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3 Wochen Marokko, März 2015

Erstellt von fmantek, 13.04.2015, 17:57 Uhr · 21 Antworten · 4.670 Aufrufe

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    Standard 3 Wochen Marokko, März 2015

    #1
    Hier dann mein Reisebericht für meinen Marokkoausflug. Die einzelnen Etappen sind jeweils ein Beitrag.

    Anfahrt nach Sète


    Ich fuhr am Freitag Nachmittag los. Das Wetter im Bergischen war kalt und wolkig, aber hinter Köln klärte es auf, es wurde sonnig und die Temperaturen stiegen auf 18 Grad - wunderschönes Wetter für die Landstraßen zwischen der Eifel und Luxemburg.


    Die Fahrt war ruhig und Ereignislos, Musik hören, nachsinnen über die Wochen, die vor mir liegen und langsam abschalten.


    Übernachtung war nach 450km in Nancy. Eine hübsche Stadt, von den limitierten Eindruck, den man in der kurzen Zeit bekommen kann. Es gibt viele kleine Restaurants, und zu mindestestens in einem gibt es einen hevorragenden Jambon zum Abendessen.


    Am nächsten Morgen schlug das wunderschöne Wetter des Vortages um. Es war 4 Grad und neblig, als ich Nancy gegen 9:00 Uhr verließ. Eine Stunde später fing es an zu regnen - und das ging dann 5 Stunden so weiter. Das einzig positive an der Fahrt ist, das ich jetzt weiss, das meine Ausrüstung komplett wasserdicht ist.


    Gegen 17:30 kam ich am Fährhafen von Sète an. Gut 850km durch Frankreich und 3 Baustellen ohne Verzögerung. Das wäre mir in NRW nicht passiert. Da sind es eher 850km Baustellen mit 3 Arbeitern…

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    #2
    Rauf auf die Fähre


    Als ich eintraf, war eine andere R1200GS auf dem Parkplatz, der mir als Mopedfahrer angewiesen wurde. Später kam noch eine vollbeladene Touratech ADV Werbemaschine dazu. Es stellte sich heraus, daß wir alle uns im Saharacamp Wiedersehen würden, wir hatten nur unterschiedliche Umwege geplant.


    Insgesamt waren es nur 4 Motorräder, eine KTM gesellte sich noch dazu. Als Ausgleich war der komplette Konvoi der Ralley des Gazelles mit an Bord. Ein buntes, beeindruckendes Aufgebot an verschiedenen wüstentauglichen Jeeps, den Support Lkws und dem Medientross. Geschätzte 150 + Fahrzeuge die stundenlang an uns 4 Mopedfahrern vorbeikommen.





    Ja, man kommt nicht als erster auf die Fähre. Die Beladung fing um 20:00 an und um 11:30 war ich in meiner Kabine. 3 geschlagene Stunden standen wir im Nieselregen während die Kolonne an uns vorbei schlich.


    Schlafen tut es sich nicht gut - die See ist recht rau, und ich bin es nicht gewohnt im Bett von alleine hin und her zu rollen. Dazu kommen noch regelmäßige Lautsprecher Ansagen bis 2:00 die mich immer wieder aufschrecken.


    Das Essen gehört zum schlechtesten, das ich je bezahlen musste. Es ist nicht ekelhaft, aber einfach fad und kalt. Kaffee dagegen ist gut und verhältnismäßig preiswert. Zum Frühstück um 8:30 sollte es eigentlich Brötchen, Käse und verschiedene Croissants geben, aber die ganz frühen haben alles aufgegessen - für mich gab es nur noch Nougatcroissants...


    An Board gibt es wenig Unterstützung oder Informationen. Französisch Kenntnisse sind von erheblichen Vorteil, da hier niemand Englisch spricht. Italienisch oder französisch.


    Man muss den Board Ansagen gut zuhören, da es sonst völlig unklar ist, wo und wann die Einreiseformalitäten abgehandelt werden.


    In dieser Fahrt startete es für Nador um 9:00 morgens, ich empfehle entweder sehr früh oder ganz spät zu kommen.


    Es werden keine Nummern mehr gezogen, es gibt auch kein Einfuhrformular für KFZs mehr. Mann stellt sich rechts ab, füllt das Einreiseformular während des Wartens aus, zeigt Pass und Formular, bekommt 2 Stempel, und ist das Formular wieder los.


    Dann stellt man sich links an, ich hatte das ausgedruckte Zollformular dabei. Fahrzeugschein und Pass vorlegen, Grüne Versicherungskarte, und wenn alles Okay ist, würde der Beamte das Formular ausdrucken. Ich musste auch alles vorlegen, ich denke das vorherige Ausdrucken hat mir keine 30 Sekunden Zeit gespart.


    Die ganze Prozedur hat fast 2 Stunden gedauert, ich war um 9:45 da. Ein Bekannter direkt um 9:10 hat 45min gebraucht. Die Schlange war, als ich ging, gut doppelt so lange. Ich denke ab 10:30 wartet man mindestens 3 Stunden. Ich war dann zufällig noch kurz vor Schluss für den Nador Teil da, da war es fast leer. Ist natürlich riskant, ich würde früh Morgens empfehlen.


    Es ist jetzt gegen 6 Uhr abends und bisher habe ich keine Ahnung, wann ich morgen früh raus muss um in Nador von Board zu gehen. Es kursieren alle Möglichen Gerüchte : 6:00 - 8:00 - 9:30. Mal sehen.

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    #3
    Ausladen und endlich aus Land


    Um 6:30 mussten die Zimmer geräumt sein. Da ab 5:00 regelmäßige Lautsprecheransagen in französisch darauf hinweisen, kann man diesen Termin auch nicht verschlafen. Eine Ansage kam in Englisch, auf diese muss man achten, da dort der Sammelpunkt für die jeweilige Garage angesagt wird.


    Gegen 7:40 standen wir dann an unseren paar Motorräder, schön von den Ralley Teilnehmern eingekesselt. Nach einer gefühlten Ewigkeit rollten wir raus und dem Zoll entgegen. Kein Absteiger, keine Leute die sich aufdrängen - nur ein freundlicher Beamter, der mich in 30 Sekunden abfertigt.


    Raus aus dem Hafengelände suche ich die Versicherung - aber alle die ich sehe sind noch zu - es ist keine 8:30, anscheinend arbeitet hier noch keiner.


    Jetzt kann ich warten.... Oder fahren....


    Also rolle ich Richtung Fes weiter, und finde noch 2 weitere geschlossene Axa Vertretungen. Also, Augen zu, und nach Möglichkeit keinen Unfall bauen. Hatte ich ja eh nicht vor....


    Vor dem Verkehr in Marokko braucht man keine Manschetten zu haben - nicht schlimmer wie irgendwo anders. Nur in Deutschland fährt man wie auf der Carrerabahn - woanders fließt es halt etwas lebendiger vor sich hin.

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    #4
    Ein kleiner Umweg nach Fez




    Von Nador ging es erstmal über die N15 nach Guercif. Gute 120km die, ohne jeden Verkehr, leicht zu fahren waren. Klaus, Gérard und Kerstin gesellten sich kurz hinter Nador dazu, so dass wir in einem 3er Konvoi unterwegs waren. Ab und an gab es einen Jeep der Ralley, alte Laster und Schafe.


    Leider aber auch aggressive, motorradjagende Hunde. Rechter Hand eine Schafherde, Gérard bremst an, Klaus auch, beide achten rechts auf die Schafe - und von links aus dem Brachland rast ein kläffender Köter auf sie zu. Gérard war zu weit vorn, ich zu weit hinten, also wird Klaus das beinahe Opfer. Bei zum Glück nur 35km/h wirft sich der Hund unters Vorderrad, Klaus kann die Maschine nur mit viel Glück und einem blauen rechten Fuß aufrecht halten. Das hätte Schlimmer ausgehen können - der Hund ist aber sicher, nachdem er jaulend in die Wüste verschwand, heute Tod....


    In Guercif noch Kaffee und Tee - der Minztee mit Gebäck ist wirklich köstlich - dann trennen sich unsere Wege bis Samstag im Saharacamp. Die 3 fahren nach Osten und dann an der algerischen Grenze nach Süden, ich die N6 Richtung Richtung Taza nach Westen.


    In Taza wird getankt, ein Euro pro Liter. Dann geht es nach Süden, ich dachte mir, der Berg ruft. Der Umweg über die R504 und die R507 war:


    263 km lang und hat 70km der N6 gespart.
    das waren aber fast 6 Stunden Zeit....
    weil ich von 250 Meter Höhe auf 2200 Rauf ging... Laut Zumo insgesamt 8261m rauf und 8471m runter.
    die Temperaturen gingen von 16 Grad und Sonne auf 2 Grad und Regen. Schneemassen am Stassenrand
    Straße ist sehr, sehr optimistisch. Das schlimmste Stück waren die gut 3km auf dem Gipfel. Roter Lehm. KLETSCHNASS.



    Die TKC70 haben mir da oben den Hintern gerettet. Wir diskutierten vorher noch, dass Mann Schotter auch mit dem Tourance oder einem Straßenreifen fahren kann. Klar. Aber diese Strecke hätte ich damit nie geschafft.


    Gegen 19:30 kam ich in Fes an. Dort, wo laut Booking.com das Riad sein sollte, ist es nicht..... Es regnet in Strömen, und ich suche im Dunkeln nach einem Hotel.... Am Ende dort angerufen, die Karte von Booking.com ist falsch, das Hotel ist 2.5km in einer anderen Richtung...


    Dort dann angekommen, hilft mir ein junger Einheimischer die Garage zu finden, und führt mich zum Riad Myra. Da dieses in der Medina, wenn auch nur 100meter weit, liegt, hätte ich das ohne Hilfe nie gefunden. Das Riad selber kann ich sehr empfehlen, es hat nicht umsonst auf Booking.com eine Bewertung von 9.6.

    Insgesamt war ich über 10 Stunden auf dem Motorrad, bin von einem Extrem ins nächste gefahren, habe 270km keine Tankstelle gesehen, saß über 6 Stunden am Stück auf dem Bock und habe unglaublich tolle Eindrücke gewonnen. Dazu habe ich noch gelernt, das mein Zumo im Gebirge sehr unzuverlässig im Zeiten Berechnen ist. Die Endzeit war erst 15:40 (gut), dann sprang sie irgendwann auf 19:50, um sich dann auf 18:15 festzulegen, oder 19:10, je nach Kurve, bis ich wieder auf der N6 war...


    Einfach ein fantastischer Erster Tag - weniger Regen und es wäre perfekt gewesen. Der Umweg war klasse, die Tour zum Tis'n Tiskine kann ich empfehlen, aber besser nicht im März.


    Fes selbst war regnerisch, aber teilweise sehr schön. Die Medina ist ein Ort wo man sich verlaufen möchte und verlaufen wird. Ein Besuch der Stadt lohnt sich auf jeden fall.

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    #5
    Von Fez nach Marrakesch


    Um 9:30 ging es 2 Tage später los, Fes verabschiedet mich, wie es mich empfangen hat - es regnet. Ich mache mich auf den Weg zur N8, die Landstraße Richtung Marrakesch. Temperatur gut 9 Grad.
    Leider geht es bergauf. Schon nach 20km wird es kälter, und weiter im Süden sehe in auf den Hügeln Schnee auf den Gipfel liegen. Augen auf, Griffheizung an, und weiter.
    Aber es wird immer kälter. Nach 70km bin ich in Taounza, stehe an einer Schranke, und warte auf irgendetwas. Es fängt an zu schneien, und nicht zu knapp.





    Dann kommt von hinten der Schneepflug, die Schranke geht auf, und ich folge für ein paar hundert Meter. Aber der Schneefall wird immer schlimmer, die Straße geht weiter nach oben. Ich halte auf 1650m Höhe an und suche eine Alternative.
    Meine Stiefel rutschen arg auf dem Schneematsch und ich bin erstaunt wie gut die TKC70 mit dem Boden klarkommen. Ich drehe um, bekomme an der Schranke ein paar Hochruf (hey, der Deutsche hats verstanden) , und fahre, langsam, ganz langsam, durch das Schneegestöber über die R707 nach Meknes auf die A2.
    Sobald ich unter 1400m bin, gut 20km, wird der Schneefall durch Nieselregen ersetzt, es ist 4 Grad - ich hätte nie gedacht das ich mich so sehr über Regen freuen kann.
    An der ersten Autobahnraststätte tanke ich, trinke einen Kaffee, und treffe einen Reisebus und einen weiteren Wagen, die auch alle an der Schranke umgedreht sind. Schade, die Landschaft sah, wenn ich das Visier mal freigemacht hatte, sehr schön aus.
    Der Rest der Fahrt war einfacher, und beschaulich. Teilweise landschaftlich sehr reizvoll, endlos scheinende grüne Hügellandschaften auf dem Weg nach Osten, hinter Casablanca.


    Es wurde konstant wärmer, bis ich gegen 18 Uhr in Marrakesch auf den Parkplatz rollte.

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    #6
    Von Marrakesch zum Camp

    Nach 3 Nächten in Marrakesch, in einem sehr schönen Riad, geführt von einem sehr freundlichen Franzosen, war es Zeit zum Camp aufzubrechen.


    Der Abschied fiel mir nicht leicht, Marrakesch hat eine schwer zu fassende Magie, die Abende am Djemaa el-Fna mit seinen Schlangenbeschwörern, Boxkämpfen, Geschichtenerzählern, der aufputschenden Trommelmusik, den endlosen Essensständen sind was besonderes, und eine Erinnerung für die ich dankbar bin.


    Essensstand auf dem Djemaa el-FnaMusiker Djemaa el-Fna




















    Aufgrund meiner Schlechtwettererfahrungen in den beiden Gebirgsausflügen der Vortage, habe ich mich entschieden, nicht über den Hohen Atlas zu fahren. Die Straße hat keine Alternativroute, entweder man fährt mehrere Stunden zum Tizn Test, und kann drüber, oder nicht. Das war mit zuviel Risiko.


    Also fährt man die Autobahn von Marrakesch über Adagir und die letzten 200km Landstraße. Die Strecke hat teilweise sehr schöne Aussichten auf den Hohen Atlas, aber im generellen wird heute hauptsächlich Strecke gemacht.


    Gegen 17 Uhr komme ich im Camp an, erledige meine Anmeldeformalitäten, und freue mich aufs erste gemeinsame Abendessen. Wir sind gut 8 Leute heute, am 28.3., das eigentliche Camp startet ja auch erst offiziel Morgen.

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    #7
    Assa

    Für meinen ersten Ausflug vom Camp aus wollte ich Richtung algerische Grenze, nach Assa.


    Also erstmal nach Guelmin, von dort über die R103 nach Assa. Die Strecke ist eigentlich fahrtechnisch langweilig, wie vieles in Marokko. Hier gibt es halt viel Platz, ergo sind viele Strassen einfach sehr gerade.


    Aber ein paar Sachen holen diese Tour raus aus dem Einerlei. Zum einen wächst hier irgendwas lilanes, sieht aus wie verkümmerter Lavendel (soll aber was anderes sein), der sich über die Ebenen zieht, und an den braunen Hügeln hochwächst, so das der Blick über den Horizon einfach unwirklich, ausserirdisch aussieht.


    Hügel bei Assa

    Dann muss man durch eine kleine Hügelkette durch, und der marrokanische Verkehrsminister hat entschieden brandfrischen Asphalt zu verlegen. Die Fahrt wird daher sehr viel flotter, die Kurven angenehm und eine wohltuende Abwechslung nach dem vielen Geradeausfahren der letzten Tage.


    Über die Hügelkette hinaus, auf der anderen Seite, wird man mit einer bombastischen Aussicht belohnt.





    Mein Auge hat den Eindruck das diese Landschaft niemals aufhört, das die Hügel auf der anderen Seite der Ebene bis ans Ende der Welt so weitergehen. Ein optischer Eindruck der sich stundenlang nicht ändern wird, es ist als könnte man bis ans Ende von Algerien schauen.


    In Assa angekommen (sind gut 130km bis dahin) fühlte ich mich noch nicht nach umdrehen, und entscheide nach Nordosten dir R1801 weiterzufahren, paralell zur algerischen Grenze, und dann die N12 wieder nach Westen um nach Guelmin zurückzukommen.


    Da ich ja noch genug Sprit habe (gerade mal halbleer) brauche ich ja in Assa nicht tanken. Auf der Strecke ist doch sicher noch eine Tankstelle, behauptet zumindestens meine ReiseKnowHow Karte. Sollte an der Kreuzung von R1801 und N12 sein.


    Na, dann mal los. Die Strecke ist von der Aussicht her fantastisch, der Blick nach Algerien rüber ist toll. Auf den 80km bis nach Fam El Hisn begegne ich einem deutschen Jeep, und 3 Militärfahrzeugen.


    Aber keiner Tankstelle. Nich in Fam El Hisn, und auch nicht da, wo meine Karte doch versprach, das da eine sein soll. Mittlerweile habe ich 260km auf der Uhr, die Restreichweite sagt 30km, und die Temperatur 35 Grad. Was willst Du machen, ausser weiterfahren.


    15km weiter, eine Kreuzung zur R107, ein abgewracktes Haus mit 2 verrosteten Zapfsäulen - und Benzin. Mir fiel ein Stein vom Herzen…


    Der N12 weiter folgend, wunderte ich mich zuerst, das die N12, als ROTE Landstraße in der Karte eingezeichnet, sich als viel schmaller entpuppte als die R1801. Im Schnitt 1.5 spurig, war es schwer dort einen Bus oder LKW zu überholen, ohne im Gelände unterwegs zu sein.


    Aber, es gab Dromedare:





    das erste mal in meinem Leben, das ich für ein Kamel, ohne Uniform, auf der Straße langsamer werden musste. Die Herde hatte bestimmt 100 Tiere, und alleine für das Erlebnis hat sich für mich der Ausflug nach Marokko gelohnt.


    Bis ich wieder im Camp war, hatte ich dann gute 450km auf der Uhr und war über 7 Stunden unterwegs gewesen. Schön wars.

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    #8
    Nach Tafraoute

    Am Montag, den 30.3., fahre ich nach dem Frühstück erstmal mit der Offroad Gruppe Richtung Sidi Ifni.


    Die Tour startete mit Sonne, wie hier, als ich am alten Fort Bou Jerif vorbeifahre.





    Aber schon wenige Kilometer weiter, Richtung Meer, gehen die Temperaturen nach unten, von der See kommt eine dichte Wolkendecke und es sind nur noch 15 Grad.


    Da bin ich doch sehr froh, das ich mir gerade erst die Handschutzschalen abgeschraubt habe, damit ich mehr Luft an die Hände bekomme


    Sobald wir an der N12 angekommen sind, trenne ich mich von den OffRoad Fahrern. Ich möchte nach Norden, bis nach Sidi Ifni, von dort über die R104 nach Tiznit, und dann weiter nach Tafraoute.


    Und sobald ich wieder 10km von der Küste entfernt bin, hinter Sidi Ifni, scheint die Sonne, und die Temperaturen kletter fühlbar jeden Kilometer 1 Grad Richtung 34 Grad.





    Hinter Tiznit wird die R104 wirklich schön. Es schlängelt sich, mit recht wenig Verkehr, eine Hügelkette hoch, mit teilweise wirklich schöner Aussicht, bis auf vereinzelte Schlaglöcher guten Asphalt, und vielen Kurven.









    Die Strecke bis nach Tafraoute macht Spass zu fahren und bietet immer wieder schöne Aussichten. Die R104 nach Osten kann ich nur empfehlen.





    Zurück ging es dann über die P1919, eine langweilige, hauptsächlich gerade Strecke.





    Insgesamt war ich wieder gut 7 Stunden unterwegs, und bekomme langsam Sonnenbrand auf den Lippen (trotz Helm). Das nächste Mal muss ich einen Labello mitnehmen….

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    #9
    Nochmal nach Assa

    Ein netter Berliner wollte gerne mal nach Assa fahren, und da ich mich nicht nach einer größeren Tour fühlte, dachte ich, die 260km schaffst Du schon. Also ging es wieder nach Assa, mit den gleichen schönen Ausblick.


    Am Gipfel der Hügelkette wurde wieder eine Aussichtspause eingelegt.





    In Assa angekommen, treffen wir auf eine weitere Gruppe aus dem Camp, diese wollen meine komplette Assa Tour nachfahren, und der Berliner schliesst sich denen dann an.


    Nach einer Thunfisch Pizza Pause geht es mir nicht wirklich besser, und ich entscheide mich so schnell wie möglich ins Camp zurückzukehren.


    Ich denke eigentlich hatte ich nur einen kleinen Hitzschlag, der sich mit der Thunfischpizza überhauptnicht vertragen hat.


    Resultat ist, das ich 36 Stunden auf dem Klo verbringe, und mich wirklich nicht besonders gut fühle. Da ich am Freitag eine lange Tour nach El-Jadida vorhabe, entscheide ich mich den Donnerstag ebenfalls kurz zutreten, waschen, lesen. Schade, aber nicht zu ändern.

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    #10
    El Jadida


    Am Freitag, nach dem Frühstück, ging es los Richtung El-Jadida. Gute 700km zu fahren, und Marokko meint es gut mit mir: tolle Sicht, Temperaturen die nicht über 30 Grad gehen, und kein Verkehr.





    Bis Agadir ging es die Landstraße, and Kakteen bewuchterten Hügeln vorbei. Wunderschön. Aber selbst Die Autobahn hatte tolle Aussichten zu liefern, endlose, rote Hügel und entfernt, Richtung Osten, der Atlas.


    Apropos Autobahn. Worauf man in Marokko achten muss, ist das LKW wirklich LANGSAM unterwegs sein können.





    Hier geht es leicht bergauf, der LKW dort fährt höchstens 20km/h. Wenn man ein wenig träumt, oder abgelenkt ist, kann das fatal werden. Fast stehende Transporter sind hier keine Seltenheit.






    Gegen späten Nachmittag komme ich in El-Jadida an. Beschrieben wurde mir diese Stadt als “Portugisische Hafenstadt, UNESCO Weltkultur Erbe”. Also eigentlich etwas, was mir wirklich gut gefallen müsste.


    Ich lass mal Bilder sprechen….












    Blick über den portugischen UNESCO Teil:





    Der Wall:





    Das einzig wirklich sehenswerte war die alte Zisterne aus dem Jahr 1514, soweit ich weiss wurden Teile der Othello Verfilmung hier gedreht:





    Das war jedenfalls das erste UNESCO Welterbe, das ich bisher besichtigt habe, wo ich sagen muss, ok…. Das muss ich nicht gesehen haben….


    Dafür war die ausgesuchte Riad wieder ganz hervorragend, mit sehr guten Essen. 2 Nächte zum Ausruhen.


 
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