Nun war es mal wieder soweit. Eine kleinere Tour ( 460km) standen auf dem Programm.
Morgens um 07.30 ging es los. War noch ein wenig frisch, aber dafür kein Verkehr auf der Strasse.

Zuerst ging es mal via Flüela nach Livigno. Um 10.00 konnte man in Livigno schon mal gemütlich im Freien den Cappuccino geniessen.
Nach dem Kaffee ging es auf um wegen nach Bormio. 5 km vor Bormio noch rasch zu den Ruinen von Torri di Fraele ( leider nicht mehr geschottert).
schnell durch Bormio durch nur um danach erkennen zu müssen das die "alte Strasse" gesperrt ist. Also muss ich auf die schnellstrasse für 5 km. So was von langweilig.
Die nächste freie Ausfahrt so schnell als möglich runter von der Verbindungsstrasse und wieder durch die Dörfer gezuckelt.
Dann endlich die Abzweigung zum Passo Mortirolo also ab auf den schmalen Pfad und hoch mit der Q. Gemütlich schlängle ich mich die alte Militärstrasse hoch. Lange scheint mir der Teil noch nicht offen zu sein. Muss wohl auch hier ein wenig Schnee hin geworfen haben.
Oben auf dem Pass dann die Kreuzung. Links Richtung Tonale oder Aprica und rechts, mein gewohnter Weg, weiter zum Passo Guspessa.
Bei der Kreuzung stehen noch 5 Motorradfahrer und studieren die Karte. Im Rückspiegel sehe ich gerade noch wie einer auf mich zeigt und der Rest schon aufsitzt um ebenfalls in meine Richtung zu fahren.

Mir wird bald mal klar dass es auf diesem Weg nicht weit gehen könnte. Alles noch voll von den Resten des Winters. Äste, Schnee und sonstiger Dreck.
Und siehe da. Einige Kurven weiter beendet ein Schneebrett meinen Vorwärtsdrang.
Da ist noch niemand drüber nicht mal mit dem Fahrrad oder zu Fuss.
Also umgekehrt und zurück. Schon bald kommen mir die 5 von der Kreuzung entgegen. Der erste schaut mich komisch an als ich Ihm ein Zeichen gebe das nichts mehr geht auf diesem Weg.
Tja, dann gibt es nun halt einen kleinen Umweg. Aber zuerst noch irgendwo einen Kaffee. Soviel zeit muss immer sein.
Ich finde dann auch eine Bar wo 2 Motorräder mit CH Nummernschild stehen. Da stelle ich doch meine Q auch dazu.

Beim Kaffee kann ich Ihnen noch erklären auf welchem Weg sie nach Livigno kommen da die Wintersperren auf den hohen Pässen Ihnen wohl die geplante Tour versaut hatte.
Nächste Anlaufstelle Aprica. Unten im Flachen überholen mich einige mit Kuchenblech am Heck schon fast Kriminell, aber als es zum Aprica hochgeht treffe ich die gleichen wieder beim zuparken der Kurven. Na, dann drehen wir den Spiess doch mal um. Mal sehen ob Ihr auch so erschreckt wenn einer in der Kurve plötzlich daneben ist. Rache kann so süss sein. HEHE.

So noch ein letzter Kaffe halt bevor es wieder via Bernina und Julier zurück nach Vaduz geht.
Der Bernina macht eigentlich immer Spass auch wenn es wieder einige Bitumen mehr gegeben hat. Am Julier scheint die Polizei, Rega etc. dank uns Motorradfharern wieder viel Arbeit zu haben.
An einem Ort war frisch was eingezeichnet ( Bremsspur in der Kurve gerade aus). Da lag auch noch eine sehr zerfledderte Kawa am Rande. Weiter nten bei Bivio war die Polizei beim aufräumen eines weiteren Mopetunfalles. Schade am ende der Tour noch solche Bilder zu sehen.

Am schluss waren ein Paar Kilometer mehr auf dem Tacho, ein zufriedener Frehni und 2 Pneus die gewechselt werden dürfen.

Bilder findet man unter
www.frehnisworld.li
oder
http://roland-frehner.magix.net/