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EU14

Erstellt von SA Moose, 24.08.2014, 14:25 Uhr · 73 Antworten · 10.787 Aufrufe

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    #31
    L'Aquila steht auch auf meiner bucket list, aber nach dem Erdbeben sieht es in der Stadt selber ja schon teilweise haarsträubend aus, oder?

    Was die beste Pizza der Welt betrifft, so glaube ich Dir gerne, dass Du das so empfunden hast, aber je nach Region in Italien bekommt man an jeder Ecke die beste Pizza der Welt, habe ich festgestellt. Sie habens halt erfunden und wenn jemand sie traditionell zubereitet und dazu noch einen superheißen Holzofen sein Eigen nennt, kann da kaum was schiefgehen. Ich schaffe es ja in Italien manchmal, jeden Abend eine Napoli zu verspeisen, bekomme da einfach nicht genug von

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    #32
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    L'Aquila steht auch auf meiner bucket list, aber nach dem Erdbeben sieht es in der Stadt selber ja schon teilweise haarsträubend aus, oder?

    Was die beste Pizza der Welt betrifft, so glaube ich Dir gerne, dass Du das so empfunden hast, aber je nach Region in Italien bekommt man an jeder Ecke die beste Pizza der Welt, habe ich festgestellt. Sie habens halt erfunden und wenn jemand sie traditionell zubereitet und dazu noch einen superheißen Holzofen sein Eigen nennt, kann da kaum was schiefgehen. Ich schaffe es ja in Italien manchmal, jeden Abend eine Napoli zu verspeisen, bekomme da einfach nicht genug von
    Ja nee, L'Aquila hat uns doch etwas von den Socken gehauen. Was uns ueberraschte, war das das Erdbeben vor 5 Jahren war, ich moechte fast glauben, in Deutschland waere die Wiederherstellung bestimmt weiter....., wie gesagt, bloss persoenliche Vermutungen. Trotz alledem ein guter Anlaufpunkt fuer den Gran Sasso und Campo Imperatore. Die Tips erhielten wir von dem Italiener, ansonsten hatte ich vorher noch nie davon gehoert! Ihr habt da klasse Gegenden zum Fahren direkt vor der Nase.

    Wegen der Pizza, na ja, wir sind halt fast 30 Jahre jetzt in SA, daher fallen uns die kulinarischen Differenzen evtl. etwas staerker auf als jemandem, der in den Regionen lebt oder sich doch relativ leicht mal bewegen kann. Wuerde ich in Europa leben, waere ich wohl jedes fahrbare Wochenende unterwegs....

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    #33
    naja, es ist ja nun nicht so, dass Du mit SA im kulinarischen Niemandsland leben würdest. Ich jedenfalls habe bei meinen Aufenthalten dort immer und überall was Leckeres zu essen bekommen, aber so was von lecker. Die internationalen Restaurants passen ihr Angebot ja auch immer den Vorlieben der jeweiligen Einwohner an. Echt italienische Pizza in den USA ist vermutlich deutlich schwieriger zu verkaufen als die Monsterdinger aus dem Pizza Hut mit Käse in der Kruste.

    Ich habe übrigens das Glück, hier an meinem Wohnort, einen dieser sonst recht seltenen Italiener mit schweineheißem Holzofen zu haben. Der backt die Pizza teilweise bei über 400 Grad. Man muss halt hingehen, wenn er schon eine zeitlang am Brennen ist. Der macht auch eine beste Pizza der Welt, ist aber mMn der Einzige hier in der Gegend mit leckerster Pizza

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    #34
    Zitat Zitat von SA Moose Beitrag anzeigen

    Tja, was soll man zu der Amalfikueste sagen? Ist ja sehr schoen, aber der Verkehr, nicht so das gelbe vom Ei. Und dass in der Nebensaison, ich moechte nicht wissen, wie das hier zu Spitzenferienzeiten zugeht. Entweder hat man ganz schnelle staendig auf der Pelle (wir hatten ja die Ruhe weg und wollten die Aussichten geniessen) oder ganz langsame, die in jeder Kurve fast zum Stillstand kommen. Dann kommen noch die Touribusse dazu, manchmal wird es hektisch:
    ......

    Der Verkehr nahe Neapel wurde hektisch, die Strassen schlechter. Enorme Bodenwellen und oftmals Kopfsteinpflaster. Autos und Mopeds fahren, wie es ihnen recht ist. Welche Gesetze hier gelten, ist mir unklar, anscheinen aber immer vorne sein ist Trumpf. Vorfahrt? Was ist den das? Reinpreschen, draengeln, hupen, gnadenlos draufhalten ist angesagt. Zum Glueck ist die Adventure nicht die kleinste und hat auch etwas Umpf, wenn noetig. Einen Golf GTI musste ich kurz anweisen, nicht zu ueberholen, weil da niGS zu ueberholen war. Irgendwann hat er es dann eingesehen und ist wieder brav hinter mir eingeschert. Handzeichen haben wohl auch etwas geholfen...
    Hallo Rainer,
    schöner Reisebericht bisher !

    Was die Amalfiküste betrifft war ich da schon mal zur Hochsaison in August, bei richtiger Affenhitze, der Verkehr kam mir aber auch nicht mehr vor als du es beschrieben hattest, ich denke zu dieser Zeit sind nur ausländische Touris in Amalfi, der Italiener verzieht sich wohl in die kühleren Berge.
    Was den Straßenverkehr in Neapel angeht: dito. Ich glaube die Napolitaner schießen diesbezüglich auch in Italien den Vogel ab...

    Gruß Thomas

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    #35
    Zitat Zitat von der_brauni Beitrag anzeigen
    Hallo Rainer,
    schöner Reisebericht bisher !

    Was die Amalfiküste betrifft war ich da schon mal zur Hochsaison in August, bei richtiger Affenhitze, der Verkehr kam mir aber auch nicht mehr vor als du es beschrieben hattest, ich denke zu dieser Zeit sind nur ausländische Touris in Amalfi, der Italiener verzieht sich wohl in die kühleren Berge.
    Was den Straßenverkehr in Neapel angeht: dito. Ich glaube die Napolitaner schießen diesbezüglich auch in Italien den Vogel ab...

    Gruß Thomas
    In Neapel ist Chaos, vor allem in der Altstadt. Aber je weiter Du südlich kommst, um so schlimmer wird es, Reggio Calabria, Palermo und Gela fand ich deutlich schlimmer. Aber wenn man sich dran gewöhnt hat, ist alles gut.

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    #36
    Weiter geht's. Entsprechned des Tipps von Luca, arbeiteten wir uns von Cassino aus Richtung Norden, zu der Campo Imperatore Hochebene. Wir hatten davon noch nie gehoert und Luca's Erzaehlungen liessen uns auf eine schoene Strecke hoffen. Die Innenstadt von L'Aquila ist noch abgeriegelt, es ist alles noch unter Konstruktion. Keines der Hotels im Navi war auf und wir klopften dann einige ausgeschilderte Unterkuenfte an. Alle voll. Zur Nebensaison! Der Frust wuchs, es wurde spaeter, es wurde nass, aber so richtig. raus aus der Stadt und weiter in Richtung Campo Imperatore, obgleich wir nicht ganz sicher waren, wie es dort Unterkunftsmaessig aussieht und Camping bei dem Regen nicht gerade eine einladende Alternative darstellt. Das erste Hotel: noch nicht fertig gestellt, keine Zimmer. Beim zweiten dann Glueck, man haette noch 1 Zimmer (das scheint bei vielen Hotels/Gasthaeusern grundsaetzlich zu sein, dass nur noch ein letztes Zimmer frei ist, wenn die Suedafrikaner kommen...?). Aber egal, 1 Zimmer reicht. Raus aus dem Regen, triefende Kombis und die Gepaeckrolle ins Zimmer und gut wars.

    L'Aquila Gebaeude:


    L'Aquila hatte vor 5 Jahren ein Erdbeben, bei dem 308 Personen ums Leben kamen. Die Innenstadt war am staerksten betroffen und ist heute noch grossenteils unter Konstruktion. Gesamtschaden: 16 billion USD! (google info...)

    Luca hatte uns ausser verschiedenen Regionen auch noch deren Spezialitaeten genannt, die wir unbedingt antesten sollten. Dementsprechend wurde der Abend im Restaurant bei Pasta Amatriciana, und Ravioli D'Abruzzo genossen, dazu musste dann ein nicht ganz billiger Abruzzen Rotwein getestet warden, der sich als echtes Schmuckstueck entpuppte, nachdem er etwas Luft geschnuppert hatte.

    Der naechste Tag, frisch, aber trocken, fuehrte uns ueber Assergi zum Campo Imperatore, runter nach Ofena fuer eine kleine Kaffeepause und anschliessend weiter nach Teramo und zum Tagesendziel Benito del Torro oder whatever.





    Im Campo wurden ausnahmsweise die Regenkombis eingesetzt, es war inzwischen auch recht kalt geworden. Und kalt tue ich nicht machen nicht. Die Kaffeepausen erwiesen sich als gute Zwischenunterhaltung. Swambo kann weder in der Tuerkei, Griechenland oder Italien den Kaffee bestellen, wie sie ihn haben will. Sie bekommt immer einen, den sie nicht so sehr mag, d.h. den bekomme ich dann immer, regelmaessig.

    Das Navi fuehrte uns wieder ueber verzwickte Seitenwege, teilweise nicht zum Durchkommen, oder vielleicht doch......?



    Na denn, es geht doch. Man muss nur wollen. Ganz leicht den rechten Pannier getouched, sonst niGS:



    Benito del.....gran Tourismo?


    Bahnunterfuehrung


    Wir fanden dort einen Campingplatz, der sehr ordentlich wirkte und direkt am Strand wahr. Er war auch direkt an der Bahnlinie. Schawumm, schawumm, schawumm, tak tak tak tak tak tak - ja Camping macht Spass!

    Am naechsten morgen checkte ich kurz mal Oel, dass mache ich nicht sehr oft....und siehe da, kaum noch was drin. Also Oel kaufen an der naechsten Tanke. In Italien. Am Sonntag! Nicht moeglich! Sonntags arbeiten die Italiener nicht, alles ist auf prepaid, die Laeden sind geschlossen. Natuerlich nur dann, wenn wir es brauchen. Hin und her, Supermarkt ja, Oel nein, wieder zurueck zum Campingplatz, da die dort wenigstens vernuenftig Englisch sprachen. Mr. Navi hat natuerlich nicht angezeigt, welcher Laden unter Umstaenden am Sonntag geoeffnet ist. Aber die Leute waren freundlich und zeigten uns einen Baumarkt, der offen sein sollte und auch Motoroel hat. Na prima, es geht doch!

    An der Kueste entlang fuhren wir Richtung Ancona, dann links rueber in die Toskana, die wir den Rest des Tages durchquerten. Wieder einmal wunderschoen, wo uns das Navi laengsfuehrte. Strecken, die wir nie allein gefunden haetten, waeren wir nach Karte gefahren. Eine Unterkunft wurde etwas problematisch, aufgrund Uebersetzungsschwierigkeiten des Wortes Campingplatz und selbiger Interpretation des navis. Einen Berg rauf, um vor einem geschlossenen Tor haengen zu bleiben, niGS mit Campingplatz. Drei weitere B&B's ausgebucht. Alle voll dank langem Wochenende. Schliesslich eine Bleibe gefunden fuer 40 EUR und ein gutes Restaurant dazu. Fahren koennen die Italiener nicht, dafuer aber umso besser kochen und Wein machen. Weisse Pizza mit Brie und Apfel.

    Weingut


    Weinanbau




    Carmen bemerkte, dass wir eigentlich mehr in Umbrien sind und die Toskana weiter links liegt, als bogen wir ab nach links. Es ging an der Strada Del Vino entlang, schoen zu fahren, Wetter 1a! Immer wieder abseits der besseren oder groesseren Strassen lt. Karte, genossen wir die Landschaft. Da ich oft mit offenem Visier fahre (ich versteh' Hunde!), bekomme ich regelmaessig Insekten ins Gesicht, zum Glueck wenig in die Augen (erst wollte ich schreiben, dass ich andauernd Kaefer in die Fresse bekomme, aber das geht ja nicht, wuerde den Report ja runterreissen, oder?). Heute hat sich dann ein Viech in meinem rechten Aermel hochgearbeitet und aufgrund meiner Untersuchung auch dreimal zugestochen. Unangenehm. Eine halbe Stunde spaeter hat mich dann ausserdem etwas in den Hals gestochen, muss aber klein gewesen sein, der Schmerz hielt nicht lange. Kann aber trotzdem recht irritierend sein! Aber wem erzaehl ich so etwas, ihr seid ja alle hardcore traveller, die wohl eher Insekten direkt in den Mund werfen und die Proteine in Energie umsetzen?

    Damit keine lange Weile aufkommt, campen wir wieder und Swambo darf sich austoben. Mit der Waesche, die mal faellig war. Der Achselnasentest wurde erfolgreich durchgefuehrt. Ich checkte kurz das Moped durch, ob sich irgendetwas geloest hatte, war aber recht wenig, eigentlich alles bombenfest. Das Innenfutter vom Tankbag war angerissen und wurde provisorisch mit duct tape abgedichtet.



    Wenn man nicht versteht, was auf den Schildern steht....da ging gar niGS mehr. Umkehren, andere Richtung


    Keine Lust auf ein Restaurant, kein Problem.........




    Tja, die Toskana, was eine schoene Gegend. Hier kommen wir noch mal her. 300km pro Tag sind zu viel fuer diese Region und die Nebenstrassen. Madam wollte noch kurz nach Florenz, es ging ganz ganz kurz ueber ein Stueck Autobahn und ueber 100kmh, wie langweilig. Die Kurvenstrecken sind so viel interessanter, schoener zu fahren und auch die Aussicht ist einfach besser zu geniessen.



    Alle Naslang much ich umdrehen, weil Carmen ein Bild machen will, dann muss das Gefaehrt auf diesen engen Gassen rumgewuchtet warden, man gewoehnt sich daran. In den Staedten sind scooter am Regieren, wie gehabt gnadenlos und von allen Seiten. Irgendwie gewoehnt man sich daran. Ab und zu sieht man groessere Mopeds, andere GSen, aber klar mehr Ducatis! Ab und zu Moto Guzzis und auch die tuckernde Harley Brigade zieht durch die Gegend. Carmen wollte unbedingt nach Florenz, aber dort angekommen ging uns die Hektik dieser Stadt auf denGeist und sie meinte, bloss wieder raus hier. Gesagt, getan.

    Grobe Richtung Venedig wurde eingeschlagen, logischerweise wurde die Wettervorhesage verlockend. So sieht's da aus, wo wir hinwollen:

    .

    Also war ein B&B wohl doch eher angesagt als das Zelt! Die im Navi verzeichneten erwiesen sich mal wieder als nicht existent. Nach einigem erfolglosen Suchen endeten wir in der Innenstadt von Bologna, wo wir ein kleines Hotel fanden, dass uns zusagte. Mitten in der alten Innenstadt, viele alte Gebaeude, aber etwas runter gekommen und schmuddelig. Wieder mal Graffiti. Viele Leute und jede Menge Shops in den kleinen Gassen, mit tollen Sachen, besonders fuer den Gaumen. Tonnenweise Kaese, Schinken und Suessigkeiten der feinsten Art, plus die ueblichen Modegeschaefte mit Kleidung und Zubehoer. Allerdings zu Touristenpreisen. Ob sich der Normalbuerger so etwas regelmaessig leisten kann? Sicherlich nicht die vielen Studenten, die hier sind. Wir erstanden noch ein paar Leckerein wie Nougat und einen Grappa, ahhh die Versuchung war einfach zu gross. Standesgemaess gab es abends Pizza und Lambrusco, wir sind ja nicht mehr lange in Italien!






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    #37
    Zitat Zitat von SA Moose Beitrag anzeigen
    L'Aquila hatte vor 5 Jahren ein Erdbeben, bei dem 308 Personen ums Leben kamen. Die Innenstadt war am staerksten betroffen und ist heute noch grossenteils unter Konstruktion. Gesamtschaden: 16 billion USD! (google info...)
    das heißt 16 Milliarden USD auf Deutsch

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    #38
    Für Florenz mußt Du locker eine Woche rechnen, Siena ist in meinen Augen aber wesentlich interessanter und bei weitem noch nicht so überlaufen.

    Toskana, Umbrien, Latio und Emilia Romangna, da kannst Du Monate fahren und hast noch nicht die Hälfte erfahren.

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    #39
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    das heißt 16 Milliarden USD auf Deutsch
    in Wirklichkeit 2 Millionen €, und der Rest fließt in die bekannten Kanäle....

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    #40
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    in Wirklichkeit 2 Millionen €, und der Rest fließt in die bekannten Kanäle....
    naja, die haben das Geld, was sie beim ursprünglichen Bau der Häuser verdient haben, ja auch schon lange wieder mit Koks und N utten ausgegeben, muss ja wieder was in die Kasse. Ich bin sicher, L'Aquila würde nicht aussehen wie Dresden 1945, wenn die Mafia seriös gebaut hätte. Ich finde das eherlich ganz übel. Da brechen Schulen zusammen und begraben zig Kinder unter sich, weil Fundamente mal schön mit alten Weinflaschen gefüllt wurden, um Beton zu sparen usw.


 
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