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11 Tage: Elsass, Vercors, Ardèche, Cevennen, Languedoc, Pyrenäen, frz. Alpen...

Erstellt von Detour, 26.05.2014, 21:49 Uhr · 39 Antworten · 9.451 Aufrufe

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    #21
    Hallo Hubi53,
    ich bin nicht mehr der Jüngste und inzwischen auch verwöhnt ! Das Gossamer-Zelt ist deutlich konfortabler als mein Biwaksack !
    Das Innenzelt besteht komplett aus Moskitogaze, es lässt sich im Dunkeln leicht aufbauen, ist gut verarbeitet, kostet keine 100 Euro, hat innen wirklich ausreichend Platz (Stiefel unter dem Vordach!), eine hohe Wassersäule und einen hochgezogenen Boden, steht sehr stabil auch bei Sturm und wiegt gerade mal 1750 kg bei einem Packmaß von 46 x 15 cm, ich kann´s nur empfehlen ! Einziger Nachteil vielleicht, es ist kein Iglo u. braucht vorn u. hinten eine Spannleine, die sich aber auch am Mopped etc. befestigen lässt wenn´s mit den Heringen mal nicht klappt. Für die nächste Tour werde ich mein Gepäck weiter reduzieren.
    Fußball, Alkohol, Hauszelt, Calamari vom Grill, ist ja fast wie zu Hause ! Die Flasche Muscat, Rotwein und hausgemachtes Wildschweinragout gibt´s immer bei Max & Francette in Riols, wenn ich vorbeischaue, das ist schon Tradition !
    Schöne Tour die kroatische Küste hinunter,
    Gruß Frank

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    #22
    31.05.2014
    Tag 3: Meyrueis - Joch
    3042 km - 3531 km = 509 km
    Wie gewohnt bin ich gegen 6h30 wach. Es war wie am Tag zuvor eine ruhige, erholsame Nacht. Das Zelt ist nass vom Tau und wieder dauert es 2 Std., bis der Boxermotor zum Leben erwacht.
    Die D 968 führt mich über den Col de la Sereyrede und auf der D 151 weiter zum Gorges de la Dourbie. Nach einem kurzem Stück auf der D 999 fahre ich zum Col de la Barriere (D 273) Richtung Le Ceylar über das Plateau de Escandorgue, den Col de la Baraque de Bal, nehme ab Lunas das Strässchen über Cazilhac (D 8) über den Col Notre Dame und fahre über Fayet und Brusque zum Col de Coustel.
    Weiter gehts nach Murat s. Vebre und über die D 169 nach Fraisse sur Agout über den Col de la Bane direkt nach St. Pons de Thomieres.
    Man kann auch auf der D 57 über den Col de Cabaretou nach Riols u. v. dort weiter fahren. Ich werde auf dem Rückweg aber dort sowieso Halt machen und gönne mir lieber im Strassencaffe v. St. Pons de Thomières ein erfrischendes Panaché bevor es auf der D 907 / D 920 über den Col de Seriers und den Col de Salette zum Gorges de la Clamoux weiter geht.
    Ab Villeneuve Minervois, auf der D 111 fahre ich weiter nach Capendu und Lagrasse zwischen Weinstöcken zum Chateau de Durfort, welches in privat Besitz ist.
    Die D 212 bringt mich zum Gorges de Galamus, weiter Richtung Serre de Vegas und nach Trilla zum Col des Auzines.
    Langsam beginnt es dunkel zu werden, es fällt mir zunehmends schwerer, mich auf die vielen Kurven zu konzentrieren. Das Terrain ist felsig, ebene Flächen fast nicht vorhanden. Ich habe keine Lust lange nach einem guten Schlafplatz Ausschau zu halten. Ohnehin bin ich auf der kleinen Strasse fast alleine unterwegs. Manche Auslaufflächen in Kurven locken mich aber immer wiedermal, mein Zelt dort aufzustellen. Nach ein paar Kilometern wird eine solche auf der D 13 nach Finestret (Höhe Joch) ein ruhiges Nachtlager.
    Nachdem das zelt aufgebaut ist, zaubere ich noch mein Abendessen aus dem Tankrucksack und lade meine Photo´s auf´s Netbook, um den Überblick nicht zu verlieren. Als mich am nächsten Morgen die ersten überraschten Gesichter aus den PKW´s ansehen, bin ich schon wieder am Packen !dsc00289.jpgdsc00290.jpgdsc00292.jpgdsc00298.jpgdsc00299.jpgdsc00301.jpgdsc00316.jpgdsc00324.jpgdsc00325.jpgdsc00330.jpgdsc00332.jpgdsc00338.jpgdsc00345.jpgdsc00354.jpgdsc00366.jpgdsc00372.jpg

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    #23
    01.06.2014
    Tag 4: Joch - Morunys
    3531 km - 3981 km = 450 km

    Auf der D 13 geht´s weiter über den Col Palomere, Col Xatard, Col Fourtou und den Col Llaurd auf kurvenreicher Strasse Richtung Ceret und den Col de la Brousse bis kurz vor der spanischen Grenze, dann wieder Richtung Le Boulou und auf der D 618 Richtung Argèles sur Mer die touristenverseuchte Küstenstrasse entlang nach Banyuls sur Mer und nach El Port de la Selva, wo ich eine Pause einlege.
    Es folgt das übliche Programm: durch das Naturschutzgebiet von Cap Creus nach Cadaques, Figueres, La Vali de Bianya, Darnius, La Forge del Mitg.,Prats de Mollo (D116), Col Ares, Saint Salvador de Bianya, Col de Capsacosta bis Olot, auf der N 260 nach St. Joan de les Abadesses, Ripoli, Berga bis mich nach 450 km vor dem Coll de Jou ein Schild auf den Campingplatz v. Morunys aufmerksam macht (den man sich nicht merken muß).
    In Morunys wird aber erst noch der Tank meiner ADV gefüllt (die sollte man sich schon merken). Bald darauf auch die Akku´s v. Smartphone, GoPro, Netbook u. Headset während ich den Klamotten mit einer halben Tube Rei zu Leibe rücke und zu guter Letzt, an mir selber das Exempel statuiere !dsc00379.jpgdsc00383.jpgdsc00387.jpgdsc00388.jpgdsc00390.jpgdsc00395.jpgdsc00397.jpgdsc00400.jpgdsc00402.jpgdsc00406.jpgdsc00407.jpgdsc00408.jpgdsc00409.jpgdsc00414.jpg

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    #24
    danke fuer die streckenbeschreibung und die schoenen bilder. wir fahren heute los, haben unseren fahrplan geaendert und fahren statt die franzoesische kkueste jetzt durch die pyreneen zurueck. von laredo wohl im zick zack, wo genau, wird sich erst unterwegs zeigen. ob zelt oder hotel, wird sich auch zeigen. brrraaaaaap,........

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    #25
    Hallo Rainer,

    danke für das Feedback, ich wünsche euch eine tolle Tour ! Andere Bilder folgen noch....

    Gruß Frank

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    #26
    02.06.2014
    Tag 5: Morunys - Col de Peyresourde
    3981 km - 4992 km = 1011 km

    Nach der gewohnten Morgenpackzeremonie treibe ich gutgelaunt meine Q über den Coll de Jou, den Coll d´Organya Richtung Adrall auf die sehr schöne Teilstrecke nach Sort (N-260) hoch über den Port de Banaigua, Vielha und wieder runter zum Coll d´Espina und den Coll de Fades. Es folgen Castejon de Sos, Campo, Ainsa, Boltana und die schöne Schlucht Congosto de Ventamillo (N-260), ein echtes High-Light. Weiter geht´s Richtung Canfranc über Biescas und Jaca, und in Jaca links auf die kleine Strasse nach Esposa. Nach Confranc (den Bahnhof lasse ich links liegen weil es schon dämmert) fahre ich über den Puerto de Somport bis Escot, dann rechts zum Coll de Marie-Blanque und direkt in den Regen !
    Nach 500 geilen km Regen in der Abenddämmerung ! Mein Regenkombi war schnell drübergezogen aber zum Zelt aufbauen hatte ich nicht die geringste Lust. Die Route im Navi macht die Entscheidung leicht, weiterfahren also, bis es eben wieder trocken wird !
    Eine Stunde später, am Col d´Aubisque ist dann aber endgültig schluß mit Lustig ! Ein großes Schild macht unmißverständlich klar: wegen Bauarbeiten gesperrt ! Ich fahre trotzdem durch den Regen nach Gourette und erkundige mich bei einem Einheimischen aber es hilft alles nichts.
    Meine Routenführung u. meine Stimmung sind nun endgültig im Arsch. Au-revoir Frankreich ! Schnell zurück ins trockene Spanien !
    Unter der Regenpelle ist es angenehm warm, fast schon kuschelig, auf den gut ausgebauten Passtrassen fährt jetzt fast kein Mensch mehr, ich habe sie für mich alleine und meine Stimmung steigt wieder. Ich halte mich diesesmal Richtung Pic de Sagette und Puerto de Portalet, der Regen hört auf und irgendwann leuchten die Zusatzscheinwerfer nur noch alle möglichen Passstrassen, grob nach Himmelsrichtung aus, während die letzten 50 Jahre meines unbedeutenden Lebens vor meinem geistigen Auge ablaufen und sich mit dem Sound vom Boxermotor vermischen, dieser Flow, der mir eigentlich aus meinen Jahren im intern. Fernverkehr bekannt ist.
    Gegen 4h00 morgens fällt mein Blick dann immer öfter auf mein Navi, ich muß vorab kontollieren, ob die nächste Kurve wirklich recht´s od. linksrum geht und mir wird schnell klar, die Zeit für ein Päuschen ist gekommen !
    Nahe der Spitze vom Col de Peyresourde entdecke ich eine Ausbuchtung mit einem Haufen Splitt, für mich ein idealer Schlafplatz um noch ein paar Stunden die Augen zuzumachen !
    Der Blick auf den Tageskilometerzähler überascht mich, meinen Tagesrekord von 950 km habe ich ungewollt um 60 km übertroffen !
    dsc00421.jpgdsc00422.jpgdsc00423.jpgdsc00426.jpgdsc00427.jpgdsc00429.jpgdsc00434.jpgdsc00435.jpgdsc00436.jpgdsc00448.jpgdsc00449.jpgdsc00456.jpgdsc00457.jpgdsc00460.jpgdsc00463.jpgdsc00464.jpgdsc00470.jpgdsc00471.jpgdsc00475.jpgAnhang 135302dsc00479.jpgdsc00481.jpgdsc00483.jpgdsc00476.jpg

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    #27
    03.06.2014
    Tag 6: Col de Peyresourde - Riols
    dsc00489.pngdsc00490.pngdsc00491.jpgdsc00494.jpgdsc00499.jpgdsc00500.jpg4992 km - 5342 km = 350 km

    Schon gegen 7h30, nach vielleicht 2,5 Stunden Schlaf, werde ich vom Gebimmel der Kuhglocken wieder geweckt, die Rindviecher weiden direkt am Zaun neben meinem Zelt. Sonst ist kein Laut zu hören, die Luft ist frisch u. klar aber fit ist anders, ich fühle mich wie ausgekotzt und mir brummt d. Schädel. Das erste mal habe ich keine Lust weiter zufahren.
    Die Route würde mich auf der D 618 über den Col de Caetignous, den Col de Prat, weiter auf der D 20 auf der Route des Corniches Richtung Ax-les Thermes, der D 25, D 17 und der D 84 nach Molitg les Bains, dann hoch zum Gorges de Galamus führen und dann weiter in die Ecke um St. Chinian / St. Pons de Thomières, wo ich Bekannte und Freunde besuchen möchte.
    Während die Kühe langsam weiterziehen überlege ich: die Fahrt würde den ganzen Tag in Anspruch nehmen, eine tolle Strecke aber geniessen würde ich sie heute nicht. Wenn ich die Etappe auf zwei Tage aufteile, verliere ich einen Tag und der Hinterreifen muß noch gewechselt werden, wenn ich über den Gorges d´Ardeche Richtung Nizza u. dann in die franz. Alpen fahren will.
    Ich beschliesse, die Route nicht mit Gewalt weiterzuverfolgen, statt dessen den Zeitvorsprung auszubauen und so einen Pausentag zum Ausschlafen u. Reifenwechseln machen zu können. Wenn ich auf kurzem Weg Richtung Carcassone fahre, bin ich am frühen nachmittag in Riols, werde in der Garage Quartier beziehen, duschen und abends vor einer Flasche Muscat, Rotwein und Francettes köstlichem Wildschweinragout sitzen, kann morgen den Reifen wechseln u. auf dem Rückweg meinen Jugendfreund auf seiner ferme équestre besuchen.
    Als ich mich endlich aufraffe, um meine sieben Sachen zu packen, kommen die ersten Radsportler keuchend den Berg hochgestrampelt. Mit schwerem Schädel packe ich zusammen und gebe gegen 10h00 im Navi das neue Ziel ein.

  8. MWH
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    #28
    Viele gute Bilder dabei, Frank, da bin ich echt bei Dir !
    Bei der Wahl Deiner Schlafplaetze aber wohl eher nicht, da bist Du ganz schoen anspruchslos.
    Freu mich auf den naechsten Abschnitt,
    GR. Mike

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    #29
    Zitat Zitat von Detour Beitrag anzeigen
    ... wiegt gerade mal 1750 kg bei einem Packmaß von 46 x 15 cm, ...
    Passt das denn mit der Zuladung bei deinem Moped noch?

  10. Registriert seit
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    #30
    Yep Michael, geht gerade noch so um "touristisch-zügig" unterwegs zu sein !


 
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