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Reisebericht: 3 Wochen mit dem Motorrad in Süd-Frankreich

Erstellt von boro, 09.01.2013, 18:40 Uhr · 23 Antworten · 14.358 Aufrufe

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    Standard Reisebericht: 3 Wochen mit dem Motorrad in Süd-Frankreich

    #1
    War 2010 mit 2 Freunden aus dem Banditforum (Götz "Plattfuß" und Alex "_Alex_" für 3 Wochen auf Motorradurlaub in Frankreich.
    Obwohl keine BMW bei der Reise dabei war, möchte ich Euch mit diesem kleinen bebilderten Reisebericht teilhaben lassen.

    Das war einer der schönsten, wenn nicht sogar der schönste Motorradurlaub bis jetzt.



    Viel Spaß beim lesen.





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    Vorwort

    Der Plan ist, dass es keinen Plan gibt. Keine Vorgaben wann wir wann wo wie sein müssen oder welche Strecken wir fahren. Keinen selbst auferlegten Druck irgend etwas zu machen oder erreichen zu müssen.
    Wir entscheiden abends wo wir übernachten, ob Hotel oder Campingplatz und morgens schauen wir, welche Strecken wir fahren. Wenn wir keine Lust mehr haben, fahren wir weiter.

    Wie gut diese Entscheidung war, zeigte sich gleich am 1. Tag........


    Tag1 -Elsass, Jura-



    Der Tag ist schnell erzählt. Wir haben uns um 8:00Uhr in Stuttgart-Zuffenhausen getroffen.
    Ich kam gleich mal 5min zu spät (bin sonst immer pünktlich). Das fängt ja gut an.
    Der Stuttgarter Berufsverkehr hat mich für 10km ganze 35min brauchen lassen.

    Danach ging es über Autobahn bis Baden-Baden. Bei Iffezheim die Grenze nach Frankreich überquert und durch das Elsass gefahren. Dort sind wir über etliche Cols in Richtung Jura.


    Gedenkstätte KZ Struthof
    Struthof


    Mehr Bilder gibt es von diesem Tag leider nicht. Es war grau und ab nachmittags hat es angefangen stark zu regnen. So haben wir die angedachte Route abkürzen müssen und haben uns in ein Hotel geflüchtet.

    Wir haben im schäbigsten Zimmer übernachtet, an das ich mich erinnern kann. Naja, dafür war es preiswert. 17€/Person. Das Abendessen war okay. Mehr möchte ich eigentlich auch nicht über die Hütte schreiben.


    Tag 2 -Jura, Vercors-



    Hätten wir einen Plan gehabt, wäre er spätestens heute vorbei gewesen. Die Idee war, dass wir einen Tourtag durch das Jura machen. Es war aber schlechtes Wetter für die Region voraus gesagt.
    Also haben wir uns auf den Weg ins Vercors gemacht.


    Jura


    Vercors

    Übernachtet haben wir in einer kleinen Ortschaft. 5 Häuser, davon ist eins eine "Gite de Etappe" Unterkunft.



    10€/Person. Also noch preiswerter als gestern, dafür noch weniger Luxus.


    Unser Schlafsaal

    Als Abendessen gab es lecker Lasagne und italienischer! Wein. Der Chef der Unterkunft ist aus dem Piemont.




    Abends wurde das Wetter sogar sehr gut.


    Auf dem Friedhof sind mehr Gräber als das Dorf Einwohner hat




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    Tag3 -Vercors, Haute Alpes-




    Auch für diesen Tag war für das Vercors schlechtes Wetter voraus gesagt. Aber im Süden von Frankreich sollte es gut werden.
    Also dann mal die Mopeds gesattelt und Generalkurs 180°.

    Aber halt: Ohne eine kleine Runde durch den Vercors geht es dann doch nicht. Dieses Gebiet ist viel zu schade um einfach geradeaus durch zu fahren.




    Vercors


    Pont-en-Royans


    Combe Laval

    Die Combe Laval war gesperrt. Wir haben kurz überlegt, ob wir es es trotzdem probieren dieses Sahnestück zu fahren. Haben es aber dann gelassen und drehten nach dem Aussichtspunkt wieder um.


    Col de Rousset
    Ein affengeiler Fahrspaß ist dieser Pass.

    Ansonsten war wie bei meinem letzten Vercors Besuch: Sehr viele Straßen gesperrt. Hilft alles nichts, ich muss dort nochmal hin. ;-)



    Weiter ging es im weiteren Verlauf über den Mont Ventoux.



    Der Berggipfel des Mont Ventoux lag leider in den Wolken, hätte gerne den Turm photographiert.





    Unser Ziel an dem Tag war der Campingplatz in Seyne les Alpes:
    http://www.campinglesprairies.com/de...-activites.htm

    Ein sehr schöner Platz und ein Tipp von mir. Ich möchte sehr gerne etwas Werbung für diesen Platz machen.


    Der Ort bietet alles was man so braucht:
    Restaurants, Kneipen, 2 große Supermärkte, Geldautomat und sogar ne Tankstelle, bei der man mit deutscher EC Karte (mit Chip!) am Automat zahlen kann.

    Der Campingplatz ist ca. 1km vom Ort weg. Den Platz hatten wir ausgesucht, weil im ADAC Campingführer die Sanitäranlagen 4von5 Sternen bekommen haben. Uns war das wichtig.

    Und der Platz überzeugt nicht nur bei den Scheixxhäusern sondern auch sonst.
    Schöne Stellplätze, alles sauber und gepflegt, Rasen, Stromanschluss.

    Als wir angekommen sind, hat uns die Chefin gleich einen Platz angeboten, wo es einen Tisch und Bänke gab. Sie meinte, das wäre für uns ideal. Und sie hatte Recht!


    Der Platz hat auch fertige Grillplätze. Das ist auch super. Da haben wir gleich mal an 2 Tagen gegrillt.



    Mein Platz, mein Moped, mein Campinggeraffelsack :mrgreen: und mein Zelt:





    Banditforum Smilito und Götz



    Fussball WM und Bier vom Fass.

    Als Ausgangsort für schöne Touren ist der Platz auch sehr ideal.
    Wir sind 4 Nächte geblieben. War schön dort.

    Das einzige Manko war, dass es Nachts dort arschkalt war. Ca. 5°C werden im Sommer-Schlafsack (Komfort bis 12°C) recht zapfig.
    So war dann auch morgens Neuschnee auf den Bergen zu sehen:


    Dafür war es tagsüber aber dann sehr schön und zum Ende unserer Tage dort richtig prima:



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    Tag4 -Grand Canyon du Verdon-





    Tagesausflug von Seyne zur Verdonschlucht. Habe sehr viele Bilder gemacht, die meisten habe ich wieder gelöscht.
    Auch heute war das Wetter nicht so, dass schöne Photos raus kommen konnten. Ohne Sonne, kein Kontrast, ohne Kontrast matschige Bilder.
    Dafür hat man aber schön Motorrad fahren können, das hat ja auch was.


    Lac de St. Croix






    steinalt - hochmodern - mittelalt (von links nach rechts)


    Noch was altes. Diesmal altes Gemauer in Aiguines:





    Aussichtspunkt:


    An der Stelle ging es zu wie an nem Motorrad-Treffpunkt.



    Die Verdonschlucht ist doch sehr beeindruckend. Fahren kann man auch schön. Bei uns ging es vom Verkehr.
    War ein schöner Tagesausflug der abends durch lecker Grillen gekrönt wurde.

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    Tag5 -Gammel-


    Der Tag ist schnell erzählt. Es war nachts arschkalt im Zelt. Vormittags waren es 7°C. Ich möchte mir nicht überlegen, wie viel Grad es dann Nachts waren.
    Auf den Bergen rund um den Campingplatz lag Neuschnee, der Wetterbericht sagte Regen voraus...........

    Da war die Entscheidung schnell getroffen: Ruhetag.
    Wir haben uns Seyne angeschaut. Sind im Cafe gehockt und haben bei einer heißen Schokolade die vielen Motorradfahrer angeschaut, die dick verpackt aber trotzdem verfroren Pause machten.
    Ansonsten haben wir am Campingplatz WM im TV angesehen.

    Bilder gibt es keine von dem Tag.

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    Tag6 -Col D'Izoard-



    Sehr schöner Tagesausflug von Seyne über
    Lac Serre Poncon Lac de Serre-Ponçon zum Col D'Izoard.
    Sind den Pass komplett gefahren, haben kurz vor Briancon gewendet und sind wieder zurück.









    Rund um den See kann man toll fahren.



    Das Bild von Götz in action war zwar anders geplant, ist aber dann doch ganz gut geworden.
    Ich habe massive Problem beim photographieren bei bewegten Objekten. Die Bilder werden fast alle unscharf. Da muss ich noch viel üben.


    Auf dem Weg zum Izoard kamen wir in Embrun vorbei. Während Götz und ich das Mittagessen im Supermarkt besorgten, nutze Alex den freien W-Lan Zugang vom MacDoof. Jaja, die Jugend.













    Passhöhe Col D'Izoard



    Ich mag Bilder auf denen meine V-Strom drauf ist.



    Auf der Rückfahrt. Diesmal andere Seeseite vom Serre-Poncon.




    Das war ein richtig geiler Tag mit Riesengroßen Fahrspaß
    Wie kann man so einen Tag noch verschönern? Richtig, mit lecker Grillfleisch am Abend.

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    Tag7 -Pässe, Weltbekannte Schluchten, Cote Azur-



    Es waren sehr schöne Tage auf dem Campingplatz in Seyne. Heute geht es aber weiter auf unserer Reise.
    Die Mittelmeerküste, genauer gesagt die Cote d'Azur, sollte das Ziel sein.

    Den See kennt ihr schon. Lac Serre Poncon:



    Saint Vincent-les-Forts






    Col D'Allos







    Col des Champs


    Weiter ging die Fahrt südlich durch die Daluisschlucht:


    Danach die Cianschlucht wieder Richtung Norden, um dann die D2205 wieder nach Süden zu fahren.



    Auf der Strecke hatte ich dann den 1. großen Schreck der Reise. Ich habe nicht richtig aufgepasst und habe nicht gesehen dass eine Kurve komplett geschottert war.
    Heftiger Vorderradrutscher....., ich dachte gerade dass es mich jetzt gleich vom Bock schmeißt, da ist dann das Hinterrad auch gerutscht.
    Glück gehabt.
    Mehr Aufmerksamkeit war angemahnt.

    Schotter sollte im Verlauf der Reise nochmal eine Rolle spielen. Dazu aber erst in paar Tagen.


    Einquartiert haben wir uns für 2 Nächte auf dem Campingplatz Les Pinedes in Colle sur Loop.
    campingplatz alpes maritimes frankreich CAMPINGPLATZ LES PINEDES campingplatz alpes maritimes vermietung frankreich

    Uns drei hat es dort nicht besonders gefallen..............



    Der Platz ist für die Durchreise okay, länger bleiben wollten wir dort aber nicht. Schöne Sanitäranlagen und nen hübschen Pool hat er aber.

    Die Cote Azur hat uns auch nicht wirklich gefallen.
    So war der Plan auch schnell gefasst, 2 Nächte zu bleiben und dann geht es weiter in Richtung Cevennen.

    Aber zuerst:



    Tag8 -Col de Turini-













    In der Ecke könnte man Strecken fahren, biss man schwarz wird. Ständig geht es hoch, runter, links, rechts.....




    Wir hatten alle an dem Tag keine große Lust zum fahren. Außerdem war es sehr warm.


    Darum haben wir die Tour abgekürzt und sind wieder zum Campingplatz zurück.
    Abends sind wir wie schon gestern ins angeschlossene Restaurant am Campingplatz zum Essen gegangen. War an beiden Tagen lecker.



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    Tag 9 -Pleite, Glück und Panne-



    Wie geschrieben, heute sollte es von der Cote Azur zum nächsten Hotspot der Reise gehen.
    Wir haben uns im ADAC Campingführer, den Platz in Nages am Lac du Laouzas ausgesucht.
    http://www.village-center.fr/midi-py...eumontagne.php

    Für 470km Landstraße sagt TomTom 10,5 Stunden voraus. Da man immer bisschen schneller ist, sollte das auch zu schaffen sein.

    Unterwegs sind wir in einem Ort vorbei gekommen, der paar Tage vorher überschwemmt worden ist. 2 Menschen sollen gestorben sein.


    Im weiteren Verlauf sind wir auf die Cirque de Navacelles gestossen.
    Cirque de Navacelles - Languedoc-Roussillon


    Eine tolle Strecke!

    Leider waren wir spät dran, darum war keine Zeit für mehr Photos. Aber keine Angst, Alex und ich sind die Strecke 2 Tage später noch mal gefahren.
    Warum wir so wenig Zeit hatten, lag unter anderem daran, dass meine V-Strom nach 86.500km auf dem Tacho ihre erste Panne überhaupt hatte:
    Nach einer Pinkelpause, startete auf einmal mein Motorrad nicht mehr, wenn ich auf den Starterknopf drückte. Licht vorne brannte auch nicht mehr.
    2 Tage vorher hatte ich die die absolute Zuverlässigkeit der V-Strom gelobt.

    Das nicht brennen des Lichtes hatte zur Folge, dass mein Navi nicht mehr geladen wurde (Navi hängt an einem Lastrelais, das über das Abblendlicht gesteuert wird). So war dann nach paar Stunden der Akku her.
    Götz übernahm darauf hin die Führung.

    Auf einer kleinen Straße lag nach einer Kurve viel Schotter.


    Götz hat einen Schreck bekommen und zu stark gebremst >> Vorne überbremst >> Rad blockiert >> zack gestürzt.
    Ich war direkt hinter Götz, war zu dicht hinten dran, hab nen Schreck bekommen und auch voll gebremst.

    Bei mir ist aber Dank ABS nichts passiert und ich bin mit viel Glück und regelnden ABS noch am auf der Straße liegenden Motorrad samt Götz vorbei gekommen.

    Ein Hoch auf das ABS. Ich kaufe mir nie wieder ein Motorrad ohne!!!


    Am Motorrad von Götz ist Tacho, Blinker und Spiegel kaputt gegangen war aber fahrbereit.
    Und das wichtigste: Götz war, außer einer Prellung in Schulter und Oberarm, unverletzt.

    So haben wir dann mit 2 waidwunden Motorrädern den Campingplatz doch noch erreicht.


    Am nächsten Tag war dann Reparaturen und Instandsetzungen angesagt....

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    Tag10 -Reparatur-


    Heute waren die Mopeds dran. Es musste eine V-Strom und eine 12er Bandit repariert werden.
    Alex war eine große Hilfe. Er hat die Ruhe und Geduld die mir leider fehlt.

    Eine weitere große Hilfe war mir ein Freund aus dem V-Stromforum, der mir per Handy den entscheidenden Tipp gab, dass meine Probleme an der rechten Schaltereinheit hängt.
    Der Kontakt vom Anlasserschalter war im Plastik eingebrannt und hatte dadurch keinen Kontakt mehr.
    Allerdings dreht der Anlasser auch nicht, wenn man die Kontakte im Schalter kurz schließt.
    Er tippte, dass der Stecker von der Schaltereinheit eine Macke hat.

    Hier noch die Notlösung die durch den Urlaub geholfen hat:

    Licht:
    -Der Kontakt im Startknopf wurde so eingebogen, dass der Stromlauf vom Licht geschlossen war.
    -Schalter wurde so eingebaut, dass der Kontakt auch geschlossen bleibt, wenn man aus Versehen den Anlasserknopf drückt.

    Anlasser:
    -Vom Anlasserrelais habe ich 2 Kabel nach draußen gelegt und dort meine 12Volt Steckdose angeschlossen, die ich sowieso nicht benütze.
    -Mit einer Spitzzange habe dann beim Starten Plus und Minuspol der Steckdose überbrückt und somit gestartet.



    Auf die Idee bin ich selber gekommen. Bin ganz stolz auf mich.


    So war mein Motorrad schnell wieder einsatzbereit.



    Beim Götz ging es auch voran:








    Für beide Reparaturen haben wir doch einiges gebraucht, was man in der Werkzeugtasche bzw. unter der Sitzbank hat.
    Da war das mittlere Programm angesagt. Über 2K Kleber, Metallkleber, Dichtmittel, Panzerband, Stromdiebe, Kabelbinder, Stromkabel.

    Ich würde gerne mal sehen, wie das die Kandidaten machen, die über uns Vielmitnehmer lachen, weil man den "ganzen Scheiss sowieso nie braucht".


    Nachmittags waren die Mopeds wieder bereit. So war dann See angesagt:






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    Tag11 -Cirque de Navacelles-



    Götz hatte Schmerzen in der Schulter. Also bin ich mit Alex alleine los.
    "Cirque de Navacelles"
    Cirque de Navacelles - Languedoc-Roussillon

    Da mir nichts zum schreiben einfällt, nur Bilder von dem Tag.



























    Es war tierisch heiß an dem Tag. 35°C mindestens!
    Als wir wieder am Campingplatz waren, haben wir uns für nonstop 90min in den Pool gelegt.

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    Tag12 -Tarnschlucht zur ersten-



    Götz war heute wieder fit.

    Kaffeepause:


    Ich mag den bitteren Kaffee in Frankreich nicht besonders. Aber ohne geht auch nicht.

    Der Fluss ist die Tarn, die Ortschaft weiss ich nicht mehr.


    War wieder heiß heute. Abends hat es dann auch eine Stunde gewittert.







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    Tag13 -Notwendige Übel-



    Götz brauchte dringend einen neuen Hinterreifen. Der alte hat immerhin 3000km gehalten.
    Und das bei unserem Touri-.......... Tempo. Wahnsinn..das könnte ich mir nicht leisten. Bin froh, dass meine Reifen deutlich länger halten.


    Er hatte heute einen Termin beim Reifenhändler im 70km entfernten Castres.
    Dort sind wir gemeinsam über einen kleinen Umweg hin gefahren.

    War wieder unerträglich heiß an dem Tag. Darum sah das ab Nachmittag so aus:


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    Es waren schöne Tage in Nages. Der Campingplatz ist auch sehr schön. Das Gebiet gab aber zum Mopedfahren nichts mehr her.
    Also ging es weiter. Eigentlich ging es zurück. Heute war der "day of return". Ab sofort ging es wieder nach Osten in Richtung Heimat.


    Tag15 -Fahrt in die Cevennen-





    Neuer Campingplatz wurde ausgesucht:
    Camping Les Sources in St-Jean du Gard
    http://www.camping-des-sources.fr/site.html

    Dort hin habe wir eine schöne gemütliche Route ausgesucht. Bilder gibt es davon leider wenig.





    Kurz vorm Ziel haben wir uns unterstehen müssen und uns vor einem Gewitter schützen. Aber das war dann auch schnell vorbei.

    Die nächsten Bilder sind dann schon auf dem Campingplatz gemacht.






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    Tag15 -Cevennen, Tarnschlucht zur zweiten-


    (Die Route ist von Götz. Alex und ich haben eine etwas längere Rückfahrt gewählt und sind im Norden etwas anders gefahren.)

    Cevennen, wie habe ich mich auf diese Region gefreut. Die Vorfreude war riesig.
    Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Das wurde ein richtig geiler Tag.





    Mont Aigoual





    Gorges du Tapoul


    Alex überprüfte immer öfter seine Profiltiefe:










    Gorges de la Jonta


    Und als absolutes Highlight des Tages:







    Tarnschlucht










    Saint-Chely du Tarn



    Ein richtig klasse Tag war das!!!

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    Tag16 -Solo durch die Cevennen-

    Eine Karte von meiner Tour gibt es nicht. Die tracking software auf meinem TomTom Rider1 hat in diesem Urlaub massive Probleme gemacht. Deswegen habe ich sie irgendwann deaktiviert.

    Götz wollte nur ein kurze Tour heute machen, Alex überhaupt nicht fahren. Der machte sich Sorgen um seine Reifen.
    Also bin ich alleine los. Eigentlich wollte ich viele Bilder an dem Tag machen. Daraus ist nichts geworden. Hat sich einfach nicht ergeben.






    Corniche des Cevennen


    Eine geile Strecke.






    Der Gaul war echt gut. Hat schon als ich ankam sehr interessiert geschaut. Hat sich dann sehr bereitwillig streicheln lassen und ja: Ich bilde mir ein, dass er traurig geschaut hat, als ich wieder weg fuhr.


    Das letzte Bild ist ca. 7km vom Campingplatz weg entstanden. Mir war es so unbeschreiblich heiß. Ich glaube, mir war noch nie heißer in meinem Leben.
    Ich dampfte in den Motorradklamotten und hatte das Gefühl, dass ich mich in einem Backofen befinde.

    Zurück am Campingplatz war ich dem Kollaps nahe, morgen soll es noch heißer werden, da war das Programm für morgen schnell klar:
    Das Motorrad bleibt stehen



    Tag17 -Mit der Bimmelbahn von St.Jean du Gard nach Anduze-













    Heißer Arbeitsplatz




    Es ist ja eigentlich nicht mein Stil fremde Frauen zu photographieren, aber diese junge Dame (die linke ) im Restaurant unseres Campingplatzes war dann doch zu attraktiv um es nicht zu tun.
    Und nett war sie auch.


    Morgen werden wir die Cevennen verlassen und fahren wieder Richtung französische Alpen.

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    Kann hier bitte jemand kurz etwas schreiben ....


    weil sonst muss ich wieder einen 2. Teil anfangen, weil das posting lt. Forensoftware sonst zu lang ist. Das ist doof.

  2. Registriert seit
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    249

    Standard

    #2
    Hey,

    klasse Bericht. In den Gegenden treibe ich mich auch gern rum.

    In den letzten Jahren war ich allerdings nur in den Cevennen, in einer Pension und habe von da Tagestouren gemacht.
    Schön unbeschwert durch die Täler donnern ......... Da bewegt man sich immer im legalen Bereich, schneller als 90 kann man da nicht fahren.

    Ich will mehr .....

    Gruß
    Henning

  3. Registriert seit
    07.08.2009
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    Standard

    #3
    Danke Vtrig!!!
    Jetzt kann es weiter gehen...







    Tag18 -Via Ardeche Schlucht nach Briancon-



    490km Landstraße waren heute angesagt. Und das wieder bei sommerlichen Temperaturen:



    Zuerst ging es an der Ardeche Schlucht vorbei:










    Es kamen noch andere schöne Streckenabschnitte an dem Tag, aber leider keine Bilder mehr.


    Unterkunft haben wir 20km vor Briancon gefunden:
    Camping du Lac La Roche de Rame Hautes Alpes in Provence edge of lake



    Auch ein schöner Platz. Bisschen nah an der Nationalstraße, aber mit modernen Sanitäranlagen. Umringt von Bergen und direkt an einem See:



    Abends sind wir in der Ortschaft essen gegangen. Dort gab es Pizza aus dem Steinofen.
    Ich muss sagen: Das war die beste Pizza seit vielen Jahren. :!: Und das in Frankreich.

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    Drittletzter Tag. Wie kommen langsam Richtung Ende. Endlich wieder Berge Und Täler, Pässe, Kehren, Panoramas.



    Tag19 -Von Briancon zum Furkapass, Erkenntnisse, Erfahrungen-





    Früh aufstehen war heute angesagt. Es warteten 460km auf uns und so manch hoher Bergpass. Um 08:45 hatten wir schon unsere Zelte verstaut und fuhren vom Campingplatz in Richtung Col de Montgenevre nach Italien.
    In Italien sind wir direkt in die 1. Bar und haben 2 Cappuccino getrunken. Aah, das hat so lecker geschmeckt. Das ist was anderes als diese Französenblörre.

    Auf der Straßen war schwer was los. Tausende von Motorradfahrern die das schöne Wetter am Sonntag für eine Tour ausnützen.

    Weiter ging es über Mont Cenis:












    Den Mont Cenis werde ich vermutlich niemals vergessen. In meinen mittlerweile fast 20Jahren Motorrad fahren habe ich noch nie so viele schlechte Motorradfahrer gesehen, wie auf diesem Pass. Das war unbeschreiblich.
    Auf den Geraden waren die alle ganz toll. In den Kurven haben dann aber massiv die Probleme angefangen. Ich kann das gar nicht alles schreiben. Wir 3 haben uns nur darüber gewundert, dass man nicht ständig an nem Unfall vorbei kommt.

    Ich war dort halbwegs geladen. Das wurde auch nicht besser, als so ein Knallkopf gemeint hat mich direkt vor ner Rechtskehre zu überholen. Ich hatte noch paar Meter bis zur Kehre als der an mir vorbei schoss, genau vor mir rein zog und voll in die Eisen stieg um um die Kehre zu kommen.
    Ich habe gerade noch mit einer Gefahrenbremsung verhindern können, dass ich in dieses ......... rein knalle.

    Es ging dann weiter über den Col D'Iseran:






    Da waren auch solche Agenten unterwegs. UNBESCHREIBLICH

    Kleiner Sankt Bernhard:


    Da sind mir auch noch zwei ganz spezielle Helden in bester Erinnerung.


    Dieses ganze Gebiet werde ich ab sofort an Wochenenden meiden. Das steht auf der Sperrliste.


    Am Großen Sankt Bernhard, war dann die Trotteldichte gottlob wieder fast Null.


    Kleine Anekdote noch:
    Vorm Großen Sankt Bernhard war Baustellenampel. Der boro natürlich an der Autoschlange vorbei und auf dem Mittelstreifen hinter den anderen Motorrädern eingereit.
    Ampel wird grün, alles fährt los nur ich Depp würge den Motor ab.
    Einfach starten ist nicht (Anlasserknopf ist kaputt). Das bedeutet Leerlauf, Bremse, Spitzzange aus dem Tankrucksack, Anlasser kurzschließen.
    Die Leute müssen sich gedacht haben, was machte den der blöde Deutsche da.
    Ich habe mich geschämt. Götz und Alex haben sich halb totgelacht.



    Ziel war dann für 2 Nächte mal wieder mein geliebtes Hotel Galenstock auf dem Furkapass in der Schweiz.
    Galenstock: Home


    Der Tag war anstrengend. Ich wundere mich immer wieder, wie es andere schaffen 500km am Tag angeblich nur Pässe zu fahren. Ich schaffe es nicht.

  4. Registriert seit
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    #4
    Tolle Bilder, schöner Bericht. Einiges Bekanntes, einiges Neues, Danke.

  5. Registriert seit
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    #5
    Tag20 -Grimsel, Susten, Pragel, Klausen und Furkapass Runde-




    Eigentlich war ja Stilfserjoch angedacht. Das wäre aber heute zu weit gewesen. Der letzte Tag steckte uns noch in den Knochen. "Ironbutts" werden wir wohl nicht mehr.
    Dann halt eine Runde um den Block.


    Vom Furka Westrampe mit Blick auf Grimselpass:


    Furkapss:


    Mit Rhonegletscher:




    Ich staunte nicht schlecht. Die Schweizer haben mir eine Kehre auf dem Grimselpass gewidmet.


    Sustenpass:




    Nach dem Sustenpass hatte Alex keine Lust mehr mit seinen abgefahrenen Reifen herum fahren und ist wieder zurück zum Hotel.
    Götz ist mit mir noch weiter.

    Urnersee:


    Junge Kuh auf dem Pragelpass:


    Klöntaler See:


    Leider war das Wetter nicht so toll auf dem Pragelpass. So konnte man wenig sehen. Fahrerisch lohnt sich dieser Pass m.E. nicht.

    Er liegt halt geschickt auf dem Weg zum Klausenpass:








    Da hat es auch anderen gefallen.





    Berg Heil!


    Klausenpass Westrampe:




    Furka Ostrampe:


    Hotel Galenstock:






    Chef-Kellner, Chef-Koch, Chef (von li-re)


    Götz und Alex beim Bier in der Sonne:


    Kühe und Kälber:







    War mal wieder klasse im Hotel Galenstock. Da war ich schon mehrmals. Das immer wieder gut.
    Morgen geht es aber wieder nach Hause.

    - - - Aktualisiert - - -

    Tag21 -Heimfahrt-



    Die 2 Tage im Gotel Galenstock waren schön aber halbwegs teuer. Die Schwäche des Euros im Sommer2010 machte es auch nicht besser.
    Macht aber nichts. Der gesamte Urlaub war bei den Übernachtungen erfreulich preisgünstig.

    Für den letzten Tag gibt es nur noch 3 Bilder.

    Furka/Grimselpass:


    Oberhalb der Baustellenampel am Grimselpass wird es düster:


    In den Wolken auf dem Grimselpass war die Sicht schlecht:



    Das war der Reisebericht Frankreich 2010

    - - - Aktualisiert - - -

    -Zusammenfassung-


    -21 Tage, davon 19 Tage gefahren, 2 Ruhetage
    -6150km gesamt (nach Tacho)


    Als ich die Reise im Oktober2009 im Ba-Wü Brett des Banditsforum beworben hatte, habe ich geschrieben:
    Zitat Zitat von boro
    -Tourenplan gibt es keinen, oder nur einen gaaaaaaaaaaanz groben.
    -Ziel ist, was von der Gegend zu sehen und feine Straßen zu fahren
    -Ziel ist NICHT, das ganze Land sehen zu müssen
    -Der Weg wird unterwegs überlegt.
    -Wenn man eine schöne Gegend gefunden hat, bleibt man dort und unternimmt von dort aus Tagesausflüge
    Wenn man weiter will, geht es weiter.
    -Das ganze ohne irgend ein wirkliches Ziel. Wenn die Zeit zum umkehren gekommen ist, kehrt man um :attention_1:
    -Tempo Gemütlich, touristisch mit vielen Photostopps
    So haben wir das auch im Großen und ganzen gemacht und es hat sich meines Erachtens bewährt.

    Ich war letztes Jahr bei der Italien Rundreise (Reisebericht folgt) im Stress. Man musste ständig weiter um den Plan einzuhalten und soviel wie möglich zu sehen.

    Das war dieses Jahr sehr viel angenehmer. Die Transittage waren in Ordnung. Weil man wusste ja, dass man danach wieder paar Tage wo länger bleibt.
    Großes Glück haben wir mit den Campingplätzen gehabt. Die waren alle gut bis ausgezeichnet.
    Wetter war auch sehr gut.


    Streit hat es auch nicht gegeben. Klar, war die Stimmung mal gereizter und es fiel ein genervtes Wort oder paar genervte Sätze. Aber das war immer schnell vorbei.
    Ich kann halt auch mal ne ganz große Zicke sein.


    Fazit:
    Ein sehr schöner Urlaub in einem tollen Land.
    Alle sind wieder gesund und munter zuhause. Und das ist das wichtigste.


    Danke an Götz und Alex für den sehr schönen Urlaub.



    Danke fürs Lesen !!!

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    So mag ich die Winterzeit!
    Sehr schöne Bilder, nett geschrieben! Hut ab!!!

  7. Registriert seit
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    #7
    Vielen Dank für den tollen Bericht und die wunderschönen Bilder!

    Gruß,
    André

  8. kraichgauQ Gast

    Standard

    #8
    wie immer ein genuss,klasse bilder schön geschrieben danke

  9. Registriert seit
    26.01.2005
    Beiträge
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    Standard

    #9
    Schöne Bilder, guter Bericht - das macht Spaß, vor allem im Winter.
    Genau das Richtige, um sich auf das Frühjahr zu freuen und Touren vorzubereiten.
    Danke!

  10. Registriert seit
    17.01.2007
    Beiträge
    8.611

    Standard

    #10
    Moin,

    vielen Dank für die tollen Bilder von bekannten und unbekannten Ecken!


 
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