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Reise ab Thessaloniki, über die Türkei nach Kos, Rhodos und über Athen zurück

Erstellt von paulsky01, 22.09.2016, 11:35 Uhr · 1 Antwort · 720 Aufrufe

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    Standard Reise ab Thessaloniki, über die Türkei nach Kos, Rhodos und über Athen zurück

    #1
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    Es ist zwar schon mehr als ein viertel Jahr her, da ich aber selbst hier so gerne Reiseberichte lese, möchte ich euch unseren Reisbericht auch nicht vorenthalten, wenn mit Sicherheit auch nicht so detailliert wie manch anderer Bericht hier. Alle Fotos nur mit dem IPhone gemacht, was ich im Nachhinein etwas bereue, aber es war auch einfach kein Platz mehr für Kamera usw. da. Auch auf dieser Reise hatten wir wieder viel zu viele Klamotten mit, aber bekanntlich nimmt man auf jede Motorradreise immer weniger mit.

    Tag 1: Hamburg-Thessaloniki
    Los ging unsere Reise nach Griechenland am 05.05.16 nachmittags per Flieger ab Hamburg nach Thessaloniki, nur mit Handgepäck, was ein Luxus!

    Vor dem Abflug waren wir noch ganz entspannt bei Hensler und Hensler am Hafen, wenn man wie meine Freundin und ich auf Sushi steht, ein Genuss und sehr zu empfehlen!

    Das Motorrad hatte ich samt komplettem Gepäck und Motorradbekleidung ca. eine Woche vorher aufgrund von Schneefall und Frost mit dem Hänger von Bremen zur Spedition nach Hilden gebracht. Von der Dauer eine halbe Weltreise, aber anderes Thema.

    Abends in Thessaloniki angekommen sind wir direkt mit dem Taxi zu Florian gefahren, einem Couchsurfer, der seit einigen Jahren mit seinem Freund in Thessaloniki wohnt. Er hatte uns einige Monate zuvor in Bremen schon einmal besucht und wir waren sofort auf einer Welltenlänge. Die Wiedersehensfreunde und Gastfreundschaft war toll, es wurde natürlich griechisch gekocht und mit einem traumhaften Blick auf den Hafen haben wir den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen.

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    Tag 2: Thessaloniki-Alexandroupolis
    Gegen 8 Uhr aufgestanden, noch in Ruhe mit Nando und Florian gefrühstückt und dann mit dem Taxi zur Spedition. Der Taxifahrer war entweder verwirrt, oder er kannte sich wirklich nicht aus. Die Fahrt, die eigentlich nur 20 Minuten dauern sollte, dauerte über 45 Minuten. Nach mehrfachen Anrufen bei der Spedition, in der Taxizentrale usw. haben wir dann endlich die Lagerhallte samt Büro gefunden. Fair war allerdings, dass der Taxifahrer mit 25 € einverstanden war, obwohl sein Taxameter an die 50 € zeigte.

    Also kurz für die Bestätigung der Abholung ins Büro und dann ganz in Ruhe umgezogen und Handgepäck verstaut. Gestartet sind wir dann gegen 10:30 Uhr, kurz an der örtlichen Tankstelle noch Wasser und Sprit (Normalbenzin) gebunkert und dann ging es auch schon los. Anfangs sind wir trotz Navi mehrmals im Kreis gefahren und haben locker eine Stunde verloren. Es war gar nicht so einfach aus dieser großen Stadt heraus zu kommen.

    Dann auf die Autobahn und später Landstraße Richtung Kavala, an den Seen Limni Koroneia und Limni Volvi vorbei. Wie wurde uns vor der Reise Angst über die Straßenverhältnisse in Griechenland gemacht. Alles völlig unberechtigt, mit Sicherheit gibt es auch schlechte Straßen, aber die Autobahnen und Landstraßen sind in gut fahrbarem Zustand, mit einer Eduro auf jeden Fall locker. Auf der Autobahn fährt kaum ein Mensch (Maut, heute gesamt 3,40 € für rund 100 km), doch auch die ist landschaftlich zum Teil sehr schön zu fahren, besonders wenn man zwischendurch mal Kilometer reißen will.

    Gegen 12:30 Uhr waren wir in Kavala und genossen unser Mittagessen mit Blick direkt aufs Meer. Dort gab es für sage und schreibe nur 13,50 €: 1xBier 0,4 l, 1xSprite 0,3 l, 1xKäsecreme, 1xfritierte Zucchini, 1xSuflaki und Brot. Wir haben ungläubig zwei Mal nachgerechnet, aber die Preise stimmten mit der Mittagskarte überein. Kein Wunder, dass die umliegenden Restaurants an einem Freitagmittag so gut besucht waren.

    Weiter ging es dann überwiegend über Landstraßen, zum größten Teil immer am Meer entlang. Außer, dass wir einmal den Tank bis auf 0,4 l leer mangels Tankstelle leer gefahren haben und mir fast ein streunender Hund ins Bein gebissen hat, keine besonderen Vorkomnisse.

    Obwohl… Kurz nach der endlich gefundenen Tankstelle kam plötzlich eine große Baustelle, die Straße war von einem Fluss unterspült und die Ausweichstrecke führte über Riffelblech durch den Fluss. Ungläubig abgestiegen, den Fluss angeschaut, kurz über das Umdrehen nachgedacht und dann doch verworfen. Von vorne kam ein Auto und fuhr Problemlos durch, konnte also nicht so schwer sein. Also beide wieder aufgestiegen und langsam durch, ging besser als gedacht.

    Landschaftlich waren wir extrem geflasht und das Wetter war auch sehr angenehm warm, aber nicht zu heiß.

    Gegen 18 Uhr waren wir im vorher gebuchten Hotel in Alexandroupolis. Der Page war sehr verwundert, was wir alles von einem Motorrad abgeladen haben, aber mit jedem Tag der Reise lernt man dazu...

    Gefahren: 358,6 km

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    #2
    Tag 3 Alexandroupolis-Ayvalik
    Früh aufgestanden und beim reichhaltigen Frühstück im Classical Egnatia Grand Hotel gut gegessen. Nach dem Frühstück noch kurz am Strand gewesen. Bei gut 23 °C aufgesattelt und dann los Richtung türkische Grenze. An der Stadtgrenze noch einmal getankt und bei Lidl etwas Proviant in Form von zwei Bananen, Blätterteigtaschen (süß und mit Feta) und Wasser eingekauft. Von dort dann um 10 Uhr zur Grenze.

    Mit einem leicht flauen Gefühl im Magen zur Grenze. Findet man doch die wildesten „Erfahrungsberichte“ bzw. ich habe gehört, dass es so und so sein soll im Internet.

    Lange Rede kurzer Sinn, der Grenzübertritt verlief völlig problemlos und die insgesamt vier Kontrollen dauerten insgesamt nur eine gute halbe Stunde. Die Beamten an der Grenze waren freundlich zurückhaltend und es hat sich auch keiner der schwer bewaffneten Soldaten daran gestört, dass ich an der Autoschlange vorbei gefahren bin um nicht länger in voller Montur in der Sonne warten zu müssen.
    Was man wissen sollte!

    Die grüne Versicherungskarte und Fahrzeugschein im Original plus Reisepass sind absolut elementar. Fehlt eines der genannten Dokumente, keine Einreise. Ist einer der Personen auf dem Motorrad nicht auch gleichzeitig Fahrzeughalter, benötigt man eine Bestätigung des Halters, dass man das Motorrad auch in die Türkei einführen darf. (war bei uns nicht der Fall)

    Wichtig ist, dass die Versicherung auch in der Türkei gilt, viele Versicherungen schließen die Türkei aus, oder es ist nur der asiatische Teil der Türkei mitversichert. Ich habe mir von meiner Versicherung auch noch eine Versicherungsbestätigung mit Umfängen usw. in englischer Sprache ausfertigen lassen, gebraucht habe ich es nicht. Man erhält bei der Einreise einen Zettel, der im Pass befestigt wird, worauf vermerkt wird, wann man mit welchem Fahrzeug eingereist ist, dieser Zettel wird bei der Ausreise wieder eingesammelt. Verliert man diesen Zettel, hätte es zur Folge, dass das Fahrzeug verzollt werden muss. Ist man erst mal in der Türkei, kommt etliche Kilometer nichts als Felder auf denen Wasser steht. Dann die E84 Richtung Kesan und weiter zum Teil auf der E87.

    Kurze Mittagspause um 13 Uhr am Fischerörtchen von Adilhan mit Blick auf die vorgelagerten Inseln. Spontane Entscheidung, gute Entscheidung! Auch wenn die Einheimischen uns auf dem Weg dorthin etwas komisch angeschaut haben.
    Beim alten Troja, sind wir kurz abgebogen, haben uns aber aufgrund des Gepäcks und der vielen Busse dort zur Weitefahrt entscheiden, schließlich waren es schon über 25 °C.

    Weiter am Meer entlang auf und neben der E87 in grobe Richtung Gallipoli und später Canakkale mit wunderschöner Landschaft. Etwas am Hahn gedreht um die nächste Fähre von Kilitbahir nach Canakkale zu bekommen, um nicht zwei Stunden warten zu müssen. Die Überfahrt hat eine gute halbe Stunde gedauert, wieder wurden wir ungläubig angeschaut, besonders als ich Getränke holte und meine Freundin alleine am Motorrad stand. Auf dieser Fähre gehörte es übrigens zum Service, dass alle Windschutzscheiben der Autos gereinigt wurden. Uns hat leider keiner gefragt, obwohl das Windshield auch schon recht staubig war.

    Weiter die E87 entlang bis nach Ayvalik unserem Tagesziel. Hotel gesucht, nicht gefunden. Nochmal erneut in die Stadt rein, in der gleichen Straße gelandet. Die so steil war und mit Steinen gepflastert, dass ich am Ende der Straße kaum noch drehen konnte und fast umgefallen wäre. Hier konnte kein Hotel sein und wenn es in diesem herunter gekommenen Viertel sein sollte, dann wollen wir hier nicht schlafen.

    Also weiter fahren! Nach einer guten Stunde weiterer Fahrt stellen wir fest, dass Hotels hier sehr rar sind. Also befragen wir mal das Handy, was uns sagt, dass wir entweder wieder zurück fahren müssen, oder mindestens noch 1,5 h in Richtung Izmir fahren müssen. Da es aber mittlerweile schon weit nach 17 Uhr ist, entschließen wir uns die 40 km zurück zu fahren und das bereits gebuchte und bezahlte Hotel noch einmal zu suchen.

    Um 18:30 Uhr finden wir unser Hotel Cunda Labris. Des Rätsels Lösung: In Ayvalik gibt es zwei Mal die gleiche Straße. Einmal auf dem Festland und einmal auf einer Halbinsel, wo es diverse andere Hotels und Restaurants gibt, wie wir später feststellen.

    Hotel super gut, mit nur wenigen Zimmern. Dürfen das Motorrad auf einem abgeschlossenen Parkplatz parken. Die Dame an der Rezeption spricht nur wenig Englisch, gibt uns aber eine Empfehlung für das Abendessen am Hafen. Wir essen griechischen und türkischen Käse vorweg, zum Hauptgang gibt es ein Glas Rotwein und ein Radler (0,75) gegrillten Oktopus und frischen Fisch in Johgurt-Sauce, zum Nachtisch eine Art Frischkäse mit Kirschsauce Nüssen, extrem lecker. Wir zahlen dafür 110 TR (32,11 €).

    Durch die leichte Irrfahrt und die Hotelsuche sind wir heute 436 km gefahren.

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