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Ausfahrt im Regen

Erstellt von FrankS, 17.10.2008, 02:15 Uhr · 3 Antworten · 1.092 Aufrufe

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    Standard Ausfahrt im Regen

    #1
    Hilfsbereit wie ich nun mal bin wollte ich am Wochenende den Farmern im Norden Texas‘ etwas unter die Arme greifen, die seit Monaten unter einer Dürre leiden. Da es immer da regnet, wo ich unterwegs bin, habe ich mir eine Tour quer durchs Land bis in den Nordosten von New Mexico vorgenommen.
    Erstmal raus aus Austin, das geht am besten über die nagelneue, im Grunde gebührenpflichtige Autobahn, wenn man mit dem Motorrad aber geschickt zwischen den Induktionsschleifen der Mautstellen durchfährt zahlt man nix.

    ein paar Minuten später ist man dann schon raus aus der Stadt, jetzt fährt man hauptsächlich gut ausgebaute US- und State- Highways, in der Regel sehr gut ausgebaut und kaum Verkehr.


    So kurz vor der Interstate 20, die Texas ziemlich in der Mitte von Ost nach West durchzieht, fängt das Gebiet der Ölquellen an, keine riesigen Türme, sondern jede Menge kleine Pumpen, die ein paar Barrel pro Tag fördern und dann in solchen Tanks zur späteren Abholung mit dem Tanker zwischenlagern:

    Als ich das erste Mal durch die Ölfelder Westtexas‘ gefahren bin (damals war die GSA noch nagelneu) habe ich schon einen kapitalen Motorschaden vermutet, weil es permanent nach Öl gerochen hat. Was denkt man da nicht alles, Ölkühler hin, Motor läuft heiß, irgendwelche Dichtungen hinüber, alles quatsch, der Geruch kommt nicht vom Motorrad, sondern von den Ölquellen drumrum.
    Es gibt aber nicht nur Öl in Texas, auch Windkraft ist groß im Kommen. In der Gegend um Abilene stehen Windmühlen zu hunderten, vielleicht sogar ein paar tausend, und alle paar Minuten sieht man einen Schwerlast-LKW, der wieder neue Teile anliefert:

    ein kurzes Stück geht es dann über die I-20 Richtung Westen, dann nach Nordwesten


    ...

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    Standard

    #2
    für mich als Kaffee-Fan die erste Adresse bei jeder Ausfahrt, es gibt außerdem kostenlosen Internet-Zugang und die sanitären Anlagen sind ganz passabel.

    Wer gerne auch mal Country- Music hört wird sicher Waylon Jennings kennen, geboren in Littlefield, TX, ein paar Meilen nördlich von Lubbock, der Heimatstadt von Buddy Holly. Eigentlich sollte Waylon in dem Flugzeug sitzen, mit dem Buddy Holly, Ritchie Valens, The Big Bopper am 2.2.’59 abgestürzt sind – The Day The Music Died.

    wie am Anfang gesagt, ich wollte ja den Farmern helfen, was dann ab Lubbock auch ganz prima funktionierte. Bilder gibt es daher keine mehr, 240km im strömenden Regen.
    Im Motel dann erstmal die Sachen zum Trocken ausbreiten bzw. Aufhängen. Der R2P hat sich auch bei Regen prima bewährt, ich hatte allerdings den Goretex- Einsatz nur in der Jacke aber nicht in der Hose eingezogen. Außerdem habe ich blöderweise Ärmel der Jacke in die Handschuhe gesteckt, so dass das Wasser prima rein laufen konnte. Das nächste Mal kommen die Handschuhe unter die Ärmel.


    Am Abend gab es dann eine Tornadowarnung für Tucumcari und ‚Flash Flood Warnings‘ für die Counties drumrum, also habe ich mal lieber etwas geschützt zwischen einem Mülleimer und einem Treppenaufgang geparkt, umfallen konnte da nix

    Am nächsten Morgen sah das Wetter wieder etwas besser aus, kein Regen mehr aber noch immer recht starker Wind, aber wo ich schon mal hier bin sind ein paar solcher Bilder fällig


    Tucumcari hat fast alles von seinem Glanz früherer Tage verloren, heute besteht es hauptsächlich aus leerstehenden Gebäuden und die, die nicht leer sind, sollten es besser sein. Aber es gibt Hoffnung, wie an anderen Stellen auch wird der Mythos Route 66 auch hier vermarktet und einige Motels, Tankstellen und Restaurants werden im Stil der 50er renoviert, an einem Sonntag morgen um 8:30 merkt man davon aber nichts.

    Bevor es dann wieder Richtung Heimat geht bin ich noch ein bisschen in die Berge nördlich von Tucumcari gefahren, sicherlich eine Gegend, die ich im Frühjahr, wenn es weiter im Norden in den Bergen von New Mexico und Colorado wärmer ist, nochmals besuchen werde:




    auf der Rückfahrt hat es dann auch prompt wieder zu regnen angefangen und auch nicht mehr aufgehört, nur die Intensität hat sich geändert, aber was soll’s..


    hier dann nicht so ganz stilecht das Auschecken im Hotel, da schleppt man doch ganz schon viel Kram mit…


    Statistik:
    Gesamtstrecke: 2219km
    Höchster Punkt: 1594m nördlich von Tucumcari, NM
    Tiefster Punkt: 246m, Austin, TX
    Durchschnittsgeschwindigkeit: 101km/h
    Durchschnittsverbrauch: ja

    Gruß

    Frank

  3. Registriert seit
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    2.956

    Standard

    #3
    Hi Frank,

    danke für den Bericht und die tollen Fotos, hat Spass gemacht, dass zu lesen und anzuschauen!
    Und wenn hier mal Dürre herscht, melde ich mich per PN

  4. beak Gast

    Standard

    #4
    Hallo Frank,
    echt schöne Bilder!!! Und vor allem das Moped macht sich gut darauf!

    LG
    Gabi


 

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