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Geschäftsreise mit der GS

Erstellt von Travel Bug, 10.06.2014, 16:16 Uhr · 38 Antworten · 4.339 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Leider hab ich erst dieses Jahr die Gelegenheiten ergriffen, berufliche Termine mit dem Moped wahrzunehmen. Einmal Rostock und einmal Schwarzwald. Beide Male hab ich mich vorher umgezogen und bin mit der GS vor gefahren. Die Reaktionen waren über aus freundlich und der Smalltalk war sofort da. Ich bin aber auch nicht unbedingt der Jurist oder Banker sondern der Mann vom Bau.
    Sturmi



  2. Registriert seit
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    #12
    Ich arbeite seit 1983 als Selbstständiger in der IT, derzeit als Entwickler für Webanwendungen. Seit 30 Jahren besuche ich Kunden und Interessenten mit dem Motorrad. Und ja, es gibt diese Termine, wo man zu Beginn feststellt, dass das "hier" nicht passt. Es werden aber vielleicht 2-3 in 30 Jahren gewesen sein. Alle anderen haben dadurch eher gewonnen. Wer sich selbst, oder eigene Produkte, verkauft, weiß, wie wichtig die kleinen Gespräche am Rande sind, die nichts mit dem eigentlich Besuchsthema zu tun haben. Kommt man mit einem Motorrad, so wird der folgende Gesprächsverlauf nie langweilig.

    Ist ein solcher Termin eher formeller Natur, so schlüpfe ich neben meiner Kiste in den Anzug. Keinesfalls heimlich, sondern für jeden sichtbar. Stehe ich schließlich in der Tür, so sehe ich genauso langweilig aus, wie der Audi Fahrer, der vor mir da war. Der hatte aber nicht so einen "ungewöhnliches" Entree.

    In zeitgenössischen Städten, wo es längst nur noch um Verkehrs-Vermeidung statt -Lenkung geht, wirkt man bei Anreise mit einem Motorrad auch "besonders effektiv". Nein, man hat keine Zeit zu vergeuden. Man fährt dahin, wo man will, und parkt in direkter Nähe. Dies gelingt PKW Fahrern nie.

  3. Registriert seit
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    #13
    Auch ich oute mich hier mal und gebe zu, daß ich regelmäßig meine GS für Geschäftsreisen "mißbrauche", wobei ich aufgrund der Entfernungen eher von Dienstfahrten reden würde. Geht zwar auch bei mir nicht immer, aber immer öfter. Außerdem lässt das bei meiner Branche auch der Dresscode zu.
    Der große Vorteil ist, daß Verzögerungen aufgrund von Verkehrsproblemen quasi nicht mehr vorkommen und die Fahrzeit ohne Reserven hierfür geplant werden kann.
    Gruß Thomas

  4. TomTom-Biker Gast

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    #14
    Einmal davon abgesehen, daß die Reiserichtlinien der Unternehmens die Benutzung von zweirädrigen Fahrzeugen regeln, bei uns ist deren Benutzung aus geschäftlichen Gründen untersagt, kommt es immer auf die Geschäftspartner an, ob man so was machen sollte oder nicht. Wer verkaufen möchte (=Geschäftabschlüsse tätigen, Beraten ist auch eine Form des Verkaufens), sollte sich auf sein Gegenüber einstellen und alles mögliche vermeiden eine Atmosphäre des Unbehagens zu schaffen. Deswegen würde ich gründsätzlich, sofern es denn bei uns erlaubt wäre und ich das wollte, mit dem Motorrad nur zu solchen Kunden fahren bei denen ich mit Sicherheit davon ausgehen kann, daß dies auch auf Gegenliebe stößt. Weil bespielsweise mein Gegenüber selbst Motorrad fährt und ich dies aus verschiedenen Gesprächen vorher schon weiß.

    Bei demjenigen bei dem ich die Einstellung zu Motorrädern und Motorradfahren nicht kenne, würde ich auch damit nicht hausieren gehen. Es ist vielleicht derjenige der dort wohnt, wo regelmäßig an Wochenenden die Hobbyrennfahrer unterwegs sind. Oder dessen Kind von einem rücksichtslosen Motorradfahrer umgefahren wurde. Gleiches gilt natürlich auch für das Auto, wobei dieses allerdings den Status des allgemeinen Fortbewegungsmittels hat und mögliche Unfälle nicht auf das Auto an sich zurückzuführen sind. Denn der Gegenüber fährt mit Sicherheit auch Auto.

    Ich nutze soweit als möglich das Auto, auch wenn ich im Extremfall dabei 8 h Auto für 2 h Besprechung fahre. Dabei geht es dann auch mal von der Autobahn runter ins Grüne. Auf diese Art und Weise habe ich zahlreiche Gegenden in Deutschland kennengelernt, in die ich sonst vermutlich nicht gekommen wäre. Diese kommen dann auf meine To-do-List für Touren.

    Gruß Thomas

  5. Registriert seit
    13.05.2014
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    #15
    Ich bekomme mein Geld fuer die erbrachte Leistung (bin in der Steuerberatung tätig) und nicht dafür das ich einen Anzug trage. Bisher hat sich auch noch nie ein Mandant beschwert, im Gegenteil kam schon öfter die Frage auf, ob er / sie sich draufsetzen darf, oder warum ich diesmal mit dem PKW erschienen bin und nicht mit der HD oder der Kuh.

  6. TomTom-Biker Gast

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    #16
    Das Eh-da-Prinzip?

    Hol Dir mal eine 5-Mio-Auftrag bei einem Kunden der bislang von Deinen Wettbewerbern betreut wurde und sichere Dir damit Deinen Bonus und die Arbeitsplätze Deiner Mitarbeiter/Kollegen. Was glaubst Du zu was allem Du da bereit bist.

    Wie überall im Leben. Es kommt halt drauf an und nichts ist gleich.

    Gruß Thomas

  7. MWH
    Registriert seit
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    #17
    Ich vermute als Selbststaendiger hat man einige Freiheiten die man als Angestellter nicht hat.
    Meiner Einschaetzung nach - auch wenn man es nicht direkt gesagt bekommt - passt aber fuer die meisten ein serioeser Auftritt, und das Erscheinen zum Geschaeftstermin mit dem Motorrad, schlicht nicht zusammen.
    Das muss man einschaetzen koennen.
    Gr. Mike

  8. Registriert seit
    13.08.2010
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    #18
    Ich habe auch schon kleinere Termine mit dem Motorrad gemacht. Allerdings spricht für mich eins gegen das Motorrad als Dienstfahrzeug: Längere Touren sind einfach zu anstrengend. Es Ist was anderes, mal drei Stunden die Kuh fliegen zu lassen, dann duschen zu gehen und anschließend ein Absacker-Bier zu nehmen, oder drei Stunden zu einem Termin zu fahren und dann voll da sein zu müssen.

    Sampleman

  9. Registriert seit
    16.01.2012
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    #19
    Hi Sampleman,

    das ist ein valider Punkt. Ich versuche es am kommenden Freitag einmal mit Potsdam, das sind von Frankfurt ca. 520 km, und voraussichtlich wird es regnen. Mal schauen, wie zerrupft ich da ankomme und wie ich nach dem Ritt noch performen kann. Ich muss auch immer ca. eine Stunde vorm Termin da sein, weil mir mein geliebter Schuberth ziemlich auffällige Abdrücke in die kahle Stirn presst. Das liegt vermutlich daran, dass ich einen merkwürdig geformten Schädel habe...

    Gruß

    Björn

  10. TomTom-Biker Gast

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    #20
    Mal davon abgesehen, daß mir diese Strecke auch mit dem Auto zu weit wäre, das sind hin und zurück immerhin 1000 km, und ich von daher sowas mit dem Zug (Sprinter von FfM aus, 3,5 h bis Berlin) oder Flugzeug + MKW realisieren würde, ist es für mich mal interessant zu hören was so Deine Passion ist.
    Weil so der Knaller ist es ja nun auch nicht per Mototorrad über so eine Strecke über die Autobahn zum Kunden zu fahren, um es einmal nett auszudrücken. Zumal wenn das Wetter auch noch schlecht werden soll. Die Fahrzeit könnte man sicherlich sinnvoller nutzen. Etwa im Zug per Tapatalk kluge Beiträge im Forum posten. Ha, ha.

    Gruß Thomas


 
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