz verglichen. Das ist zwar ungerecht, ist aber halt so. In die Emilia Romagna habe ich mich verliebt und die Liebe wird bei jedem Besuch stärker.
    Das war mal wieder toll.






    Mittagspause am Wegesrand

    Im Hintergrund sieht man einen Flächenbrand. Bei der Hitze war das nicht verwunderlich.
    Es dauert aber nur paar Minuten, bis ein Hubschrauber über den Brand kreiste und aller Wahrscheinlich das Feuer meldete. Als wir nach der Pause weiter fuhren kam uns die Feuerwehr mit 2 Fahrzeugen entgegen.


    Die nächste Kirche auf dem Weg





    Das beste an der Kirche war aber ein Brunnen aus dem wunderbares frisches und kaltes Wasser kam. Das tat gut, da den Kopf drunter zu stecken.
    Der Planet brannte nämlich ganz schön.



    Wir saßen nachmittags beim Eis und überlegten die Rückfahrt. Alex entdecke eine schöne Straße auf meiner Generalkarte. "Lass uns die heim fahren" meinte Alex. Ich war einverstanden und programmierte das TomTom auf die Strecke.
    http://motoplaner.de/#44.0689,10.577...92,10.64073&&0


    Das war richtig toll am Anfang. Es ging schön bergauf durch den Wald. Man hat immer wieder schöne Ausblicke auf die hügelige Waldlandschaft.









    Irgendwann war der Asphalt dann zu Ende. Die Leute an denen wir vorbei gefahren sind, haben auch alle komisch uns angeschaut. Da habe ich mir aber nichts dabei gedacht.

    Auf den geraden Strecken war das alles kein Problem und hat sehr viel Spaß gemacht.






    Tolle Aussicht hat man gehabt.












    Weiter oben wurde die Steine größer, in den engen Kehren waren die Spuren ausgefahren und es lag viel loser Schotter in den Furchen. Das war dann für uns nicht ganz einfach. Für Jeden, der nur bisschen offroad fahren kann, ist das wahrscheinlich nur ein Witz gewesen. Wir waren aber gefordert.



    Ich sah etwas weiter oben Autos stehen.
    "Da oben ist die Passhöhe. Danach geht es ganz sicher asphaltiert weiter." sagte ich zu Alex.

    Ja von wegen:

    Aus ist

    Meine Karte und auch das TomTom gehen davon aus, dass die gewählte Route eine asphaltierte und durchgehend befahrbare Straße ist. Das sind wohl beide nicht ganz auf dem neusten Stand.
    Wir wollten es nicht wagen die gesperrte Strecke zu fahren. So sind wir halt umgedreht und sind die Straße wieder zurück.
    Darum fahre ich auch so gerne mit Alex in den Urlaub. Da kommt kein "Scheisse" oder Gemeckere. Da werden solche Dinge einfach genommen wie sie kommen. Das ganze Meckern und Motzen bringt nichts.







    Ich war stolz auf Alex und auf mich. wir haben beide es geschafft nicht zu stürzen. Das war aber bergab bei uns beiden öfters knapp. Ich sah mich dreimal auf die Piste knallen. Es ging aber gut.

    Nach der Offroad Einlage fühlte ich mich so gut auf meiner GS. Hatte ich zuvor noch etwas Hemmungen. Dort hat es irgendwie "Klick" gemacht und vieles auf der Straße ging von selber und die Kiste lief noch besser als zuvor.
    Ich war überglücklich als wir wieder am Campingplatz waren. Ich hätte die ganze Welt küssen können.


    Wohlverdientes nach nem harten Tag

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    #5
    Der nächste Tag ist schnell erzählt.

    Wir fuhren ohne Plan durch die Gegend und ließen uns treiben. Wir wollten heute auch nicht so lang wie der letzten Tage fahren.




    Östlich von Pavullo nel Frignano










    Wir waren wieder zeitig am Platz.





    Alex beim planen der Route für die morgendliche Fahrt nach Umbrien

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    #6
    Samstag früh um 8:00Uhr sind Alex und ich bereits abreisefertig. Wir müssen nur noch zahlen. Wir hatten es die ganzen Tage irgendwie versäumt, auf das Preisschild zu schauen.
    Ich kriege die Rechnung:
    3 Nächte = 60€

    Ich frage rotzfrech: Für uns beide zusammen?
    Der Campingchef lacht nur. Nein, nur für Dich. Beide zusammen kosten 120€.

    Okay, es ist Hauptsaison. Aber das fand ich unverschämt teuer. Zu zweit 40€ pro Nacht auf dem Campingplatz. Da kann man sich ja schon fast zusammen ein Zimmer nehmen.
    Zuletzt waren wir 5 Zelte auf der "Zeltecke". Da verdient der mal kurz 100€ pro Nacht. Nicht schlecht!!!

    Naja, was solls. Ich sagte zu Alex:"Der nächste Campingplatz wird sicher billiger und auch leerer. Wer macht denn in Umbrien Urlaub? Niemand!"
    Da sollte ich die Rechnung aber ohne Holländer gemacht haben.


    Alex hatte eine schöne Strecke zusammen gestellt. Ich hatte aber keine Lust an dem Tag zu photographieren. Deswegen gibt es keine Bilder.



    Unsere Route führte uns durch die Toskana. Dort spinnen sie jetzt komplett. Ich habe den Eindruck, dass man dort überall nur noch 50km/h fahren darf. Ich habe ja nichts gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Aber es sollte auch ein Grund dafür erkennbar sein.
    Blitzer scheint es dort im Hunderter-Pack zu geben. Das ist der Hammer wie viele da herum stehen. Ich weiß nicht, ob die alle bestückt sind. Das sieht man den Kisten nicht an. Ich hoffe nicht. Ich kann nicht ausschließen, dass ich auch erwischt worden bin. Einen habe ich laut Alex definitiv übersehen. Da die Dinger aber von hinten blitzen, weiß er auch nicht ob der ausgelöst hat.


    In Umbrien sieht es übrigens nicht anders aus. Sehr viele Straßen reduziert auf 50-70km/h. Nagelneue Tunnels auf 40km/h. Sehr viele Straßen dort sind allerdings in einem erbärmlichen Zustand.
    Dort scheint das Geld sehr knapp zu sein. Geld für eine Blitzerflut ist aber anscheinend da.

    Nicht alle sind so schön sichtbar wie dieser Kamerad:



    Blau soll ja glücklich machen.

    Ob Post von dieser "Blauen Elise" glücklich macht, bezweifle ich.




    Fortsetzung folgt...

  7. Smile Gast

    Standard

    #7
    .....folgt

    Bin schon gespannt, Tolle Bilder, tolles Wetter, guter Bericht!!



    VG

  8. Registriert seit
    20.01.2009
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    2.662

    Standard

    #8
    Schöne Bilder! Und Respekt für die Fahrerei auf Schotter mit den Straßenreifen. Da wäre mich auch etwas mulmig gewesen....

    Freu mich schon auf die nächsten Bilder.....

  9. Registriert seit
    21.10.2008
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    1.935

    Standard

    #9
    klasse Bilder und schöner Bericht!! Freue mich schon auf die Fortsetzung!!!

  10. Registriert seit
    15.09.2011
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    1.401

    Standard

    #10
    Klasse............meeeeeeeeeeeeeeer


 
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