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Reisebericht Balkan, Türkei, Georgien 2015

Erstellt von kolja, 30.07.2016, 23:16 Uhr · 17 Antworten · 2.163 Aufrufe

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    Beitrag Reisebericht Balkan, Türkei, Georgien 2015

    #1
    Vier Wochen hatten wir Zeit. (Neu-)Gierig wie immer waren wir. 3 Mopeten. GS, TA, AT. Quer über den Balkan ging es. Vorbei an Einschußlöchern in Bosnien, Minenfeldern in Montenegro, Enver Hoxhas Minibunkern in Albanien, ein quirliger Abend am Ohridsee in Mazedonien.

    In der Türkei wieder mal unglaubliche Freundlichkeit gegenüber uns schmuddeligen, wildfremden Motorrad-Hoschis. Allenthalben eingeladen, beschenkt. Eindrucksvolle Landschaften. Kemaliye Tas Yolu. Bayburt-Of-Yolu.

    Und dann unser persönliches Lieblingsland - mittlerweile 3/4x bereist. Georgien, das geile Luder. Kutaisi. Schnuppern an Süd-Ossetien. Shatili und Mutso. Unheimlich viele, neue Eindrücke.

    Hernach nochmal Bulgarien mit Durchfall wie wir ihn zwar von jeder Reise kennen - aber never in dieser Intensität. Tolles Land.

    4 Wochen. Ca. 10.000km. Verglichen mit dem normalen Alltag unglaublich viele Eindrücke.

    Wer ein Stück mitfahren möchte - viel Spaß:

    Reisebericht Balkan, Türkei & Georgien 2015

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    #2
    Schiebe mal passend zu oben vorgehobenen Highlights noch zwei, drei schnelle Bilder nach:

    südl. Vermosh, Albanien




    Kemaliye Tas Yolu, Türkei






    Deriner Stausee, Türkei


    Ovit Dagi, Türkei




    Berge in Süd-Ossetien, Georgien


    Shatili, Georgien
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 600_img_3837.jpg   600_img_3863.jpg   600_img_3875.jpg   600_img_3618.jpg  

    600_img_4180.jpg   600_img_3477.jpg   600_img_3517.jpg  

  3. bug
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    #3
    was für ein Topcase -

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    #4
    Quadratisch, praktisch, gut... Deggel uff, Deggel zu...

    Nicht eben schick, Eigenbau, <100EUR, ca. schulterbreit, üblicherweise max. 4/5 gefüllt (meine gesamte Penneritis inkl. Zelt wiegt 2kg), leichter als ein Koffersystem.

    Kleine Anekdote: Wir treffen vor Jahren auf einer Piste in Georgien ein paar Mopeten. Eine davon auch ne Africa Twin. Rechts und links 45L Koffer. Unten drunter je 5L Kanister. Hinten dran auch noch was. Ganz oben eine 80L Rolle, ne 45er und noch ne dritte kleine. Vorn ein riesiger Tankrucksack + dicke Seitentaschen und an den Sturzbügeln auch noch was verzurrt.

    Kollesch tritt auf mich zu - ich habe nen nicht ausgefahrenen Enduristan-TR drauf (nicht voll) und hinten die Kiste (70L, nicht voll, aber alles dabei) - und fragt: Sach ma, hat die Kiste nicht nen unheimlich schlechten Schwerpunkt?

    Klar - auf jeden Fall! Aber nur ungefähr 1/3 so schlecht wie der Deinige...

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    #5
    Die Aluboxen sind bestimmt sehr praktisch für altgediente Crosser, die gewöhnlich im Sitzen fußeln. Bei euren beeindruckenden Kilometerleistungen braucht ihr auch kaum was anderes als Kradklamotten - Wandertage oder Museumsbesuche waren wohl nicht eingeplant.
    Leider sieht das Ganze aus wie eine Pizzaboten-Expedition, aber bei den Beladungssitten im Zielgebiet fiel das sicher nicht weiter auf.

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    #6
    Für Helm und Klamotten habe ich für den Fall des Falles ein Seilschloß (längs durch Ärmel und durch Hosenbeine) dabei. Die Erfahrung mehrerer Touren gen Osten sagt mir, daß ich das dort überall auch getrost weglassen kann und - ernsthaft - eher noch zusätzlich was daliegt wie - ich zähle real erlebt auf: Flasche Wodka, ein Arm voller Piroggen, Fladenbrot und Käse.

    Die Optik - whuhaahaaaa & schüttel - würd ich diplomatisch als form follows function bezeichnen. Witzigerweise hat sich die Kistengeschichte aus vorher gefahrenen Koffern entwickelt und ist u.A. auch den angesprochenen Kilometerleistungen geschuldet. In unerwartet richtig hartem Gelände hab ich auch schon drüber gekotzt. Mit Koffern wär ich teils gar nicht durchgekommen - respektive Unterschenkel-Aua. Geklappt hat's immer.

    Sinnvoll möglich wird das alles eh nur durch massiven Verzicht. Beispiel: Zwei Satz Klamotten - einer dreckig, kommt abends mit unter die Dusche und dann auf die mitgebrachte Leine; ein zweiter sauber. Zelt, Schlafsack, Isomatte superleicht und klein verpackbar. (Kleines) Stück Seife für: Körper waschen, Klamotten waschen, ggf. Abspülen Geschirr, Brilleputzen, notfalls Tank abdichten. Usw.

    Wandern: ja. Museum: Tatsache eher nein.

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    #7
    Aufschlussreich ! Hab ihr schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht bzw. wie verhaltet ihr euch, wenn ihr von Kötern angegriffen werdet ? (Es gibt hier einen Thread aus dem Jahr 2013, den ich vorhin gefunden habe, weil ich in ländlichen Gebieten Westeuropas auch Probleme mit aggressiven Vierbeinern hatte. Deshalb die Frage an einen erfahreren Offroader.)

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    #8
    Nuja, kommt ab und an vor. Das Universal-Rezept - genau wie in Sand als auch Eiswüste - heißt dann VOLLGAS...

    Notfalls noch selbst die Zähne fletschen und den Fuß raus in Abwehrposition. Im Fall des Falles aber möglichst zügig raus aus der Gefahrenzone.

    Nochmal bzgl. Gepäck, Verzicht und Co.: Ich hatte früher einen dicken Schlafsack, ein Drei-Personen-Zelt und ne dicke Isomatte dabei (wobei die Prolite schon nur halbe Breite hatte). Schlafsack Kilo+, Zelt knapp 3kg, Isomatte auch Tendenz Kilo. Macht 5 kg nur für Penneritis inkl. entsprechend Platzverbrauch (ne Thermarest Prolite Hochkante nimmt fast genau die Kistenhöhe ein und besetzt ungefähr 1/8 der Kistenfläche).

    Dann sinnvoll abgespeckt: Nen 500g Daunenschlafsack + Seideninlet besorgt (ganz kühl Klamotten, Inlet und Schlafsack; kühl Schlafsack; warm nur Inlet). Zelt gegen ein 1,3kg Ein-Mann-Zelt getauscht (MSR Hubba HP - leicht, freistehend, große Apside, Sitzhöhe, notfalls Außenhaut vor Innenzelt aufbaubar; Nachfolger NX wiegt glaube sogar nur noch 1,1kg). Isomatte Thermarest NeoAir XLite - bewußt kürzeste Version (200+g, sehr bequem durch 6cm Höhe, für Leichtschläfer evtl. zu laut durch Knistergeräusche; Länge bei meinen 1,90 ausreichend für gesamten Oberkörper bis ungefähr Knie - unter die Beine kommt die Motorradjacke; nimmt ca. 1/4 der alten Prolite ein und paßt in meine Halbliter-Blechtasse; auf letzter Tour hab ich sie meist gar nicht erst ausgepackt und mich direkt auf den Boden gelegt - geht auch). Macht in Summe nur noch knapp über 2kg bei wesentlich geringerem Packvolumen.

    Wenn man das halbwegs konsequent weiterführt, hat man alles für 2 Tage - oder 3 Wochen - oder 12 Wochen dabei, aber braucht plötzlich nicht mehr 2 Koffer + Topcase + Rolle und Co, sondern kommt plötzlich evtl. mit nur einer Kiste aus.

    Achja - Foto... früher hatte ich den Fotopark dabei. Dicke SLR + mehrere Objektive, Stativ, Funkauslöser und Co. Aber ehrlich und Hand auf's Herz: Wann nutzt man wirklich die Fähigkeiten der SLR bis zum Abwinken? In 90+% der normalen Fälle kann meine G15 + ein, zwei Filter + leichtes Stativ genauso viel. Und für die restlichen <10% lohnt sich zumindest in meinem Fall das Mitschleppen der ganzen Materie nicht mehr.

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    #9
    Klingt interessant. Ich habe das Penneritis-Gepäck dadurch eingespart, dass ich in Hotels nächtige. Als Kamera reichte mir eine Sony Rx 100, die Helmcam war eine Contour +2. Da ich beide gecrasht habe, benutze ich nur noch das Schlaufon zum Knipsen. Das steckt stets in der Innentasche der Atlantisjacke und ist leicht verfügbar.

    Zum Thema Video auf deiner Website gebe ich dir vollkommen recht - ich habe in der Branche mein Geld verdient. Ein guter 5-Minüter braucht mindestens einen Drehtag + 2 Tage Sichtung, Schnitt und Vertonung. Für Hobbyisten sinnlose Zeitverschwendung, da würde ich lieber fahren. Deshalb ist die Helmcam bei mir auch im Fotomodus.

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    #10
    Nuja, wenn ich die Penneritis inkl. Kocheritis daheim lassen würde, dann bräucht ich keine Kiste mehr. Aber - sind sie nicht unbezahlbar, jene Momente unterm Sternenzelt mit dem allerletzten Licht des Tages oder dem allerersten Licht des neuen Tages, wenn die Konturen durch harte Kontraste bestimmt sind? Ich würd's nicht missen wollen. Die Mixtur aus Zelt und Haus ist für mich die schönste Variante. Mir fallen da zwei Berge mit mit flachen Kuppen ganz weit oben in Albanien und Georgien ein...


 
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