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Mex2Pan - Zwei Wahlmexikaner in Mittelamerika

Erstellt von Mad Mex, 14.01.2014, 05:53 Uhr · 249 Antworten · 32.055 Aufrufe

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    #21
    oh Mann, Ihr habt's gut. Tolle Bilder. Weiter viel Spaß und keine heftigeren Stunts

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    #22
    Dienstag 21.01.2014


    Von Salina Cruz geht es zurück in die Berge.


    Nach einem kurzen Halt in einer Strassensperre bei La Ventosa durch Zivilisten, keiner kann oder will uns erklären um welche politischen Absichten es geht, lässt man uns als unbeteiligte “Ausländer” durch (die Schlange auf der anderen Seite war schon kilometerlang…) und es geht zügig weiter nach Tuxtla Gutierez.

    Schon vor einem Jahr hat sich uns diese Stadt von der schlechtesten Seite gezeigt und wieder ist es fürchterlich, Verkehrsaufkommen, unsinnige gleichzeitige Strassenarbeiten, wahnsinnige Taxifahrer kosten uns fast eine Stunde.

    Den gleich darauf folgenden Cañon de Sumidero kennen wir bereits, also weiter auf die Libre nach San Cristobal De Las Casas. Es gibt auch eine mautpflichtige, langweilige, aber sichere und halb so lange Verbindung und genau das hält uns die faszinierende Landstrasse in die Berge fast verkehrsfrei.





    Vorbei an kleinen Indio-Siedlungen steigen wir auf dreissig kurvigen Kilometern von Meeresniveau wieder auf 2.700 m um dann mit etwa nochmals der selben Strecke in das 2.200 m hoch gelegene San Cristobal De Las Casas zu gelangen.



    Es ist bewölkt, es weht ein kalter Wind und wir tragen zuerst Sweater und später Motorradmontur um eine Runde in dem netten, touristischen Städtchen zu spazieren.



    Morgen gehts nach Guatemala.

    Ach so, die Kupplung…, wir haben am Abend Handschutz abgebaut, nochmal Alles sauber gemacht, am Handhebel und an den Anschlüssen ist alles trocken, unsere Diagnose, irgendwas am Flüssigkeitsbehälter oder Deckel.

    Ordentlich Entlüften, Trocknen, Deckel drauf und Duct-Tape…


    Mittwoch 22.01.2014

    Der Tag in San Cristobal beginnt in den Wolken.



    Um kurz nach sieben Uhr sind wir schon unterwegs.

    Um Acht in La Trinitaria stehen wir vor der Entscheidung: nach links, ca 500 m höher in die schwarz von Wolken verhangenen Berge und über einen winzigen Grenzübergang im fast sicheren Regen nach Guatemala oder geradeaus nach Südosten 1.000 m tiefer und in Ciudad Cuauhtemoc wahrscheinlicher Sonne, über den dortigen Grenzübergang.



    Wir werfen ein Plätzchen, die Entscheidung fällt für rechts und bringt uns zu einem kurvenreichen Abstieg, leider durch 20 km reichlich, frischen Rollsplitt getrübt, also Runtereiern.



    Der Grenzübergang nach Guatemala in Ciudad Cuauhtemoc ist gekennzeichnet durch eine kleine Gasse in der sich auf beiden Seiten Geschäftchen mit Klamotten und nutzlosem Zeug und Taxis tummeln.

    Die Grenze überqueren da nur Fussgänger, Zweiradfahrer und wenige Autos, diese scheinbar mit Sondergenehmigung.


    Da gehen 3 Erwachsene, 3 Kinder, 6 Säcke der Dimension. wie die Señora noch trägt...


    …und der Fahrer rein und das tapfere Gerät bewegt sich noch.

    Die Grenzüberquerung ist problemlos, keine Schlange, Nichts.
    Ausreiseformalität México wird flott 4 km vor der Grenze erledigt (allerdings hatte ich das irgendwie verpasst, so dass wir nochmal umdrehen durften), danach Moped dekontaminieren (ca 3 USD), gleich im Anschluss ein kleines Büro für den Einreisestempel in den Pass. Mike macht das für mich gleich mit, ich passe auf die Motorräder auf.



    Einfuhr der Motorräder dauert am 20 m entfernten, nächsten Büro etwa eine halbe Stunde, der freundliche Service kostet ca 18 USD pro Motorrad, ein paar Papiere unterschreiben, bei der Bank in ca 5 m Distanz, Mike bezahlt. Ein weiterer Beamter
    checkt unverzüglich den Kontrollbeleg um zur Vermeidung der Korruption beizutragen…
    …ach so, der Einreisestempel (siehe oben), durch den Rollex-tragenden Capo der Migracion, kostete Mike ca 3 USD für die “kostenlose”, schnelle Erledigung…, …ohne Beleg.


    Wir sind drin, jetzt aber weiter, die CA1 steigt sofort wieder hoch in die Berge.


    Ein schnelles, gutes und preiswertes Mittagessen stärkt uns für die letzten 200 km Achterbahn des Tages.



    Nach einem letzten, frischen Pass in über 3.000 m, beginnt der rasche Abstieg zum Lago Atitlan in etwa 1.600 m über NN.
    Mit den letzten Sonnenstrahlen finden wir in Panajachel schnell ein kleines, einfaches sauberes Hotel mit sicherem Parkplatz (siehe bereits erwähnte Anforderungen) für umgerechnet weniger als 20 EUR das Doppelzimmer. Dann raus, alte und neue Kontakte und um 22:00 Uhr horcht Mike bereits wieder an der Matraze, während ich noch Bilder sichere und mir ein wenig die Zeit mit Schreiben und Lesen vertreibe.

    …Duct-Tape: Kupplung am Morgen problemlos, dann wird wieder ein Rutschen spürbar, jedoch, nur in höheren Drehzahlen im 5. und 6. Gang…

    Das werden wir morgen nochmal bei einer Runde um den Atatitlan-See probieren.


    Donnerstag 23.01.2014

    Es ist fast wie Urlaub, Wecken ist zwar bei Sonnenaufgang, aber nix Packen etc. Statt dessen ein gutes Frühstück “Strammer Max” und Internet, Info an die Lieben daheim, Wäsche in einer Lavanderia abgeben, Geld wechseln und dann aufs Moped für eine 140 km Runde um den Lago Atitlan.






    Ich möchte mir die Bezeichnung spektakulär noch aufheben, aber das hier ist nahe dran.




    Kleine Pause in San Lucas Toliman und es geht weiter.


    Nach wirklich genügend schlechten Strassen, Topes (heissen hier “Tumulos”) und endlosen Kurven, erreichen wir Santiago Atitlan.





    Danach wirds interessant. Etwa 8 km vor San Pedro La Laguna beginnt eine üble Piste . Grobe Steinverwerfungen gemischt mit puderzuckerfeinem Sand. Ich will gerade noch ein Foto von Mike vor mir machen, als es nach einer Kurve mit einer tiefen Fahrrille voller Sand bergauf geht. Ich rutsche zur Seite, mit linker Hand Kamera hoch, da ist ein stützender Hang, also vorsichtig bremsen und...Schwerkraft langsam kommen lassen.



    Mike ist schon ausser Sicht, also muss ich selbst erst mal das Beweisfoto des 1:1 machen. Dann Tankrucksack runter und die Dicke wieder hingestellt. Ich bin in einen Graben mit losem Geröll geraten, stehe bergauf und sehe wenig Chance, dass ich da alleine rauskomme. Einen Versuch will ich aber unternehmen, also noch einen dicken Stein so gut es geht unter das Hinterrad geklemmt und nun ein beherzter Gasstoss. Minimale Vorwärtsbewegung wird begleitet von einem rapiden Absinken des Hinterteils, ich sitze fest.



    Zum Glück kommt kurz daraufein Pickup vollbesetzt mit Arbeitern den Berg herab. Ich winke um Hilfe, kaum gelingt es dem Fahrer auf dem rutschigen Untergrund anzuhalten.

    Vier junge Männer zerren wie wild, mittlerweile kommt auch Mike den Berg herunterspaziert, er hatte auf mich gewartet und wusste, dass es unsinnig ist, mit dem schweren Bock hierher zurückzufahren. Er macht noch ein Foto bevor er auch anpackt, ein letzter Ruck und ich bin wieder im befahrbaren Bereich.



    Die Kamera wird jetzt erst mal weggepackt und das ist auch gut so, kurz darauf kommt eine wirklich anspruchsvolle Steigung, ich warte bis Mike wild schlingernd oben um eine Kurve verschwunden ist. Ich nehme Anlauf und gerade als ich das kritischste Stück erreiche kommt oben ein Pickup um die Ecke. Der kann sicher nicht anhalten! Also schnellstmöglich rückwärts zur Seite eiern, passieren lassen und dann ruckzuck nach oben bevor der Nächste kommt.



    In San Pedro ist dann auch erst einmal ein Bierchen fällig, bevor wir uns durch Haarnadelkurven wieder auf die 2.700 m nördlich des Lago schrauben.







    Die Wolken, die sich von unten gesehen sich so schön auf den Fotos machen, sind oben feucht und bei nur 10 Grad wird mir frisch in meinem dünnen Leibchen. Nun denn, Gas!... und nach weiteren 50 km sind wir wieder bei angenehmen Temperaturen auf Seelevel in Panajachel.

    Kupplung rutscht wieder, aber aufgrund spontaner Geburtstagsfeier der Besitzerin unseres kleinen Hotels fällt Entlüften heute aus. Erst nach Mitternacht liegen wir in der Falle.

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    #23
    Super Bericht. Ich schau jeden Tag ob's was neues gibt! Verursacht heftigstes Fernweh!

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    #24
    Ich glaube Du wirst recht behalten. Mittelamerika ist gerade auf die Liste gerutscht. Mal gucken ob es Spanischkurse in der VHS gibt!

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    #25
    es ist schon ein bisschen zermuerbend......ich sitze daheim und lese eure abenteuer.....weiter sooooo und viel spass

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    #26
    Achja, hör auf zu jammern über 10Grad bei 2XXXm Höhe. Wir sind hier auf 40m und haben 22Grad weniger. Bei 10 Grad wären wir hier alle unterwegs.

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    #27
    Na, mein Beschter! Bei Euch wird's ja net langweilig. Parken in der Böschung is' übrigens ein Trend, dem ich mich auch nicht ganz verschließen konnte! ;-) Wenn Ihr so weiter macht, rauscht Ihr noch an Panama vorbei! ;-)

    Viele Grüße aus Cartagena!
    Stefan

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    #28
    Freitag 24.01.2014

    Wir müssen weiter, denn, …um 09:00 Uhr frühstücken, dabei Emails schreiben, den guatemaltekischen Kaffee geniesen, bei angenehmen Temperaturen, am See sitzen, …in Kombination macht das süchtig.



    Wieder gehts vom Lago Atilan hinauf in die Berge, herrliche Kurven und Aussichten, getrübt durch brutale Schlaglöcher auf der CH1 in Richtung San Andres Itzapa.





    Vor San Andres biegen wir ab um, vorbei am Vulkan Acatemango einen Weg nach Antigua zu suchen. Die Karte (GPS-Karten haben wir hier nicht) zeigt gelbe und weisse Wege auf, also los. Schnell wird der schlechte Asphalt zur Schotterpiste, 15 km weiter, kann man eigentlich nur noch über einen ausgewaschenen Feldweg mit Flugsand reden.



    Karte, Kompass und Durchfragen…, ja, durch das Loch da vorne geht es nach San Miguel de “was auch immer” und weiter nach Antigua…

    25 km, anderthalb Stunden , Rutschen, Schlingern, Fluchen und Spass habend (wie sagt Mike: “wir müssen ja nicht Alles so gut können wie Saufen…”), später, erreichen wir die nächste Zivilisation.


    …man beachte die Kleine!

    Um 15:00 Uhr rollen wir in Antigua ein, zwei Französisch-Schweizerinnen sprechen uns an, Mike kontrolliert ihren Vorschlag einer sicheren und preisgünstigen Unterkunft und das Thema Übernachtung ist erledigt.



    Die Motorräder sind sicher eingeschlossen, der Dackel ist bereits unser Freund, Zimmer und Bad sind sauber, das Letztere aber für 8 Quartiere gemeinsam, unsere Zelle hat zwei Betten, drei Steckdosen, 10 USD / Person, da haben wir woanders schon mehr für den Parkplatz über Nacht bezahlt.

    Wir spazieren durch die Stadt, …nur die Ruhe, putz die Schuhe…







    Wir essen eine Kleinigkeit, Lynn, eine der Feen der Ankunft, spaziert an dem Lokal vorbei, wir quatschen, vergessen die Zeit, die Banken wechseln nicht mehr, meine Kreditkarte funktioniert nicht. Nu, wir kaufen für unsere verbleibenen, exakt 101 Quetzals 4 Bier und 2 Wasser und kehren pleite zurück in unsere Zelle.



    Am Abend sitzen wir bei bestem Wifi in der “Rezeption”, lesen, schreiben, skypen…
    Morgen gehts wieder Richtung Pazifik!


    Samstag 25.01.2014

    …es ist 22:00 Uhr, vor drei Stunden sind wir noch in 2.700 m Höhe bei Dunkelheit über Feldwege gezackert, jetzt liegen wir ungewaschen in unseren Betten in einem billigen Motelzimmer. Was ist passiert?

    Die Ankunft in Antigua und das Zusammentreffen mit Lynn hatte eine, an für sich positive, Kettenreaktion ausgelöst:

    Durch ihre freundliche Empfehlung unserer Unterkunft waren wir ihr dankbar.
    Da wir ihr dankbar waren und sie gerade an dem Lokal vorbeilief in dem wir wenig später sassen, luden wir sie auf ein Agua de Jamaica ein.
    Da wir sie einluden, kamen wir ins Quatschen über Reisen.
    Dadurch wurde es zu spät um noch Geld auf der Bank zu wechseln.
    Ohne Geld gingen wir nicht mehr aus, also früh zu Bett.
    Damit erwachte ich bereits um 06:00 Uhr und beschloss ein paar Morgenfotos in der Stadt zu machen.
    Hier fand ich eine gut ausgestatte und beladene F800GS mit guatemaltekischem Kennzeichen einsam an einer Ecke.
    Da ihr Besitzer nicht weit sein konnte, schaute ich mich um und fand in einem Café Cisco.
    Ausser, dass wir sofort auf Deutsch umschalten konnten, da Cisco in meiner Heimatstadt studiert hat, ist er auch noch unterwegs zur GS-Trophy Guatemala und lädt uns ins 70 km entfernte Tecpan ein.


    Antigua am Morgen








    Eine F800…



    …ihr Fahrer und eine Planänderung…

    Zurück im Hotel ist Mike sofort einverstanden. Packen, Geld wechseln, Frühstücken und los. Kurz vor Mittag sind wir suchend vor den Ruinen von Iximche unterwegs. Ca 400 m nach dem Dorf rechts ab, hiess es. Erster Versuch, fragen, nein hier kamen keine grossen Motorräder vorbei, ebenso beim 2. und 3. Versuch. Endlich bekommen wir an einer Ecke die Auskunft, ja, hier sind welche vorbeigefahren, aber schon vor etwa 2 Stunden. Wir also auf der Schotterstrasse hinterher, hoffend, dass keine fraglichen Abzweigungen uns zur Umkehr zwingen.



    Wieder die Vulkane Atitlan und Toliman aus anderem Blickwinkel

    Wir haben uns vorgenommen, den Berg ganz hinaufzufahren und wenn wir dann kein Zeichen sehen, werden wir umdrehen.



    Plötzlich, nach einer Kurve steht da eine GS und auf einem Hügelchen liegt eine X450. Wir halten an, haben wir sie doch gefunden?



    Ja haben wir, aber auf eher unfreiwillige Weise ihrerseits. José wartet auf den Pickup der Gruppe um die X zu einer weiteren Prüfung zu bringen. Einer der Teilnehmer ist an dieser Stelle gestürzt und man hat die X abgeladen um die havarierte Maschine zurück ins Basislager zu bringen.



    Nach einer Viertelstunde kommt der Pickup, Aufladen und mit José voraus geht es Richtung Gruppenprüfung. 10 km Gelände mit Allem und der Dicke fährt einen flotten Stil, wir eiern mit unseren schwer beladenen Mulis, zum Teil in weichem, roten Pulversand wildest schlingernd, hinterher.
    Am Übungsgelände ist noch keiner, wir machen uns besser bekannt, da kommt ein Anruf, ein weiterer Teilnehmer ist gestürzt, José und der Pickup machen sich wieder auf den Weg.



    Mike vertreibt sich die Zeit mit Angeln, ohne Erfolg.
    Erst kurz vor 16:00 trifft die auf 12 Fahrer minimerte Teilnehmergruppe in der Laguna de las Truchas ein.





    Es folgen 2 Gruppenprüfungen, das Wasser in 2.700 m ist im Januar auch in Guatemala hundskalt, aber die Stimmung bleibt super.








    Wettbewerb…


    …Zuschauer…



    …Teamwork…



    …Gewinner!

    Als wir aufbrechen, ist es bereits dunkel.




    Über eine kurvige Schotterpiste geht es Richtung Hauptstrasse, ein wenig später biegen wir in die Hotelempfehlung von José ein. Komplett belegt, zwei weitere Hotels sind Bruchbuden. An der Hauptstrasse hatten wir frühs ein Hotel im Stil amerikanischer Motels gesehen, welches von aussen gar nicht so übel erschien, also hin.
    Nun gut, ist nicht der Reisser, aber noch erträglich. Zimmer nehmen, das Gröbste abladen und erstmal in dem netten Restaurant in der Nähe noch was essen. Wieder Glück gehabt, wir sind die letzten Gäste, nach uns wird direkt geschlossen.

    Satt und kaputt, fehlt nur noch eine heisse Dusche.

    Bis hierhin ein perfekter Tag, ABER…

    Mike´s Töffli zeigt keine Neutrallampe und weigert sich anzuspringen. Aus- und Einschalten, am Kontakt rütteln, Batterie ab- und anklemmen, Nichts hilft. Ich fahre doch noch mal raus zu den GS-Freunden, aber da ist schon Totenstille, ich öffne das Portal der Finca nicht und kehre zu Mike zurück.
    Das ......... rührt sich immer noch nicht, ich will nicht mehr probieren, die Experten sitzen ja so nahe. Wir schieben die Maschine aus dem Sichtfeld unter das Vordach eines Häuschens direkt beim Restaurant in dem wir gegessen haben. Hier gibt es einen Nachtwächter der sie mit bewachen wird.

    Zurück ins Hotel, jetzt schnell ne warme Dusche und schlafen, um morgen zeitig zu sehen, wie es weitergeht…KEIN WARMES WASSER!

    Man will uns ein anderes Zimmer geben, aber wir haben schon Alles abgeladen und um uns herumliegend, resigniert lehnen wir ab, kalt duschen will auch keiner…


    Sonntag 26.01.2014

    Die Morgensonne wirft doch ein ganz anderes Licht auf die Dinge! Also die Ersatzreifen runter von meiner Dicken, Zeug was wir im Moment nicht brauchen im Zimmer lassen, bis 14:00 Uhr haben wir Zeit und zu zweit auf meiner Maschine ab zur GS-Trophy, während der wir hoffen, Zugriff auf den Mechaniker Roberto zu bekommen.




    Man lädt uns herzlichst zum Früstück ein, alle Helfer sind eifrig dabei den Parcours abzustecken, der Wettbewerb beginnt, Roberto ist als Schiedsrichter eingeteilt und kann nicht mit uns zu Mikes Töffli kommen. “Kannst Auto fahren, dann nehmt doch einfach den Pickup und holt die Maschine, dann können wir sie hier in einer Pause anschauen und wenn nicht behebbar, bleibt sie drauf und geht nach Guatemala Stadt.”.
    Im alten Nissan 4x4 Pickup von BMW-Motorrad Guatemala suchen wir einen Weg durch das sonntäglich verstopfte Tecpan, zuerst zum Hotel, wo wir unsere Sachen wohlbehalten auffinden.




    Danach zum Übernachtungsplatz von Mikes Bike. Alles in Ordnung, nicht mal ein Spannriemen von aufgeschnalltem Zelt, Schlafsack, Isomatte und Birkenstock fehlt.




    Wir nutzen die kleine Terrase der umgebenden Geschäfte als Basis der Rampe. Für eine Dose Bier pro (fast) Mann hilft die Dorfjugend gerne und ruckzuck ist das Töffli verladen und wir machen uns auf den Weg zurück zum Wettbewerb.







    Der Kurs und die Prüfungen des heutigen Tages sind durchaus anspruchsvoll und es geht auch nicht ohne Kaltverformungen ab.




    Von anfangs 14, kämpfen heute nur noch 9 Teilnehmer, von denen 3 zur nächsten Ausscheidung nach Kolumbien reisen dürfen. Es wird gefightet, gescherzt, unzählige Male hingefallen und wieder aufgestanden.




    Wir lernen eine Menge netter Leute kennen und erhalten super Tips für die weitere Tour.
    Unserem Freund Cisco bleibt der undankbare vierte Platz, aber schon am Vormittag hat er uns nach Villanueva, direkt an Guatemala Stadt angrenzend, in seine Junggesellenbude eingeladen. Klar, dass wir ja sagen.




    Die Motorräder sicher in einer Halle, endlich duschen, ein Drink.




    Brot, Käse, Schinken und ein Päckchen-Fondue, welche Cisco noch rasch auf dem Weg einkauft, verwandelt Mike, mit dem was sich gerade in der kargen Küche findet, in ein hervorragendes Abendessen, Cisco zaubert noch eine Flasche Herradura hervor…

    …immer noch 1.500 m über dem Pazifik, aber Alles schon wieder viel freundlicher!
    Nach 3 Tagen Quälerei ohne Entlüften rutscht die Kupplung wieder wie zu ihren besten Zeiten, aber morgen gehts zur Werkstatt.

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    #29
    Schöne Sache das. Und Ihr scheint ja trotz diverser technischer Hindernisse ne Menge Spaß zu haben.

    Entschädigt mich ein wenig für minus 6 auf 36m über dem Normal-Pegel der Nordsee, kalten sibirischen Ostwind so um 20km/h und Schneefall.

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    #30
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Schöne Sache das. Und Ihr scheint ja trotz diverser technischer Hindernisse ne Menge Spaß zu haben.

    Entschädigt mich ein wenig für minus 6 auf 36m über dem Normal-Pegel der Nordsee, kalten sibirischen Ostwind so um 20km/h und Schneefall.
    Wie sollen wir denn keinen Spass haben, ohne Hindernisse würden wir ja glatt das Denken einstellen.

    Hab auch noch was für Dich:

    BMW Agentur Guatemala Stadt, 5xxx km, nur mit geringen Mängeln am Chrom, 8.000 USD:


    Wir sitzen gerade am Lago Coatepeque in El Salvador, 30 Grad, Wasser 25 Grad, Marimbamusik, 1 Bier = 1 USD. Die Mopeds stehen schon vor der Zelle in der wir Übernachten werden.

    Bericht folgt...

    Ach so: Hast Du endlich mit Spanisch (lernen) angefangen?

    Saludos


 
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