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2015 Steine umdrehen im Piemont

Erstellt von Milka, 17.05.2016, 13:48 Uhr · 27 Antworten · 4.709 Aufrufe

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    Daumen hoch 2015 Steine umdrehen im Piemont

    #1
    Ja einige werden jetzt sagen: schon wieder Piemont andere sagen vielleicht: da wollte ich auch immer schon mal hin.
    Nun ja, es gab wieder drei verrückte die sich aufmachten um die letzten legalen Pässe in dieser Gegend zu erkunden und wir haben uns abgesprochen das wir diese Tour in Form eines Reiseberichtes gerne mit Euch teilen wollten.
    Eigentlich wollten wir den Bericht schon in den Wintermonaten schreiben um die Zeit bis Frühling zu überbrücken aber wie es immer so ist kommt es doch alles anders, nun aber geht es los und ich werde schon mal ein wenig Text vorbereiten und Bilder sortieren.
    Micha hat mir versprochen Heut Abend den Aufschlag zu machen danach geht es dann von meiner Seite her weiter.
    viel Spaß beim lesen
    Gruß Ralf

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    #2
    Steine Umdrehen
    Piemont 2015


    Ein gemeinsam verfasster Reisebericht von

    Ralf, Micha und Ben




    Ein paar Worte zur Vorzustellung vorne weg.

    Ralf und Ben kenn´ ich jetzt seit gut vier Jahren. Hier im Forum hab ich die beiden kennengelernt, der „Q-Treiber-SH-Thread“ ist dementsprechend lang. Hier oben im Norden sind wir ein Haufen von ca 20 GS-Fahrern, die in wechselnder Besetzung Touren nicht nur im heimischen Schleswig Holstein fahren. Offroadstücke gibt’s auf unseren Touren fast immer, zum Leidwesen der Putzwütigen unter uns. Aber selbst wenn´s richtig staubt ziehen alle mit, wenn auch nur zähneknirschend, … besonders die hinten Fahrenden.

    Mit´m Putzen hat´s Ralf eigendlich weniger, er ist „Der Offroader“ unter uns, ein friesisches Ferkel.
    Ben fährt erst seit 5 Jahren Moped und rockt das House, ein Naturtalent. Ich persönlich glaub´, er hat einfach nur Cochones wie Medizinbälle. Mental Airbags By Nature.

    Tja und ich, ich hab´ weder eine untermotorisierte Jugend in Kiesgruben verbracht wie Ralf, noch hab´ ich Zugriff auf Medikamente, die Bens Unbekümmertheit erzeugen. Ich bin eher der Typ „Arbeiter auf´m Moped“, üben, üben, üben, …. aber nie zufrieden mit dem Erreichten.
    Auf einem Level ist aber unsere Reise- und Abenteuerlust. Ralf erzählte schon seit Jahren, wie fantastisch die Gegend im Piemont zum „Rumschottern“ sei. Seinen Reisebericht Sprit veklappen im Piemont hatten wir schon mehrfach gelesen und immer wieder hieß es in der Runde: „Eigendlich sollten wir mal gemeinsam ...“

    Ja, und vergangenen Juni kam Ralf dann endlich mit dem Vorschlag rüber. „Ich mach´ euch den Tourgide und erklähr´ euch vor Ort die Unterschiede zwischen „Sommeiller und Sommelier“.
    Ben und ich waren natürlich sofort Feuer und Flamme. Drei „Abwegige“ hatten sich gefunden, ....

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    #3
    Na jetzt bin ich ja gespannt, ich setz' mich mal hier hin und lasse mich überraschen was hier berichtet wird...

    Gruß

    David

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    #4
    Zitat Zitat von dave4004 Beitrag anzeigen
    Na jetzt bin ich ja gespannt, ich setz' mich mal hier hin und lasse mich überraschen was hier berichtet wird...

    Gruß

    David
    Hey David, da hat aber einer Aufgepasst
    gib mir noch ein wenig Zeit (ich hätte dich sowieso über den Fred informiert)
    Beste Grüße Ralf

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    #5
    Ich hab mir grad noch mal unseren Bericht durchgelesen. Ich glaube wir müssen doch mal wieder eine Tour zusammen fahren...

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    #6
    Ende Juni hatte ich Micha und Ben mit dem Piemonttrip angefixt, Anfang September, für eine gute Woche incl. An- und Abreise, das war der angepeilte Zeitrahmen, zumindest erstmal grob geplant.
    Zu regeln gab es noch:
    - die Freigabe von unseren Frauen, …, ging klar!
    - die Unterkunft organisieren.
    - Für An- und Abreise wollten wir vor Ort und spontan suchen, ging klar!
    - Unten im Pietmont sollte Oulx unsere Basis wieder sein! Dort hatte die letztmalige Pension zur Zeit noch freie Zimmer, vorbuchen unnötig, ging also auch klar!
    -`Nen Anhänger für drei dicke Kühe mieten, alle kostenfrei Verfügbaren waren zu klein. Da ich da jemanden kannte, der einen großen PKW-Anhänger im Verleih hatte war auch das erledigt!

    Und nu, …...... Warten! mmmmpf

    ... bis zum 28.08.2015, 21 Uhr

    Gleich nach der Arbeit, in der Nacht von Freitag auf Samstag rutschten wir einmal die Landkarte runter, von kurz vor Dänemark bis Weil am Rhein, knapp 1000 Km Autobahn. Abwechseld pennte einer auf der Rückbank, vorne wurde Strecke gemacht.

    Einmal getankt und eine Pause für´n farbloses Autobahn-Frühstück und schon nach nur 12 Stunden durften die Kühe wieder runter vom Anhänger.

    Aufrödeln bei 25°C und hübsch machen bei 27°C,

    gegen 10:30 starteten wir mit vollem Tank in die Schweiz, erstmal schön Autobahn, noch mehr Strecke machen. Um Bern rum standen wir im Stau bei 31°C, laut Bordthermometer. Diese unfriesische Temeratur setzte mir ordentlich zu, für Ben und Micha perfektes Wohlfühlklima. Bei Martingny konnten wir dann runter von „der Bahn“, es ging endlich auf kleinen Straßen zum großen St. Bernard. Gleich hinter der Grenze war dann der erste italienische Cappchino fällig, endlich in Italien, .....yes.







    Ein Stück Richtung Aosta sind wir dann aber noch gefahren, auf der SS 27 bis Enchevennoz. Dort hatte eine hübsch bunt bemalte Trattatoria kühles Bier, Essen und ein Zimmer für uns. Uns fehlte ja eine ganze Nacht, hatten über 1300 Km abgerockt, wir schliefen himmlisch und engelsgleich. Die blumige Wortwahl ist erlaubt, unser Wirt hatte uns nämlich in der ehemaligen Pastorswohnung der Kapelle gleich nebenan unter gebracht.







    Am nächsten Morgen entschieden wir uns für „Schön Kurvig“ und die SR 41, an der Nordflanke des Aostatals entlang. Weiter ging´s über den Carlos, den kl. St. Bernard und den Col de I`lseran







    Ziel für den Tag war Lac Cenis. Bis da, ausgiebig Spass mit Alpenasphalt und Tornanti. Unser Tagesziel eigendliches Tagesziel war aber das „Refuge Monte Cenis“ südwestlich dieses extrem blauen Stausees.




    Diese recht große Berghütte auf 2100 müN ist überwiegend von Wanderen besucht und bis Ende September bewirtet. Aber nur, wenn das Wetter mitspielt. Wie üblich in Berghütten gibt es ein Bettenlager, warm duschen nur „minutenlang nach Münzeinwurf“ und genau ein Abendessen für alle Gäste. Ab dem See geht’s zum Refuge über ne kleine Teerpiste, ab „Lac Cenis“ stand für uns Schotter im Roadbook. Taufrisch waren wir zwar nicht mehr, als wir gegen 16 Uhr den Schlafplatz klar gemacht hattten und schnell noch die Koffer abgerödelt waren. Die erste Offroadstrecke sollte auf alle Fälle noch unter die Räder genommen werden.

    „Essen um 19 Uhr“, war die Ansage des Hüttenwirtes, auf französisch zwar, aber unmissverständlich.

    Ok, bien sur !

    Ich habe fertig für Heute
    Gruß Ralf

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    #7


    .... immer Ralf hinterher, nur er hat Ortskenntniss und die Einstiegskoordinaten zu den Pisten. Tracks kann mein kleines 220er Zumo nicht, also mindestens in Sichtweite dranbleiben. Die Anfahrt ging erstmal über den Col de Lis, Asphalt, ziemlich ruppig, aber die GS`n schluckten das elegant weg. Oben gab´s leckeren Cappuccino und dank der GPS-Daten war´s für Ralf einfach, den Einstieg zum Pass über den Colombardo zu finden. Fix schraubten wir uns hoch, ....



    die ersten genussvollen Aussichten auf die Piemonter Bergwelt brauchten aber ihre Zeit.



    Und mitten im Nirgendwo dann eine Kirche von unerwarteter Größe. Als ob hier jemals hunderte von Kirchgängern zusammen kommen.
    Nun gut, die dazu gehörende Geschichte muss ein anderer erzählen, ....









    Kurz unterhalb der Colombardokuppe, bei der Kapelle, ein Blick auf´s Navi. OK, pünktlich schaffen wir es nie und nimmer zurück ins Refugio!



    Na gut, dann wohl Abendessen ohne uns, jetzt nur keinen Freizeitstress aufkommen lassen.

    Also bummelten wir zügig weiter, ...



    .... Moped knipsen“ nicht vergessen.




    Besonders gern genommen: „Moped an exponierter Stelle knipsen“.





    Ralf ist diesbezüglich ein ganz Großer.




    Kollateralschäden knipsen nicht vergessen, …







    Und dann bitte noch die Q „umparken“!




    Der, der nie umfällt“, das ist Ralfs selbstgewählter Titel. Ausgerechnet er packt seine Q als Erster ab, … alles Bestens!

    Man beachte Bens Grinsen, mehr Genugtuung geht nicht.


    Danach ging´s zurück zum Refuge






    und trotz unserer Verspätung wählten wir am Lac Cenis den Weg zurück über die Staumauer und über die Piste entlang des südlichen Seeufers. Traumhaft schöne Ausblicke auf den See im Abendlicht und weitere Verspätungen, so what!





    Als wir dann am Refuge ankommen sind alle andern Gäste schon bei Käseplatte oder darüber hinaus, wir bekommen aber trotzdem noch warmes Essen. Schnell nur die Helme von der verschwitzten Rübe genommen, in staubigen Klamotten hocken wir auf der Holzbank im Speisesaal. Kartoffelsuppe, Polenta-Mit-Hässlicher-Wurst, Käse und Rotwein aus der Glaskaraffe, der perfekte Abschluss für die erste Schottertour.


    VG Micha

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    #8
    Tag 3 1.Teil

    Am nächsten Morgen ging es mit Gepäck weiter oberhalb am See entlang, am Nordufer auf der SS25. Im Morgenlicht ist er nicht weniger schön als gestern Abend.

    Bis runter nach Oulx bummelten wir gemütlich 50 Mintuen.
    Der Plan war ja, bei David, dem Wirtschafter der Pension nachzufragen, ob wir bei ihm unterkommen. Wir hatten nicht vorgebucht damit wir flexibel bleiben.
    Klar, dabei kann man auch Pech haben und als wir zur Pension einbogen sah es auch genau so aus. Fast ein Dutzend Typen in orangen Crossklamotten, die dazugehörigen Mopeten alle auf dem Hofplatz, ein Gewuseln mit 2-Takt-Geknatter.
    David begrüßte uns aber mit seiner üblichen Gelassenheit eines Englischen Buttlers, er sieht ja auch genau so aus. Zwar etwas in die Jahre gekommen aber doch ganz Buttler. Und David nickte, es ist auch noch Platz für Q-Treiber aus SH. Somit waren die nächsten Tage gesetzt und wir bauten das ganze Geraffel von den Kühen.

    Der erste echte Schottertag stand an.
    Dafür hatte ich erstmal den „Col de Sommeiller“ als 3000er eingeplant.
    Da ich ihn ja schon vor Jahren gefahren hatte war der Einstig schnell gefunden.

    Der Sommeiller ist in der ersten Hälfte recht entspannt zu fahren, ist ja soweit auch bekannt. Dafür ist die zweiten Hälfte dafür umso grober und steiler.

    Unsere Aufmerksamkeit forderte aber vor allem der Gegenverkehr.
    Nicht so sehr die kleinen 250er - 450er Enduros, die da alle vor und hinter uns runterwuselten.


    Eher dieser Konvoi von ca. 10 SUVs, der uns von Oben entgegen kam.
    Auf den Geraden wurde es je nach Untergrund schon mal eng, in den Kehren ging´s nie gleichzeitig.
    Es wurde auch insgesammt etwas Grobkörniger


    Da gehts rauf


    Für Ben und Micha war es das erste mal „Sommeiller“ und Micha hatte schon arg zu kämpfen

    Oben, nachdem wir unser Gipfelerlebniss erstmal abgefeiert hatten kam die Ernüchterung...nach all der Anspannung vom Fahren kamen wir alle drei zur gleichen Meinung:
    Ja grob, ja steil, ja hoch, ja bekannt, gut gemacht zu haben, aber ansonsten, … Es gibt schönere Aussichten an anderen Strecken. Auch der Platz oben auf der Höhe ist wenig spektakulär (wir hatten uns aber auch an die Absperrung gehalten), Geschweige denn schön. Also abgehakt!


    Runter ging es auf halber Höhe zum Refuge, dort wo auch immer das Stella Alpinatreffen stattfindet um Cappuccino aufzunehmen.





    Danach fuhren wir rüber zu einem meiner persönlichen Highlights, dem Mullateria.
    weiter geht`s mit dem zweiten Teil sobald ich wieder Bilder geladen habe (evtl. Heute Abend)
    Gruß Ralf

  9. Registriert seit
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    #9
    sorry, ich habe nun erstmal alle Bilder die noch für den Bericht gebraucht werden zusammengebastelt,
    diese muss ich nun alle noch verlinken damit sie in den Bericht mit eingebaut werden könen, was für eine Arbeit
    Also gebt mir noch ein wenig Zeit, alleine die Bilder (50 Stück) lohnen sich sie mit Euch zu teilen.
    Spätestens Wochenende geht es weiter.
    Gruß Ralf

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    #10
    lass dir nicht zu viel zeit...


 
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