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Reisebericht Balkan, Türkei, Georgien 2015

Erstellt von kolja, 30.07.2016, 23:16 Uhr · 17 Antworten · 2.107 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Da ist es bestimmt schön. Aber ich denke bei Zelten immer an Zeltplatz - und da isses doof.

    Für derart verwegene Expeditionen fehlen mir Kenntnis und Können. Sollte sich das mal ändern, gucke ich mir die Packliste auf deiner Website nach einmal an.

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    #12
    Hallo Kolja,

    ich habe gestern lange in eurem Reisebericht gestöbert.
    Er hat mich nicht nur einmal zum Schmunzeln gebracht. ;-) Super Schreibstil, ganz ehrlich!!
    Neben der kurzweiligen Unterhaltung enthält er ne Menge wertvolle Infos und Links. Mich interessieren besonders Themen wie Ausrüstung, Streckenplanung und Navigation.
    In 2018 werde ich per Achse in die Mongolei fahren. Wahrscheinlich wird ein Teil meiner Reise euren Weg nach Georgien kreuzen.
    PS, ich suche noch einen MITFAHRER!!!
    Die letzten beiden Jahre war ich mit dem Moped in Rumänien unterwegs. Dieses Jahr bin ich auf dem Rückweg gute 500 km durch die Ukraine gefahren. Durch meine Erlebnisse weiß ich genau was ihr meint, "Hat man erstmal den Faden zum in.di.vi.du.el.len Reisen gefunden; hat man begonnen, lie.ber selbst tief einzutauchen statt sich pau.schal berieseln zu lassen, dann gibt es kein Zurück." Ich bin seit einiger Zeit infiziert. Nach Marokko und Polen auf meiner LC4, Südafrika auf ner 800er GS und die Touren durch Rumänien + Ukraine mit meiner 800er GS möchte ich nun noch tiefer eintauchen. Nächstes Jahr wird es wieder die Ukraine werden, diesmal aber fast ausschließlich auf kleinen Straßen und Wegen. Quasi als Vorbereitung für die Mongolei.

    Die Reifenfrage hat sich nach eurem Technikteil ja bereits geklärt: Heidenau K60 Scout.

    Falls jemand nützliche Links oder Tipps für die geplanten Touren hat, immer her damit.

    Gruß

    Loskop

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    #13
    Wie's der Zufall will bin ich grad von einer kurzen Tour Ukraine (Karpaten), Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Kosovo zurück. Mein Kumpel hatte einen Satz Mefo Explorer in hinten 130 auf seiner Transalp. Wir waren ungewöhnlich häufig richtig hardcore geländelastig unterwegs und dort stechen die Explorer die Scouts mit besserem Grip tatsächlich aus. Wie's allerdings in der 150er Dimension der 800er aussieht, weiß ich nicht. Ich konnte mit meinen 140er Scouts alles mitmachen, habe mich allerdings 1x im Schlamm festgefahren und auch so waren wir diesmal hart an der Grenze des Machbaren und haben sie einmal meiner Ansicht nach sogar überschritten.

    Der Kollege, der sonst die 800GS fährt war dieses Mal mit einer CCM GP450 unterwegs - so ziemlich exakt 100kg weniger Gewicht als meine Twin. Und er meinte, mit der 800er hätte er einige der diesjährigen Passagen nicht mitgemacht/mitmachen können. Mit dem leichten Hüpper hingegen war's kein Problem.

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    #14
    Ihr habt von der hohen Laufleistung der Heidis geschrieben. Das und auch weil sie gute Allrounder sind, macht sie für mich interessant. Trotz der hohen Laufleistung werde ich von Anfang an einen Reifenwechsel einplanen (Eure Meinungen sind hierzu erwünscht). Ca. 12 - 15 TKm werden die Reifen halten müssen. Ich reise über Tschechien, Polen, Slowakei, Rumänien, (vielleicht Serbien), Bulgarien und einen Teil der Türkei. Diese Strecke will ich wieder mit den TRAILSMART von Dunlopp fahren (150/70/R17 und 90/90/R21). Die sind auf leichtem Gelände und Schotter ok, bei Sand und unebenen Boden fühlt es sich vorne schon komisch an. Warum ich wechseln möchte? Die Route in den aufgezählten Ländern verläuft auf kurvenreichen Straßen, auf denen ich mich mit den TRAILSMART sehr wohl fühle. Allerdings habe ich auch keinen Vergleich zu andern Reifen in Kurven, von daher kann ich auch daneben liegen und der Unterschied in der Schräglage liegt bei 5% die ich ohnehin nicht ausreizen werde. Mit der LC4 in Marokko war es ähnlich. Die RallyeCross MT21 von Pirelli (140/-/18 und 90/90/21) gefielen mir im Gelände (Tiefsand/Dünen, Steinwüste, Piste, Flussbetten und sogar im Schnee) sehr gut auf meiner LC4 640 EGS. Und später in den Serpentinen erstaunlicherweise auch bestens in den Kurven.
    Eine andere Überlegung die Reifen zu tauschen ist: Fahre ich gleich mit den Heidis los, wird von meinem Profil nicht mehr viel übrig sein, wenn ich es am dringendsten brauche. Ich stelle mir vor in der Türkei neue Reifen zu montieren und bis nach Ulan Bator zu fahren, von dort aus fahren die GS und ich dann sowieso getrennt nach Hause.

    Die 800er GS ist zwar leichter und handlicher als eine 1200er, aber gegenüber meiner LC4 ist sie eine kraftraubende störrische Lady, besonders am Vorderrad sind da riesige Unterschiede zu spüren. Von daher werde ich versuchen, die Off-road Strecken immer hübsch geschmeidig zu planen. Also keine unnötigen Herausforderungen für die GS.
    Ok, nach dem was ich bis jetzt gelesen habe, ist das in der Mongolei nicht so einfach.

    Gruß
    Loskop

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    #15
    Bzgl. K60 Scout Laufleistung auf 800GS (lediglich eigene Tourerfahrungen):
    - Kaukasus Motorrad 2012 - Technik
    - Iran 2013 per Motorrad - Technik
    - Marokko per Motorrad 2014 - Technik
    - Türkei & Georgien per Motorrad 2015 - Technik

    Dieses Jahr (2016) am besten geschlagen haben sich die Mefo MFE-99 Explorer in 130er Breite hinten. Hohes, sehr griffiges Profil - gut Geländegrip, Straße genauso wie Scout.

    Unsere 800GS war immer sehr zügig, aber auch vergleichsweise gleichmäßig unterwegs. Die Reifen hielten erstaunlich lang, der Spritverbrauch war sensationell gering. Eine bei einer Tour parallel gefahrene 800GS - genauso schnell, aber sehr unstet - hatte signifikant höheren Verschleiß als auch Verbrauch. Dabei unterstell ich mal, daß der Fahrspaß kein anderer war.

    Solang es abseits des Asphalts trocken ist, kann man pauschal JEDEN Reifen gut fahren. Und wenn's naß wird, gelangen auch K60, TKC und Co je nach Untergrund ganz, ganz schnell an ihre Grenzen und sind zu.

    Letztendlich wird das immer ein Kompromiß. Und den Unwägbarkeiten muß man schlicht vor ort Rechnung tragen. Biegt man halt mal links anstelle rechts ab...

    Auf so einer langen Tour hat man üblicherweise auch - nennen wir es mal - Transit-Strecken bei denen man einige Kilometerchen vergleichsweise stetig rollt, was Verbrauch und Verschleiß senkt und geringer werden läßt als bei der täglichen Vollgas-Hausrunde. Da können dann mit nem K60 Scout (140 & 150) durchaus 15.000km und mit Augen zu mehr drin sein.

    Grade die Scouts sind sehr schwere, massive Reifen. Wenn Du Dir davon zwei ans Heck bindest, wirst Du aufatmen sobald sie irgendwann montiert - und als Ballast verschwunden - sind.

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    #16
    Das gleichmäßige Fahren ist sicherlich ein großer Hebel. Dieses Jahr in Rumänien fuhr ich 4 Tage lang mit drei 1200er GSsen zusammen. 2 Mopeds hatten auch die Scouts drauf, identische Größe, direkt vor der Tour montiert. Schon am 3. Tag war der Hinterreifen eines Kollegen deutlich stärker verschlissen. Materialfehler? Nein, nur eine unruhige Gashand. Ich war erstaunt, wie viel das tatsächlich ausmacht.

    Ich wollte die Reifen nicht unbedingt mitnehmen. Entweder in der Türkei kaufen (natürlich vorher bestellen) oder vorher von Deutschland aus verschicken und irgendwo deponieren. Aber vielleicht verzichte ich ja auch auf den Reifenwechsel. Zumal in den Kurven die Seiten sowieso mehr abgefahren werden.

    Du hast Recht, auf trockenem Untergrund läuft irgendwie jeder Reifen. Wir sind in Marokko Mopeds ("richtige" Mopeds) mit Einheimischen in der Wüste begegnet, wo man nicht mehr wirklich von Profil sprechen konnte. Und trotzdem kamen sie überall dort hin, wo wir fuhren...

    Danke für deine/eure Erfahrungen.

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    #17
    Bzgl. Einheimische versus westeurop. Weichwaschgedankengut - wir alle (fast alle) unterliegen letzterem: Vor anderthalb Wochen in der Ukraine: Wir kämpfen uns mit zwei dicken Zweizylindermopeten japan. Produktion mit Gepäck und Scouts/Mefos die letzten 500m grenzwertig schlammig zerfahrene Straße auf einen wunderschönen Paß zwecks Übernachtung hoch. Von der anderen Seite kommen zwei Ukrainer auf ner 300er Ish aus den 70er Jahren. Beide in Jogginghose, der Fahrer in Badelatschen. Einer will im Sonnenuntergang ne "kleinere" Flasche Wodka austrinken, der andere ne 2L-Bierflasche und danach wieder heme. Der Fahrer mit rotunterlaufenen Augen - wir ham auch noch ne Flasche Wodka + Bier dazugestellt und werden es morgen früh bereuen... - immer wieder: Cjem minut (7 Minuten) und zeigt auf seine Flipflops.

    Den nächsten Morgen werden wir mit unseren wesentlich schwereren Mopeten arg ins Rudern kommen. Schlamm, Hangrutsch und Co. Mit seinen 7 Minuten hat er auf jeden Fall geflunkert allein schon aufgrund Streckenlänge (mein Mitfahrer zählt ins Lager der Enduro-Profi mit Regalen voller Pokale und meinte selbst mit Hartenduro nicht in 10 Minuten zu machen). Er hat also geflunkert mit seinen 7 Minuten.

    Aber die Badelatschen, die waren echt...

    ---

    Deine Reifen werden sich mittig schon gerade fahren. Man glaubt gar nicht wie gering der Anteil harter Kurven versus tausender Kilometer geradeaus ist.

    Die Scouts halten üblicherweise 1 VR zu 1,5 HR. Verschicken/deponieren besser als Schleppen.

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    #18
    Ich denke, da hast du volkommen Recht. Gerade wenn ein hoher Anteil fernab der Straße gefahren wird, sind die Reifen an den Seiten kaum verschlissen. Mal abgesehen von Stollenausbrüchen.
    Nach einem ersten Überschlag muss ich mir übrigens eingestehen, dass es weniger Kurven werden als ursprünglich gedacht.
    Die geplante Strecke, knapp 15 Kkm, ist in 4 - 5 Wochen nicht zu schaffen. Von daher nehme ich einen anderen Weg.

    Irgendwas zwischen den beiden Strecken (8.000 und 11.500 km) wird es werden.


 
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