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Albanien 2014 Offroad

Erstellt von rmaurer22, 03.07.2014, 15:52 Uhr · 24 Antworten · 4.123 Aufrufe

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    #21
    Hallo zusammen, wollte mal ein Lebenszeichen von mir geben. Habe den Intensiv-Albanienritt überstanden und bin seit Gestern wieder zu Hause. Die neue GS ADV hat Ihre Feuertaufe bestanden :-) Um 4 Uhr Morgens los fahren hat leider nicht geklappt, da ich noch bis 2 Uhr nachts 1001 Dinge vor der Abreise zu erledigen hatte. Aber 4.30 aufgestanden und effektiv um 6.50 los geritten mit dem ehrgeizigen Tagesziel von Bad Homburg 1300 km nach Split zu kommen. Die Kilometer sind bei schönem Wetter bis irgendwo in Österreich geflogen, dann zunehmend grauer Himmel und Regen, wahrscheinlich ein Schauer... Als der Schauer sich in die Länge zieht muss ich leicht von innen angefeuchtet einsehen dass wohl Regenkombi angebracht ist. Besagter Schauer ist ab sofort mein ständiger Begleiter, bis Kroatien, da habe ich ihn überholt, so dachte ich. Die Kroatische Autobahn verläuft häufig durch Tunnel vor denen Tempo 80 gilt mit dem Warnschild Rutschgefahr. Zahlreiche dieser Tunnel habe ich passiert ohne zu wissen wo die Rutschgefahr sein soll. In einem der Tunnel bin ich mit deutlich über 80 eingefahren (waren wohl eher 120) und habe mich gefreut dass der Regen für einen Moment Pause machen wird. Eine ganz leichte rechts Kurve und der Fahrbahnbelag geht von nass allmählich auf trocken über. Bei minimaler Schräglage verliert der Anakee III hinten komplett den halt. Es ging so schnell dass ich es gar nicht begriffen habe in dem Moment. Das Hinterrad ist in einem drift so weit gerutscht dass ich gedacht habe hier falle ich also, doch dann hat sich auf einmal Gripp aufgebaut, und das Heck hat sich nach dem es noch einmal in die andere Richtung ausgebrochen ist stabilisiert. Ich bin so froh über das geniale Fahrwek der GS, ich will nicht wissen wie dass ganze auf meiner alten k1100rs ausgegangen wäre. Keine Zeit zum nachdenken, also weiter, die Zeit drängt. Es wird zunehmend dunkel und es sieht so aus als werde ich es nach Split schaffen, im Horrizont tut sich jedoch ein Stroboskop ähnliches Blitzlichtgewitter auf und ich denke dass wird sich bestimmt verziehen. Ist aber nicht der Fall, nach 1250 km (davon die hälfte mehr oder weniger im Regen) geht es 40 km vor Split so richtig los. Es ist das schlimmste Gewitter was ich jeh erlebt habe, ich wusste nicht dass so viel Regen vom Himmel kommen kann. Es hat sich nicht mehr wie Motorrad fahren angefühlt sondern wie Boot auf hoher See. Sogar die LKW Fahrer fühlten sich hilflos und sind nur noch mit Warnblinkanlage und Schritttempo weiter gefahren, die nächste Parkbucht suchend und ich auf dem Motorrad, scheisse. Gefühlt musste man davon ausgehen, dass der Blitz jeden Moment irgendwo um einen einschlägt, und das man so stark geblendet wird dass man nichts mehr sieht für eine weile. Es war sicherlich keine gute Idee weiter zu fahren, aber 40 km vor Schluss will man sich nicht ausbremsen lassen zumal keine vernünftige Anhaltemöglichkeit bestand. Leider habe ich feststellen müssen dass das neue LED Licht nicht besonders toll ist. Ich weiß nicht ob es vielleicht zu niedrig eingestellt ist. Es leuchtet mit den ADV Zusatzscheinwerfern wirklich hell aber nicht weit, trotz Fernlicht. Vielleicht liegt es daran dass das LED Licht so punktgenau leuchtet und somit eine leichte Streuung in die Ferne komplett fehlt? Sehr nass habe ich so um 22.30 Uhr Split erreicht und musste mich noch nach einem Hotel umsehen, was ich irgendwann gefunden habe nach dem ich mich mit der GS irgendwie in den Fußgängerbereich der kleinen Altstadtgassen verirrt habe mit nassen Spiegelglatten Steinplatten. Pünktlich um 0.00 Uhr betrete ich ein Lokal in der belebten Innenstadt um zu erfahren dass die Küche mit dem Kirchenschlag den ich grade höre schließt. So gab es statt einer schönen Mahlzeit wenigstens Bier und ein paar bamherzige Erdnüsse
    Am nächsten Morgen wache ich auf und höre einen permanenten kräftigen Dauerregen. So wird nach einem mittelmäßigen Hotelfrühstück im Regen wieder alles gesattelt und ich bin schon vor den losfahren nass, die Klamotten waren vom Vorabend gar nicht richtig trocken geworden. Es geht noch ca. 80 km über die Autobahn Richtung Dubrovnik und dann geht es an der Küste über die Jadranka Magistrale auf kleinen Straßen weiter Richtung Albanien über Bosnien und Montenegro. Um ca. 19.30 Uhr die Grenze nach Albanien, es wird schon Dunkel. Es dauert ungefähr eine halbe Stunde, ausführlich werden alle Einreisenden nach Fahrzeugpapieren, Pass und grüner Versicherungskarte gefragt. Weiter geht es bei Dunkelheit, mit schmutzigem Visier und dem beschissenen Kurzsicht LED Licht weiter über kleine albanische Straßen. Hunde und Katzenaugen leuchten entlang der Strasse auf, zum Glück haben sie gelernt am Farbahnrand zu bleiben für heute Abend. Die albanischen Mittraffikanten sind gerne mal ohne Licht untergwegs und bevorzugen riskante Überholmanöver, hinzu kommt dass auch einige unbeleuchtete Traktoren und Eselkarren unterwegs sind. In Höhe Tirana werden die Straßen besser und ich komme schnell durch Richtung Vlora. Um 23.15 verlasse ich die neugebaute Autobahn bei Novoselle, ab hier hat mein Garmin Navi kein Weg in das kleine Dorf Poro wo meine Frau auf mich wartet. Nach Gefühl fahre ich 10 km über Schotterstraßen durch schlafende Dörfer, der Regen hat die Strecke nach GS Adventure Maßstäben prospektmäßig aufbereitet. Nachdem ich das ganze Dorf aufgeweckt habe auf der dunklen Suche nach dem richtigen Haus muss ich Meine Frau anrufen mit der Bitte mich beim zentralen Tante Emmalladen abzuholen.... Das war meine Hinreise
    Nach 4 Tagen habe ich wieder die Rückreise angetreten, diese war wesentlich komfortrabler. Es ging am ersten Tag bei schönem Wetter nach Dubrovnik für die erste Übernachtung. Ich habe ab höhe Tirana nur noch kleine kurvige Straßen gewählt. Die Küstenstraße bis ca. 80 km vor Split ist wunderschön und bietet eine Kurve nach der anderen bei tollem Panorama. Am zweiten Tag habe ich für die nächste Übernachtung bei weiterhin tollen Wetter Zadar erreicht. Dann ging es innerhalb ca. 4 Stunden weiter nach Rijeka das Ende der Küste. Von da bin ich auf schnellen Weg mit Übernachtung in Salzburg zurück nach Bad Homburg gefahren.

    Sorry, der lange Bericht ist hier vielleicht fehl am Platz, da es mehr ein Erlebnisbericht ist und anderen Albanienfahrern nicht unbedibgt viel Auskunft gibt...

  2. Registriert seit
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    #22
    Eigentlich wollte ich noch ein paar Fotos hochladen aber irgendwie klappte es nicht

  3. X-Moderator
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    #23
    du kannst erst ab 10 Beiträgen Bilder hochladen .... schreib halt 3 Punkte

  4. Registriert seit
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    #24
    Danke für den Tipp Tom, dann habe ich jetzt schon mal einen Beitrag mehr.

  5. X-Moderator
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    #25
    nochn Tip, falls du noch nie Bilder ins Forum eingestellt hat

    da anmelden
    www.abload.de
    dann deine Bilder da hochladen - 800x600 ist ein gutes Format fürs Forum

    von Abload dann die Bilder ins Forum linken


 
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