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31 . EnduroPROjekt: 08.06. – 10.06.2012 - L a n g e n s t e i n b a c h

Erstellt von femto, 11.06.2012, 21:40 Uhr · 47 Antworten · 4.305 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Lächeln 31 . EnduroPROjekt: 08.06. – 10.06.2012 - L a n g e n s t e i n b a c h

    #1
    Ein kleiner Bericht 'in zwei Tagen' mit Augenzwinkern. Vielleicht ist das ja auch etwas für den einen oder anderen von uns ...

    Werner war's! Jawoll.
    Der Sandfloh ist 'Schuld', keine Frage

    Er hatte das alles mit seinem Bericht hier & vor recht genau einem Jahr 'angerichtet', den wir (etwas spät) entdeckten - und der uns sofort gewaltig ansprach.

    Nun war unser Sommerprojekt "LGKS 2o11" zu der Zeit bereits in vollem Gange der Vorbereitungen ... und so war's letztes Jahr nichts mehr.
    Aber klar war, daß wir das unbedingt gemeinsam & "in klein" ebenfalls mal miterleben wollten. Allerdings nicht auf die so harte Tour - und so hat Gesche bereits früh im Januar Nägel mit Köpfen gemacht und uns bei den freundlichen Jungs von EnduroPRO für das 31 . EnduroPROjekt: 08.06. – 10.06.2012 in Langensteinbach mit eingebucht.

    Klasse, das Jahr konnte kommen ...
    Ein paar Tage 'Flucht' aus dem Alltag, bodennahes Leben, mit Zelt, umgeben von diversen anderen fröhlich Irren - und im Idealfall ganztätig hochamüsiert
    bis zum Hals im Schlamm und Morast steckend, freies gemeinsames Fahren und rundum entspannte Leute und eine gute Organisation genießen.

    Das war unsere (Wunsch-) Vorstellung ... und sie sollte voll in Erfüllung gehen!

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    #2
    A n f a h r t.

    So fanden wir uns dann jetzt in erwartungsvoller Anreise, ohne die geringste Vorstellung, worauf genau wir uns da wohl einlassen würden, im lieblichen Schneckentempo mit kleinem Hänger hinter dem Transporter auf (glücklicherweise freien) Autobahnen mit Kurs Ost ... und die rd. 450km zogen sich wie Kaugummi.

    Dafür regnete es aber wenigstens. Das war erwartet, das war hinsichtlich der zu erwartenden Riesen-Sauerei auf der Strecke von der Hälfte von uns sogar erhofft (diese Schlammschlacht in Kenzingen im strömenden Regen hatte es mir irgendwie sehr angetan - genau meine Bedingungen ).

    Aber es war lediglich Streckenvorbereitung de luxe - denn der Wetterbericht zeigte schon, daß ziemlich präzise mit unser Ankunft der letzte Tropfen für's Wochenende gefallen sein sollte. So war's auch.

    Kaugummimeilenweit.

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    #3
    A n k u n f t.

    Fahrerlager. Früh dran.


    Wir rollten auf den großen Platz des Fahrerlagers ein, fanden noch am Rand des Platzes ein nettes Eckchen zwischen grandios netten Nachbarn beidseitig und richteten uns erstmal 'häuslich' im großen Kreis neben allen anderen ein. Im Laufe der Nacht sollte der Platz noch ordentlich mit weiteren Ankommern 'zuwachsen'.

    Stimmung und Vorfreude lagen in der Luft und allerorten wurde irgendwie eingestellt, rumgeschraubt und optimiert. Das liebliche Donnern oder Knattern von Einzylindern lag in der Luft und ließ dieselbe vibrieren. Klasse.

    Hier waren wir als klar erkennbare 'underdogs' mit unseren straßenzugelassenen Stoppelhopsern erstmalig augenzwinkernd nachhaltig beeindruckt. Na, dafür sind sie wenigsten strahlend sauber & gut vorbereitet ... (ersteres sollte nicht lange so bleiben).

    Alles echte Phollprophies rundum ... Wunderbar leichte Crossmaschinen allerorten, kein einziges Nummernschild weit und breit, dafür Federwege und martialische Technik, so weit das Auge reichte. Donnerwetter, das sah beeindruckend gut aus.

    Kleine Randbemerkung:
    Dieser Nimbus litt ein wenig, als wir später verstohlen agierende Schatten entdeckten, die im Schutze der einbrechenden Dunkelheit noch schnell vor dem Ausladen ihre Weißblechplatten vom Heck abschraubten oder die Miniblinker gekonnt mit etwas Lehm bedeckten, aber das tat der Vorfreude keinen Abbruch, im Gegenteil ...
    So ein Mopedfahrer ist eben auch nur ein Mensch ...

    Der ganz junge Nachwuchs drehte fröhlich knatternd im Fahrerlager auf winzigen Crossern bereits lustig bläuend seine Runden oder wurde von Mama oder Papa auf den "großen" Rädern eine Runde umhergefahren - und uns war klar - hier sind wir richtig. Alles sehr sympathisch.

    Ein erster Blick auf die noch langen Schlammlöcher und vor allem lehmigen, schmierigen Auffahrten im Walde bestätigten uns noch in der Entscheidung für neue etwas gröbere Pneus - und so konnten wir die Nacht bis zur ersten zarten Rundfahrt auf der Piste kommen lassen. Bei Flens, bis die Isomatte weich genug erschien ...

    Gute & sehr richtige Wahl.

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    #4
    A n f a n g.

    Wir waren hellwach. Noch vor den Vöglein ... und saßen entspannt beim Morgenkaffee in strahlender Sonne vor'm Zelt, bis nach netter & fixer Einweisung auf die Strecke und die Spielregeln (beides ja neu auf diesem Gelände für uns) schließlich grünes Licht für die erste Runde strahlte.

    Den Start hätte man nebenbei gesagt auch sicherlich nicht verschlafen können ... die Luft vibrierte, und es begann rund um's Zelt die Erdnägel aus dem saumäßig unbotmäßigen Steinboden zu treiben ...

    Seefahrt tut Not ...


    Adhoc waren wir mitten im Vergnügen & mitten im SCHLAMMassel. Na, das fing ja grandios an. Ich beglückwünschte mit zu den wasserdichten Socken in den Stiefeln, während Gesche hartnäckig darauf bestand, 'gar keine nassen Füße' zu bekommen ...

    Die unschuldigsten Pfützen erwiesen sich als die heimtückischsten ... nicht die großen, nein, die kleinen, die da so rumlagen, als könnten sie kein Wässerchen trüben So sackte die kleine beta auf einer Runde im Dickicht dicht vor mir zum bassen Erstaunen der Fahrerin plötzlich um einen halben Meter und bis unter den Scheinwerfer ab und verschwand im Schlamm. Mit Fahrerin. Große Überraschung.

    Nach dem fixen Ausgraben und Rausziehen, bevor Wasser dahin läuft, wo wir's nicht haben wollen, war uns vollumfänglich & hinreichend warm ...
    (von "gar nicht nassen Füßen" war bei dieser unterhaltsamen Einlage übrigens nichts zu hören ... aber uns fehlte auch ein wenig die Luft zum Schnacken ... )

    Für den ersten Tag sichteten wir gemeinsam das wunderschöne Gelände, fanden mit traumwandlerischer Sicherheit die lehmigen Nebenabfahrten, die wir ganz sicher nicht gleich zu Beginn nehmen wollten und aalten uns mit wachsender Begeisterung durch Wald, Lehm und Geläuf! Ich war so glücklich wie platt, als wir immer mal wieder zurück zum 'Tanken' vor's Zelt rollten und etwas in unseren Campingstühlen zusammenbrachen. KLASSE!

    Richtung dringend nötiger Pause ...


    Nach diesen ersten Runden erschien mir rückblickend Werners Schilderungen eines 'ernsteren' 24h Rennens unter diesen Bedingungen noch umso beeindruckender ...
    Mir reichten 24 Minuten bis zur ersten Pause gut aus ...

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    #5
    A n g e k o m m e n.

    Ein erster Tag war rum, wir waren voll angekommen - und unsere strahlenden Kleinspielzeuge waren gar nicht mehr so sauber, wie zuvor. Mit dem Dampfstrahler gruben wir die Untersätze im Vorbeifahren nach dem Einkaufen noch mal wieder aus, taten anschließend was für die Ketten, konnten uns dann aber eine doch noch letzte Runde oben auf dem Schotterplatz leider doch nicht mehr ganz verkneifen - und ließen es dann für den ersten Tag gut sein.

    Eigentlich sauber ...


    Wir rochen wie die Biberwiesel, sahen allesamt entsprechend aus - und waren auch noch zum Platzen glücklich damit. Ob's für sowas professionelle Hilfe gibt?! Wer weiß ...

    Echte Naturverbundenheit (mit Bodenkontakt) ...


    In den letzten Sonnenstrahlen schauten wir den Klamotten beim Trocknen zu, übertünchten alles mit Grillduft - und widmeten uns einen weiteren Abend - und heute echt verdientermaßen - Flensburger Genußprodukten, bis die Isomatten riefen ... und die riefen diesmal laut & besonders einladend ... Und wir hatten ja noch einen ganzen weiteren Tag, auf den wir uns freuen durften.

    Große Wäsche ...

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    #6
    Zitat Zitat von femto Beitrag anzeigen
    Ein kleiner Bericht 'in zwei Tagen' mit Augenzwinkern. Vielleicht ist das ja auch etwas für den einen oder anderen von uns ...

    Werner war's! Jawoll.
    Der Sandfloh ist 'Schuld', keine Frage

    Er hatte das alles mit seinem
    Bericht hier & vor recht genau einem Jahr 'angerichtet', den wir (etwas spät) entdeckten - und der uns sofort gewaltig ansprach.
    Heißt das, ihr fahrt nächstes Jahr auch in die Mongolei?????Deinenn Bericht könntest du dann evtl. genauso anfangen

    Sandfloh unterwegs nach Osten

    ........

    Das war unsere (Wunsch-) Vorstellung ... und sie sollte voll in Erfüllung gehen!
    Aber schreib bitte weiter, es liest sich so gut Und bitte wieder deine super tollen Fotos dazu.

    Könnten wir das für nächstes Jahr nicht gemeinsam planen

    Das könnten wir ja auf dem Tafelrundentreffen mal beschnacken

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    #7
    Ein neuer Morgen.
    Irgendwie war das Zelt an diesem Tag noch bequemer morgens in der Frühe ... und später schmeckte der Kaffee einfach noch einladender, und lud zum 'noch weiter Rumsitzen' ein ... Aber schließlich gingen wir's an.
    Das ist wahrer Luxus ... ganz entspannt machten wir uns fertig, freuten uns darüber, was einem so alles an Körperstellen wehtun kann - und um uns herum herrschte schon zeitig geschäftiges Treiben.

    Ruhiger Start.



    Die "Außenrum-Runde" begann merklich abzutrocknen, hatte aber immer noch genug fahrfehlerchenverzeihenden weichen Untergrund zu bieten - und unsere Rundenzeiten wurden mit jedem Mal besser.
    Warmgefahren ... schön!

    Außenrunde vorderer Teil.



    AUßenrunde hinterer Teil.


    Unsere zunehmend flüssigeren Kreise (sorry für das platte Wortspiel, ich konnte nicht widerstehen ) führten uns in steter Regelmäßigkeit wieder im Fahrerlager und an der 'Tränke', sowie am Kaffeepott vorbei. Schwer zu finden war's nicht ... einfach immer dem blauen Zweitakterqualm hinterher und einmal durch die lange Pfütze, dann kommt man schon an

    Zurück ins Fahrerlager.

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    #8
    Irgendwann war's mit dem Wasserbad außenrum genug - und wir beschlossen, den Rest des Tages mit "Trial & Error" im tieferen Dickicht zu verbringen. Also mit Schwung durch die letzten schwindenden Pfützen - und im Wortsinne rein ins Vergnügen!

    Nächste rechts ab.


    Im Inneren war's deutlich amüsanter, das hatten wir gestern schon genossen. Die kleinen Wege wurden schmaler, man konnte kreativ links und rechts abbiegen - und sich später Klein-in-Klein seine Wege suchen.

    Im Walde.


    Diese eine Passage mit roter Erde wie in den Vogesen blieb mir im Gedächnis ... hatte sich das Zeug doch derart auf die Krümmer gebrannt, das es auch mit vielen bar später nicht mehr gänzlich vom Rost zu trennen sein sollte ... Naja. Erinnerungsstücke eben.

    Rostrot.


    Etwas mehr im Wald wurde es wegseitig unterhaltsamer - und wir machten uns den späten Vormittag das Spielchen, diese blöden Rillen dann endlich ohne Absetzen durchzuglitschen, was natürlich bei laufender Kamera stets schiefging ...

    Gut gespurt.

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    #9
    Danke, Angie!

    Zitat Zitat von GS-Angie Beitrag anzeigen
    ... Könnten wir das für nächstes Jahr nicht gemeinsam planen
    Das könnten wir ja auf dem Tafelrundentreffen mal beschnacken
    Und OB wir können! So machen wir das!!

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    Lächeln

    #10
    Wie beim Skilaufen auch, kommt die Neigung des Geländes leider (und insbesondere beim Weitwinkel) so gar nicht recht raus & rüber auf Bildern. Da habe ich bis heute kein probates Mittel gefunden - und bin für jegliche hilfreiche Tips dankbar. Nichtmal in 'Bogner-Manier' aus Gegenhangposition taugt's ...

    Autobahn bergab I.


    Autobahn bergab II.


    Wie oft wir unser Geraffel dank irgendwelcher böswilligen Spurrillen einsammeln mußten, haben wir irgendwann aufgehört zu zählen (und würden es selbstverständlich auch gekonnt verheimlichen und dementieren, wenn wir's nur wüßten ).

    Platsch.


    Immer wieder überraschend kamen wir irgendwann wieder am oberen Kiesplatz aus dem Dickicht ... wo wir uns auf einem großen Reifen sitzend etwas erholten - und gelegentlich einige (unfreiwillige?) 'Freischwimmer' beobachteten, deren rauschende Fahrt durch den See von lästigen Nebensächlichkeiten immer mal wieder kurz unterbrochen wurde ... Aber alle fuhren sie dann irgendwann wieder.

    Kein Wassermangel.


 
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