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3 Männer im Piemont/Ligurien/Seealpen

Erstellt von Torfschiffer, 26.10.2014, 15:20 Uhr · 51 Antworten · 9.298 Aufrufe

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    #21
    Moin Thomas,

    gemietet habe ich den Anhänger hier: Wohn- und Pflegeheim Lesmona GmbH: Willkommen - nicht wundern, das ist ein Pflegeheim! Aber der Betreiber Stefan Lohse ist ´n ganz netter und fährt GS und hatte mal das gleich Problem. Er brauchte 'n Anhänger für 3 GS'n und hat keinen gefunden. Deshalb hat er einen gekauft und vermietet den jetzt. Wenn du auf der hp unter "Servicegesellschaft" guckst, findest du den Anhänger. 3 GS'n passen da recht gut drauf!
    Bezüglich der Heidis hatten wir keine Probs - wir haben aber auch nur einen einzigen Carabinieri gesehen.

    P.S.: Gruß zurück von Kerstin

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    #22
    Na gut - dann mach ich noch ´n büschen weiter.

    Es sollte also auf den Tende gehen. Erst ging´s ´ne knappe Stunde durch die laaaaangweile Ebene, dann durch Limone Piemonte in Richtung Tende-Pass. Da wir alle den Col de Tende schon mehrfach gefahren sind und eh von Norden kamen, sind wir vor dem Tunnel rechts hoch und haben die "Weichei-Variante", sprich die Nordrampe genommen. Oben wollten wir dann auf die Ligurische Grenzkammstraße (was auch sonst). Leider stand am Einstieg ein Schild "Gesperrt wegen Baustelle" - und das in 4 Sprachen! Anscheinend meinten die das ernst. Als uns dann noch ein Wanderer sagte, dass die LGKS derzeit für alle motorisierten Fahrzeuge gesperrt ist, entschieden wir uns dafür legal zu bleiben und suchten uns etwas anderes zum spielen. Schade - aber was soll´s. Auch die LGKS sind wir alle schonmal gefahren - ausserdem kann man ja nochmal wiederkommen!

    Blick auf den Tendepass und das FortCentral:




    das näGSte Fort:


    tja ..... hier sollten wir laut Navi lang:

    von hier gings ja noch .... aber von der anderen Seite sah´s schon kniffliger aus, zumal´s auch mächtig steil abwärts ging:


    Also mal wieder umgedreht und durch die Kaserne unterhalb des Fort Central...



    ...in Richtung Baisse de Peyrefique gefahren.

    Hier der Blick vom Fort de Maguerie auf den Tendepass:


    Und hier das Fort:

    (auf diesem Platz haben wir das letzte Mal gezeltet - toller Platz, man muss zwar Brennholz von unten hoch schleppen, aber morgens hat man direkt Sonne und der Blick auf den Tendepass ist echt klasse!)



    Auf der Baisse de Peyrefique:








    Blick auf den Ort Tende:


    Nachdem wir in Tende angekommen waren, entschlossen wir uns gen Süden zu fahren, da ich gern mal wieder über den Col de Turini fahren wollte:




    `N Stündchen bevor die Sonne unterging, fiel uns dann ein, dass wir alle noch klitschnasse Zelte vom "Camp Funkloch" hatten und hielten Ausschau nach einem sonnigen Plätzchen. Wir fanden einen Parkplatz auf halber Höhe des Col de Turini. Der Untergrund war zwar nicht perfekt, aber es gab Sonne, ein geschütztes Plätzchen für´s Feuer und genügend trockenes Holz. Also alles tofte!


    Blick auf den Pass von unserem Zeltplatz aus:


    erst so: .................................................. .............. und etwas später so:


    ....und morgen gibt´s dann die letzten 2 Tage!

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    #23
    Tolle Bilder. Man könnte neidisch werden, naja ich bin es zumindest.

    Hast Du ne Routen-Sammlung?

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    #24
    Zitat Zitat von GS11 Beitrag anzeigen
    ...
    Zwei Fragen hätte ich da noch:
    1. Wos hast Du den Anhänger geliehen ? Einen 2er Trailer gibt es überall, aber einen 3er oder 4er nur selten.
    2. Hattet Ihr in Italien mal Berührung mit der Behörde wegen der M+S Zulassung der Heidenaus ?
    ...
    Die Fragen kann ich auch beantworten:
    zu 1.: In unserem Vorgarten steht sowas, allerdings haben wir eine andere die Zugmaschine...
    garda-2014.09-005.jpg

    zu 2.: Im September haben sich die italienischen Cops - 3 oder 4 x unterwegs gesehen - nicht für uns und schon garnicht für unsere Heidis interessiert...

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    #25
    Hallo,

    die Info zum Anhänger von Finn ist für mich und ev. Mitstreiter insofern interessant, da bei uns fast vor der Tür. Ich trage mich auch schon länger mit dem Gedanken, mal eine schöne Tour nach F. oder I. zu machen. Aber bisher ist der Funke bei den Angesprochenen noch nicht so richtig übergesprungen. Ausserdem krankt es noch etwas an organisatorischen Dingen. Aber der Anhänger wäre schon ein weiterer Schritt.

    Gruß Thomas

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    #26
    Ja, toll, keine Frage. Nun haben wir ja wirklich viel gesehen auf unserer eigenen Tour, aber es ueberrascht mich immer wieder, wie viele herrliche Ziele bzw. Touren ihr in Europa direkt vor der Nase habt. Danke fuer's Teilen!

    .... it, ich hol' mir heute 'nen Lottoschein!

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    #27
    Danke für die tollen Bilder...

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    #28
    So - Endspurt! Bald habt ihr es geschafft!

    Am nächsten Morgen nach ´ner Kurve in einer schmalen Schlucht:


    ...steht da doch ´n Radlader quer:

    Nach Auskungt des Fahrers: "vingt minutes!!" - oberhalb der Strasse waren Bauarbeiten und es purzelten ständig Steine auf unsere Straße. Da jeder Umweg länger wäre, war klar dass wir warten.....und ein wenig in der Gegend rumknippsten.








    (Pause in Beuil)



    Nach dem Col de Couillole gings dann über den Col de Cayolle (sehr schöner Pass!)..... und schon wieder ´ne Pause....


    ...mit Blick auf Barcelonette:


    ..wo´s dann erst mal ein Café au lait in der Sonne gab!


    Unseren letzten Outdoor-Übernachtungsplatz fanden wir kurz vor La Condamine am Fluß:




    Der Platz ansich war klasse, wenn nicht ein tierischer Wind - wenn nicht Sturm - aufkam, der uns nicht wirklich einen gemütlichen Lagerfeuerabend bereitete:

    (wenn wir díe Stühle nicht umgekippt hätten, wären sie weggeflogen - man beachte auch meinen Bierdosenhalter)

    Aus diesem Grund trieb es uns auch früh´ in die Zelte. Stefan direkt nach dem grillen - Klaus und ich hielten noch bis 22:00 Uhr aus und haben in der Zeit aufgrund des Windes deutlich mehr Feuerholz als Dosenbier verbraten!!

    Nachts ebbte der Wind dann zum Glück ab ..... dafür wurde es ein wenig schattig, wie man morgens an den Pfützen sehen konnte:






    Aber die Temperaturen sind eigentlich recht egal, solange der Himmel dabei so aussieht:


    Als nächstes Ziel stand der Parpaillon auf dem Programm. Nach dem ganzen Asphalt der letzten Tage endlich mal wieder etwas schottern. Aber vorher gab´s noch in unserem "Stamm-Café auf dem Weg auf den Parpaillon" einen (oder zwei, oder drei...) Café au lait´s:



    (nicht mehr der allerneueste Schuppen, das Personal auch eher "rustikal", dafür aber sauber und der Café schmeckt!)

    Nachdem wir dann den Berg hochfuhren und alle etwas in Gedanken waren, sind wir doch prompt an der Abzweigung zum Gipfel(-tunnel) vorbeigefahren. Wir quälten uns dann einen halbgefrohrenen, halbmatschigen Waldweg hoch und merkten es erst, als wirklich nix mehr ging. Also umdrehen und ca. 500 Höhenmeter wieder runter - selbst Schuld, wenigstens einer hätte ja mal die Glotzen aufmachen können!


    (irgendwo in dem Wald auf der rechten Seite des Bildes schlugen wir uns den Holzrückeweg lang - dagegen war der Rest des Parpaillons echt entspannend)

    Auf dem Weg zum Tunnel:


    Der Stephan wirkt zufrieden, oder?


    Manchmal musste man aber doch etwas aufpassen, da so ein paar Pfützen und Wasserläufe noch gefroren waren:




    Als ich dann am Tunnel ankam, standen da zwei Italiener mit KTM Adventure und BMW R 1200 GS (ohne Gepäck) und trauten sich nicht so recht durch die Röhre, sondern warteten bis wir mit unseren beladenen Kühen durch waren.


    Meine zwei Begleiter haben´s dann auch mal geschafft.....


    Blick aus dem Tunnel:


    Leider ist das Bild von den "kleinen" Eiszapfen an der Decke nicht scharf geworden:



    (wenn der Transport nicht gewesen wäre, hätt´ ich einen für den Drink am Abend mitgenommen.....)

    Die Fahrt durch den Tunnel war dieses Mal völlig trocken und harmlos. Vor 4 Jahren, als ich zuletzt hier war, sah das deutlich matschiger und rutschiger aus.......und dazu hatte ich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und die Sonnenbrille, gegen die normale getauscht. Das half auch ein wenig!


    GESCHAFFT - erneuter Brillenwechsel bei Klaus:


    Auf dem Weg nach unten gab´s mal wieder etwas Wasser & Eis:




    Etwas tiefer dann auf "orangenen" Wegen:




    Nun hieß es "nur" noch zurück zum Hotel nach Villeneuve im Aostatal. Das Navi (nicht Klaus´, das fuhr ja nicht übern Berg), sagte uns 16:40 Uhr Ankunftszeit. Na also - entspannt über den Col de Galibier, den Col de la Madeleine und den kleinen St. Bernhard fahren, Moppeds abladen, auf den Anhänger stellen und einen entspannten letzten Abend genießen - so der Plan.

    Aaaaaber, dann kam direkt nach Briancon folgendendes Schild: "Col de Galibier - ferme". Hmmm - blöd, aber was soll´s. Also doch wieder über den Col de Mt. Cenis und den Col de L´Iseran zum kleinen St. Bernhard.

    Nachdem wir auf der Passhöhe des Mt.Cenis ca. 0 Grad und Neuschnee hatten, schwante uns böses......aber erst mal ´n Päuschen und in der Sonne aufwärmen:




    Und es kam wie es kommen mußte - der Col de L´Iseran war natürlich (da deutlich höher als der Mt. Cenis) auch zu. Aaaaalso den näGSten Umweg und doch noch über den Col de la Madeleine fahren. Dieser war zum Glück nicht so hoch und offen .... dafür aber auch janz schön kalt (-1°C auf der Passhöhe). Es wurde zwar immer später, aber noch schien die Sonne und war knallblauer Himmel.

    Kurz unterhalb der Passhöhe des Col de la Madeleine:




    Passhöhe:






    Dann kam die nächste Zitterpartie - was ist mit dem kleinen St. Bernhard???? Zum Glück war dieser offen, ansonsten hätten wir ein echtes Problem gehabt. Leider ging es inzwischen schon auf 19.00 Uhr zu, so dass wir ab der Hälfte der Strecke nach oben den Pass im dunklen fuhren. Kein wirkliches Geschenk bei Minusgraden und feuchter Fahrbahn. Nach der Passhöhe sind wir die ersten 300 Höhenmeter den Berg runtergekrochen weil wir ncht unterscheiden konnten, ob es nur feucht, oder auch glatt war!
    Letztendich ging aber alles gut und wir landeten gegen 20:00 Uhr am Hotel, wo der "Patrone" uns ungläubig anguckte, als wir ihm unseren Weg erzählten. Der kleine St. Bernhard wäre einen Tag vorher geschlossen gewesen! Tja, Glück muss man haben.

    Also nix wie raus aus der Kluft, endlich unter die Dusche und bei leckerem essen das eine oder andere Bierchen zum Grappa konsumiert!

    Am nächsten Tag dann früh raus - Moppeds auf den Hänger...


    ....und nach gutem Frühstück um 08.00 Uhr auffe Bahn! Gegen 0:00 Uhr und 1.200 km später war ich dann nach Umweg über den Ruhrpott wieder zuhause.

    Fazit:
    Es war geil!!!

    Fakten:
    gefahrene Strecke Auto: ca. 2.400 km
    gefahrene Strecke Mopped: ca. 1.600 km
    Stürze: ich einmal auf Schotter (zum Pramand hoch) bei langsamer Fahrt umgefallen - Kratze in Ventildeckel und Ego, die anderen dieses Mal nicht einmal!
    Schäden: keine
    besondere Vorkommnisse: die Schweizer sind Wegelagerer: 35,- € Vigniette Auto und 35,- € Vigniette für den Anhänger(!!!!) sowie 2 x 25,10 € für den Tunnel unter dem großen St. Bernhard!

    So - das war´s! - Ich hoffe ihr hattet Spaß an Text & Bildern!

  9. Registriert seit
    01.05.2014
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    #29
    Kurz & Knapp => Super...Danke für's Teilen !

    Gruß
    Andreas

  10. X-Moderator
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    #30
    Danke sagen die GSTreiber`s für diesen tollen Bericht und diese genialen Bilder`s! Sehr Schön, Finn! Da haben wir ja noch was auf dem Zettel:-) !

    Danke für`s mitnehmen .

    Gruss a.d Schurwald!


 
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