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Mit BMW 6-Zylinder durch die Eifel nach Luxemburg

Erstellt von Herbert_s41, 31.10.2010, 01:48 Uhr · 8 Antworten · 1.830 Aufrufe

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    Standard Mit BMW 6-Zylinder durch die Eifel nach Luxemburg

    #1
    Das Land zwischen Erft und Ahr war nur ein Bruchteil dessen, was wir heute als „Die Eifel“ bezeichnen. Das Land zwischen Mass, Mosel und Rhein nannte sich früher Arduenna. Die Bezeichnung Eifel breitete sich immer weiter aus und gilt heute für ein Gebiet von mehr als 5000 Qkm. Wir Beiker nennen „Die Eifel“ auch Landschaft der Traumziele.

    In diesem Land war ich (R1200GS ADV) am Samstag mit meinem lieben Freund Klaus (R1150GS) aus Mayen u. einem weiteren Bekannten
    (R1200GS) aus dem Rheinland unterwegs. Es war unsere Abschlußfahrt für das Jahr 2010. Nun sind die Strassen wieder frei von uns Bruchstrichfahrern.

    Unsere Motorradtouren durch die Eifel und Luxemburg sind immer was Besonderes. Ob durch das einmalige Hochmoor des Hohen Venns, durch das größte geschlossene Rotweingebiet Deutschlans oder zwischen den geheimnisvollen Kraterseen, den Maaren, hindurch. Stets begegnen wir dort interessanten Überraschungen. Selten erlebt man ein solches Farbenspiel wie im Frühsommer und Herbst, wenn das Gold der Ginster blüht oder die Laubwälder die Blätter färben. Wenn die Äcker gepflügt und die Felder neu bestellt, zieht der Geruch der frischen Erde in den Helm, dann genießen wir ein Fest der Sinne.

    Am Samstag (gestern) waren wir den kurvigen Landstrassen folgend aus der Eifel zur Mosel Richtung Luxemburg unterwegs. Immer wieder fällt der Blick auf glasklares Wasser, das zwischen Wiesen und dichten Wäldern hindurchrauscht. Zwischen hoch aufragenden Felstürmen u. mächtigen Burgen wartet der Südwesten der Eifel auf uns entdeckungsfreudige Homosapien.

    Es ist ein Leichtes, auf dem Marktplatz und den umliegenden Bistro´s von Echternach mit anderem Bikern ins Gespräch zu kommen. Im Sommer treffen wir hier meistens recht buntes Volk und an diesem Wochenende ist in der Stadt nicht allzu viel los. Wir ruhen uns bei einem Capuccino und einer Süßspeise kurz aus, und bald sitzen wir wider auf unseren Biks.






    Nach einem kurzen Tankstopp, zum Preis von 1,14 Euro je Liter Super, bietet sich bei bedecktem Himmel an, den Sandstein an uns vorbeirauschen zu lassen. Wir halten uns an das Schild „Larochette“. Nur wenig später erreichen wir das romantische Örtchen und rollen durch die Dorfmitte. Nett sieht es hier aus. Die Cafes sind gut besucht, jedoch sind die Außentische alle zusammengestellt und bereits Winterfest zugedeckt. Von oben wacht die alte Burg über das Dorf.





    Auf der breiten N14 geht es weiter nach Diekirch.





    Was bietet sich als nächstes an, als hier der Regen einsetzt, wir kehren bei einem Metzger ein und sorgen für die Zwischenmahlzeit.

    Danach fahren wir über Dasbourg zurück nach Old-Germany und weiter über die Landstrassen Richtung Tondorf und ab hier über die Autobahn nach Köln, Klaus ist von Tondorf über die Landstrasse nach Mayen zurückgefahren.

    Nun können wir wieder ein ereignisreiches Bikerjahr abschließen und mit den Tourplanungen für 2011 beginnen.

    Hier noch einige
    Bilder vom heutigen Tag.

    Gruß, Herbert

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    #2
    Wenn ich die Bilder sehe bekomme ich schon ein wenig Sehnsucht. Solche schmucken Plätze und Städtchen gibt es hier nicht. Selbst im Regen sieht es noch schoen aus.

    Danke für die guten Gedanken!

  3. Registriert seit
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    #3
    ..hallo Herbert,

    war ja logisch.

    Dein Reise in Wort und Bild mal wieder was ganz feines!

    Danke fürs zeigen.

    Viele Grüße
    Michael /mimoto

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    #4
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Bilder sehe bekomme ich schon ein wenig Sehnsucht. Solche schmucken Plätze und Städtchen gibt es hier nicht. Selbst im Regen sieht es noch schoen aus.

    Danke für die guten Gedanken!
    Hallo Peter,

    danke!

    Motorräder nach Singapur einzuführen ist nach meinen Informationen nicht so einfach. Das Motorrad muss blitzblank geputzt sein und im Anschluss strenge Quarantäne-Untersuchung bestehen, was aus meiner Sicht schon unmöglich ist.

    Dafür gibt es jedoch für eine besondere Art des Motorradreisens mögliche Abenteuer zu erleben. Ob Nachmittagstouren möglich sind ist mir unbekannt, daher würde ich mich freuen, von Dir hier einiges über Singapur und seine Bikerlandschaften zu erfahren.

    Gruß aus Köln
    Herbert

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    #5
    Das Einführen eines Motorrades nach Singapur ist nicht so schwierig. Das Motorrad soll insgesamt sauber sein, man sollte Ölflecken unter dem Motor entfernen und den groben Dreck auch unter den Schutzblechen (sprich Erde, falls vorhanden). Wie oft im Leben zählt der erste Einruck. Wenn Fahrzeug und der Fahrer einigermaßen adrett aussehen, dann wird eben auch nicht sooo genau geguckt. Der Beamte will ja im Grunde nicht auf dem Boden rumkriechen ... wenn man ihm nicht gute Gründe dafür liefert. Diese Art von Kontrolle habe ich wesentlich strikter bei der Einfuhr nach Australien erlebt. Da muss das Moped Showroom Kondition aufweisen. Was aber in Singapur wirklich lästig ist, das ist der Papierkram zur Einfuhr.

    Der Verkehr ist dicht, die Höchstgeschwindigkeit auf den Schnellstrassen 90 kph, 100 wird gerade so toleriert. Kontrollen sind nicht häufig aber wenn man erwischt wird, dann wird's teuer. Außerdem gibt es die Bonuszeit. Zwei Monate (Nov + Dez) in dem man für jeden Fliegenschiss ein Ticket haben kann.

    Komplette Schutzkleidung nicht möglich, es sei denn man mag es gegart zu werden. Handschuhe, Helm (Klapphelm, damit man an der Ampel mal ein wenig zum Luft schnappen kommt), eine winddurchlässige Jacke aus Meshmaterial, und leichte Boots oder Stiefel müssen reichen. Eigentlich ist damit ist das lokale Soll auch schon 500 % übererfüllt. Die meisten fahren hier mit T-Shirt, ohne Handschuhe. Protektoren-Badelatschen sieht man allenthalben. Die Girls sitzen fast alle mit nackigen Beinen und schulterfreiem Top hintendrauf. Mein BMW Airflow Anzug ist eine kleine Sensation, die man aus dem Augenwickeln beobachtet.

    Ueber die Rücksichtslosigkeit zu der in Deutschland gerne klagt wird kann ich hier eigentlich nur lächeln. Sicher ist der Verkehr wesentlich geordneter im Vergleich zu den allermeisten anderen asiatischen Ländern. Und doch fehlt es zur deutschen Art Rücksichtlosigkeit noch ein gewaltiges Stück. Sowas wie Anteilnahme am Geschehen oder Voraussicht sind unbekannt. Im Prinzip gilt wer dreister und groesser ist hat Recht.

    Positiv muss man hervorheben, dass fahren zwischen den Fahrspuren (auf dem Mittelstreifen) zwar offiziell nicht legal ist, aber gängige Praxis und auch recht gut klappt. Autofahrer wissen, wie Motorräder so 'rumfahren und stellen sich drauf ein, ja man ist froh, dass nicht nicht noch mehr Verkehrsraum aufgebraucht wird. Ebenso in Ordnung ist an der Schlange vorbei und ran an die Ampel in die vorderste Reihe.

    Ein Problem für mich sind die Dieselfahrzeuge. Ich weiß nicht wie die das schaffen aus Diesel so viel Russ zu produzieren. Aussderdem sind die Auspuffe bei fast allen schweren Fahrzeugen nach unten seitlich raus. Wenn man daneben steht, dann befindet man sich in einem Strahl so etwa wie einen laufenden Heissluftherd bei 270 Grad aufmachen, in dem gerade eine Plastikschüssel verkohlt. 2 Minuten neben dem Linienbus an der Ampel, und man braucht eigentlich mal schnell eine Mund-zu-Mund Beatmung. Zur positiven Seite: Mit der Zeit bekommt man raus wo man besser nicht stoppt.

    Motorrad fahren macht im hier deutlich weniger Spass wie in Deutschland. Ist aber immer noch besser, als in der Kiste zu sitzen. Wenn ich Spaß am fahren haben will muss ich nach Malaysia.

  6. Registriert seit
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    #6
    uups, sollte man vielleicht separat behandeln ...

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    #7
    Hallo Peter,

    vielen Dank für deinen Ausflug in eine andere Welt.

    Gibt es einige Bilder dazu?


    Gruß, Herbert

  8. Registriert seit
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    #8
    Will mal schauen was sich machen lässt.

    Ich möchte auf keinen Fall abschrecken. Singapur ist eine Reise wert, und könnte auch in dem einen oder anderem Aspekt ein Lehrbeispiel für Deutschland sein. Aber generell Asien (und China) als Zukunft zu proklamieren und aufgrund dessen Ressourcen aus Europa abzuziehen, dass ist aus meiner Sicht schon ein dicker Hammer. Wenn das wirklich die Zukunft ist, na danke.

  9. Registriert seit
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    #9
    Hallo Herbert,

    vielen Dank für den schönen Bericht mit Bildern. Ich wollte erst gähnend abwinken....hab ihn aber gottseidank doch gelesen!
    Wenn man,wie ich, ständig dort irgendwo unterwegs ist, geht einem doch der Blick für manche Details verloren.
    Deine Sichtweise hat mich nun wieder aufmerksamer gemacht
    Gut und weiter so!!!
    Sonnige Belgistan-Grüße von petra


 

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