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Mex2Pan - Zwei Wahlmexikaner in Mittelamerika

Erstellt von Mad Mex, 14.01.2014, 05:53 Uhr · 249 Antworten · 32.053 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Ich denke, die Zensur kannst Du ruhig dem/der Vorlesenden überlassen.

    Viel Glück mit der Felge.
    Jetzt hab ich´s auch geschnallt, das bei den Amtshelferbeschimpfungen habe ich weggelassen, das via…, war die Zensur.

    …Veronika, der Spargel wächst...

    Saludos

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    #62
    Man, da wirste echt täglich neidischer...... Ich glaub' ich tausche heut' Abend in Gedanken an Euch mal meinen Single Malt gegen 'n schönen Rum....

    Viel Spaß noch und schön viele Bilder machen!

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    #63
    Mittwoch 05.02.2014

    Verabschiedung von Remo, schon wieder mit den nächsten Empfehlungen und kurz nach 08:00 Uhr rollen wir.



    Mann, sind das Kolosse, …zum Foto fährt Mike auch nur hinten bei…

    Um kurz nach 09:00 Uhr, in La Virgin, immer noch am Nicaragua See, treffen wir die Entscheidung, doch nicht San Juan del Sur am Pazifik anzulaufen, sondern die Grenze hinter uns bringen und Richtung Laguna de Arsenal in Costa Rica. Wir wollen bis morgen Nachmittag die BMW-Agentur in San José erreichen, um gegebenenfalls noch vor dem Wochenende Zeit für eventuelle Reparaturen zu haben.



    Wir laufen in die Aduana Nicaragua ein, die Ersten die uns mit freudestrahlenden Gesichtern entgegenkommen, sind Eli und Jürgen! Sie haben ihre Aus- und Einreiseprozedur erfolgreich hinter sich gebracht, unsere Freunde und ihr Toyota befinden sich wieder legal in Nicaragua.
    Etwa ein Stunde kostet uns die Ausreise aus Nicaragua, weitere anderthalb bis zwei Stunden die Einreise in Costa Rica, Ausgaben ca 30 USD pro Person und Moped.



    Nach der Grenze liegen gleich mal einige Strommasten flach, die Kabel spannen sich über die Strasse. LKWs im endlosen Stau, kleinere Fahrzeuge suchen sich, fast durch die Vorgärten der Anwohner, einen Weg.

    Bis Cañas bleiben wir auf der Panamericana, dann biegen wir ab nach Norden auf die 142 nach Arenal.



    Bei leichtem Nieselregen kommen wir über die Berge um die Laguna nach Nuevo Arenal. Bereits unterwegs machen Hinweisschilder auf Tom´s German Bakery aufmerksam, wir wissen bereits von Freunden davon. Klar ist das die erste Anlaufstation, supereinfach auf der Hauptstrasse zu finden. Tom ist da und auch Claudia und Thomas, zwei junge Schweizer, die schon seit anderthalb Jahren auf ihren 690er Katis in Süd- und Zentralamerika unterwegs sind, in wenigen Monaten soll ihre Reise in Mexiko enden (…unterbrochen werden?)



    Eine Hausmacher Platte mit Brot, Bretzeln! und Bier, Tom reserviert derweil eine Unterkunft, quatschen…Relax…!



    Hey, da sind ja auch die Sticker von Stefan und Jörn (www.moppedrun.de) , Heidi und Bernd, den Boomers….
    Wann und wie auch immer, wer hier durchkommt und Tom´s Laden (www.tomspan.com) nicht besucht, ist selbst dran schuld.


    Donnerstag 06.02.2014









    Wir verlassen unsere kleine, aber saubere 20 USD – Zelle zeitig und stärken uns bei Leberkäs mit Spiegelei, Bretzeln , starkem Kaffee und Toms Vitamin-Algen-Mixgetränk.



    Es geht weiter, entlang der Laguna, vorbei am Vulkan Arenal Richtung San José.







    Nachmittags um vier rollen wir, ohne übermässigen Stadverkehr, bei BMW Motorrad Costa Rica auf den Hof.
    Adolfo, Werkstattkoordinator und mein Kontakt, begrüsst uns. Daten aufnehmen, erste Begutachtung. Wir vereinbaren, dass ich morgen früh um acht Uhr da bin und Johnny der Chefmechaniker sich das gleich mal ansieht.
    Während ich noch in der Werkstatt bin, hat Mike sich schon mit Gabriel, einem weiteren BMW-Kunden bekannt gemacht. Gabriel ist Mitglied des BMW Clubs Costa Rica, nimmt sich gleich unser an und führt uns zum nah gelegenen, sehr angenehmen Hotel Isla Verde.
    Von dort nehmen Mike und ich den Linienbus ins Stadzentrum. Wir steigen direkt vorm zentralen Markt aus dem Bus aus, da lachen uns aus einem Metzgereistand
    Wurstringe an, die wie leckere, grobe Fleischwurst ausschauen.



    Zwei ordentliche Stücke gekauft, ein Weissbrot dazu, schmeckt klasse und der dringendste Hunger ist erledigt. Busfahren plus deftige Brotzeit 1,20 USD pro Mann, wer hat gesagt Costa Rica wäre so teuer…?



    Später greift uns Gabriel wieder auf, wir fahren in ein aktuelles Szene-Bier-Restaurant, Preise im gehobenen Niveau jeder Grossstadt dieser Welt, Bierauswahl sehr gut, aber hier, bis zu äusserst teuer, ne Yuppie-Bude…


    …hier können wir uns nur ein Kleines leisten...

    Comida ist unterdurchschnittlich, WAS SOLLS, …wir unterhalten uns angeregt und bis wir um elf Uhr auf.brechen, hat sich das, gar nicht so kleine, Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt.


    Freitag 07.02.2014

    Um acht Uhr bin ich in der Werkstatt. Johnny hatte gestern schon darauf getippt, dass das Problem von dem Austauschkupplungshebel selbst stammen könne. Wir bauen diesen ab und wirklich, die Sicherungsmutter des Pins zur Einstellung des Kupplungsspiels ist herausgefallen, der Stössel hat sich dann selbst verstellt und ohne Spiel das Dichtungspaket ein wenig verschoben. Richtig einstellen und sichern, Dichtungen richten, neue Flüssigkeit und Entlüften, gemäss meiner Probefahrt sollte es nun in Ordnung sein.

    Johnny schaut sich auch die Felge an, seine Kriterien,
    - der Reifen verliert keine Luft
    - keine Speichen sind gebrochen
    - keine Vibrationen oder starken Unruhen beim Fahren
    können wir allesamt positiv abhaken, also, die Felge bleibt drauf.

    Reifenwechsel kann auch noch bis Panama warten, tja, wenn man mir hier nicht mehr “empfehlen” will, bleibt denn nur noch die Kupplungsreparatur zu bezahlen…

    Ich lade meinen Krempel wieder auf und will bei Adolfo die Rechnung abholen…, nein, er habe mit Johnny gesprochen und eine Bezahlung für diese Kleinigkeit wäre nicht nötig…, …ich bin sprachlos!

    Zusammenfassend:
    - Dreizehn Minuten nach meiner Email-Anfrage aus Leon, Nicaragua, hatte ich bereits eine komplette Antwort auf meine Fragen.
    - Umgehende Fehlerdiagnose und Behebung des schleichenden Kupplungsproblems in der Werkstatt in unter dreissig Minuten.
    - Nicht umsatzfördernde Diagnose zum “Nicht-Ersetzen” von Bauteilen.


    …BMW Costa Rica, mit Johnny und Adolfo!

    Freundlicher, aufmerksamer Service, Kompetenz und Engagement…Ihr Jungs von BMW Motorrad COSTA RICA seid für mich die GRÖSSTEN!

    Zurück in unserem Hotel, Mike ist unterwegs, ich lese und schreibe ein wenig, am frühen Nachmittag müssen wir unser Zimmer wechseln, danach gehts wieder in die Stadt.








    Der Versuch ist´s wert…





    Am Abend holen uns Gabriel inclusive Frau und Tochter ab, es geht in die Berge zu einem traditionellen Lokal, Begleitung, Essen und Unterhaltung hervorragend.
    Es gibt viel zu Entdecken in Costa Rica!

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    #64
    Was für eine Tour...

    Ich wiederhole mich... UND DAS HIER GERNE...

    Freue mich immer auf die Fortsetzung...

    Viel Spaß weiterhin...

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    #65
    Samstag 08.02.2014

    Mike schmerzt das Knie. Hilft nichts, um neun Uhr rollen wir Richtung Cartago, danach Turrialba durch den Regenwald Costa Ricas.



    Fast 150 Kilometer legen wir in Nebel, Wolken und Niesel zurück. Sehr feucht, aber nicht unangenehm…, Avon-Beraterinnen haben hier schlechte Karten…
    Kurz vor dem Containerhafen Puerto Limon biegen wir nach Süden ab. Eine kleine Landstrasse hilft uns die industrielle Hafenstadt vermeiden.
    Bei Bananita machen wir einen Boxenhalt. Martin, ein Schweizer spricht uns an. Er lebt schon zwanzig Jahre in der Region, hat ein Hotel in Cahuita und für unseren Aufenthalt in Puerto Viejo empfiehlt er uns die Casa Verde seines Freundes René.
    Also nichts wie hin…, René ist aber durch Hochsaison und Wochenende ausgebucht, seine Empfehlung “Cabinas Tropical”…, bei Rolf aus Oldenburg kommen wir unter.







    Im Zimmer mit einem Doppelbett und eigener Terasse wird noch ne Matraze ausgelegt, fertig ist unsere Unterkunft mit wirklich heisser Dusche und eigenem Kühlschrank!
    Eine kleine Runde durch das Dörfchen am Abend, lecker Fettuchini mit Mariscos in einer der einfachsten Palapas, in der wir aber die meisten Einheimischen gespotet haben und ab in die Falle.
    Morgen bleiben wir auch noch hier!


    Sonntag 09.02.2014

    Früh wirds hell in der Karibik Costa Rica!
    Schluss mit Schnarchen und raus, Mike wechselt, aufgrund des Knies, von Bett zu Hängematte.
    Ein weiteres Highlight der Cabinas Tropical, an der Rezeption gibts Kaffee und heisses Wasser für Tee, ich mache mich auf die Suche nach dem Frühstückchen.
    Bäckerei unter deutscher Verwaltung, Metzgerei mit Salchichon (siehe oben), kleiner Supermarkt mit Tomate, Zwiebel, Chili, Schafskäse und Dijon-Senf…
    Mit meiner 15 USD – Beute kehre ich zurück zu Mike…


    …so dreckig kanns einem gehen im Leben…



    Nach dem Almuerzo entschliesst sich Mike dazu, zumindest geräuschmässig, den doch beachtlichen Regenwald niederzusägen, ich wandere enlang der Playa…







    …danach in den Urwald hinter Puerto Viejo. Schnell ist man draussen aus der Zivilisation. Ich schlurfe mit meinen Badelatschen auf einem Trampelpfad den Berg hinauf bis nichts mehr von der Zivilisation sichtbar ist. Ich setze mich eine Weile hin und lausche.









    Jede Menge Geräusche, wilde Viecher sehe ich, ausser dem Falter, aber keine.
    Völlig durchschwitzt komme ich nach Puerto Viejo zurück, Bier kaufen hilft jetzt der Moral, trinken ist noch besser.
    Mike ist fast fit, raus aus der Hängematte, wir ziehen los, einmal um den Strand Puerto Viejo´s und rein ins Mar Caribe!







    Zurück in unserer Unterkunft, duschen und ab zum Abendessen. Morgen gehts früh los. Zum ersten Mal seit unserer Abfahrt vor vier Wochen stehen wir unter Terminstress, uns fehlen 700 km und eine Grenze bis Panama Stadt… und am Mittwoch Nachmittag um 17:00 wird Alejandra uns am Airport Panama erwarten…


    Montag 10.02.2014

    Brot kaufen, Reste aus dem Kühlschrank verwerten, Kaffee, packen und um acht Uhr raus. Noch ist es frisch, die Strassen sind leer und nach einer knappen Stunde erreichen wir die Grenze nach Panama in Sixaola.





    Anderthalb Stunden, 30 USD, heiss in der Vormittagssonne, aber sonst ganz relaxt. Mike macht die Papierarbeit, ich bleibe bei den Bikes…



    ...der Junge kam und bat um einen Dollar, wie immer meine Standardantwort, keine Geschenke, Geld muss man verdienen. Er verschwand und nicht eine Minute später war er mit Schuhputzzeug da und wienerte, was das Zeug hielt.
    Frage: “Was bin ich schuldig?”
    Antwort: “ Was Sie denken, dass es wert ist, Don.”





    Das ist mir dann gerne 2 Dollar wert und Mike wird auch noch sein Kunde. Stolz und dankbar verabschiedet er sich.


    Welche kleinen Gestalten schweben da über unseren Weg?...Bananen-Lift!



    Eine herrliche Route führt uns entlang des Meers zur Boca de Toro, eine immmer noch weitgehend unerschlossene Inselwelt. Wir können leider nicht bleiben, unser Weg führt weiter nach Süden.



    Vom Atlantik zum Pazifik erklimmen wir wieder den Regenwald, in 1.300 m Höhe hilft uns die kräftige Sonne des frühen Nachmittags die schweren Wolken soweit anzuheben, dass wir durch ein blaues Loch durchrutschen können.



    Es ist ein Gemisch aus Tropen und Nadelbäumen, Kurven ohne Ende, der Stausee “Rio Brazo de Hornito”, der Schwarzwald in Panama-Version…
    Es folgt ein zähes Stück Panamericana, bevor wir, nach dem Rio Santiago nach rechts, Richtung Sona abbiegen.





    Der Surfer würde sagen: DIE PERFEKTE WELLE! Kurve an Kurve, griffiger Asphalt, keine Topes, keine Batches, keine Polizei, wenige Dörfer mit freundlich winkenden Menschen, 100 km purer Motorradtraum. Wir erreichen die Panamericana wieder bei Santiago und rollen mit dem letzten Licht im Hotel Mykonos ein.



    Eher ein Business-Hotel im Nichts, aber super angelegt mit Pool etc, für 90 USD im Doppelzimmer inclusive Frühstück absolut ok, das Rundum-Sorglospaket für den Kurzaufenthalt.

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    #66
    sehr, sehr cool, weiter gute Fahrt Euch beiden

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    #67
    Ich bin Fan...

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    #68
    Danke. Deine Berichte erleichtern mir den Frust. Mittelamerika ist definitiv auf der Liste.

    Der geilste Motorrad-Winter seit Jahren und ich laboriere seit zwei Wochen an Schnodderseuche. Februar in B, Tagestemperauren um 10 Grad, trockene Straßen , Sonnenschein. Und ich bin krank. Letztes Jahr selbe Zeit, Temperaturen um -10 und ich war fit. Beschloßen, morgen geht es, und wenn es mich zwei weitere Wochen kostet.

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    #69
    Dienstag 11.02.2014



    250 km bis Panama Stadt, wir lassen uns Zeit mit dem Frühstück, biegen unterwegs auf der Panamericana, auch mal zum Pazifikstrand ab.



    Alles eher langweilig und so sind wir kurz vor ein Uhr nachmittags nur noch 14 km von der heiss erwarteten Puente de los Americas entfernt, als das Flackern des Alarmlämpchens mich auf nur 1,6 Bar im Vorderrad aufmerksam macht.
    Wenig vorher stand da noch 2,4, wie auch die ganzen Tage zuvor, wegen der zerdellerten Felge akribisch überwacht.
    Anhalten unter einer Brücke am Rande der Autobahn, nach Fremdkörpern und Beschädigungen suchen, nichts. Langsam weiter, der Druck fällt auf den nächsten zehn Kilometern auf 1,1 Bar, bei 1,0 werde ich mal mit dem kleinen Kompressor nachlegen müssen, da kommen wir zu einer Tankstelle.

    Aufbocken, Druckluft drauf und genau da, wo die Felge ihre grösste Honduras-Delle trägt, zischt es heftig. Schei…, holt es mich jetzt ein?

    Genauer fühlen…, da sehe ich es…, selten habe ich mich über ein Loch im Reifen so gefreut!
    Exakt über der hässlichen Kaltverformung bläst es aus der Karkasse. Die Reifen sollten sowieso in Panama gewechselt werden, also nochmal flicken und beim nächsten Reifenfritzen wechseln.



    Bei näherer Untersuchung stellt sich das Loch jedoch als Riss heraus, mit einem Flickdocht ist es nicht getan, in sengender Hitze beschliessen wir, das Vorderrad auszubauen und den Reservereifen gleich aufziehen zu lassen.



    Ich mache mich mit Rad und Reifen in einem lokalen Taxi auf den Weg. In dem kleinen Dorf vor Panama Stadt gibt es zwei Werkstaetten für Reifen. Die grössere lehnt von vornherein ab. Die Hinterhofbude in der wir dann anhalten ist gerade einen alten Autoreifen von einer Stahlfelge am wechseln, das Ganze geht flott un geübt zur Hand. Als man dann jedoch meine Felge zuerst an der Bremsscheibe einspannen will und, nach meiner sofortigen Intervention, der Versuch an der Felge schiefgeht (Gott sei Dank ist sie schon krumm und hässlich…), kehre ich nass geschwitzt und frustiert zur Tankstelle zurück.

    Dort finde ich Mike…
    …in angeregtem Gespräch mit Howard, einem Amerikaner, seit vielen Jahren in Panama, selbst begeisterter Motorrad-Fahrer und bereit, mich mit seinem Pickup nach Panama City zu bringen um dort den Reifen in einer ihm bekannten Werkstatt wechseln zu lassen.

    Nix wie los, wir kommen zur durchaus grossen Werkstatt, alles ober lateinamerikanisch-super-zäh, Hilfsbereitschaft null, halbe Stunde warten und dann mit Schnauze voll und fünf Dollar für den Monteur, neben der offiziellen Rechnung von 16 Dollar fuer den Reifenwechsel, das Ganze auf fünf Minuten beschleunigen.



    Engel können auch schon mal Howard heissen…

    Der Weg zurück zu Mike und den Mopeds kostet uns im beginnenden Feierabendverkehr eine weitere Stunde. Alles wieder zusammenbauen, Howard sammelt uns ein.



    Heute schon meine dritte, aber Mike´s erste Überquerung der “Puente De Los Americas”.



    Howard führt uns zum B&B Canal Inn, nahe der Brücke und auch seines Anwesens. Wir sind noch beim Abladen der Motorräder, als er schon wieder auftaucht und uns noch schnell ein Six eiskaltes Panama-Bier in die Hand drückt…

    Der Gute holt uns auch zwei Stunden später wieder ab, eine geführte Tour duch das nächtliche Panama vom Feinsten, Ratschläge für den weiteren Aufenthalt…, auf Mexikanisch sagt man: “Feos, pero con suerte!”











    Mittwoch 12.02.2014



    Um acht Uhr früh sind es schon über dreissig Grad. Wir schlängeln uns durch den aufgeregten Morgenverkehr wieder zur Reifenbude um auch den Hinterreifen zu wechseln.



    Wenigstens hat das gestrige Schmieren geholfen, kostet per Rechnung zwar wieder 16 USD nur fürs Montieren, Aus-Und Einbau mache ich, aber nach zwanzig Minuten rollen wir schon wieder.







    Erstes Ziel sind die drei Inseln Naos, Perico und Flamenco, durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Hier sollte sich eigentlich tummeln was gut und teuer ist, aber es ist so gut wie kein Betrieb. Schöne Boote und Schiffe dümpeln in der Bucht, hervorragende, grosszügig dimensionierte Restaurants sind menschenleer.
    Zurück in der Stadt suchen und finden wir auch zuletzt die Auffahrt zum Cerro Ancón.







    Von hier hat man einen hervorragenden Blick über die Stadt und die Kanaleinfahrt der Pazifikseite.
    Anschliessend wollen wir es uns in der Altstadt gut gehen lassen und wenden uns via Casco Viejo.






    Aber,…Erstens kommt es anders… und Zweitens, als man denkt.

    Es ist kurz nach Mittag. Kaum geparkt und losgelaufen, klingelt das Telefon. Alejandra ruft vom Flughafen Mexiko City an. In einer Stunde soll ihr Flug nach Panama starten, man weigert sich jedoch ihr eine Bordkarte auszustellen, da sie kein Rückflugticket vorweisen könne.
    Unsere schnellste Variante für ein Ticket ist die Buchung über meinen Expedia-Account. Der Computer liegt drei Kilometer entfernt im Hotel. Dorthin oder Internet-Café suchen?
    Da Ale es nochmal mit den Importdaten des Motorrads nach Panama probieren will, entschliessen wir uns zum Hotel zurückzukehren. Im Mittagsverkehr verlieren wir fast eine halbe Stunde, ich bin nervös, Ale ruft nicht an…
    In unserer Unterkunft stelle ich umgehend Arbeitsbereitschaft her.
    Endlich der Anruf, der geplante Flieger um ein Uhr nachmittags ist bereits zu.
    Um drei Uhr geht der Nächste. Ale´s Daten für einen 400 USD-Rückflug Panama – Bogota – San Salvador – Mexiko City habe ich schon im Rechner.
    Keine weiteren Experimente, für 35 USD noch eine Reiserücktrittsversicherung drauf und ab die Luzy.
    Eine halbe Stunde später der erlösende Anuf: Boarding Pass ok, Gepäck eingecheckt, Ankunft Panama 20:08…



    Draussen ist es zu heiss um nochmals loszuziehen, wir verbringen den Rest des Nachmittags in unserer Pension.
    Um 20:00 sind wir am Flughafen Tocumen, Ale hat bereits Landung gemeldet, trotzdem dauert es eine weitere dreiviertel Stunde bis sie endlich auftaucht.



    Im Hotel abladen, etwas essen, erzählen, schnell ist Mitternacht.



    Donnerstag 13.02.2014

    Touri-Tag! Es gibt zwei Touri-Bus-Runden in Panama Stadt, die eine raus zu den Inseln, zum Kanal und zum Fischmarkt nahe Casco Antiguo, die andere durch Panama Viejo, Hochhäuser und Parks.



    Unser B&B befindet sich strategisch günstig zu den Haltestellen der Kanal-Route. 29 USD kosten 24 h “Hop on – Hop off”, aber wer beide Routen an einem Tag machen will, muss den ersten Bus der Kanal-Route erwischen.










    In Miraflores aussteigen und für 15 USD während einer Stunde zwei Schleusendurchfahrten sehen , danach weiter, in der Stadt um ein Uhr nachmittags die Linie wechseln und weiter. Die Stadt-Tour wird uns recht bald langweilig, wir steigen am Hotel Riu aus und nehmen ein Taxi für 5 USD zum Fischmarkt nahe Casco Antiguo.



    Hervorragende Ceviche und Marisco-Coctails, serviert in Einwegbechern für zwei bis zweieinhalb USD, ein Bier – ein USD…, wir schaffen Reserven…









    Ein Spaziergang durch Casco Viejo, Vieles bereits sehr schön restauriert, aber auch noch jede Menge zerfallener Gebäude.
    Auf dem Weg mit dem Taxi zurück zu unserer Pension, wird deutlich, wie nah auch hier, wie vielfach in Latein-Amerika, Tourismus, historische Altstadt und aufwändige Restauration an elende Quartiere und Armut grenzt.

    Trotzdem…,Panama hat was…!!!

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    Standard

    #70
    Kein Boarding Pass, weil kein Rückflugticket? Was geht das die Fluggesellschaft an, wie man wieder und ob man überhaupt zurückkommt?
    Das scheint mir eine etwas defizielere Ausprägung der Bakschisch-Mentalität zu sein.

    Weiter viel Spaß.


 
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