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EU14

Erstellt von SA Moose, 24.08.2014, 14:25 Uhr · 73 Antworten · 10.788 Aufrufe

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    #21
    Rainer, zeig doch mal Deine Extra-Blinker, dafür haben hier im Forum manche ja schon fast Goldpreise hingelegt! Von den fast begangenen Morden spreche ich ja gar nicht

    Und bei Dir waren sie einfach so dabei....

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    #22
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Rainer, zeig doch mal Deine Extra-Blinker, dafür haben hier im Forum manche ja schon fast Goldpreise hingelegt! Von den fast begangenen Morden spreche ich ja gar nicht

    Und bei Dir waren sie einfach so dabei....
    Wie jetzt, bist Du mal wieder am joken? Weiss nicht, ob ich ein Bild hab', auf alle Faelle irgendwo ein Video. Bin erstmal noch am Bilder organisieren. Ich dachte, die Fahrradklingel war mehr der Schlager

    Fortsetzung folgt!

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    #23
    So, noch ein paar Bilder bevor wir weiterfahren...

    Nachtisch Prager Art


    Nach dem Nachtisch Prager Art


    Prag


    Endlich in Oesterreich[
    URL=http://s1292.photobucket.com/user/samoose1/media/EU14CARD1135_zpsa9320fbd.jpg.html][/URL]

    Transformer 1


    Bergfrische


    Transformer 2

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    #24
    Rainer wollte unbedingt von der ADV auf was anderes wechseln....
    Einmal hat er verweigert, weil Carmen unbedingt vorne sitzen wollte, und das andere Teil war ihm dann doch zu schnell

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    #25
    Dem Tip von Apfelrudi folgend, fuhren wir bei leichter Bewoelkung los mit Ziel Opatija, unsere erste Kuestenstation. War auch ein Sahne Tip, die Strecke an der Soca runter bis kurz vor der kroatischen Kueste ist schon schoen und die Farbe der Soca muss man mal mitgemacht und gesehen haben. Leider kreisten uns die Wolken ein und bevor wir ueberhaupt den aeussersten Zipfel Italiens erreichten, fing es an zu nieseln. Dann etwas mehr. Dann war Zeit fuer die Banane, die dann auch bis kurz vor Opatija drauf blieb. Eine einzige Regenschlacht den ganzen Tag. Die letzten km vor Opatija hoerte es dann auf, so dass wir zumindest nicht total triefend im Hotel ankamen.



    Die Fahrt selber nahmen wir recht vorsichtig, da die Heidenaus nicht unbedingt als Regenfreundlich gelten und die Strassenoberflaeche in den suedlichen Gefilden wesentlich schlechter sein soll. Allerdings hatten wir diesbezueglich gar keine Probleme! Opatija ist eine schone kleine Stadt an der Kueste und hat flair. Nur schon wieder eine andere Waehrung, vielleicht war das auch ganz gut so, da ich irgendwor den Faden verloren hatte, was das Abendessen ueberhaupt kostet. Swambo hat da mehr den Ueberblick, ich verliere schnell Interesse, hauptsache, es schmeckt!



    Wie ihr seht, war am naechsten morgen auch der Regen weg und dies war unsere Aussicht beim Aufwachen! So kommt gute Laune auf. Unser Hotel war fest in Rentnerhand, was aber nicht gross gestoert hat. Das Fruehstueck war lecker und reichlich und bei bester Stimmung zockelten wir an der Kueste entlang nach Split, wo wir das erste mal unser Zelt zum Einsatz brachten. Der Campingplatz liegt direct am Wasser und abends hat man eine schoene Aussicht ueber die Bucht.



    Zwischen Opatija und Split, zwei kurze Stops zum Hintern ausschuetteln.





    Das naechste Ziel war eines der wenigen geplanten. Carmen's beste Freundin und deren Partner waren zufaellig auf ein paar Tage im Urlaub bei Zaton, kurz vor Dubrovnik. Heike wusste bescheid, Mante nicht und als wir sie dann trafen, war die Freude gross und wir verbrachten einen super Nachmittag und Abend mit beiden, da wir auch ein Zimmer in derselben Unterkunft bekamen.

    Am naechsten morgen ging es wieder los mit dicken Wolken, leichter Regen weckte uns auf. Kaffee Zeit. Mehr Regen. Mehr Kaffee. Nochmehr Regen. Noch mehr Kaffee. Ja wann hoert denn das auf? Haben die hier ueberhaupt genug Kaffee? Noe, leider nicht. Um 11:00 Uhr gaben wir auf, schoeneres Wetter zu erwarten. Banane raus und rein in den stroemenden Regen. Wiederum nicht recht schnell aber nass, nass, nass. Was wir von Montenegro gesehen haben, war so schon toll, muss im Trockenen klasse sein, dort etwas mehr Zeit zu verbringen. Aufgrund des miesen Wetters entschieden wir uns, statt zu warten doch lieber weiter suedlich die Sonne zu suchen.

    Montenegro, oder was man so erkennen kann:



    Die Fahrt war halb nass, halb trocken, Banane an, Banane runter, Banane an, Banane runter, bis wir dann Shkoder in Albanien erreichten.





    Wir fanden ein kleines, recht neues Hotel, 40 EUR und liessen den Abend bei Rotwein ausklingen. Der Wein war aus Montenegro und ein besserer Tropfen als der, den wir in Kroatien hatten. Albanien gefiel uns nicht so gut wie Montenegro. Trotz Navi haben wir uns recht ordentlich verfranst, mehrfach, und es dauerte eine Weile, bis wir wieder auf dem richtigen Weg waren. Dabei haben wir Routen kennen gelernt, die noch nicht viele Nicht-Albaner gesehen haben! Albanien ist ein Land der Rohbauten, dort wird anscheinend immer dann gebaut, wenn wieder Geld in der Kasse ist, was wohl limitiert ist und somit sieht es aus, als wenn dort permanent gebaut wird, aber irgendwie doch gar niGS passiert. Ausserdem ist Albanien ein Land der Kaffeetrinkenden, palavernden Maenner, laut Beobachtung Swambos! Sie brach sich auch noch einen Zahn ab und wollte dies partout nicht in Albanien behandeln lassen, sondern eher in Istanbul, bei Dr. Ismir Uebel. Also weiter in Richtung Griechenland. Die Toilette an der Grenze wurde besucht, allerdings nur fuer Sekunden, bevor die Verweigerung kam. Korken wieder rein und Backen drueckend ging es weiter in Griechenland bis zur ersten, sauberen Tankstelle, die dann Erleichterung brachte.



    Kurzer Blick auf die Karte, weiter auf eine Insel oder doch rueber nach Istanbul? Die Insel war zuerst geplant, aber aufgrund des uns verfolgenden Regens entschieden wir kurzfristig, lieber erst Istanbul einzulegen. Somit beendeten wir den Tag in Ioannina. Die Unterkunft im Navi erwies sich als Restaurant und wir fuhren einfach in die Stadt, bis wir ein kleines Hotel fanden, das uns zusagte. Die Innenstadt - recht huebsch - war zu Fuss zu erreichen. Ein kleiner Spaziergang tat ganz gut und in einer kleinen Imbisstube gab es dann Giros mit Pommes und Brot, total lecker. Was mir auffiel, war, das alles recht klein ist. Ioannina hat tausend kleine Gassen, mit kleinen Kaffeebars, mit kleinem Kaffee. Das Hotelzimmer war klein, das Bad war klein, die Restaurants waren klein. Der Abend wurde abgerundet mit einer heissen Schokolade und einem Metaxa. Im Gegensatz zu Montenegro und Albanien waren die Strassen in Griechenland um einiges besser und auch die Landschaft gefiel uns sehr gut. Vielleicht half es auch, dass es nicht mehr so viel regnete.


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    #26
    Weiter ging's Richtung Thessaloniki, zuerst ueber die Landstrasse, dann etwas Autobahn, die wir so oft wie moeglich versuchten, zu vermeiden. Es dauerte nur ca. 1 Stunde, bis wir doch wieder die Banane rausholen mussten, es wurde nicht nur nass, sondern auch kalt. Dann kam der Hammer: wir fuhren durch einen Tunnel nach dem anderen, den ganzen Tag lang muessen es ueber 40 gewesen sein. Ein Wahnsinn, so etwas haben wir noch nicht erlebt. Auf den umliegenden Bergen lag Schnee! In Kozani hielten wir fuer ein kleines Mittagessen mit Suflaki, Griechischem Salat und Griechischem Kaffee. Alles viel zu viel, aber extrem lecker. Aber es war mein erster Griechischer Salat in Griechenland! Unsere Sprachkenntnisse zahlten sich voll aus. Carmen: (in Englisch, der Besitzer sprach nur sehr sehr wenig Englisch): kann ich bitte einen Tee haben? Ja, Greek coffee! Nein, ich meinte Tee. Ja, Greek coffee! Ich: ich haette gerne einen Cappucino? Ja, Greek coffee?! Ich: vielleicht einen Espresso? Ja, Greek coffee! OK, wir nehmen zwei Greek coffee! Ja, hab ich doch!!!

    Wir machten noch eine kleine Stipvisite nach Thessaloniki rein aber da es uns nicht sehr gefiel, hielten wir uns nicht lange auf und fuhren auf Seitenstrassen weiter bis an die Kuestenstadt Kavala. Klein, aber fein. Den campingplatz fanden wir erst am naechsten morgen und so wurde das 4* Hotel Galaxy unsere Unterkunft fuer eine Nacht. Im Nachhinein keine so schlechte Entscheidung, da es den abend noch erbaermlich runterschuettete, das waere im Zelt schon interessant geworden.



    Griechische Hauptsportart:



    Ein ueppiges Fruehstueck mit Blick ueber den Hafen leitete den naechsten Tag ein. Ausnahmsweise mal blauer Himmel und waermere Temperaturen. Navi wieder auf kuerzeste Strecke und keine Autobahn/Mautstrassen und ab ging die Post in Richtung Tuerkei. Ein voller Schauer kam noch runter und wir zogen schnell wieder die Regencombis an, der Rest des Tages blieb aber dann trocken! In Alexandropoulis wollten wir kurz eine Kaffeepause machen, aber in deren Restaurants ist man nicht willkommen, ohne etwas zum Essen zu bestellen! Eine neue Erfahrung fuer uns. Wir fanden schliesslich doch noch ein Café fuer einen Cappucino und konnten auch noch mal kurz auf die Toilette. Zum ersten mal in meinem Leben war diese so klein, dass ich quer sitzen musste! Ausserdem war der Papierspender auf Griechenland eingestellt, sehr kleine Stuecke, man muss ja sparen!

    Dann erreichten wir die Grenze zur Tuerkei. Versicherung: 30 TEURO, da unsere gruene Versicherungskarte noch in Villach lag, da sie erst nach unserer Abfahrt dort ankam. Und dann wollte der Zollmops noch den Reisepass von Frank sehen, da die Mopedpapiere auf ihn ausgestellt waren. Ich sah' schon Probleme aber ich muss sagen, meine Erklaerung wurde anstandslos akzeptiert und es gab keinen weiteren Zoff. Schon anstaendig. In der Tuerkei hielt ich dann beim ersten Roadblock der Polizei an, um die Frage der Hoechstgeschwindigkeit zu klaeren, ueber welche ich hier gelesen hatte, war mir aber nicht mehr ganz so sicher. Tatsaechlich dueren Motorraeder auf der Autobahn nur 90kmh fahren, egal welches Tempo auf den Schildern steht! Der Polizist meinte, bis 99kmh ist ok, 100kmh ist ein grosses Problem. Daran hielten wir uns dann auch. Schon komisch, wenn einen dauernd Dosen ueberholen.

    Die Tuerkei riecht anders als Griechenland, kein Scherz. Die Architektur ist von Ritter Sport: quadratisch, praktisch, gut - mehr aber auch nicht. Total einfallslos und zweckmaessig, bis auf einige Moscheen. In Tekirdag fuehrte uns das Navi wieder durch Seitenstrassen zu einem Bankautomaten, den wir sonst nicht gefunden haetten. Die ganze Strasse roch nach Guelle, also eher etwas fuer 'ne 500er Honda oder so... Unser Abendessen erwies sich als lustig, wiederum auf unsere Sprachkenntnisse zurueckzufuehren. Statt Rotwein gab es dann Raki (Anisschnaps) mit Wasser verlaengert (scheinbar ein Nationalgetraenk) und statt Huenchen dann Hackbaellchen. Bevor wir dann in den Schlaf fielen, musste uns noch kurz der Muezzin Bescheid geben und lauthals zum Gebet aufrufen. Carmen hat das nicht auf die Reihe bekommen, ich hoffe, das legt sich wieder. Sie kam aus dem Lachen nicht heraus. Nicht unbedingt eine tolerante Einstellung des Islams gegenueber, aber die Tonlage war schon verzweifelt.

    Es kamen die letzten 135 km nach Istanbul, nichts aufregendes. Eigentlich wollte ich noch ein Bild machen bei der Stadteinfahrt, aber der Verkehr wurde hektisch und mittenmal waren wir einfach drin. In der Stadt und im dicksten Verkehr. Total hektisch, keinen interessieren Mopeds auch nur im geringsten. Jeder will vorne sein, Linien und Ampeln spielen eine untergeordnete Rolle. Da muss man einfach staendig auf der Hut sein, anders geht es nicht, von beiden Seiten, vorne und hinten. Mitten im Stadtzentrum haben wir dann ein Hotel gefunden (50 EUR), welches in Gehentfernung von den Sehenswurdigkeiten lag. Das Moped durften wir auf dem Gehweg parken, ansonsten darf man nur ins Parkhaus, echt eng hier.



    So zogen wir uns um, kurze Dusche und ab ins Getuemmel. Die Blaue Moschee ist nur 1.8km weg, zu fuss vom Hotel. Bloss nicht so, wie wir gehen und total die Orientierung verloren. Im Orient!!! Mit Stadtplan. Leider haben die Strassen nicht ueberall Namensschilder und vieles bleibt bei blossen Vermutungen, die sich schnell als Fehler erweisen. Manchmal auch nicht so schnell. Aber wir fanden trotzdem die Blaue Moschee und die Hagia Sofia, schon ein Wahnsinn, was die damals gebaut haben. 6tes Jahrhundert plus, enorm so etwas. In der Blauen Moschee mussten wir die Schuhe ausziehen und Dank der vielen Touristen kamen wir dementsprechend in den Genuss der Duefte von Blue Cheese bis zu altem Fussnagel.













    Die Hagia Sofia ist innen unter Bauarbeit, trotzdem ist das schon alles enorm beeindruckend. Abends trafen wir uns dann noch mit Freunden aus Deutschland, die Piloten bei den Turkish Airlines sind und es war ein lustiger Abschluss des Tages. Tags darauf besuchten wir die Cisternen (vom 3. Jahrhundert!)



    und den Grand Bazaar, wo der Orient meinen Erwartungen entsprach, mit seinen Farben, Geruechen, Haendlern. Wusstet Ihr, dass jeder Teppichhaendler mit dem naechsten verwandt ist? Jedesmal, wenn wir erzaehlten, das wir aus SA kommen, wurden wir informiert, dass dieser Haendler einen Bruder hat, der in Kapstadt in der Longstreet ein Restaurant hat. Beeindruckend, oder?



    6000 EUR, haette ich fast gekauft:


    Grand Bazaar bei Tag



    Teppichhaendler Kaffeepause



    Grand Bazaar bei Nacht


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    #27
    Spaeter ging es dann zum Bier und Abendessen and den Bosporus. Dementsprechend sind auch die Preise, Touritrap schnappt zu. Aber was soll's, so oft kommen wir ja nicht her. Auf dem Rueckweg zum Hotel ging es dann durch den inzwischen leeren Bazaar. Die Ladeneigentuemer schmeissen ihren Dreck auf die Mitte der Strasse, ueber Nacht kommt die Muellabfuhr und sammelt alles ein. Die haben gut gelernt von uns! Wir sind dann langsam ins Hotel zurueck als die lokalen anfingen, aufzuwachen. Unsere Zeituhr laeuft anders als deren, da haben wir uns nie so richtig dran gewoehnt.

    Die Zeit war gekommen fuer Carmen, den Zahnarzt aufzusuchen. Lt. Navi nur 18km, aber der Verkehr.... Ueberraschung, es war alles total modern, freundlich und ich bekam sogar einen Kaffee waehrend Carmen behandelt wurde.



    Eine halbe Stunde spaeter und wir entschlossen uns, noch auf die Bruecke zu fahren, die ueber den Bosporus fuehrt. Denkste. Das Navi fuehrte uns ueberall hin, aber nicht auf die Bruecke. Ausserdem waren Einbahnstrassen dabei, die im Navi nicht so drin waren. Ruck zuck ist man natuerlich auf dem Holzweg, ausserdem wurde die Verkehrsdichte enorm. Trotz Moped keine Bewegung mehr moeglich, 1/2 Stunde fuer 20m, so lange, bis die Kupplung stank und ich es erlebte, dass die Temperaturanzeige hochschoss und die rote Warnblinkanzeige einkickte. Das erste mal bei einer Adventure. Ausserdem war der Tank ganz kurz vor leer. Also anhalten, abkuehlen lassen und die naechste Tanke angepeilt. Die Bruecke war es uns nicht mehr wert, diesen Aufstand mitzumachen und wir entschieden kurzfristig, aus Istanbul rauszufahren und unsere Tour war dann wieder gen Tekirdag besser, als den Gridlockverkehr in der Stadt weiter mitzumachen. In Tekirdag blieben wir im selben Hotel wie auf dem Hinweg, da es uns gefiel und einige Restaurants in der direkten Nachbarschaft lagen. Von dort fuhren wir diesmal bis Thessaloniki durch, wo wir ein billiges Hotel in der Innenstadt nahmen. Ich war muede und hatte keine Lust mehr, noch weiter zu fahren. Das Abendessen war riesig und musste mit einem Grappa abgerundet warden. Jedes zweite Geschaeft war leer und verbarrikadiert, es war das erste mal, das wir dies so direkt mitbekamen, wie schlecht es in Griechenland aussieht.



    Eine Sache fiel mir noch ein: die Geschwindigkeitsbegrenzungen des Garmins sind gut in D, CZ und AU, ab dann besser nicht mehr drauf verlassen, das kann teuer warden. Helme und Sicherheitskleidung sind auch recht verpoent in den suedlicheren Gefilden. Jeder so, wie er kann.

    Dann standen wir vor der Entscheidung, entweder nach Athen zu fahren oder evtl. doch lieber eine Insel? Die Insel gewann und die Entscheidung war, Richtung Suedwest nach Tirakla und ueber die Berge nach Arta, kurz vor der Kueste. Was wuer eine tolle Entscheidung. Seht selbst.....

    Vor dem Olymp


    En tour


    Teilweise helmgrosse Felsenstuecke


    Bruecke


    Mitten drin


    Die Strasse hauptsaechlich Teer, alt und viele Schlagloecher, teilweise Schotterstrecken, aber herrliche Gegend und kaum Verkehr. Ab und zu mal Dosen, aber die waren kein Problem und immer tat sich eine Luecke auf fuer uns. Netter service!

    Der Tag ging wieder mal dem Ende zu und kein Campingplatz in der Naehe. Dafuer fanden wir aber ein 4* Hotel fuer 50 EUR (da Nebensaison, vielleicht auch da total leer!). Das Essen war beschissen, kann man nicht anders beschreiben. Aber die Unterhaltung war gut, es traf eine hollaendische Reisegruppe ein und wir konnten denen schoen zuschauen und teilweise zuhoeren und haben nur gedacht, nee naech?

    Von dem Fredi an der Hotelrezeption erhielten wir dann auch noch einen Tip fuer einen schoenen Campingplatz auf Lefkada, was sich mit Info aus dem Forum deckte. Es kam aber wieder anders, als geplant. Die Fahrt war klasse, das Wetter super, schoene Strecke auf Lefkada, bis wir herausfanden, dass der Campingplatz ca. 1 km von der Kueste enfernt lag. Ausserdem noch grosse Schilder direkt am Strand, das campen nicht erlaubt ist. Wir hielten neben einem Bremer Paerchen, die mit einem kleinen WoMo unterwegs waren. Die hatten einen Insidertip von Freunden fuer einen tollen Campingplatz auf dem Festland, etwas weiter suedlich, in Mytikas. Gesagt, getan, ca. 75 km und wir hin. Tolle Strecke ueber sehr enge Seitenstrassen und eine kleine Bergkette. Wieder wenig Verkehr und viele Kurven. Der Campingplatz war Schrott, kann man nicht anders beschreiben. Aber wir erfuhren, dass ein paar km weiter ein anderer ist. Das muss er sein! Hin. Wieder Mist, aber der Tag war so weit fortgeschritten, dass wir da blieben.

    Ich musste noch kurz meine Sprachkenntnisse zur Anwendung bringen. Einkaufsorder von Carmen: Zwiebeln und Bier brauchen wir. Einfach, oder? Denkste. Eine wahre Mission in der 5 Haueser Stadt Mytikas. Im Supermarkt bekam ich Bier, aber keine Zwiebel. Die gibt es im Gemueseladen, den ich nicht fand. Nachdem ich in jedem Geschaeft mit Haenden und Fuessen diskutierte, da dort keiner Englisch sprach, fand ich dann einen Griechen, der etwas Deutsch konnte. Er sagte mir, ich bin im falschen Dorf, der Gemuesehaendler sei im naechsten!? Wie weit? Die Strasse runter, am Ende links und dann 200m! Ach so, danke. Gemacht, getan. Nur keinen Gemuesehaendler gefunden. Aber eine Baeckerei. Die sich dann als Gemuesehaendler entpuppte. 3 Buendel Bananen, ein paar Orangen, 5 Tomaten. Keine Zwiebel. Ich nahm stattdessen eine gruene Pepperoni, die hats dann auch getan. Ich bekam dann natuerlich den fragenden Blick, wieviel Zeit man braucht, um 8 Bier und keine Zwiebel mitzubringen. Weiber. Die brauchen doch staendig wesentlich mehr Zeit beim Einkaufen als Maenner. Ist doch tatsache. Den Schrottplatz verliessen wir am folgenden morgen Richtung Igoumenitsa, wo wir irgendwann die Faehre nach Brindisi nehmen wollen. Die Campingplaetze entlang der Kueste gefielen uns nicht, keiner lag direkt am Meer. Also fuhren wir kurzentschlossen nach Korfu rueber, wo wir einen sehr schoenen Platz in Dassia fanden, in Gehentfernung zum Strand und sehr schoen gelegen, mit vielen Bars und REstaurants drumrum. Touriparadies. Da Nebensaison ist, sind nicht viele Leute hier, was das ganze recht angenehm macht. Alles wiederum fest in deutscher Hand, Wohnmobilausstellung. Unsere kleine campsite war trotzdem klasse, mittem im gruenen und Schattenspendend.

    En route Igoumenitsa, info Austausch mit Luca, unserem neuesten italienischen Freund. Seine tips waren Gold wert!





    Boarding nach Korfu


    Zeltplatz Dassia




    Transformer 3


    Friedhof mit Motorradfahrerschrein

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    #28
    Auf Korfu goennten wir uns dann ein paar Tage Beachurlaub und Inselcruisen mit dem Moped. Nach knallharten cocktails am beach liess sich Carmen noch eine Schulter/Nackenmassage geben, ich zwang mich zu einem weiteren cocktail und nichtstun. Harte Sache.

    Korfu ist eine schoene Insel, mit vielen Bergen, Kurven, Buchten und Doerfern, in denen die Zeit stehen geblieben ist. Beim Frisoer bekamen wir dann noch viele Tips, was man sich auf der Insel so ansehen kann und es wurde eine schoene, zuckelige Inseltour daraus. Zwischendrin hielten wir an, um Fotos zu machen, als wir dann von einem Einheimischen angesprochen wurden, ob er uns helfen kann. Total net, auch ein biker natuerlich:



    Dann noch kurz ins Reisebuero um die Tickets von Igoumenitsa nach Brindisi zu bestellen. Da die Faehre nur um Mitternacht faehrt, nutzten wir den Tag noch fuer weitere Touren auf den kleinen Inselstrassen. Am fruehen Abend ging es dann rueber nach Igoumenitsa, goodbye Korfu:



    Das Wartespiel auf die Faehre nach Brindisi begann. Gegen 23:00h kamen wir an der Mole an, wo die Abfahrt geplant war. Nix. Drei Mopeds und eine Millionen LKW's. Dann kam endlich die Faehre - und parkte neben unserem Liegeplatz? War nicht unsere. Das Spielchen wiederholte sich einige Male und die Zeit schlich dahin, es war dunkel und es tat sich niGS. Ich vertrat mir noch die Fuesse und unterbrach eine Gruppe LKW Fahrer, und fragte, wer der Fahrer des tuerkischen LKW's ist? Fragende Gesichter, keiner wusste, was dieser Typ wohl von uns will? Er zeigte sich wiederwillig und fragte, was ich will? Ich: Trinkst Du Bier? Er: Ja, wieso? Ich drueckte ihm unser restliches Wechselgeld aus Istanbul in die Hand und sagte, er soll mal 'ne Runde fuer die Fahrer schmeissen! Da gingen die Lichter an und ruck zuck sah' ich nur noch grinsende LKW Fahrer. Das Wechselgeld konnten wir nicht mehr gebrauchen, die Jungs waren happy!








    Unser Boot kam dann ca. halb zwei morgens an und wurde beladen. Drei Motorraeder, 30 PKW's, der Rest Trucks. Ein einmaliges Schauspiel, wie die ihre riesigen rigs rueckwaerts auf cm Arbeit parken. Die Entscheidung, eine Kabine zu nehmen (100 EUR) hat sich gelohnt. Wir konnten wenigstens ein paar Stunden schlafen, bis wir in Brindisi ankamen. Die Kabine war kalt und nicht regulierbar.

    Von Brindisi fuhren wir bis nach Salerno, alles ueber Seitenstrassen. Es sind ueber 300km von denen mindestens 200 nur Kurven sind. So viele, dass ich am Nachmittag genug hatte. Aber die Ebene nach Salerno rein zieht sich dahin, der Verkehr ist hektisch. Wir dachten, Istanbul waere schlecht, aber die Italiener haengen keineswegs hinterher. Lueckenjaeger, permanent, Autos und Mopeds, von allen Seiten. Gnadenlos. Wir fanden ein kleines B&B und ein super Restaurant 50m entfernt! Gerade noch im akzeptablen Bereich. Das Restaurant war leer, aber wir hatten Hunger. Wie ueblich im Mittelmeergebiet, waren wir viel zu frueh. Aber der Eigentuemer war total freundlich und wir bestellten unsere erste italienische Pizza im Leben:



    Kommt auf dem Bild nicht so beruehmt rueber, aber Leute, das war die besteste Pizza der Welt. So etwas leckeres kriegen unsere Leute nicht hin. Dazu einen leckeren roten Hauswein, von dem wir noch gleich eine Flasche fuer die Weiterfahrt mitnahmen, so hat er uns gefallen. Anschliessend ging es ohne Verzoegerung direkt ins Koma. Den naechsten Tag war die Amalfikueste angesagt.

    Tja, was soll man zu der Amalfikueste sagen? Ist ja sehr schoen, aber der Verkehr, nicht so das gelbe vom Ei. Und dass in der Nebensaison, ich moechte nicht wissen, wie das hier zu Spitzenferienzeiten zugeht. Entweder hat man ganz schnelle staendig auf der Pelle (wir hatten ja die Ruhe weg und wollten die Aussichten geniessen) oder ganz langsame, die in jeder Kurve fast zum Stillstand kommen. Dann kommen noch die Touribusse dazu, manchmal wird es hektisch:





    Die Strasse besteht praktisch nur aus Kurven. Mit Haeusern in den Hang gebaut, teilweise Tunnel mitten durch's Haus. Mir ist jedoch immer noch schleierhaft, wie die Italiener entscheiden, wann sie schnell sein wollen und wann sie einschlafen. Vielleicht bin ich auch immer noch zu deutsch, wer weiss? Wir gingen dann auch noch unserem Hobby nach, Banane raus....



    Der Verkehr nahe Neapel wurde hektisch, die Strassen schlechter. Enorme Bodenwellen und oftmals Kopfsteinpflaster. Autos und Mopeds fahren, wie es ihnen recht ist. Welche Gesetze hier gelten, ist mir unklar, anscheinen aber immer vorne sein ist Trumpf. Vorfahrt? Was ist den das? Reinpreschen, draengeln, hupen, gnadenlos draufhalten ist angesagt. Zum Glueck ist die Adventure nicht die kleinste und hat auch etwas Umpf, wenn noetig. Einen Golf GTI musste ich kurz anweisen, nicht zu ueberholen, weil da niGS zu ueberholen war. Irgendwann hat er es dann eingesehen und ist wieder brav hinter mir eingeschert. Handzeichen haben wohl auch etwas geholfen... Jedenfalls waren wir froh, wieder aus der Stadt raus zu sein, was Stunden gedauert hat. Es ging ins landesinnere und wir fanden ein kleines Hotel Naehe Casino (?), auf dem Weg nach L'Aquila, was uns unser italienischer Freund in Griechenland empfohlen hatte. Hier der Weg dorthin:





    Das Fruehstueck bestand aus Zwieback und Kuchen! Die Fahrt nach L'Aquila war grandiose, durch die Abruzzen Taeler und Berge und den Grand Sasso Nationalpark, einfach herrlich.Leider haben wir keine Baeren gesehen, vor denen gewarnt wurde.

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    #29
    Hi Rainer,
    ich häng ja immer hier rum, um zu sehen, wann Du wieder was reinstellst.

    Schönen Gruß an Carmen

  10. Registriert seit
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    #30
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Hi Rainer,
    ich häng ja immer hier rum, um zu sehen, wann Du wieder was reinstellst.

    Schönen Gruß an Carmen
    Na ja, ab und an muss ich arbeiten......auch wenn's schwer faellt. Gruss wird weitergereicht....danke!


 
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