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"Go-East" mit dem Ziel Jalta/Krim

Erstellt von Barney66, 27.04.2012, 16:01 Uhr · 17 Antworten · 3.309 Aufrufe

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    Standard "Go-East" mit dem Ziel Jalta/Krim

    #1
    Endlich war es wieder soweit: Die 11. "Go-East-Tour" rief 26 unerschrockene Biker und Bikerinnen zum Husarenritt in die Weiten Osteuropas.

    Unser Guide und Organisator, J.B. Pohl von den „Blue Knights“ (weltweiter und größter Polizei-Motorradverein), hatte eine Route nach Jalta auf der Krim (Ukraine) über Tschechien, Österreich, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldawien ausgearbeitet. Die Unterkünfte, zumeist Hotels der mittleren bis gehobenen Kategorie, waren bereits vorgebucht – die Verbindungsetappen zwischen 180 und 430 km lang.

    Die Biker rekrutierten sich aus diversen Chapter der Blue Knights aus Deutschland, Österreich und Norwegen, aber auch aus interessierten Kollegen und Freunden ohne Polizeihintergrund. Ein Kollege aus den USA musste leider krankheitsbedingt absagen. Sternförmig wurde der gemeinsame Treffpunkt Mikulov in Tschechien angefahren. Schnell fanden die „Fahrgemeinschaften“ für die Etappen zwischen den Hotels zusammen:

    1. Die „Zügigen“ – Tourensportler mit Ambitionen auf das erste Lederbier

    2. Die „Gemütlichen“ – Cruiser, Chopper und fahrende Sofas

    3. Die „Graweler“ – Enduristen mit Affinität zu losem Untergrund und kleineren Erdferkeleien

    So gab es aufgrund der individuellen Routenwahl natürlich durchaus unterschiedliche Erlebnisse, Erfahrungen und Überraschungen, welche dann am Abend in gemeinsamer Runde oder in Einzelgesprächen ausgetauscht wurden. Ich gehörte übrigens zur 3. Kategorie.

    Ein chronologischer Reisebericht wäre bei täglicher Protokollierung möglich gewesen, aber ich war ehrlich gesagt zu bequem und manchmal auch zu erschöpft dazu. Ein Netbook würde sich für die nächste Tour anbieten, vielleicht auch ein Memocord. Viele Eindrücke, die mir so entglitten sind, hätte ich konservieren können. Übrigens war einer davon das allabendliche Bild von Bikern vor ihren Netbooks hockend - mailend, up- und downloadend, twitternd, facebookend, routend und was-weiß-ich-noch-alles ….end.
    Ich möchte mich also auf einige Erlebnisse beschränken, die mich bewegt und beeindruckt haben und mir daher in guter Erinnerung geblieben sind.
    Das sind auch die eigentlichen Schätze, die man auf so einer Reise mit nach Hause nehmen kann. Dazu gehören insbesondere auch die Momente, in denen die persönliche Einstellung zu manchen Dingen ins Wanken gerät und die eigene Werteordnung aufgemischt wird.

    Das Verlassen der westlichen Hemisphäre beginnt bei Überschreitung der ungarisch–rumänischen Grenze. Dünn besiedelte Gebiete, hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt mit kleinen Dörfern, bestehend aus baufälligen Häuschen links und rechts der Fahrbahn.

    Die Anwohner sieht man bei der Feldarbeit, oder unterwegs auf den allseits bekannten, autobereiften Pferdefuhrwerken, die für alles Mögliche eingesetzt werden: Für die Fahrt der Kinder zur Schule, zum Einkaufen oder zum Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
    Die Leute sind freundlich und je nach Abgeschiedenheit der Gegend gehen die Reaktionen vom kurzen Gruß bis zum ausgelassenen, heftigem Winken oder gar Fassungslosigkeit über das Erscheinen von Aliens auf ihren seltsamen Gefährten.

    Ich könnte mir ein Leben in einem solchen Dorf kaum vorstellen, aber mich beeindruckte das offensichtliche Gemeinschaftsgefühl und der Familiensinn dieser Leute, die sich in den Abendstunden in den Vorgärten ihrer Hütten einträchtig versammelten. Da saßen mehrere Generationen, jung und alt, zusammen, schwatzten, aßen, spielten und schienen nichts zu vermissen. Kein TV, kein PC, kein Handy, keine Spielkonsole…
    Nur der Müll etwas außerhalb auf einem Feld störte zumeist die Idylle.

    Auf dem Weg zwischen dem rumänischen Sibiu nach Onesti fielen mir zum ersten Mal Leute auf, die vereinzelt am Straßenrand Obst zum Verkauf anboten; zumeist ältere Leute oder Kinder, die einen kleinen Eimer in den Händen haltend darauf hofften, dass jemand anhielt und ihnen für das Pfund Sauerkirschen oder Johannisbeeren etwas Geld geben würde. So standen sie da, allein, ohne Sitzgelegenheit oder Schutz vor Sonne und Regen.
    Wir hatten einen der wenigen Regentage erwischt und ich war dabei, mich darüber zu ärgern, weil wir für diesen Tag einen Abstecher in die Karpaten auf die berüchtigte „Straße in den Wolken“, die Transfogarascher Hochstraße geplant haben. Als ich die armen Gestalten im Regen stehen sehen habe, kam ich mir wirklich jämmerlich vor. Ich, der mit den Vorzügen des westlichen Lebensstandards bedacht auf seiner - für hiesige Verhältnisse unerschwinglichen - BMW den Urlaub mit seinem Hobby verbinden kann, ärgere mich über den Regen. Allein die Kosten für meine All-Weather-Gore-Tex-Kombi dürfte das Jahreseinkommen eines hiesigen Durchschnittsbürgers weit überschreiten. Ja, man hat bei einer solchen Fahrt viel Zeit - und die Gedanken fangen an, ebenfalls auf Reisen zu gehen. Mit einem Mal war der Regen nicht mehr so wichtig.

    Die „Straße in den Wolken“ machte an diesem Tage ihrem Namen alle Ehre. Die Nebelschleier begannen schon auf einer Höhe von 1000 m ü. NN. Wir schafften es tatsächlich bis auf etwa 1750 m. Da der Regen in heftigen Schneefall überging, der wegen der dort herrschenden Kälte auf der Fahrbahn liegenblieb, wurde jeder weitere Höhenmeter zu einem unkalkulierbaren Risiko.
    Andere Biker, die entschlossen an uns vorbei in Richtung Passhöhe (2042 m ü.NN) fuhren, kamen kurze Zeit später wieder zurück und gaben zu verstehen, dass der Pass gesperrt worden war. Schade. Ein andermal…

    In den größeren Städten wandelte sich das Bild dann dramatisch. Hier treffen wenige Reiche auf jede Menge Arme. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Entweder vergammelte Ladas oder BMW X6 und Porsche Cayenne. Was die Männer durch diese Statussymbole ausdrücken, findet sich bei den Frauen offenbar in einem Wettstreit um die höchsten High-Heels und die kürzesten Hot-Pants wieder. Wobei häufig auch der Eindruck entsteht, dass diese Frauen in den Augen ihrer männlichen Begleiter denselben Status wie deren Fortbewegungsmittel besitzen.

    Odessa: In den prachtvollen Einkaufspassagen aus dem 19. Jahrhundert werden Luxusgüter angeboten. Beim Betreten bemerkte ich im dunklen Zugang ein altes Mütterchen, ganz in schwarz gekleidet und bitterlich weinend. Ich dachte sofort an eine Bettelmasche. Aber da fehlte das Aufdringliche, das Flehende, das Aufmerksamkeit Heischende. Das waren keine Krokodilstränen, das war echte Verzweiflung. Der Grund hierfür war nicht offensichtlich und ich hatte keine Möglichkeit, ihr zu helfen oder mein Mitgefühl zu zeigen – sie hätte mich nicht verstanden. Ich fühlte mich ziemlich schlecht dabei, weil ich mir meine Betroffenheit nicht anmerken ließ und in der Passage meine Fotos machte. Nach einiger Zeit verließ ich die Passage – das Mütterchen weinte immer noch…

    Die lieben Vierbeiner haben hier übrigens nichts zu lachen. Ich habe noch nie so viele verängstigte und misstrauische Hunde gesehen – gleiches gilt für deren Kadaver am Straßenrand. Tierfreunde sollten hier besser nicht herkommen.

    Zu den Straßen in Rumänien, Moldawien und der Ukraine kann ich sagen, dass die Schotterstrecken, solange trocken, recht gut befahrbar waren. Auch die kleineren Verbindungsstraßen zwischen den Dörfern waren mangels Auslastung von Schwerverkehr in einem passablen Zustand. Sobald man aber die Ortsdurchfahrten erreichte, war es damit schlag(loch)artig vorbei. Mit größter Konzentration und unter Ausnutzung der gesamten Fahrbahnbreite, seines jeweiligen fahrerischen Könnens und des gesamten zur Verfügung stehenden Federweges der Moppeds wurden die tiefsten Krater umrundet, oder, wenn keine geschlossene Decke mehr vorhanden war, die weniger tiefen Stellen „volley“ genommen.

    So ganz bedenkenlos waren wir nicht, als wir im „Outback“ Flüsse überqueren mussten. Gewagte Konstruktionen waren zu überwinden und seltsamen Wasserfahrzeugen sein "Vertrauen" zu schenken. Augen zu und durch...

    Weiter gehts mit der nächsten Maus...

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    Standard

    #2
    In den größeren Städten war es nicht ganz so drastisch, dafür waren die sporadisch vorhandenen Löcher umso überraschender und daher nicht weniger gefährlich. Fehlende Gullydeckel und grauslich verlegte Tramschienen taten ihr Übriges, um so eine Stadtfahrt zu einem kleinen Abenteuer werden zu lassen. Manchmal hatte – wer auch immer – ein großes Herz und markierte diese Löcher mit einem belaubten Ast und sorgte für eine „temporäre Renaturierung“ und optische Auflockerung des Verkehrsraums.

    Auch die großen Verbindungen, die mangels Autobahnen vom Schwerlastverkehr überansprucht werden, sind teilweise in einem desolaten Zustand - von den schweren Tatras und Kamaz ausgefahrene Spuren, die den aufgeweichten Asphalt in der Fahrbahnmitte sowie am Rand zu ungeahnt hohen Wällen und Buckeln auftürmen lassen. Teilweise entstehen so Verwerfungen, die 30 cm Höhe oder mehr erreichen.

    So war das Fahren in der Gruppe geprägt von ständigen Warnhinweisen mit Händen und Füßen der Vorausfahrenden oder deren teilweise spektakulären Ausweichmanövern, welche die Aufmerksamkeit der Nachfolgenden erregten und so Schlimmeres verhinderten.

    Diese Verhältnisse gingen nicht ganz spurlos an den Bikes vorbei. Die eine oder andere Beschädigung war zu beklagen.
    Aufzählen lassen sich da mindestens drei abgeflogene Seitenkoffer, ein abgerütteltes Schaltgestänge, zwei Plattfüße, zwei hängende Rückspiegel, mehrere Glühbirnen etc.

    In einem Fall fuhr die Pilotin einer BMW K 1200 S in ein tiefes Schlagloch und zog sich große Dellen in beiden Alufelgen zu, die eine Weiterfahrt unmöglich machten. Sie begleitete fortan ihren Knight als Sozia weiter – das Bike ging als Sozius auf einem Hänger in Richtung Heimat.

    Heftig schlug es auch bei einem Gastfahrer auf seiner BMW 850 GS ein. Als Mitglied der „Graweler“ setzte er seine Enduro auch „artgerecht“ ein, jedoch mit fatalen Folgen. Nach einer kurzweiligen Passage entdeckte ich bei einer Tankpause, dass die hintere Rahmenaufnahme rechtsseitig aus dem Getriebegehäuse gebrochen war. Der Bolzen, immerhin ein 12mm-Apparat, hat den Gewindegang längs gespalten und freigelegt. Der Bolzen sowie das heraus gebrochene Stück Aluguss waren futsch. Im Schleichgang ging es in Richtung Herberge. J.B. ließ seine Verbindungen spielen und empfahl eine ihm bekannte ukrainische Werkstatt, die am folgenden Morgen in einer dreistündigen Operation einen eigens angefertigten Bolzen nebst ebensolcher Stahlbrücke mit mächtigen Schrauben fixierte. Meine Prognose: Für die Ewigkeit gebaut (mit entsprechender Monumental-Optik). Kosten: 500,- Grifna = 50,- EUR.

    Ein Sturz durch ein überbremstes Vorderrad in der Kurve ging ohne größere Blessuren für Fahrer und Maschine aus. Glück gehabt.

    An meiner GS wurde die fette Streuscheibe des Fernscheinwerfers von einem großen Stein glatt durchschlagen. Wenn der in mein offenes Visier geflogen wäre…

    Ein weiterer, etwa kindskopfgroßer Brocken, versteckt in einer Mulde, sorge für eine heftige Kaltverformung meines Motorschutzes. Wieder Glück gehabt.

    Unsere Unterkünfte wurden von J.B. im Vorfeld mit Bedacht ausgesucht. Sie waren ihm durch vorherige Touren zum Teil bekannt und wiesen im Verlauf der Reise ein Standardspektrum auf, das von „na ja“ bis „wow“ reichte.

    Gegessen wurde entweder von hoteleigener Küche, oder in nahegelegenen Restaurants. Das Essen war durchweg gut bis sehr gut, die Preise lächerlich klein. Für etwa 5,- EUR konnte man sich satt essen und ein Glas Bier kostete umgerechnet 80-90 Cent.

    Zu den wohl spektakulärsten Stationen unserer Reise gehörte sicherlich Jalta auf der Krim. Von Cherson aus gelangen wir über die Landbrücke auf die berühmte Halbinsel.
    Die Durchquerung über die einzige Fernstraße gestaltete sich bei drückender Hitze und den üblichen Straßenverhältnissen entsprechend mühsam.
    Belohnt wurden wir lediglich durch die Farbenpracht von schier endlosen Sonnenblumen-, Raps- und Lavendelfeldern.

    Nach etwa 300 Kilometern tauchte im Dunst das Krimgebirge (Taurisches Gebirge) auf.
    Die trockene Ebene wich mit jedem Höhenmeter einer zunehmend dichteren und grünen Vegetation. Die Luft wurde feuchter und kühler.
    Die Nordrampe der Passstraße schlängelte sich durch dichten Wald bis auf eine Höhe von über 1200 m ü. NN und endete auf einer wunderschönen, grasbewachsenen Hochebene. Dahinter erreichten wir die Passhöhe (Anharskyi-Pass) mit spärlicher Bebauung – einer „Feldküche“ und einigen Souvenirshops.

    Ein klotziges Monument auf einer Anhöhe zur Linken zog meine Aufmerksamkeit auf sich, als einige Quad-Fahrer den felsigen Abhang zu mir herunterknatterten.
    Was mochten die da oben gemacht haben? Kurzentschlossen düste ich in Enduromanier den Steinhang hoch. Kurz danach konnte ich über die Kante schauen – und war wie elektrisiert.
    Vor mir breitete sich eine Postkartenlandschaft aus, die mich ein wenig an die phantastischen Bilder von Hans-Werner Sahm erinnerte: Das Küstengebirge fiel hinter der Kante senkrecht ab und ging an seinem Fuß in einen dichten Urwald über, der sich über eine kleinere, vorgelagerte Hügelkette bis zum tiefen Blau des Schwarzen Meeres erstreckte. Der Höhenrücken wurde von einer kleinen Wolkenbank umhüllt, die sich weiß vom sattgrünen Untergrund abhob und diesen gleich einer Bettdecke langsam überzog. Links davon schmiegt sich Jalta in eine Bucht. Die Bebauung zieht sich bis in die grüne Vegetation der Bergkette. Beleuchtet wurde die Szene vom Licht der untergehenden Sonne. Wahnsinn…

    Dieser Ort hatte etwas magisches, mystisches, und ich bin wirklich froh darüber, dort gewesen zu sein. Wie im Rausch schoss ich meine Fotos, um wenigstens etwas von dieser Atmosphäre einzufangen und zu konservieren.

    Anschließend belohnte ich mich noch mit einer rasanten Abfahrt der Südrampe in Richtung Küste und unserem Hotel, inmitten der Krim-Metropole.

    Die geschichtsträchtige Stadt präsentiert sich in mediterranem Flair und ist die bislang schönste Station unserer Reise. Die von hohen Bergen eingerahmte Stadt leuchtet in einem strahlenden Weiß wie eine Perle im satten Grün der umgebenden Wälder.
    Wir entschlossen uns, dieses Flair zu genießen und am zweiten Tag unseres Aufenthaltes in Jalta einzutauchen. Nach einem Bummel auf der palmengesäumten Promenade ging’s per Schiff zum Schauplatz der Jalta-Konferenz, in der von den Siegermächten über das Schicksal Nachkriegsdeutschlands verhandelt wurde.

    Auch am Abend ist viel Leben auf der Promenade. Zwischen den illuminierten Gebäuden auf der Landseite, sowie den Schiffen und Jachten auf der Seeseite entsteht eine grandiose Atmosphäre, die wir ausgiebig genossen.

    Am dritten Tag mussten wir leider wieder abreisen, da für die nächste Nacht wieder das Hotel in Cherson gebucht war. Einigen hat Jalta so gut gefallen, dass sie um einen Tag verlängerten und die Mehrkosten sowie die doppelte Fahrtstrecke (700km) zum übernächsten Hotel in Uman in Kauf nahmen.

    Da die Go-East-Touren neben dem Spaßfaktor auch einen ernsteren Hintergrund haben, nämlich den der humanitären Hilfe, besuchte die gesamte Gruppe eine Schule für benachteiligte Kinder, die vor zwei Jahren mit einer Spende von ca. 9000,- EUR bedacht wurde. Das Geld floss in den Neubau des Gebäudes sowie in die Renovierung eines nahegelegenen Krankenhauses. Wir konnten feststellen, dass das Geld gut angelegt worden war.
    Da die Schule wegen der Ferienzeit geschlossen hatte, besuchten wir einige der Kinder, die in einem Kloster ihre Ferien verbrachten und sorgten so für eine willkommene Abwechslung bei den Kids. Übrigens fand dieser Ausflug unter Begleitung der dortigen Kollegen statt.

    Die Rückreise führte uns aus der Ukraine über Polen in die Slowakei. Das polnisch-slowakische Grenzgebirge, die Tatra, nahm uns auf.
    Die Straßen entsprechen hier wieder westlichem Standard und wir genossen das sorglose Dahingleiten, welches uns auch die Betrachtung der schönen Landschaft erlaubte – ohne die Gefahr eines unerwarteten Schlaglochs.

    Die Stadt Bardejov beeindruckte mich mit einem historischen Stadtkern, den ich so nicht erwartet hatte. Sehr schön, sehr sauber.

    Als weiteres Highlight stellte sich die letzte gemeinsame Station der Reise, das tschechische Kleinod Cesky Krumlov heraus. Die Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe – und was soll ich sagen: Zu Recht! Nur wenige Kilometer von der österreichisch-deutschen Grenze entfernt, ist sie mehr als nur eine Reise wert. Das historische Städtchen wurde in einer fast geschlossenen Schleife der Moldau gebaut, deren äußeres Ufer steil abfällt und das imposante Schloss trägt. Ich wäre gern länger geblieben und werde hier sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

    Am nächsten Tag war der Abschied gekommen. Von Tschechien aus brachen die Teilnehmer der Tour in die verschiedenen Richtungen ihrer jeweiligen Heimat auf. Für mich hieß das vom Böhmerwald über den Bayrischen Wald auf die Autobahn, über 830 km am Stück, die ich bis zum späten Nachmittag abgespult hatte und in die Arme meiner Kiki sinken konnte, auf die ich dreieinhalb Wochen verzichten musste (und sie natürlich auf mich).

    Es war sicherlich ein großartiges Erlebnis, das nicht nur einen nachhaltigen, sondern auch einen prägenden Eindruck bei allen Teilnehmern hinterließ.

    Nach insgesamt 7.800 gefahrenen Kilometern gilt mein Dank J.B., der das alles erst möglich gemacht hat, meiner Kiki, die mir die Tour „genehmigt“ hat und während meiner Abwesenheit mal eben unser Schlafzimmer komplett im Alleingang renovierte, meinen Mitfahrern für deren Gesellschaft, die ich genießen durfte und zuletzt meiner GS, die mir treue Dienste geleistet und einiges auf sich genommen hat.


    Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: „Go East!




    Gruß aus dem Münsterland
    ............Barney.............
    Blue Knights Germany XVII

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    #3
    Und wenn mir jetzt noch jemand erklärt, warum ich unter "zusätzliche Einstellungen" keine Schaltfläche "Anhänge verwalten" zum Hochladen meiner Bilder habe, wäre ich vielleicht imstande, noch etwas Augenfutter zu liefern...

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    #4
    Sehr schöner Bericht. Ein paar Fotos wären noch schön :-)

    Ich war 1996 für mehrere Wochen in Rumänien, allerdings nicht mit dem Mopped sondern mit 20 anderen Geologiestudenten in einem Bus.
    Mir sind noch die atemberaubenden Landschaften und die unglaubliche Großzügigkeit der Bevölkerung (die selber so gut wie nix hat) in Erinnerung geblieben...allerdings auch einige hygienische Katastrophen die ich nicht für möglich gehalten hätte...aber was einen nicht tötet, härtet einen ab...

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    #5
    Zitat Zitat von Barney66 Beitrag anzeigen
    Und wenn mir jetzt noch jemand erklärt, warum ich unter "zusätzliche Einstellungen" keine Schaltfläche "Anhänge verwalten" zum Hochladen meiner Bilder habe, wäre ich vielleicht imstande, noch etwas Augenfutter zu liefern...
    Achso.. Du kannst erst ab 10 Beiträge Bilder hochladen...
    Also schnell noch 3 Stück schreiben :-)

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    #6
    Also gut!

    1...

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    #7
    ...2...

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    #8
    ...3!

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    #9
    Tja! Da ist noch nichts zu sehen...

    Muss mich ein Admin erst "freischießen" oder funktioniert das automatisch?
    Hatte eigentlich vor ca. 2 Jahren einige Beiträge geschrieben - seltsam.

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    #10
    So, hier die ersten sechs Bilder:
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 1.-baracke.jpg   2.-fuhrwerk.jpg   3.-toyota-sequoia.jpg   4.-opernhaus-odessa.jpg  

    5.-weinendes-muetterchen.jpg   6.-passage.jpg  


 
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