Seite 5 von 8 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 74

EU14

Erstellt von SA Moose, 24.08.2014, 14:25 Uhr · 73 Antworten · 10.797 Aufrufe

  1. Registriert seit
    09.01.2010
    Beiträge
    28.129

    Standard

    #41
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    weil Fundamente mal schön mit alten Weinflaschen gefüllt wurden, um Beton zu sparen usw.
    leer oder gefüllt?


  2. HC6
    Registriert seit
    05.07.2013
    Beiträge
    26

    Standard

    #42
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    in Wirklichkeit 2 Millionen €, und der Rest fließt in die bekannten Kanäle....

    Unbekannte Kanäle ich war vor 4 Wochen da nach Auskunft der Architekten wird's noch 30 Jahre dauern und in die Milliarden gehen.
    Es ist schon traurig das die Flachpfeifen aus Brüssel erst nach 5 Jahren merken das die ganze Kohle in die Mafia geflossen ist.
    Viele Häuser sind eigentlich überhaupt nicht mehr zu retten . Bis jetzt sind ca 30% der Häuser wieder hergestellt .
    Viele Notunterkünfte waren vom 1. Tag an nicht bewohnbar . Tja wer Beluskaiser wählt .......

  3. Registriert seit
    22.09.2010
    Beiträge
    941

    Standard

    #43
    Zahlungsverkehr!!!

    Wir hatten extra ein Girokonto eingerichtet, damit wir eine europaeische Kreditkarte benutzen konnten. Dazu erhielten wir noch ein Kartenlesegeraet, damit man per Computer Zahlungen unterwegs erledigen kann. Mit dem sogenannten TAN-Verfahren. Das erste Mal gings. Dann waren wir ca. einen Monat unterwegs, bevor wir wieder den Kontostand pruefen wollten. Aber wir sind ja schlau und haben beim ersten Mal gleich zur Sicherheit die PIN Nr. geaendert, die urspruenglich drauf war. Dann kommt naemlich keiner an unser Geld. Aber auch gar keiner. Wenn man dann die neue PIN Nr. vergisst, kommt man auch selber nicht an das Geld... Also erstmal e-mail an unseren Banker. Rueckmeldung: ich bin auf Urlaub. Logisch, kann nur uns passieren. Aber nach etwas hin und her bekamen wir eine neue und konnten auch ins System. Mit dem tablet! Folgendes spielte sich ab:

    Carmen und ich auf dem Bett, Carmen am Tablet. Jedesmal, wenn ich mich bewegte, rutschte das Lesegeraet auf dem Bildschirm herum. Also kam die Order: Sitz doch mal still!!! nach einer Weile sagte ich: Gib mir das mal, Du hast dafuer keine Geduld! Gesagt, getan. Nach einer weiteren Minute ich: fuckshit!....Saubloedes System...Wer das erfunden hat, gehoert erschossen....wieso denn wieder Karte einfuehren? Ich fuehr dir gleich ganz was anderes rein! Jedesmal, wenn man das Lesegeraet an den Bildschirm haelt, wobei die richtige Entfernung zweier Pfeile eingestellt warden muss, kommt man meist noch mit einem Finger irgendwie auf den Bilschirm, da es ein Touchscreen ist, wird man dann jedesmal wieder rausgeschmissen. Zum Kotzen, aber im Nachhinnein haben wir uns dann doch totgelacht. Vielleicht lag es auch daran, dass der Kontostand besser aussah, als erwartet. Logischerweise war dies der Stand der Dinge, bevor wir nach Venedig und in die Schweiz kamen.

    Sobald man aus Bologna raus ist, wird es langweilig. Die Po Ebene. Nur noch geradeaus und Flachland, aber auch gar niGS aufregendes. Mestre vor Venedig war schnell erreicht und nach kurzem Nachfragen fanden wir auch den gewuenschten Campingplatz, den uns ein paar Muenchener aus Korfu empfohlen hatten. Ich war mir nicht ganz sicher, welch geistes Kindes die waren - mit dem Fahrrad von Muenchen nach Korfu? Muss nicht sein, oder? Die Anlage war jedoch schoen mit sauberen, modernen Badezimmern, alles sehr sauber und gut im Schuss. Zelt war ruck zuck hoch und gleich gings weiter mit dem Bus nach Venedig. Zwar ein Touriparadies hoch fuenf, aber es hat uns trotz alledem recht gut gefallen. Carmen wollte keine Gondelfahrt mit Tenor, der O-sole-mio jodelt, den haben wir uns dann von der Bruecke aus angesehen. Am naechsten morgen wollten wir dann den REst von Venedig erkunden und hatten den ganzen Tag Zeit dafuer. Es kam anders.



    Ein monkey und ein Grappa:




    Was ist jetzt verkehrt?


    Ambulanz


    Tja, am naechsten morgen aus dem Zelt zum Duschen wurde mir schlagartig schwindelig und es riss mich runter, aber schnell und hart. Schaffte es noch zur Toilette und hatte einen extremen Schweissausbruch. Wasserfallartig, alles war nass in Sekunden. Kalt geduscht und abgetrocknet, kam Runde zwei. Der naechste Schwindelanfall mit Schweissausbruch, der mich in die Knie zwang. Wieder geduscht und zurueck zum Zelt. Carmen war weg, sie war selber ins Bad gegangen. Erstmal auf alle viere und abgebrochen und auf Carmen gewartet, die Welt drehte sich um mich, aber heftig. Ich bat sie, einen Arzt zu rufen (so etwas tue ich eigentlich nicht...). Hatten die aber nicht, es waere besser, eine Ambulanz zu schicken. Ok, was auch immer, ich brech zwischendurch mal etwas ab und schwitze dazu. Massiv. Schliesslich kam die Ambulanz und der Notarzt konnte Englisch. Die haben mich gleich an den Tropf gehaengt, damit die Uebelkeit aufhoert und haben Blutdruck und Herz gecheckt. Herz ok, Blutdruck ok. Immerhin hat das Mittel gegen Uebelkeit gewirkt, leider verkehrt herum. Innerhalb von Sekunden habe ich sofort losgekotzt, kann man eigentlich nicht anders beschreiben. Im Krankenhaus dann gleich ans EKG und Bluttest. Dann Zimmerdecke anstarren und warten, einschlafen. Zwischendurch kam noch immer wieder eine Aerztin und wollte wissen, wie es mir geht. Ein Krankenbruder (oder wie heissen die?) uebersetzte fuer die Aerztin. Ich bestand dann noch darauf, auf Malaria zu pruefen, man Weiss ja nicht. Also erneuter Bluttest. Alle kamen negativ zurueck und schliesslich gab mir der Chefarzt das ok, ich waere "free to go". Klingt immer lustig, wenn Italiener gebrochenes Englisch sprechen.

    Heute zum Beispiel hielten wir mittags fuer einen Kaffee und einen kleinen snack an. Dort gab es laut Karte Baby ...., inklusiv kleinem Salat und Wuerstel... Jedenfalls war ich spaet nachmittags wieder fit und wir planten Venedig fuer den darauffolgenden Tag. Der war auch schoen, trotz dreier Kreuzschiffe und tausenden von Touristen.

    Einige Kirchen, alte und sehenswerte GEbaeude, Piazza San Marco, zwei Bier fuer EUR 27.60 (unser bisheriger Rekord!), Rialto Bruecke, wurde alles mitgenommen. Wir haetten gern noch ein paar Masken mitgenommen, die dort hergestellt warden, schoene Dinger dabei. Aber aus Platzmangel drauf verzichtet. Wir haben Albert Einstein mitgenommen, der ist klein, passt noch rein und kommt bei uns ueber den Kamin. Venedig ist keine Stadt fuer Hunde, kaum natuerlicher Grund und ganz wenig Baeume. Warum Leute dort Hunde haben, ist mir schleierhaft. Katzen haben wir auch keine gesehen.

    Auf dem Campingplatz trafen wir noch drei biker aus Spanien, die uns noch einige Tips gaben, was wir uns ansehen sollten. Alles in Spanisch, da die kein Englisch konnten, ging aber gut mit Haenden und Fuessen.






  4. Registriert seit
    09.01.2010
    Beiträge
    28.129

    Standard

    #44
    Ach Du scheixxe, oder sollte ich lieber Ach Du kotze schreiben?

  5. Registriert seit
    22.09.2010
    Beiträge
    941

    Standard

    #45
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Ach Du scheixxe, oder sollte ich lieber Ach Du kotze schreiben?
    Kann man so oder so sehen. Fuer mich war es wichtig, gute aerztliche Versorgung zu haben fuer etwas, wo ich absolut keine Kontrolle hatte. Das hat geklappt. Desweiteren konnte ich nun mal feststellen, wie gut unsere Krankenversicherung auf so einer Reise wirklich ist, wenn etwas schief geht. Das hat auch geklappt. Die Kommunikation zwischen uns und der SA Firma die so etwas deckt, war reibungslos und die haben auch nachher nochmal nachgehakt, ob alles ok ist (wohl auch im eignen Interesse...). Wurde alles professional gehandelt.

    Dies war das einzige Mal in drei Monaten, also ok von meiner Warte aus und ich kann jetzt wenigstens beurteilen, ob so eine Versicherung etwas taugt.

  6. Registriert seit
    22.09.2010
    Beiträge
    941

    Standard

    #46
    Aus Venedig raus nahmen wir ausnahmsweise die Autobahn, da die Gegend nichts hergibt und wir so zumindest die ersten 100km zuegig hinter uns bringen konnten. Ab Verona nahmen wir wieder Seitenstrassen, ueber Bergamo (38 Grad!) und Lecco, dann nach Como bis zu einem zentral gelegenen Hotel fuer 89 EUR (promotion price!). Die ersten Hotels direkt am See wollten 125 EUR und 170 EUR respective, das war uns schlichtweg zu teuer (wir rechneten mal wieder in Rand....was man nicht machen sollte).

    Comer See


    Morgen geht es dann weiter ueber St. Gotthard, Grimsel und Furkapass nach Blankenburg im Berner Oberland zu Juerg und Noemi fuer einen kurzen Zwischenstopp in der Schweiz bei sehr guten Freunden.










    Die Fahrt war super, die Aussichten fantastisch. Nur es war extrem viel los. An einem Montag, ja arbeiten die Schweizer denn nicht? Hunderte von bikes unterwegs, die moisten mit CH Kennzeichen? Wir hatten den Zeitfaden verloren, es war Pfingstmontag und das Wetter war super, d.h. die gesamte Zweiraedrige Schweiz war auf den Paessen unterwegs. War aber totzdem klasse. Spaet nachmittags trudelten wir dann in Zweisimmen im Berner Oberland ein bei Noemi und Juerg, bei denen wir die naechsten drei Tage verbrachten. Sie hatten Urlaub genommen und fuhren mit uns die Umgebung ab, es ist schon eine schoene Gegend dort. Alles wickelte sich etwas langsamer ab, im typischen schweizer Tempo halt. Wir fuhren kreuz und quer durchs Berner Oberland, Lauenburg, Montreux, Gruyer mit der Giger Bar (Alien Erfinder!), Kaese, lunch vor der Eiger Nordwand, die Chinesenstadt Interlaken, ein Uhrengeschaeft neben dem anderen, alle mit chinesichen Angestellten. Einen Tag fuhren wir noch nach Zuerich rein, alte Arbeitskollegen besuchen. Kurz, aber herzlich.







    Bei Juerg wieder angekommen, Maschine auf dem Hauptstaender aufgebockt, um den Oelstand zu checken. Hocke neben dem Bike, als sich der Staender in den Boden bohrt und die Maschine rechtsseitig auf Juerg's Auto kippt. Nette Kratzer und Beule am Auto, screen vom bike verbogen, Gaszug verdreht und ein Haltestift der Screen abgebrochen. Das meiste so gefixt, den Stift werde ich auch noch irgendwo besorgen. 9000 km ohne Problem, dann so ein Mist. Peinlich, aber nicht zu aendern.

    Kurz noch mal nach Basel, zu einem weiteren Freund, ein super Essen bei einem Chinesen, der sogar Carmen gefiel. Dann war es an der Zeit, weiterzufahren. Nach herzlichem Adieu von Juerg und Noemi gings weiter ueber Gstaad, Col de Pillon, Chamonix, Martigny nach Grenoble. Der Montblanc war in den Wolken verschwunden. Wir fanden einen kleinen Campingplatz und goennten uns eine kleine Pizza plus Lambrusco. Kein Fussball, weil kein TV, muss auch mal gehen. Dann weiter gen Sueden, eine absolut schoene Strecke. Etwas besser zu fahren als in CH, schnellere Kurven, obgleich nur kurz da die Tempowarnanlage von hinten an den Helm klopfte... Uebernachtung in Digne des Baines, Thermalbad. Wir hielten an, weil es mal wieder regnete. Da das Hotelrestaurant geschlossen war, mussten wir nochmals kurz in die Stadt zum Abendessen.

    Der naechste Tag war ein Hammer. Recht kurz von der Distanz her, aber nur schoen, vom Fahren her und auch von der Gegend her. Durch die Gorge du Verdon, viele andere Mopeds unterwegs und die ueblichen Womo's. Kurzer Regenschauer, damit man sich das nicht mit einem Male abgewoehnt fuhren wir ueber Grasse nach Vence, wo man kurz vorher aus einem Tal kommt und dann urploetzlich das Mittelmeer sieht. Hotel mit beschraenktem TV gefunden, Abendessen Brot, Schinken und Kaese mit saurer Carmen, da wir das Deutschlandspiel verpassten, bis unser Zimmernachbar uns darauf hinwies, dass wir den falschen Kanal hatten. Natuerlich erst nach dem Spiel! Man gut, das ich dafuer nicht verantwortlich war!

    Roadblock




    Gorge du Verdon


    Traveller breakfast

  7. Registriert seit
    04.11.2012
    Beiträge
    6.429

    Standard

    #47
    Besten Dank für den Reisebericht. Liest sich gut.

  8. Registriert seit
    22.09.2010
    Beiträge
    941

    Standard

    #48
    Da wir noch nie in der Gegend waren, wollten wir auch die obligatorische Tour nach Monaco, Nizza, Cannes und St. Tropez nicht auslassen. Man muss mal dagewesen sein. Im Nachhinnein: 1 x reicht! Monte Carlo war schon irgendwie cool, wer kann sonst sagen, dass er eine Formel 1 Strecke gefahren ist und auf der Pole Position war? Die Stadt sieht nach Kohle aus. Die alten Haeuser sind gut im Schuss im Gegensatz zu Nizza. Das unterirdische Tunnelsystem, mit Kreisverkehr war beeindruckend. Um unsere Kamerabatterie aufzuladen, setzten wir uns in ein kleines Café und beobachteten den Verkehr. Auch hier waren wieder die scooter Kings. Ausserdem ein dickes Auto nach dem anderen, kurzweilig fuhren dort so in ein paar Sekunden mehrere Millionen EUR vorbei. Cannes war dann noch abgeknallter, Kohle hoch drei. Ein designer Shop neben dem anderen, die Leute hier zum sehen und gesehen werden. Am Strassenrand Luxusautos zum stuendlichen Mieten. Im Hafen eine Yacht groesser als die naechste. Der Verkehr: nur Stau. Nizza Strandpromenade: Nur Stau. Alte, herrschaftliche Gebaeude, in denen Luxushotels untergebracht waren. Wir fanden einen guenstigen Campingplatz, der Kocher machte schlapp, also doch Restaurant, aber immerhin mit Fussball TV. Am naechsten morgen ging es weiter nach St. Tropez, wieder im Stau an der Kuestenstrasse. Kurz rein in den Ort, abhaken, wieder raus.

    St. Tropez hat einen sehr alten Stadtkern mit kleinen Haeuschen, aber mit Flair. Gerammelt voll mit Touristen, die wie ueblich die designer shops gluecklich machen. Nicht unsere Szene, um ehrlich zu sein. Kaum waren wir raus aus dem Ort, da fing auch schon die Provence an und das Navi gab sich wieder grosse Muehe, schoene Strecken rauszupicken. Nach dem ganzen Touritrubel tat die Landschaft echt gut. Weinbau und Olivenplantagen bestimmten das Bild. Am Ende des Tages blieben wir in Carces haengen, da uns - wie selten! - der Regen ueberraschte. Kleines Nest, typisch franzoesisch, leicht schmuddelig. Einziges Hotel am Ort, aber ein guter Supermarkt in der Naehe so dass wir unser Abendbrot selbst gestalteten, ohne Anteile in einem Restaurant zu erstehen. Abgesehen davon waren die moisten REstaurants geschlossen, etwas, dass uns komischerweise regelmaessig passierte, besonders, wenn wir nicht selber kochen wollten. Das erfordert Talent! Die Tour fuehrte uns weiter durch die Provence, dann Carmargue in Richtung Montpellier. Es wurde flacher und irgendetwas haute mit der Gangschaltung nicht hin. Ich konnte nicht mehr runterschalten und musste anhalten, um runterschalten zu koennen?





    Carces bike parking


    Bei nacht, ist es noch da?.....




    Somit entschieden wir kurzerhand, nach Barcelona durchzuziehen, da dort die naechste BMW Werkstatt ist. In Sabadell, einem Vorort von Barcelone kamen wir Donnerstag Nachmittag an, allerdings kein Mechaniker anwesend. Also fuer Freitag den 40tsd SErvice gebucht. Abends dann noch mit google translate meine Fragen vorbereitet, der Mechaniker war gut drauf. Er machte eine Probefahrt und meinte, die Maschine laeuft einwandfrei, keine Probleme mit der Kupplung. Samstag fuhren wir dann nach Andorra. Sehr sauber, alle Gebaeude super in Schuss, alles irgendwie zu modern, selbst die historischen, aber renovierten Haeuser.

    Kurz vor Andorra kamen wir in einen Stau. Erst steckten wir drin, bis ein Spanier rechts mit dem Moped an uns vorbei zog und ich dann sauber hinterher, bis uns die Polizei rauswinkte und darauf aufmerksam machte, das dies ein Verkehrsverehen sei, welches mit einer Sofortstrafe von EUR 250 geahndet wird. Ich sagte, ich bin dem Spanier hinterher, weil der sich ja auskennt, das interessierte den Polizisten aber nicht sehr. Er liess es bei einer Verwarnung und wir konnten weiter. Puh....Glueck gehabt. Aus Andorra raus fuhren wir Richtung Frankreich und blieben auf Nebenstrassen, ueber Paesse und eine gazillion Kurven ging es zurueck nach Sabadell. Der Schalthebel rutschte runter, das Schalten wurde unangenehm. Also doch was nicht in Ordnung! Muss ich dann Montag checken lassen, so geht's nicht weiter. Obendrein schaltete sich das Navi aus und wir mussten die letzte halbe Stunde vor dem Deutschland/Ghana Spiel auf Erinnerung navigieren. Und das mir, oh weh. Unser Stress legte sich, als wir es zeitlich doch noch schafften, Schinkenbrot und Sangria rundeten den Abend erfolgreich ab.

    Andorra


    Zurueck nach Sabadell


    Barcelona (Gaudi Territory)


    Graffiti Geschmiere


    Sonntag nahmen wir den Zug ins Stadtzentrum von Barcelona und kauften uns Tickets fuer den Hop on Hop off Bus, gar nicht so schlecht. Ganz Barcelona scheint von Gaudi gebaut zu sein, der hat schon interessante haeuser gebaut. Leider wie in vielen anderen Staedten bisher wieder viel in Baugeruesten und unter Renovierarbeiten. DAs kann man sich nicht aussuchen, da google nicht bekannt gibt, das solche Sehenswuerdigkeiten halb verdeckt sind.

    Montag morgen dann wieder zu BMW, der timing belt musste noch getauscht warden und die sollten sich dann doch nochmal die Gangschaltung/Kupplung ansehen. Es hatte sich eine Mutter geloest, die das Kugelgelenk in Position haelt. Also ganz was einfaches und nicht teuer, wie schoen! Die Mutter lebt jetzt irgendwo in Spanien, ich hoffe, sie kommt mit der Sprache klar. In Andorra hatte ich mir Huenchen bestellt (aufgrund der englischen Uebersetzung) und bekam kleine Muscheln. Na ja, dafuer waren sie aber arschteuer. Carmen ist auch nicht so der Sprachenfundi, in Spanien bedankte sie sich immer auf italienisch.

    Kurz noch zu Garmin rein, das Navi checken lassen. War alles ok? Meine Vermutung ging Richtung alte Batterie, die auch keine Ladung mehr aufnimmt, oder Stromzufuhr. Aber deren System haut hin, unser Navi hatten wir in SA gekauft, dass die pruefen konnten, mit Name und Part Nummer. Wir erhielten gratis eine Motorradhalterung fuer das Zumo660, auch nicht uebel! Mal sehen, wann und wie ich die ranbekomme. Momentan geht das alte mal, und mal wieder nicht....

  9. Registriert seit
    22.09.2010
    Beiträge
    941

    Standard

    #49
    So, nu' man noch etwas fuer's Wochenende, ok?

    Der Weg von Zaragoza zeigt ein ganz anderes Bild als die Strecke nach Barcelona, wieder einmal interessant und abwechslungsreich. Auch die Gerueche wurden anders, es roch praktisch den ganzen Weg dorthin nach Schweinefarm. Ehrlich. Wiederum wurden wir von einem Regenschauer ueberrascht, aber es war total angenehm und gut, wieder unterwegs zu sein nach 4 Tagen Barcelona. Das Navi gab total den Geist auf und wir erstanden auf dem Weg nach Madrid eine Spanienkarte, die uns half, den Weg zu finden. Madrid hat uns ohne grosse Erwartung sehr gut gefallen. Trotz der vielen Menschen ist der Verkehr recht beruhigt und anders als in anderen Millionenstaedten. Das Hotel (14 EUR allein fuer's bike parking!) lag im Stadtzentrum und wir konnten das, was uns interessierte, zu fuss erreichen.


    Der war echt...






    Am Koenigspalast gab es eine kleine Armeeparade, danach ging es in die Altstadt. In Spanien herrscht kein Mangel an Schinken, eher das Gegenteil, aber wir haben auch noch kein einziges Schwein gesehen. Ich glaube, die haengen alle schon in den Gesschaeften. Irgendwann hatte ich erfolgreich Huenchen bestellt, Carmen hat sich auf Franzoesisch bedankt.

    Carmen war froh..




    Keiner da...


    Aber jetzt...




    Spanische Kleinstadt, plus Olivenanbau


    Von Madrid fuhren wir ueber Toledo und dann weiter nach Granada, sehr schoene Strecke. Granada liegt sehr schoen vor den Sierra Nevada Bergen. Wir fanden kein Hotel, das pay TV hatt, um das Deutschland : USA Spiel anzusehen. Auch der Campingplatz nicht. MIst. Da entschieden wir uns, weiter in Richtung Kueste zu fahren, waren nur noch 70 km. Auf dem Wege dorthin klopft es an meine Schulter, runter von der Geschwindigkeit, damit verbale Kommunikation stattfinden kann: sie: hey, lass uns doch mal nach links rueber in die Sierra Nevada. Ich: ich denke, wir wollen jetzt an die Kueste? Was den nun? sie: Sierra Nevada. Na gut, was solls....

    Rauf gings in die Sierra Nevada, schoene Strecke und ploetzlich ein Schild: Campingplatz! Kurz gewendet und ausgecheckt. Ich hatte auch nicht mehr viel Lust zu fahren, wir blieben dort. Fantastisch gelegen, super Aussicht.



    Da wir auch keine Lust zum Kochen mehr hatten bestellten wir eine Pizza im Campingplatzrestaurant. Das kann man moistens leider nicht empfehlen. Die Pizza war wohl die grausamste des gesamten Trips. Dafuer schmeckte der Lambrusco aber gut. Als ich am naechsten morgen die Gepaeckrolle aufs bike heben wollte, machte mein Ruecken nicht mit und bedankte sich. So ein Dreck mal wieder. Tablette reingepfiffen und den ganzen Tag sehr vorsichtig gefahren, besonders bei langsamen Manoevern. Sind immer noch 450kg in Bewegung, eine falsche Bewegungsrichtung und der Ruecken bedankt sich, das kenne ich bereits. Alte Verschleisserscheinung vom Squashen. Es ging aber problemlos ueber die Buehne und wir fanden eine sehr schone Strecke durch die Berge an die Kueste. Dort erwartete uns aber ein Schock. Statt einer schoenen Aussicht fanden wir Plastictown, aber ueberall. Gewaechshaeuser noch und noecher, eine totale Ernuechterung. Ich erwartete ein tolles Bild ueber den Bergkamm und dann die Kueste, aber es gab nur weisses Plastik ueber die gesamte Gegend, wohin man auch schaut. Grausam.



    Also schnellstens weiter an der Kueste entlang von Adra nach Motri.



    Wegen meines Rueckens nahmen wir doch lieber ein Hotel als das Zelt. Zwei Sterne, aber gut. Beim ersten Strandrestaurant hingesetzt, die Speisekarte angeguckt, aufgestanden und weiter gegangen. Touripreise erster Klasse. Das naechste REstaurant war mehr unserer Tasche entsprechend und statt Schinken, an dem man sich evtl. ueberfressen kann (!), dann Curryhuhn fuer Madame und Koteletts fuer mich. Lecker.

    Fortsetzung folgt.

  10. Registriert seit
    31.07.2006
    Beiträge
    10.966

    Standard

    #50
    Zitat Zitat von SA Moose Beitrag anzeigen
    Der Weg von Zaragoza zeigt ein ganz anderes Bild als die Strecke nach Barcelona, wieder einmal interessant und abwechslungsreich. Auch die Gerueche wurden anders, es roch praktisch den ganzen Weg dorthin nach Schweinefarm.



    die haben da ganz erhebliche Schweinezuchten, riesiggroß, allerdings in Gegenden, in die man sich als Tourist nicht verirrt. Wir waren früher immer in Linares im Winter Fallschirmspringen, Sierra Morena müsste das sein. Das ist mWn das größte zusammenhängende Oliven Anbaugebiet der Welt und wer dort keine Oliven anbaut, züchtet Schweine, ohne Quatsch


 
Seite 5 von 8 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. EU14 touch down report
    Von SA Moose im Forum Touren- & Reiseberichte
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 01.08.2014, 00:14