Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 27

Enduro Wandern in Rumänien

Erstellt von Boxer Wolle, 13.11.2014, 12:46 Uhr · 26 Antworten · 5.714 Aufrufe

  1. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Standard Enduro Wandern in Rumänien

    #1
    Hallo Reisefreunde,
    hier mal unser kleiner Reisebericht über unsere Rumänienreise.

    Eigentlich, ja Eigentlich könnte diese Reise viele Überschriften haben!!
    Endlich hatten wir es geschafft, Otti und ich hatten einen Termin gefunden, 7 Tage Rumänien, Enduro wandern, ja und eigentlich sollte es nur ein Test sein für Mensch und Material für unsere Mongoleireise im Jahr 2016, denn dann werde ich Uralt!!!

    Eigentlich wollten wir aber 10 Tage fahren, da es unsere letzte Reise sein wird!!!

    Enduro wandern, ja das ist es was uns Spaß macht und wenn ich meine Enduro wandern, dann meine ich das auch.
    Eigentlich hatte ich das Enduro wandern auch schon mit einigen Reiseveranstaltern aus probiert, daraus wurde dann meist eine Hatz durchs ganze Land wo man Abends denkt, gut das ich den Tag überlebt habe!!

    Wir beide waren ein gutes Team und haben uns schon etwas in den Wäldern und Wüsten der Erde herum getrieben, verstanden uns gut und waren ein gespieltes Team.
    Klar waren wir zwei völlig verschiedene Typen und oder aber vielleicht gerade deshalb kamen wir sehr gut mit einander aus.

    Der grobe Plan bestand darin, mit einem Transporter, beladen mit unseren Motorrädern ca. 20 Stunden in die Nähe derTransfogarascher Hochstraße

    eine kleine Pension zu nehmen um von dort aus ein paar Off Road Touren zu machen.

    Eigentlich!!

    Dieses Wort kommt ganz schön oft vor in meinem Leben, eigentlich.
    Warum eigentlich!!
    2014 war ein wirkliches Seuchenjahr, Rücken und Knie Probleme und der Rat vom Arzt am besten nur noch Schach zu spielen und Golf zu spielen.
    Beides tolle Sportarten und nichts gegen zu sagen, ich selber jedoch wollte diese Art von Sport erst machen wenn ich 65 Jahre alt bin.
    Na ja nun stand ich kurz von der magischen Zahl 50.
    Und mein Körper erzählte mir eine Geschichte die ich nicht wirklich hören wollte.
    Es waren wirklich höllische Schmerzen gewesen in den letzten Monaten und so langsam ganz langsam konnte ich wieder Schmerzfrei bewegen!!!

    Und dann denkt man gleich wieder, geht doch irgendwie, Erzbergrodeo, klar das musste sein, das sollte der Test sein ob es dann 2016 in die Mongolei gehen sollte.
    Diesmal kein Zelt, nein Ducato Transporter mit schöner Matratze und die BMW G650X Ch. dabei, dann sollte das ein einziger Spaß werden.

    Meine Frau sah das na klar ganz anders, mit einer sehr ernster Miene verabschiedete sie sich von mir und die letzten Worte die sie zu mir sagte hatte ich noch ganz lange im Kopf.
    Du musst wissen was Du tust.
    Das war sonst gar nicht Ihre Art.
    Sie selber ist mit mir mit dem Motorrad schon oft auch in anderen Ländern unterwegs gewesen, aber dafür hatte Sie kein Verständnis.
    Zurecht!?


    Und Otti, ja der wollte nicht mehr fahren, seine Gründe sind ein Thema zwischen zwei Freunden und da sind sie gut aufgehoben.


    Otti wollte auf jeden Fall die Transfogarascher Hochstrasse mit dem Rennrad bezwingen und na klar als Freund und Reisepartner werden ich ihm dabei helfen.
    Klar wollte ich ihn auch leiden sehen, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.

    Ich würde und möchte gerne weiter Enduro fahren, auch wenn mir das Erzbergrodeo gezeigt hat das mein Rücken solche Aktionen nicht besonders gut heißt.

    Deshalb auch unsere letzte Reise zumindest für Otti, für mich ein Test, einfach fahren und Spaß an Land und Leute haben ohne wilde Sprünge mit dem Motorrad, das hat das Erzbergrodeo gezeigt, mag mein Rücken überhaupt nicht.

    Also Enduro wandern, mit Fotografieren und staunen über die Landschaft, auf dem Benzinkocher essen kochen, wo man gerade Hunger bekommt, mit Menschen in Kontakt kommt, deren Leben und auch die Sprache eine andere ist.
    Neugierig sein auf das was uns erwartet und sich auf die Menschen und das Land einlassen.

    Ich hoffte das mein Rücken das aushalten würde, in dem Fall kann ich sagen es war mehr als Hoffen das mein Rücken Enduro wandern aushalten würde.

    Planungen:
    Eigentlich einfach, ich konnte mir in unserer Firma einen Fiat Ducato Bus leihen, das war eine super Sache, keinen Anhänger und mit 90 - 100 Km/h nach Rumänien zockeln, sondern 130 - 140 Km / h, hört sich wenig an macht aber schon was aus.
    Diesmal wollten wir kein Zelt mit nehmen sondern in einer Pension schlafen und von da aus die Touren fahren.
    Also leichtes Gepäck mit auf den Touren nehmen, sprich, Kocher, Nudeln, Wasser, Fotoapparat und Werkszeug / Ersatzschlauch usw.

    Unsere beiden BMWs G650 X Ch. waren wie immer gut in Schuss, ich könnte meiner Kleinen noch einen Ölwechsel und neue Pirelli Crossroads, Otti, ja Otti meinte das geht auch so.
    Gut jeder hatte seine eigenen Ideen wie man eine Reisemaschine wartet vor so einer Reise.

    Navi mit externer Stromversorgung hatte ich noch angebaut und Kofferträger sowie Tanktrucksack und Packtaschen von Ortlieb, Koffer hauen die im Gelände so schnell die Knochen kaputt, das hatten wir auf den letzten Reisen gelernt.
    Ich nahm noch einen zweiten alten Tankrucksack mit und wollte mal probieren ob es auch ohne Packtaschen gehen würde.
    Mal schauen.

    Packen des Ducatos!!!
    Klar jetzt konnte jeder soviel mit nehmen wie er möchte der Ducato war ohne die 9 Sitzplätze riesig und so haben wir dann auch unsere Sachen gepackt.
    Otti wollte zu dem Motorrad auch noch Rennrad und Mountainbike mit nehmen und na klar das jeweilige Outfit.
    Ich wollte Motorrad und Mountainbike mit nehmen um Abends noch mal durchs Dorf fahren zu können.
    Klar hatte ich auch so meinen Kram dabei, zwei komplette Cross Anzüge, falls einer nass werden würde.
    Und und und.
    Da kam ganz schön was zusammen.
    Wenn man sich überlegt das wir zum Erg Chebbi mit 24 Kilo Gepäck gefahren sind, mit Zelt, Schlafsack und Erstatzschläuche usw. sind wir dann auf dieser Reise in die vollen gegangen.

    Wir hatten alles entweder in Taschen oder in große Kartons gepackt, das konnte mit zwei Motorrädern gar nicht passen und drei Fahrrädern.
    Ich gebe zu bei der Menge hatte ich ein mulmiges Gefühl in der Magengrube.
    Deshalb übernahm Otti das einladen und das macht er richtig gut, er bekam wirklich alles ins Auto, auch so das nichts klapperte.
    Nun stand unserer Reise nach Rumänien nichts im Wege.

    Auf nach Rumänien!!
    20 Stunden kalkulierten wir bis wir an unserem Zielort sein wollten.
    Uns beiden machte das keine Freude, aber wenn man noch frei im Gelände fahren wollte musste man schon solche Entfernungen in Kauf nehmen.
    Klar spuckte mir die Redbull Romaniacs im Kopf herum.
    Aus dem KTM Forum haben wir noch ein paar gute Tipps bekommen, aber davon später mehr.

    Klar gute Wünsche unserer Freunde begleiteten uns, ihr kommt ohne Motorräder wieder und ohne Auto, die bringen Euch um, klar die kennen wir schon die Sprüche, meistens von denen die nie irgend wo waren.

    Samstags um 18.00Uhr sollte es los gehen!!
    Otti war pünktlich da mit seiner Frau, mein Sohn und meine Frau verabschiedeten mich, diesmal sollte es keinen strengen Blicke geben von meiner Liebsten, denn es sollte ja vielleicht unsere letzte Reise sein.
    Mein Sohn war aufgeregt und traurig zu gleich.
    Für Ihn war auf jeden fall klar, das nächste mal wollt er mit fahren, ok, mal sehen, mehr konnte ich noch nicht dazu sagen.
    18.00Uhr los geht's, Otti fuhr zuerst, dann wechsle alle 2 Stunden, dieses System hatte sich schon auf den anderen Reisen bewährt.
    Wir hatten Musik, Hör- CDs, DVD Player, wir schliefen, trotzdem ist es eine Bescheidene Sache, 20 Stunden im Auto zu hocken.


    Die Kilometer flogen nicht an uns vorbei, die Strecke zog sich und auch die Strecke auf der Autobahn war nicht wirklich schön, Ungarn fand ich total schrecklich, nur gerade aus und Flachland.

    Dann endlich Rumänien, Grenze, ein paar Minuten, bitte den Pass, dann konnten wir endlich einreisen.
    Das klappte ja prima, leider hatten wir da schon ganz andere Erfahrungen machen dürfen!!

    Was uns aber schockte war, das es hier keine Autobahn gab.
    Man was für eine Straße und Strecke, wir krochen mit 70 daher, hinter LKWs und langsamen Fahrzeugen, es zog sich und laugte uns nach der langen fahrt und kurzer Nacht ziemlich aus.
    Aber nach 20 Stunden waren wir da.
    Wir kämpften etwas mit der Müdigkeit, aber die Vorfreude auf die nächsten Tage motivierte uns den Rest locker an zu gehen und den Rest der Strecke als Notwendiges Übel zu sehen.

    Übel nahm mir auch mein Knie die Tour, ehrlich gesagt war es zum Kotzen, mein Rücken machte mir keinen Stress, aber mein Knie schmerzte so das ich scheiße schreien konnte und es glühte wie ein Holzofen und das war kein gutes Zeichen.
    Mein Körper nahm mir die Tour bevor sie überhaupt begonnen hatte übel, wie sollte das nur weiter gehen.
    War es dann nun wirklich meine letzte Tour!?
    Missmutig hockte ich auf meinem Sitz und mir fehlte etwas die Gelassenheit die man braucht um in der Fremde ein vernünftiges Quartier zu finden.

    Otti, übernahm nun die Rolle der guten Laune und auch die des Zugpferdes eine gute Unterkunft zu finden.
    Ein paar kleine Enttäuschungen, klar die gibt es bei solchen Suchen immer, landeten wir an einer alten Mühle, klasse, sauber und ein tolles altes Gebäude mit neuem Anbau wo unsere Zimmer waren.

    Wir waren nicht nur erstaunt über die Sauberkeit und die Freundlichkeit der Menschen, nein wir waren richtig platt.
    Ich selber war froh das ich aus dem Auto raus kam und hoffte mein Knie würde jetzt etwas ruhiger werden.
    Leider war die HOFFNUNG WEIT GEFEHLT!!!

    Der Preis war schnell ausgemacht, eigentlich war uns der nicht so wichtig, die Lage war für unsere Tour perfekt, die Leute total nett.
    Frühstück war im Preis mit drin und die Küche so wie alle Möbel draußen durften wir mit nutzten.
    Wow das war ein Angebot.

    Otti lud nun alles aus dem Ducato Bus und ich schlörte alles aufs Zimmer.
    Mein Knie freute sich über die Treppenstufen, das kann man gar nicht erklären.
    Die Fahrräder durften in einen abgeschlossenen Raum, die Motoräder stellten wir an eine Mauer und ketten diese zusammen, den Bus stellten wir davor.
    Unser Vermieter lachte sich kaputt über uns, was macht Ihr denn da!?
    Ja hier wird doch soviel geklaut!?
    Hier nicht, nur in den großen Städten, fahr Du mal nach Frankfurt da ist dein Motorrad auch Abends weg!!!
    Recht hatte er, nun jetzt hatten wir uns schön lächerlich gemacht, jetzt bleiben die Dinge wie sie sind.
    Mich zog es mit zwei Schmerztabletten und einer kühlen Wickel auf mein Knie ins Bett und Otti holte Infos rein wo was zu finden war!!

    Da ich keinen Hunger verspürte durch die Schmerzen, schlief ich fast ohne Unterbrechung den ganzen Abend und die Nacht durch.
    Ich war erstaunt wie gut mir diese Ruhe getan hatte und vor allem meinem Knie.
    Ich sah wieder Licht am Ende des Tunnels.
    Das Knie war kaum noch geschwollen und auch nicht mehr heiß.
    Das war doch schon mal was.
    Und Otti!?
    Der war fit wie ein Turnschuh!!!
    War klar!!

  2. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Lächeln Bilder zur ersten Seite unseres Reiseberichtes

    #2
    sportograf-49617532.jpg
    Erzbergrodeo 2014, unter Schmerzen, schlechte Zeit und schlechte Platzierung

    p3.jpg
    erste Kilometer auf Rumäniens Straßen

    p5.jpg
    20 Stunden Auto fahren , siehe Bild

  3. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Standard Tag 1 / Enduro Wandern

    #3
    Tag 1.
    Aufstehen und die Schmerzen halten sich in Grenzen, das hat doch schon mal was.
    Otti ist schon beim Frühstück, da bin ich ja mal gespannt, was es da gibt.
    Klar hat man seine Gewohnheiten, aber sind wir nicht hier um davor zu fliehen wollte ich schon fast sagen.

    Man diese Reise hier die hatten wir uns aber so was von verdient, eine Kleine Flucht aus dem Alltag, ich brauche das Einfach, raus aus dem Morgens auf stehen und arbeiten.
    Klar mein Job war Interessant und Abwechslungsreich und meine Familie, alle Gesund und es klappt aber alles Prima, aber das Reisefieber steigt Monatlich, so schlimm das ich schon fast keinen Reisebericht bzw. ein Buch darüber in die Hand nehmen kann.
    Und Reisen mit der Familie, habe da richtig Glück, Motorrad mit Beiwagen, darin reist dann unser Sohn und meine Frau fährt selber auf dem Motorrad.
    Das ist schon verdammt viel Glück und ich finde das toll.

    Diese Reise war und ist etwas anderes, hier stehe ich nicht so in der Verantwortung, wir beide, Otti und ich finden uns eigentlich immer sehr gut zurecht und verstehen uns ohne viele Worte und auf den Kerl brauche ich nicht aufpassen, das kann er dank des fortgeschrittenen Alters selber schon ganz gut.

    Aber zurück zum Frühstück, ich als ein Mensch der kein Aufschnitt und Fleisch esse, genau so wenig wie Zucker habe es auf Reisen ein wenig schwerer mit der Nahrungsaufnahme, Otti hatte da weniger Probleme.
    Und was sehe ich da auf dem Teller, man, alles dicker Aufschnitt, leider kein Honig und kein Käse.
    Mist, hätte ich doch was von zu Hause mit genommen.
    Ich wollte mich ja auf das Land einlassen, wirklich, aber dicke Scheiben Wurst das ging einfach nicht!!!
    Zum Glück entdeckte ich dann noch etwas Marmelade, super, damit konnte ich leben.
    Wow, qietsch süß.
    Aber lecker, wie war das noch mit dem aufs Land einlassen!?
    Den Alltag vergessen und die Gewohnheiten, hier konnte ich damit anfangen.
    Klar und mein gegen über hatte Spaß, Otti grinste wie ein Honig Kuchen Pferd.

    Nun sollte es aber auf die Motorräder gehen, Otti hatte hinten seinen Tankrucksack montiert damit er besser im stehen fahren kann, er war für Tee und Kaffee kochen unterwegs zuständig, wie schafft der Bursche das nur Benzinkocher usw. alles in dem Tankrucksack zu lassen!?

    Ich hatte nicht viel mehr dabei, gut Nudeln waren etwas größer aber sonst hatten wir alles gleich dabei.
    Ich hatte nur 4 kleine Wasserflaschen dabei, ich wollte nicht wie in Marokko oder Albanien aus dem Trinkrucksack saufen, das Zeug schmeckt einfach nur nach Gummi!!!

    Unser erstes Ziel hieß Geld besorgen, unsere nette Gastgeberin erzählte uns das wir dafür einige Kilometer fahren mussten, gut dann würden wir halt heute Abend einkaufen gehen, bis wir Geld hatten.
    Sie erklärte uns noch wo das Magazin ist, ein kleiner Laden wo man vieles ( fast alles kaufen kann), gut das war unser erstes Ziel.

    Dies ist wirklich ein einmaliges Erlebnis und wieder legt ganz klar die ganzen Vorurteile, die beklauen Euch, die bringen Euch um.

    Der Laden war schnell gefunden, die Dame an der Kasse war nett und sah auch noch gut aus und vor allen Dingen sprach sie fast perfekt Deutsch.
    Also ich da rein, höfflich gefragt ob ich mich umschauen darf!!
    Kein Problem, warum den nur schauen, ich:
    Wir haben noch kein Geld, ob sie Euro nehmen würde.
    Nein das könnte sie nicht!!
    Schade.
    Nehmt doch mit was Ihr braucht und zahlt heute Abend.
    Wow, das war ja mal was, wild fremde Menschen in klobigen Motorradklamotten bekommen Lebensmittel für einen Tag und können abends zahlen.
    Ich war beeindruckt und auch demütig, so viel vertrauen uns gegen über in einem Land wo es wirklich noch soziale Notstände gibt.
    Das hat mich etwas sprach los gemacht und zeigte mir wieder das man ein Land erleben muss um darüber zu urteilen.

    Ich bedankte mich und konnte sie nur anlächeln und sagen das uns diese Aussage beeindruckt hat, für uns beide war klar, hier würden wir alles kaufen was wir in der nächsten Woche brauchten.
    Soviel vertrauen in uns Fremde, da wollten wir was zurück geben.

    p56.jpg
    Frühstücksraum, liebevoll gemacht

    p55.jpg
    Unsere Mühle

    p63.jpg
    Unser Magazin, Tante Emma Laden

  4. Registriert seit
    28.06.2006
    Beiträge
    559

    Standard

    #4
    Hi,

    ich setze mich mal hier hin und warte dass es weiter geht und vor allem noch viele Bilder kommen...

    Wo seit ihr denn genau rum gefahren?

    Wenn ich das so lese würd ich am liebsten gleich wieder los fahren. Aber bis nächsten August muss ich noch warten. Dann geht's zum dritten Mal nach Rumänien...


    Gruß

    David

  5. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Standard

    #5
    Hallo David,
    es kommt noch mehr!!!
    Heute ist allerdings die Familie dran.
    Waren in der Ecke Sibiu unterwegs, Rumänien sieht mich wieder.
    Viele Gr.
    Wolle

  6. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Standard immer noch Tag 1

    #6
    weiter geht's!!
    Nun aber los, nur wohin.
    Verantwortung und Planung hatte ich genug im Leben und für die Tracks aus dem KTM Forum war es noch zu früh, wir wollten einfach der Nase nach, den Tag einfach anfangen und sehen wie es läuft.

    Also auf der Strasse rechts ab und dann sobald Berge und Hügel zu sehen waren wieder rechts ab.
    Man da sah überall gut aus, diesmal konnte man nichts verkehrt machen, also rein ins grüne.
    Was sollte man sagen wir wurden nicht enttäuscht.
    Tolle Aussicht, schöne ausgewaschene Wege, Sand, Grass, Auswaschungen, alles was das Herz begehrte.
    Hier konnten wir wegen einer Dornenhecke nicht weiter, dann halt links herum, wir über legten nicht lange sondern genossen nur die Fahrt und den Tag.

    Unsere beiden Motorräder, was sollte man, sagen, ja sie liefen einfach, Handlich, leicht, zuverlässig und ich fühlte mich sau wohl auf der Kleinen.
    Ich hatte noch nie Probleme mit der G650, na ja, das hatte ich bei der HP2 leider nicht so.
    Aber, die HP2 hatte andere Vorteile, dieses Drehmoment und die Kraft, das hatte was.
    Klar war das Otti seine G650 mit nehmen würde und da wir zu Hause oft unterwegs waren, da erwies sich gerade in Wäldern die G650 als Vorteilhaft.
    Einmal musste ich mit der Dicken wegen den Zylindern um drehen da ich nicht durch kam und außerdem war ich abends immer müder wie Otti.
    Da war klar, so eine Kleine musste her, ich fühlte mich wohl und habe mich dann auch an Dinge wie Erzbergrodeo gewagt was ich sonst nicht so getan hätte.

    Aber zurück im hier und jetzt.
    Ja so sollte es sein, wir führen einfach und wenn es da nicht weiter ging dann halt die nächste Abbiegung, die Landschaft war Traumhaft, ich selber fühlte mich frei und ohne Druck.
    Ich genoss die Fahrt, das konnte ich nicht wirklich sagen.
    Wenn ich so an die fahrt in Marokko dachte, dann habe ich erst wieder richtig gelacht als ich in Zagora angekommen bin.

    Hier war alles ein Traum, man einfach fahren, ohne Sorge das gleich wieder ein Spaziergänger mit bösen Blicken oder Drohungen einem Begegnet.
    Ganz zu schweigen von Jägern und anderen Selbst ernannten Ordnungshütern.

    Unser Glück ging zwei Stunden so, wir führen, genossen die Fahrt, blieben zusammen, kein Sturz, wir ließen es aber etwas ruhiger angehen, wir hatten Zeit und Rennen fahren wollten wir auch nicht.

    Irgendwann ging es nicht weiter, ein Bach mit steiler Böschung tauchte auf und wir konnten in auch nicht nach 20 Minuten um fahren, also hatten wir unsere erste kleine Herausforderung, nicht das uns der Bach Sorgen machte, aber da wir schon einige Erfahrung sammeln konnten ins unserem Leben, wussten wir die Böschung auf der anderen Seite war die kleine Herausforderung, den meisten drehte in dem nassen Gras bedingt durch das Gewicht der 650 BMW sowie durch die Steigung in der Böschung das Hinterrad durch.

    p17.jpg
    Unser erstes Hindernis, macht nichts dann halt rechts oder links weiter!!

    p19.jpg
    So Hindernisse haben wir gerne, eine kleine Herausforderung, obwohl nasses Grass weicher Boden, haben immer eine Überraschung parat!!

    p23.jpg
    Langsam durch den Bach und dann mit Gas die Böschung hoch so war der Plan, aber das wahre leben ist wie immer anders.

    Wie schon geschrieben, schon oft gemacht und doch kommt es immer anders als man denkt.
    Otti fuhr langsam die Böschung zum Bach herunter, durchs Wasser auch kein Problem und dann Vollgas die Böschung herauf, der Plan war gut, aber dann rutsche das Hinterrad weg und Otti rutschte samt Motorrad Richtung tiefste Stelle des Baches die wir bis dahin gesehen hatten.
    Und um die Herausforderung komplett zu machen ging es da auch noch fast zwei Meter runter.
    Nicht das wir es anders geplant hätten, aber da sollte die BMW nicht drin laden.
    Otti, schmiss die 650 ins Gras und sprang ins Wasser und stütze die BMW unten ab damit sie nicht ihm nach rutschte und den Zylinder flutete.
    Ich muss schon sagen, ein echter Hechtsprung, ob er das auch so für seine Frau geschafft hätte!?
    Keine Ahnung, Otti rief um Hilfe, so langsam sackte er mit den Crossstiefeln im Schlamm runter und die G650 folgte ihm Zentimeter für Zentimeter.

    Was sollte ich tun oder besser gesagt, was tat ich, ehrlich, ich habe mich kaputt gelacht, diese Bilder kann man so nicht knipsen, einfach eine geile Show, erst noch ein Foto und dann erst einmal am Vorderrad die BMW sichern.
    Otti fluchte gespielt vor sich hin das ich doch wohl ein Kameraden- Schwein wäre und er nicht mit mir in den Krieg ziehen wollte(Symbolisch gemeint)
    Gut mit vereinten Kräften zogen wir dann die 156 Kilo schwere BMW auf die Wiese.

    Meine Überfahrt war nicht ganz so dramatisch da ich ja gesehen hatte welchen Weg man besser nicht nehmen sollte.
    Das nächste ´mal war klar war ich wieder der erste der entweder über eine Baufällige Brücke oder durchs Wasser musste.
    Eins kann ich Euch schon jetzt sagen, mir ist es auch nicht besser ergangen!!!

  7. X-Moderator
    Registriert seit
    04.01.2009
    Beiträge
    7.771

    Standard

    #7
    tolle Schreibe...

    danke für Dein Engagement

  8. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.602

    Standard

    #8
    ja Wolle so ist das Leben. erstens kommt es anders. zweitens als man denkt.

  9. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Standard immer noch Tag eins

    #9
    Hallo Zusammen,
    Genau so ist es, aber das macht das Reisen aus!!!

    Immer noch Tag eins:
    Wir beiden waren jetzt auf der anderen Seite, machten einfach Pause, ich sag ja Enduro Wandern nicht hetzten!!
    Wasser, Plätzchen, Schokolade, wir lachten darüber, warum wir nicht einfach umgedreht haben, keine Ahnung, wäre einfacher gewesen als die Mopeds den Hang hoch zu ziehen!!!
    Kam für uns aber nicht in Frage, kommt für uns eigentlich nie in Frage!!!!
    p32.jpg
    Reisen wie wir es mögen, Pause in der Sonne und Wahnsinns Umgebung!!

    Es machte einfach Spaß zusammen, ich verlor keinen Gedanken darüber das wir als Team nie wieder zusammen fahren würden, wir hatten Freude an dem was wir hatten, Toleranz dem anderen Gegenüber, Nachtsicht auf die Wünsche und Fahr Gewohnheiten des anderen, kurz um ich konnte die Reise genießen.

    Weiter gings für uns, was soll ich schreiben!?
    Die Landschaft war ein Traum, das fahren hier wie ich es mir gewünscht hatte, immer der Nase nach, Offroad, ohne Krawalltüten und wilden Gas aufreißen sondern mit Rücksicht auf die Natur und Menschen die in diesem Land leben.

    Eindrücke:
    p16.jpg
    Ich hoffe man kann an diesem Bild sehen wie schön Rumänien ist!!

    p37.jpg
    Nach jedem Hügel glaubt man, noch schöner kann es nicht werden, doch kann!!!

    Für mich kann ich nur sagen nach dem wir jetzt fast 5 Stunden unterwegs waren, ich würde ruhiger, die Freude auf das Land uns die Freude aufs fahren wich einer Begeisterung und auch Respekt diesem schönen Fleckchen Erde, man was hatten wir ein Schwein, die Aussicht wechselte von Flachen Grass bis zu Grass behangenden Hügeln und Wald wo Gott sei Dank immer ein Treckkerpfad durch führte, ansonsten war das für uns ein NO Go, wild ohne Weg durch den Wald das gab es nicht für uns.
    Dort wo Trecker sich oft mühsam den Weg durch den Lehm gewühlt haben, diesen Weg fuhren wir, aber quer ohne Spur durch den Wald, nein das kam für uns nicht in Frage.

    Für uns wurde ein Traum war, selten habe ich die Fahrt im Gelände so genossen, wenn ich daran denke wie ich im Mec Pom mit einem Reiseveranstalter Endurowandern und das unbekannte Deutschland entdecken mit gefahren bin.
    Da kann ich heute nur noch den Kopf schütteln, heute würde ich nach 2 Stunden sagen, mach Deinen Scheiß alleine, aber nicht mit mir.
    Heizen ohne Ende, Wahnsinns Aktionen wo man hofft die fahrt zu überleben, ein Tourgide der am besten am Gashahn drehen könnte.
    Resultat, gebrochene Rippen bei einem, bei einem anderen Fahrer kaputter Felge und Reifen der bis Nachts im Wald warten musste bis der Tourgide die Runde mit uns zu Ende gefahren hat und noch essen und Duschen musste, selbstverständlich gehörte ein Feierabendbier dazu, Respekt.

    Diese Aktionen und Sorgen brauchten wir nicht.

  10. Registriert seit
    10.04.2008
    Beiträge
    604

    Standard Eindrücke

    #10
    Eindrücke von unsrer Reise:
    p1030966.jpg
    Mittagspause, Nudeln dort wo Schäffer sonst Essen!!!

    p38.jpg
    Die stärksten überleben, gehören wir dazu!?

    p45.jpg
    Die Hunde jagen das falsche Schaff


 
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Enduro-Wandern in Norditalien
    Von denver im Forum Reise
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 10.01.2010, 21:50
  2. Passt der Uvex Enduro 3 in 1 in das BMW Alu Topcase?
    Von timothey im Forum Bekleidung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 08.06.2009, 14:13
  3. Frage: Enduro Verleih in Las Vegas?
    Von monthy im Forum Reise
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 19.05.2008, 02:28
  4. Enduro Motocross in Frankreich!?
    Von Longo im Forum HP2 Enduro und HP2 Megamoto
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.06.2007, 15:53
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 08.03.2007, 21:07