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Chile + Argentinien 2011/2012 Teil 1

Erstellt von elch, 28.01.2012, 13:12 Uhr · 51 Antworten · 5.045 Aufrufe

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    Standard

    #31
    NEID!!!!!

    Schön, daß die Lamas wieder da sind!



    btw: ganz tolle Bilder
    btw: ganz toller Reisebericht

    wann gibts´mehr?


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    Standard Reisebericht Teil 5 - die Ausflüge um San Pedro herum -

    #32
    Am Dienstag dem 27. 12. hatten wir für unser Frühstück schon am Vortag eingekauft, so dass wir früh starten können. Der Himmel ist zwar nicht ganz klar, aber wir wollen ja etwas von der Umgebung kennen lernen. Unser Ziel ist die Laguna Geixen mit ihren Flamingo-Kolonien. Danach geht es weiter Richtung Paso Sico. Unser Ziel sind die Lagunen Miscanti und Miniques. In den Bergen hängen die Wolken. In Socaire endet der Asphalt. Wir bekommen in einer kleinen Bar Kaffee gekocht und Marmeladenbrote gerichtet. So gestärkt starten wir auf ca. 3000 m Höhe, um die Seen auf 4200 m zu besuchen. Die Wolkendecke hängt nur noch knapp darüber. Dennoch ist es ein fantastisches Schauspiel, die Seen vor der Bergkulisse mit ihren intensiven Farben zu erleben. An den Ufern leben wieder Flamingos. Der Weg bis oben war allerdings nicht ganz einfach. Noch auf der Strecke zum Sicopass gab es heftiges Waschbrett. Der Schwerverkehr, den wir hier auch erleben, hat seine Spuren hinterlassen. Die letzten 20 km sind eine Stichstraße, die sandige Passsagen aufweist und sich eng durch die Landschaft schlängelt. Wir sind froh, nur mit unbeladenem Motorrad unterwegs zu sein. Auf unserer Rückfahrt, immer passabwärts, kommen uns zwei Franzosen auf Fahrrädern entgegen. Wir stoppen, teilen ein paar Kekse und erfahren, dass die beiden schon seit 3 Jahren unterwegs sind. Im August 2012 müssen sie wieder daheim sein. Wie haben wir es doch leicht im Vergleich zu den Radfahrern. Auf den letzten 100 km beobachten wir die Blitze oben in den Bergen. Beim Nachtanken treffen wir wieder auf Klaus & Claus und gehen noch zusammen essen.

    So nah kommt man an die Flamingos heran.

    ich dachte immer, Flamingo wäre spanisch, aber die heißen dort "flamencos"

    Auf dem Weg zum Sico-Paß; Jans Lieblingsbild vom Tag

    wir sind vor dem Staub in die längere Aufwärtsschleife geflüchtet....

    An der Laguna Miscanti vorbei geht es weiter zur Laguna Miniques

    bei über 4000m Höhe war er froh, nur leere Koffer dabei zu haben...Bereit zum schnellen Start, wenn der drohende Regen losbricht...

    ein letzter Blick zurück ...




    ... und es geht wieder abwärts; im Hintergrund leuchten weiße Stellen des Salars de Atacama, und schwach ist rechts die schnurgerade Straße vom Ort Peine zur Mine zu erkennen.


    Auch am folgenden Tag hängen die Wolken tief. Wir wollen trotzdem versuchen, zu den Tatio Geysiren zu kommen, auch wenn die Geysire bei Sonnenaufgang am schönsten und aktivsten sein sollen. Die Strecke beginnt direkt hinter San Pedro als steil ansteigender Schotterweg mit meistens starkem Waschbrett. Durch die engen Kurven und den sandigen Untergrund lässt sich das Washboard auch nicht mit Speed glätten. In einer Höhe von 4400m ist noch ein Talkessel zu umfahren, dann wären wir mitten in den Regenwolken. Die Geysire sind immer noch 80 km entfernt. Das gestrige Gewitterschauspiel vor Augen, beschließen wir umzukehren. Die Abfahrt ist leicht, aber wir haben das Gefühl in einen Backofen einzutauchen. Diese Strecke mit dem Mopped im Dunkeln zu fahren, ist nicht empfehlenswert.

    In unserer Straße befindet sich eine „Pastelleria Suiza“ (= schweizer Konditorei) mit einem traumhaften Angebot auf Kioskformat. Von der Schwarzwälder Kirschtorte bis zu gefüllten Croissants ist alles vorhanden. Mit 1500 Pesos für 4 Teile ist unser Kaffeeglück ist gesichert.

    Nach einer Relaxphase starten wir um 18:00 Uhr ins Valle de la Luna, um den Sonnenuntergang zu erleben. Nachdem wir am Visitor Center unseren Eintritt bezahlt haben, dürfen wir die Runde durch das Tal sogar mit dem Motorrad fahren. Wie alle Besucher krabbeln wir zuerst durch die Höhlen, da ist die mitgeführte Stirnlampe nützlich. Die Lavagesteinsformen sind aus der Nähe sehr interessant, haben sich doch Tropfen, Stalagmiten und Stalagtiten gebildet.

    Dann geht es noch ein paar Kilometer weiter, zur hohen Aussichtsdüne. Die Sonne kommt gegen 19:45 Uhr wieder unter der Wolkenbank im Westen hervor und wirft ihr warmes Streiflicht über die einzigartigen Gesteinsformationen und färbt nebenbei noch die Andenkette in warmen Farben ein. Alle paar Minuten profitieren andere Berge und andere Felsen von diesem magischen Licht. Kurz bevor es ganz dunkel ist, fahren wir zurück zu unserem Hostal. Beim Abendessen werden neue Pläne für den kommenden Tag geschmiedet. Ja, wenn das Wetter jetzt so bliebe, dann könnten wir ja nach Bolivien, zur Laguna Verde starten…

    die Andenkette zur Rechten begleitet unseren Aufstieg, noch scheint die Sonne..

    Der Licancabur mal in seiner vollen Schönheit

    point of no return in 4400 m Höhe; auf dieser Piste möchten wir ungern im Regen fahren

    wir waren schneller als der Regen, also sind ein paar Kurven herzlich willkomen

    das grüne San Pedro im Abendlicht

    dadurch geht es tatsächlich weiter ....

    ... zu solchen Formationen

    ein paar Impressionen vom Valle de la Luna


    von Ferne grüßen die 6000er

    auf dem Rückweg von der Düne



    Fortsetzung folgt ...

    die elchin

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    #33
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    NEID!!!!!

    Schön, daß die Lamas wieder da sind!



    btw: ganz tolle Bilder
    btw: ganz toller Reisebericht

    wann gibts´mehr?

    Hallo Nachteule,

    wie beim letzten Abschnitt versprochen: heute und gerade eingestellt.

    VG

    immer noch die elchenmaid

  4. bug
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    Standard

    #34
    Zitat Zitat von elch Beitrag anzeigen
    morgen kommen die meiner Meinung nach besten Bilder...
    waahnsinn, gibt´s wirklich noch eine Steigerung?

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    #35
    Zitat Zitat von bug Beitrag anzeigen
    waahnsinn, gibt´s wirklich noch eine Steigerung?
    wenn das forum nicht abgestürzt wäre, könntest Du es jetzt beurteilen. Aber schon das hier ist mein 2. Anlauf, also mußt Du und die Anderen bis morgen warten.

    Buonas Noches

    die elchin

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    #36
    Hallo

    Sehr toller Bericht
    Wunderbare Bilder

    Habe mit ein bisschen Verspätung angefangen zu lesen . Aber wie war das noch? Der Kommentar zu meinem Reisebericht: Du würdest nicht gerne mit mir fahren wegen fehlendem Frühstück.

    Ganz toll.
    Weiter machen.

    Peter

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    #37
    Zitat Zitat von preich13 Beitrag anzeigen
    ..........

    Aber wie war das noch? Der Kommentar zu meinem Reisebericht: Du würdest nicht gerne mit mir fahren wegen fehlendem Frühstück.

    .............
    Zitat:
    ..........Frühstück muss daher erst mal warten. Wir peilen die erste Raststätte an der Ruta 5 an. Kurz hinter der Stadt werden wir auch fündig , die Q wird gleich mitgefüttert........


    hat höchstens eine viertel Stunde gedauert - da wartet man in manchem Hotel schon länger auf den Lift . aber dann gab es Café cortado statt Nescafe, Medialunas, Sandwich tostado mit Käse und Schinken

    Ich bin dann mal weg - ich muss mich ums Essen kümmern

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    Lächeln

    #38
    Zitat Zitat von preich13 Beitrag anzeigen
    Hallo

    Sehr toller Bericht
    Wunderbare Bilder

    Habe mit ein bisschen Verspätung angefangen zu lesen . Aber wie war das noch? Der Kommentar zu meinem Reisebericht: Du würdest nicht gerne mit mir fahren wegen fehlendem Frühstück.

    Ganz toll.
    Weiter machen.

    Peter
    Hi Peter,

    kann es sein, dass Du die Aktion in Bahia Inglese meinst mit ohne Frühstück bis Chanaral? Da war er am Ende wirklich unleidlich .....

    die elchin

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    Standard Teil 6: der Höhepunkt, mein Ziel: das Altiplano

    #39
    Donnerstag, 29.12.11

    Das Wetter bleibt so. Wir stehen früh auf, haben für das Frühstück im Supermarkt direkt neben dem Hostal eingekauft und müssen nur noch den Tank füllen. Die Tankstelle liegt am Ende einer Sackgasse mitten im Ort. So ist das tägliche Chaos vorprogrammiert.

    Unser nächstes Abenteuer heißt Grenzübertritt – und ist heute in 5 Minuten erledigt. Zwei Personen vor uns, zuvorkommende Zöllner und Carabinieri, vollständige Papier von Motoaventura und wir sind von den Chilenen abgefertigt. Die Grenzstation befindet sich am Ortsrand von San Pedro, noch ca. 120 km vor der eigentlichen Grenze. Wir starten und haben 30 Minuten später die erste Höhenstufe in 4700 m Höhe erreicht. Eigentlich hätten wir schon längst nach Bolivien abbiegen müssen, aber die Ausblicke ziehen uns eine um die andere Kurve weiter. Einfach fantastisch und wer weiß, wie das Wetter bei unserer endgültigen Ausreise über den Paso Jama sein wird.

    Dann kehren wir um und nehmen den Abzweig nach Norden, nach Bolivien mit seinen Lagunen. Nach wenigen Kilometern kommt die bolivianische Grenzstation mit ihrer halbverfallenen Hütte und richtigem Schlagbaum, der vom Zöllner geöffnet wird, wenn die Formalitäten erledigt sind. Auch hier sitzen wir nach 5 Minuten wieder auf dem Motorrad. Nach ein paar Kilometern stirbt der Traum, vielleicht doch noch die Laguna Colorada „mitnehmen zu können“. Die Piste ist ungepflegt, stark verspurt und das lose Material ist nicht so griffig wie an anderen Stellen unserer Tour. Zweimal muss Siggi absteigen, und auch sonst habe ich Mühe, die Fuhre auf dem Untergrund auf Kurs zu halten. Die Laguna Blanca liegt neben uns, und es sind nur noch wenige Kilometer bis zum Ufer der Laguna Verde. Da kommt noch mal ein besonders heftiges Stück, und auch die Anstrengung macht sich hier auf 4600 m bemerkbar. Ich bin kurz davor aufzugeben. Aber doch nicht so kurz vor dem Ziel! Die eingefahrenen Spuren werden 30 cm tief – zu viel für die Q. Den schmalen stehengebliebenen Streifen traue ich mir kaum zu, und rechts und links der Piste hat der Schrädder einen 40 cm hohen Wall aufgeworfen. Also ohne Siggi fahren und den schmalen Steg nicht verlieren. Es passt, wir sind durch, und die Lagune liegt in schönsten Farben vor uns.

    Es ist schweinekalt und der Wind pfeift bei 8° C. Keine einladende Gegend zum Erholen. Wir essen, trinken und fotografieren schnell, dann geht es zurück. Zusätzlich ziehen Wolken auf und die tollsten Ausblicke haben schon an Reiz verloren. Also zurück, aber diesmal versuche ich auf dem glatten Naturuntergrund parallel zur steinigen Piste einen Weg an den kritischen Stellen vorbei zu finden. Das klappt auch ganz gut und bald stehen wir wieder am bolivianischen Zollhaus. Das Schlimmste ist geschafft, und wir freuen uns, die Lagune unter so schönen Bedingungen erlebt zu haben. Auf der Abfahrt nach San Pedro zählen wir 17 !! Notfallspuren, damit die meist völlig überladenen LKWs doch meistens heil unten ankommen. Nur 2 Wracks sind noch zu sehen.

    In San Pedro tanken wir wieder, denn morgen sollen wir weiter reisen, nach Argentinien. Der Reservekanister, den wir nun schon seit dem Paso Negra mit uns spazieren fahren, erweist sich als undicht. Ein neuer Kanister muss her, denn es droht die überlange Passage bis mind. Susques in Argentinien und danach das ständige argentinische Benzinproblem… In einer Werkstatt/Ölwechselstation hat uns der Besitzer gerade seinen Kanister mit dem Reinigungsbenzin verkauft, da kommt ein anderer Kunde und erzählt, dass ganz neu an der Grenze eine YPF-Tankstelle eröffnet wurde. So gerüstet könnten wir morgen nach Argentinien starten.

    Aber: will ich überhaupt nach Argentinien, dahin, wo immer die Regenwolken hängen?? Wo alles soviel schlechter und schwieriger sein soll als in Chile? Nachdem wir so tolle Landschaften in Chile gesehen haben und auch hier noch Einiges neu erkunden könnten?? Schlechte Karten für Argentinien !! Na gut, geben wir dem Land auch eine Chance.... (Gedanken der elchin vor Ort)

    das apfelrudi-special-Bild: er hat uns die lamas bestellt, direkt neben die Straße

    Blick zurück in 4.500 m Höhe, rechts eine der ersten Notfallspuren für die LKWs


    der erste Blick nach Bolivien (ist jetzt mein Desktop-Bild)


    wo kommen nur diese Murmeln her in der ansonsten leergefegten Landschaft?


    ein einsames Haus in km-weitem Umkreis: die bolivianische Grenzstation auf 4450 m Höhe, damit die höchstgelegene Boliviens


    durch Steine und Sandwälle stellen sie sicher, dass Du wirklich vor der Schranke anhalten musst


    vor uns die Laguna blanca (=weißer See, ein zutreffender Name)


    die letzten harten Meter vor der Laguna verde (=grün, auch zutreffend)



    das obligatorische "Gipfelphoto", dahinter der Licancabur (auf der Rückseite liegt San Pedro)


    natürlich gibt's hier oben auch Flamencos


    ob dort der Weg zur Laguna colorada weiter geht? Die soll dunkelrot werden


    eine neue (verbotene? ) Piste für den Rückweg


    diese Höhe ist der natürliche Lebensraum der zierlichen Vicunas, denen es unter 4.000 m zu warm wird


    die täglichen Regenwolken ballen sich wieder zusammen, bleiben aber an der Grenze zu Chile (meistens) hängen




    und dann Vicunas ganz nah neben der Straße


    So, nachdem dies bereits 3x abgestürzt ist, folgt der 2. Tag dort oben in einem eigenen Beitrag.

    die elchin

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    Standard Teil 7: der 2. Tag im Altiplano

    #40
    Freitag, 30. Dezember 2011,
    Zeit, San Pedro und damit auch Chile zu verlassen. Der Wecker steht auf 7:00 Uhr und heute schafft er es auch, uns schnell aus dem Bett zu befördern. Für unser Frühstück haben wir schon am Vorabend gesorgt. Gegen 10:00 Uhr sind wir unterwegs. Wie am Vortag führt der Weg zu erst zum Zoll. Diesmal ist das Glück nicht auf unserer Seite. Zwei Reisebusse müssen vor uns abgefertigt werden. Eine Stunde vergeht, bis wir durch sind. Dabei sind die chilenischen Zöllner freundlich, aber der bei jedem Reisenden zu erledigende Papierkram ist gewaltig. Aber zum Glück sind wir einen Tag vor unserem Zeitplan, denn am 31.12. wäre die Grenzstation geschlossen geblieben.
    Die Höhe von 4700 Metern ist wieder schnell erklommen. Dann kommt Neuland. Die Strecke schlängelt sich in einer Höhe über 4500 – 4800 m fast 160 km weit. Natürlich nicht ohne zahlreiche Fotostops, denn die Landschaft ist gigantisch. Außerdem bekommen wir Flamingos und Vicunas zu sehen. 150 km nach San Pedro taucht die argentinische Grenzstation auf. Durch unsere nicht gerade zielstrebige Fahrweise sind die Reisebusse wieder vor uns. Wir stellen uns in die Reihe der übrigen Einreisenden und fragen uns schon, ob wir auch wie sie alle Gepäckstücke in das Gebäude tragen müssen. “Fidel Castro der Jüngere“ selbst schickt uns an den Busreisenden vorbei auf den Weg durch die Instanzen. Drinnen wird jedes Gepäckstück wie am Flughafen durchleuchtet und je nachdem weiter untersucht. Aber wir werden an allen vorbei an den nächsten freien Schalter geleitet, dann weiter an den nächsten und wieder an den nächsten. Wir waren kaum 15 Minuten hier und schon heißt es: „Buon Viaje“ Das hat ja prima geklappt. Einen Kilometer weiter sehen wir die nagelneue Tankstelle mit Kaffee der argentinischen Gesellschaft YPF oder wie wir künftig sagen: Üpf… Und soviele Motorräder auf einmal wie auf der ganzen Reise bisher zusammen. Diese Gruppe, wie die meisten in den nächsten Tagen, kommt aus Brasilien.
    Mit der Grenze wechselt fast schlagartig auch die Landschaft. Die nächsten 100 km führen durch eine topfebene, in rund 3800 m Höhe liegende weite Landschaft. Wir haben Rückenwind und teilweise lasse ich es mit 140 km/h laufen. Dann kommt ein kleiner Pass, und wir holen die Regenwolken ein, die sich bisher noch gerade auf Abstand halten ließen. Was wirklich Sorgen macht sind die Blitze, die rundherum in den Bergen einschlagen. Als der Wolkenbruch losbricht, ist die Tankstelle von Susques schon in Sichtweite. Zwei einsame Zapfsäulen auf einem Schotterplatz und ohne Dach empfangen uns. Am Restaurant nebenan wird gearbeitet, und man winkt uns, wir sollen uns hier unterstellen. Puh, doch noch ein trockenes Plätzchen erwischt. Der Wirt kocht uns Kaffee, und wir unterhalten uns gut mit ihm auf Englisch. Nach ca. einer Stunde ist der Regen vorbei, wir rollen an die Zapfsäulen, Sprit gibt es aber nicht. Ein Blitz hat die Stromversorgung lahm gelegt. Das ist aber weiter kein Problem. Dank der neuen Tankstelle an der Staatsgrenze haben wir genügend Reserven bis zur nächsten Tankstelle.
    Also weiter Richtung Übernachtungsziel Purmamarka. Auf einem kleinen Damm queren wir den Salar Salinas Grandes, der nach dem vielen Regen unter Wasser steht. Wenigstens verdient er seinen Namen, die Salzberge grüßen hell zu uns rüber. Dann muss aber noch die Cuesta de Lipan überwunden werden. Auch hier hat es stark geregnet. Immer wieder wurden Steine, Sand und Schlamm auf die Straße gespült. Im Bereich der Passhöhe mit 4.100 m liegt dann auch noch die Sicht unter 50 Metern. Wir kämpfen uns durch und bedauern, die schöne Landschaft nicht genießen zu können. Als wir Purmamarka erreichen, beginnt wieder der Regen. Schnell ist ein wunderschönes Hotel (El Postal) gefunden. Der Regen dauert nicht allzu lange. So können wir noch einen Rundgang durch das schöne Dorf machen, das in seiner Art an San Pedro de Atacama erinnert; und dabei ein Restaurant für unser Abendessen suchen, in dem wir die einzigsten Gäste blieben.

    ein letzter Blick zurück nach Bolivien


    auf einmal Grün; da lassen wir uns doch gerne überholen


    ...und meine Lieblingstiere in ungewohnter Umgebung


    und um die Ecke herum Vicunas


    die karge Landschaft wird überragt von schneebedeckten Vulkanen...
    unerwartete Durchblicke


    der offene Teil des Salars Aguas calientes (=heißes Wasser) (wir hatten leider keine Zeit zum Baden)


    wozu auch Kurven


    nein, das Schwarze sind keine Schatten !!


    kurz vor der Grenze zu Argentinien öffnete sich die Landschaft ins scheinbar Unendliche


    die weite Hochebene auf argentinischer Seite, und die drohenden Gewitterwolken...


    "das hat sich gewaschen"


    wir brauchten einige Augenblicke, um die grellweißen Punkte und Striche in der Entfernung identifizieren zu können...


    und damit sind wir in Argentinien....

    Fortsetzung erst demnächst.

    die elchin


 
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