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6 Tage durch den Südwesten der USA

Erstellt von FrankS, 23.05.2009, 21:45 Uhr · 15 Antworten · 1.408 Aufrufe

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    Standard 6 Tage durch den Südwesten der USA

    #1
    Es ist Frühling und damit die beste Zeit für einen Trip in den Südwesten. Die Pässe sind schneefrei, in den tieferen Regionen ist es noch nicht zu heiß, dieses Wochenende ist ein langes Wochenende, so dass die Woche davor wenig Betrieb auf der Strasse ist. Also los geht’s.

    Tag 1:
    Austin, Texas – Amarillo, Texas, 859km:

    Durch das texanische Hill Country geht es nach Llano, weiter nach Sweetwater zum BBQ und weiter über sehr gut ausgebaute Nebenstrassen und durch den Palo Duro Canyon nach Amarillo, immer noch in Texas. Abends geht es stilecht in der Limo mit Longhorn- Hörnern ins Big Texan, dem berühmten Steakhouse, in dem man ein 72oz (ca. 2kg) Steak kostenlos bekommt, wenn man es innerhalb von 50 Minuten inkl. Beilagen aufessen kann. Wir haben es nicht ausprobiert.








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    #2
    Tag 2:
    Amarillo, Texas – Taos, New Mexico, 624km:
    Um endlich aus Texas rauszukommen darf man auch mal die Interstate fahren, in diesem Fall knapp 200km die I-40, westwärts und parallel zur (nicht mehr komplett vorhandenen) Route 66 nach Tucumcari. Hier fängt dann der landschaftlich schöne Teil an, es geht in Richtung Berge und am Horizont zeichnen sich dunkle Wolken ab und Blitze zucken in beunruhigender Häufigkeit. Aber noch sind sie weit weg und wir haben noch einen Essenstop in Las Vegas, New Mexico (nicht Nevada!) eingeplant, hier können wir die Lage dann nochmals peilen. Nordwestlich von Las Vegas geht es dann richtig in die Berge, Wald an beiden Seiten der Strasse, es riecht nach Harz und die Strasse ist immer mal wieder nass, aber es regnet nicht. Wir erreichen Taos trocken und nehmen noch den Enchanted Loop unter die Räder, eine knapp 130km Schleife durch die Berge um Taos.












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    #3
    Tag 3:
    Taos, New Mexico – Ouray, Colorado, 443km:
    Kurz hinter Taos überquert man den Rio Grande, der sich hier eine sehenswerte Schlucht gegraben hat. Letztes Jahr wurden an dieser Stelle ein paar Szenen von Terminator 4 gedreht, der dieses Wochenende hier im Kino anläuft. Weiter durch die Steppe und dann immer höher in die Berge nach Colorado. Eine Strassenbaustelle kurz vor Durango bringt unseren losen Zeitplan etwas durcheinander, wir verlieren knapp eine Stunde und brechen recht spät auf dem Million Dollar Highway nach Norden auf. Über Silverton geht es nach Ouray, wo wir die Nacht verbringen. Der Million Dolar Highway hat es in sich, Haarnadelkurven, Fels auf der eine, Abgrund auf der anderen Seite, einfach traumhaft. Wieder umfahren wir ein paar Schlechtwettergebiete und bleiben trocken.















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    #4
    Tag 4: Ouray, Colorado – Flagstaff, Arizona, 702km:
    Auf der anderen Seite der berge geht es über Telluride nach Cortez über sehr gut ausgebaute und wenig befahrene Nebenstrassen. Nach Cortez ändert sich die Landschaft dramatisch, raus aus den Bergen und rein in die Weiten Süd- Utah’s. Kurven sind jetzt Mangelware, die Temperatur steigt auf noch immer angenehme 30°C und der Verkehr nimmt weiter ab. Die Tankstelen in der Wüste könnten teilweise direkt ins historische Museum verfrachtet werden.
    Nächster Stopp ist der Gooseneck State Park, hier macht der San Juan River auf einer Strecke von knapp 2km 7 Schleifen. Weiter in Richtung Süden fährt man durch das Monument Valley, DER amerikanischen Westernlandschaft. Leider ist die einzige „Stadt“ in der Nähe (Kayenta) so deprimierend, dass sich ein längerer Stopp nicht lohnt und wir weiter nach Flagstaff fahren.















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    #5
    Tag 5: Flagstaff, Arizona – Carrizozo, New Mexico, 666km:
    Vor uns, hinter uns, neben uns, nur nicht über uns hat es dicke Regenwolken und Blitze zucken, diese Wetterfronten bestimmen heute unseren Kurs und zwingen uns auf eine nördlichere Route. Den Meteor Crater schauen wir und aber dennoch an und auch der Teil von Arizona und New Mexico, durch den wir nun fahren, ist sehenswert. Lange Geraden durch die Steppe wechseln sich mit Mittelgebirgsketten ab. 60km westlich von Carrizozo wird es dann dunkel und wir fahren vorsichtig durch ‚Deer Country‘ und suchen ein Motel – was bei 2 Möglichkeiten nicht schwierig ist.









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    #6
    Tag 6: Carrizozo, Mexico – Austin, Texas, 1079km:
    Wieder bestimmt das Wetter unseren Kurs und zwingt uns auf eine nördlichere Route. Diesmal schaffen wir es nicht, dem Regen zu entkommen und fahren bis in den frühen Nachmittag im Regen, Sturm aber nicht im Gewitter. Teilweise sind die Strassen überflutet. Erst hinter der Texas State Line wird es besser, wärmer und trockener. Den Run von Pecos, TX nach Fort Stockton, TX (80km) schaffen wir in 30(!)Minuten, das fönt einen schön trocken.
    Die letzten paar 100km sind dann wieder Interstate angesagt, es wird langsam dunkel und wir sind zu nahe am Ziel, um noch mal im Motel zu schlafen. Mit 60km/h schleichen wir die letzten 150km durchs Hill County, ‚the Deer Capital of the Country‘. Totes Rotwild auf und lebendes neben der Strasse, es regnet auch leicht, das macht es nicht leichter. Eigentlich sollte man hier nicht unterwegs sein, aber langsam scheint uns sicher und wir schaffen es wohlbehalten nach Hause






    Insgesamt waren es 4373km, 5 Bundesstaaten, höchster Punkt 3322m, tiefster Punkt 250m…


    Gruß, Frank

  7. mind Gast

    Standard Servus Frank!

    #7
    Schöne Bilder!

    Was mich ein wenig ins Grübeln bringt, sind diese endlosen Geraden!

    Wie hältst Du Dich da wach?

  8. JOQ
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    Standard

    #8
    Hi Frank,

    sch... Gegend hast du da zum fahren Nette Runde habt ihr da gedreht. Grüß mir San Antonio, bin da des öfteren (Verwandtschaft und so )

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hi,
    sehr geile Gegend.
    Ich bin im Juni vier Wochen dort auf Hochzeitsreise, aber "leider" nur mit dem PKW.
    So wie es die Bilder deuten, sind es eure Böcke und keine geliehenden!?
    Aber ich muss euch ja mal zu den Wegstrecken ein fettes Respekt aussprechen, zumal man ja nicht wirklich schnell in den USA fahren darf!

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Dortmunder_Jung Beitrag anzeigen
    ..So wie es die Bilder deuten, sind es eure Böcke und keine geliehenden!?
    Aber ich muss euch ja mal zu den Wegstrecken ein fettes Respekt aussprechen, zumal man ja nicht wirklich schnell in den USA fahren darf!
    Nein, nix geliehen, alles eigenes Material.
    Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war vermutlich wesentlich höher als bei euch, sie lang auf den 4300km deutlich über 110km/h, nicht immer legal aber dank Radar-Warner und nahezu menschenleeren Straßen sicher und ohne Folgen..

    Wenn du noch ein paar Insider-Tipps brauchst, lass es mich wissen. Wo genau bist du denn unterwegs?

    Gruß

    Frank


 
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