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Mex2Pan - Zwei Wahlmexikaner in Mittelamerika

Erstellt von Mad Mex, 14.01.2014, 05:53 Uhr · 249 Antworten · 32.020 Aufrufe

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    #11
    Dienstag 14.01.2014

    Es ist 17:30 Uhr in Atotonilco el Alto, Jalisco. Im Basislager “Charly´s Restaurant” sitzen Mike und Charly bereits beim Tequila. Meine Alejandra, Tochter Susi und Enkel Marcos sind auch schon eingetroffen.
    Drei Stunden vorher bin ich in Celaya losgefahren, 220 km bei schönstem Motorradwetter und der Vorfreude auf die Freunde, jetzt hat die Reise wirklich angefangen.


    Agavenfelder in Jalisco…


    …und deren Resultat als ultimative Reserve im 2 l – Kanister



    Mittwoch 15.01.2014

    Charly, unser Schweizer Freund, wird uns bis Puerto Escondido begleiten.


    Nach den Tequilas von gestern Abend, braucht er jedoch etwas Trockenübung um heute früh aufs Motorrad zu kommen.


    Frühstück und letzter Abschied von der Familie, wir starten um 09:00 Uhr zur ersten Tagesetappe mit etwa 500 km von Atotonilco el Alto über Mil Cumbres, Toluca, Cuernavaca nach Tepoztlan.


    Die letzten 100 km, in Höhen zum Teil deutlich über dreitausend Meter, am späten Nachmittag, werden dann auch mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad ziemlich frisch und wir sind froh uns wieder in niedrigere Gefilde herunterzuschrauben.


    Am Ende war es ein 10 Stunden Kurvenrausch und wir sind fast zu müde zum Abendessen, jedoch zurück in unserem kleinen Hotel, treffen wir Matthieu, einen jungen Franzosen, der mit seiner R1150GS schon seit dreieinhalb Jahren auf Weltreise ist.
    Also muss doch schon am ersten Abend der Reservekanister ran und es ist fast Mitternacht, bis wir in die Falle kommen.


    Donnerstag 16.01.2014


    Schon um 08:00 Uhr sind wir wieder unterwegs um 400 kurvige Kilometer von Tepoztlan nach Oaxaca zu geniessen.

    Zumindest mein Genuss wird eine halbe Stunde später jäh getrübt, als sich beim Beschleunigen aus etwa 110 km/h kein Vortrieb entwickelt, sondern lediglich die Drehzahl steigt – die Kupplung rutscht!


    Ein Kaffeestop, zuerst scheint Alles wieder normal, dann das gleiche Phänomen: Anfahren im Ersten einwandfrei, im Zweiten nicht über 5.000 rpm, alle weiteren Gäenge nicht über 3.500 rpm, sonst jault der Motor ohne Vortrieb auf, Vmax auf Geraden: 90 km/h!
    Keine stinkende Kupplung, keine sonstigen Warnmeldungen, also weiter, die naechste BMW-Werkstatt in Puebla ist sowieso mindestens noch 150 km weit weg und vor 10:00 Uhr geht da auch keiner ans Telefon.



    Eine gute Stunde später wird es wirklich unangenehm, an Steigungen erreiche ich kaum mehr 50 km/h, Pickups brausen unangenehm nahe in uneinsehbaren Situationen an uns vorbei…
    …Raus! Tankstelle, Gaststätte, erst mal ordentlich Brotzeiten, Rätselraten, ...”Luft/Feuchtigkeit” in der Kupplungshydraulik geht als Tip um, der, nach einem Telefonat, vom Mechaniker meines Vertrauens, als Luft bestätigt wird.
    Sein Rat, den Deckel des Hydraulikbehälters der Kupplung abzuschrauben und ein paar Mal mit dem Kupplungshebel zu pumpen, bringt kurzzeitige Abhilfe, danach Rückfall.
    Das Problem scheint diagnostiziert und kontrollierbar, ausserdem erschien uns bei der Aktion der Kupplungsflüssigkeitsstand zu niedrig, die richtige Brühe gibts, nach derzeitigem Standort, 200 km voraus in Oaxaca oder 100 km zurück in Puebla.
    Nu denn…, Zähne zusammenbeissen und voraus zum Tagesziel Oaxaca.

    Gut 3 Stunden später erreichen wir die kleine BMW Agentur in Oaxaca, der einzige Motorrad-Mechaniker ist diese Woche auf einem Lehrgang. Die richtige Kupplungsflüssigkeit gibts aber und nachdem der wiederholte Versuch, nur über den Vorratsbehälter zu entlüften nicht funktioniert, sauen wir Federbein und Umgebung durch das direkte Ventil ein wenig mit Mineralöl ein…, Result: +++.
    Schade, die Bilder dazu haben wir, vor lauter “Problemlösung”, vergessen zu machen.

    Wems hilft:
    Horatio kennt das Phänomen “Luft im Hydrauliksystem der Kupplung” bei den aufgesetzten Flüssigkeits-Toepfchen, durch rapide Hoehenschwankungen.
    Fuer mich war das der erste Fall (und von -70 NN, bis 4.200 NN haben wir das mit BMW-Boxer schon durch, ohne die Töpfchen, mit den “schwarz-geschlossenen” Behältern).




    Schlussendlich finden wir auch noch auf Anhieb ein kleines Hotel im Zentrum von Oaxaca, das die prinzipiellen Anforderungen:
    1. Sicherer Parkplatz
    2. Sehr gute bis befriedigende Sauberkeit
    3. Wirklich warmes Wasser
    zu einem
    4. vernünftig verhandelten Preis erfüllt.


    Raus zum Abendessen in Oaxaca, ein paar Tequila, Quatschen!

    Trotz Problemchen ein super Tag und wieder was Nuetzliches gelernt! Wir sind unterwegs und morgen gehts weiter, was wollen wir mehr?

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    #12
    Moin moin,

    der Bericht ist eine Sauerei. Ich sitze hier im kühlen Hamburg und muss mir diese Fotos ansehen. So etwas gehört verboten. Also: weiter so!!!!!!!

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    #13
    Total klasse!
    Als ich noch in Mexico gearbeitet habe, sind wir immer nach Puerto Escondito ins Beachhotel Ines gefahren. Direkt am Strand und von einem Auswanderer aus Deutschland geführt. Super Essen, zumindest noch 2001.
    gruss

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    #14
    Zitat Zitat von Gersty Beitrag anzeigen
    Total klasse!
    Als ich noch in Mexico gearbeitet habe, sind wir immer nach Puerto Escondito ins Beachhotel Ines gefahren. Direkt am Strand und von einem Auswanderer aus Deutschland geführt. Super Essen, zumindest noch 2001.
    gruss
    Danke, passt genau, dieses Wochenende sind wir zuhause bei Helga und Don Pedro (Jürgen) den Besitzern vom Hotel Ines (Ines, Jürgens Tochter), extrem gewachsen seit 2001. Helga kocht nicht mehr für Gäste, aber wir dürfen es uns bei Ihr gut gehen lassen.

    Saludos

  5. X-Moderator
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    #15
    Danke, solche Berichte mag ich im Winter .... fein gemacht ... ihr wisst das ihr es gut habt ..

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    #16
    Freitag 17.01.2014


    Raus aus Oaxaca, aus Kurvenrausch wird Kurvenorgie, die Carreterra 131 fuehrt uns hinunter zum Pazifik nach Puerto Escondido.

    Nach dem Erreichen der Berge, die uns wieder bis über zweitausend
    Meter hinauf bringen, gibt es auf zweihundert Kilometern keine hundert Meter die geradeaus führen.



    Spätstückchen in den Bergen…



    Griffiger Asphalt, auch gerne mal durchmischt mit ordentlichen Schlaglöchern, lässt keine Langeweile aufkommen.



    Die Gegend ist Klasse! Mike hat mittlerweile jegliche, fahrerische Harley-Angewohnheit abgelegt und dreht munter am Kabel.



    Am frühen Nachmittag erreichen wir das Beachhotel Ines, ein Bier mit Helga und Don Pedro und ab zu unseren super Gästezimmern in Helgas Hütte.



    Am Abend unterwegs mit Freunden, Basislager 2 hat begonnen.


    Samstag 18.01.2014


    Motorradfahren schadet wirklich der Sonnenbräune…


    Prinzipiell Ruhetag, aber schon am frühen Nachmittag tauchen weitere Bekannte auf,


    Treffen in Don Pedros Rancho


    …eigentlich Alles friedlich, aber das Ganze geht feucht-fröhlich in Abend und Nacht über..., wieder auf die Piste…,


    … Basislager 2 zehrt langsam an den physischen Reserven.


    Sonntag 19.01.2014

    Nu aber mal wirklich Ruhe, wir haben uns auch nur vorgenommen, nachmittags zusammen zu kochen. Raus zum Einkaufen, jeder von uns Vieren wird einen Part des Menüs zubereiten.

    Ach so, vorher noch eine kleine Massage für die Protagonisten:

    …hatte echt Muffe, bei dem Sonnenbrand und weiss jetzt, wie sich ein rohes Schnitzel fühlt.

    Ohne Trinken kocht es sich schlecht, also…

    …geschmeckt hats auch, aber morgen müssen wir raus aus Basislager 2, sonst könnte die Mission wahrhaftig gefährdet sein.


    Montag 20.01.2014

    Charly bricht um 08:00 Uhr auf, bereits um 12:30 Uhr wird er, über reine Land-/ Küstenstrasse 500 km weiter nordwestlich in Acapulco ankommen, dann noch mal 250 km drauflegen und sich aus Ixtapa/Zihuatanejo, seinem Tagesziel, melden.
    Schade! Es wäre einfach Klasse gewesen gemeinsam weiterzuziehen…, …ausserdem müssen Mike und ich jetzt einen neuen Kassenwart wählen!

    Plan war: heute bis Chiapas, aber, resultierend aus gewissen Nachwehen des Vortags, kommen wir erst eine Stunde später als Charly los, nach 60 Kilometern stelle ich fest, dass meine Uhr einsam und alleine noch in Helgas Gästezimmer liegt, zurück, nächster Anlauf.


    Mazunte


    Ein kleiner Cocktail


    Vor Huatulco kommt Mike noch auf die Idee einer kleinen Pisteneinlage…


    Zwei Bier zum Sandrunterspülen, gleiche 20 km zurück…


    …beim Fahren wird Mike immer vertrauter mit der BMW, aber das Anhalten müssen wir noch üben…

    Nix passiert…vorbei an Huatulco in der Hoffnung auf eine nette Bleibe in einer romantischen Bucht.


    Nach 2 vergeblichen Anläufen in den wenigen Fischerdörfern,


    …gleich hinter Huatulco…


    …fahren wir dann doch noch bis Salina Cruz, suchen uns ein Hotelchen, schön Mariscos essen, ein bisschen Bericht und ab in die Falle.
    Trotzdem 400 km an einem abwechslungsreichen Tag. Morgen müssen wir die fehlenden 350 Kilometer des heutigen Plans erledigen.

    Ach…und die sch…. Kupplung zieht immer noch Luft!

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    Standard wieder zuhause

    #17
    das waren ein paar schöne tage mit euch....super gsiii
    wäre gerne mit dabei, aber es wollte nicht sein, geniesst eure tour
    un fuerte abrazo y mucha suerte!
    saludos charly

  8. Registriert seit
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    #18
    was war das denn mike, hat sich das töffli schlafen gelegt?

  9. Registriert seit
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    #19
    Ich freu mich auf jeden deiner Berichte und die tollen Fotos. Bitte weiter so.
    Weiterhin gute Reise, Gaby

  10. Registriert seit
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    #20
    @Charly:

    Fahren geht immer motivierter, aber Stehen ist ein Handicap in dem Alter. Heute hats mich auch umgelegt, also 1:1.

    Saludos


 
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